Service und After Sales
Funktionsbereich · Service und After Sales

After Sales Service mit IoT: Servitization in der Praxis

Im After Sales Service liefert IoT die Daten der Maschinen beim Kunden: Zustand, Fehlermeldungen und Nutzung. Hersteller erkennen Schäden früher, lösen Störungen per Fernzugriff und planen Einsätze gezielt. Auf dieser Basis entstehen neue Geschäftsmodelle wie Product as a Service, auch Servitization genannt. Hier stehen über 140 Beispiele.

IoT-Anwendungsbeispiele aus dem Funktionsbereich Service und After Sales

148 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.

Außeneinheit einer Qvantum-Wärmepumpe mit großem Lüftergitter auf Kiesboden vor der Holzfassade eines Wohnhauses
Qvantum Energi AB Logo
Deutsche Telekom IoT GmbH Logo
Lars Korbel, Ansprechperson
Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungEnergiemonitoring

Wärmepumpen ab Werk per Mobilfunk fernwarten

Qvantum stattet jede Wärmepumpe ab Werk mit Mobilfunkmodem und Telekom IoT-SIM aus. Ab dem Einschalten ist das Gerät online: Installateure bekommen Fernsupport, QDoctor meldet Störungen, und ein Algorithmus senkt die Energiekosten um bis zu 20 %.

13.10.2026Mehr lesen →
Drei Beschäftigte mit Schutzhelmen blicken in eine Produktionshalle, darüber ein eingeblendetes Balkendiagramm mit Aufwärtspfeil und Dollarzeichen.
ZEISS Microscopy Logo
doubleSlash Net-Business GmbH Logo
Jonas Kaltenbach, Ansprechperson
PTC ThingWorx Logo
Predictive MaintenanceDigitale Dokumentation

IoT-Services monetarisieren: von der Maschinenanbindung zum Umsatzmodell

Vernetzte Maschinen allein bringen keinen Umsatz. doubleSlash zeigt bei ZEISS Microscopy und EWE Go, wie aus Maschinendaten wiederkehrende Erlöse werden: Connect, Make Smart, Monetize.

09.10.2026Mehr lesen →
Bedienpanel einer WEBER-Extrusionsanlage mit Linienübersicht, daneben ein IXON-Router für die Fernwartung
Hans Weber Maschinenfabrik Logo
IXON Logo
Lukas Schattenberg, Ansprechperson
Korrektive InstandhaltungCondition Monitoring

Maschinenpark im Wachstum: von Fernwartung zum digitalen Serviceangebot

Hans Weber Maschinenfabrik macht mit der IXON Cloud aus der Fernwartung eine zentrale Serviceplattform. Rund 50 statt zuvor 10 bis 12 Mitarbeitende nutzen die Daten von 180 vernetzten Maschinen, deutlich mehr Probleme werden remote gelöst.

05.10.2026Mehr lesen →
Schleifmaschinen von Rosa Ermando in der Fertigungshalle, die über den symmedia Hub aus der Ferne betreut werden
Rosa Ermando S.p.A. Logo
symmedia GmbH Logo
Intelligentia S.r.l. Logo
Kay Andorf, Ansprechperson
Korrektive InstandhaltungDigitale DokumentationEnergiemonitoring

Insellösungen im Maschinenservice ablösen und Fehler remote beheben

Rosa Ermando löst verstreute Insellösungen im Service durch den symmedia Hub ab. Rund 60 Prozent der Software-Probleme an den Schleifmaschinen werden seither aus der Ferne behoben.

05.10.2026Mehr lesen →
Techniker vor Lkw-Motor, überlagert mit leuchtenden Würfel-Symbolen und Verbindungslinien zum Motorsteuergerät
Cummins Inc. Logo
Portainer.io Logo
Martin Brown, AnsprechpersonCarlton Bale, AnsprechpersonNeil Cresswell, Ansprechperson

Container-Updates aus der Ferne für Software Defined Vehicles

30.09.2026Mehr lesen →
Smartphone mit der myChamber Monitoring App zeigt Temperatur- und Feuchtewerte neben einem Memmert-Temperiergerät, im Hintergrund Petrischalen in einem Inkubator.
Memmert GmbH + Co. KG Logo
KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG Logo
Markus Müller, Ansprechperson
Condition MonitoringKorrektive Instandhaltung

IoT-Retrofit schafft digitale Services für Bestandsgeräte

Memmert vernetzt seine Klima- und Temperiergeräte mit dem IoT-Retrofit von KURZ Digital. Auch Bestandsgeräte lassen sich so per App aus der Ferne überwachen.

15.09.2026Mehr lesen →
Lagerarbeiter prüft Hochregallager mit mobilen Regalsystemen – Dexion & Cumulocity IoT-Zustandsüberwachung
Dexion GmbH Logo
Cumulocity GmbH Logo
Dr. Florian Probst, Ansprechperson
Condition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Mobile Regalsysteme per Zustandsüberwachung vor Ausfällen schützen

24.08.2026Mehr lesen →
Schichtmodell von secunet edge mit Hardware, abgesichertem Softwaresystem und App-Orchestrierung durch Portainer.io für kritische Infrastruktur
Unternehmenslogo
Portainer.io Logo
secunet Security Networks AG Logo
Tobias Mühlnikel, AnsprechpersonPhilipp Henke, Ansprechperson
Kubernetes Logo
Docker Logo
Betrugs- und Schadensprävention

Dezentrale Systeme sicher betreiben: mit Software-Containern und Edge-Plattform

20.08.2026Mehr lesen →
Abstrakte 3D-Visualisierung von Temperatursensoren, Gebäudemodell und IoT-Gateway; Anbindung per io-key von ifm an die Plattform moneo
Kögelhof Logo
ifm-Unternehmensgruppe Logo
Christoph Schneider, Ansprechperson
IO-Link Logo
Condition Monitoring

Fernwärmeleitung per Mobilfunk-Gateway überwachen und Versorgung sichern

18.08.2026Mehr lesen →
Gelber Kettenbagger belädt auf einer Baustelle einen Muldenkipper mit Erdreich, überlagert von IoT-Symbolen für Fernüberwachung, Alarmierung und Datensicherheit.
Hitachi Construction Machinery Logo
Cumulocity GmbH Logo
Dr. Florian Probst, Ansprechperson
Condition MonitoringPredictive MaintenanceNachhaltigkeit (ESG)​

Fernservice für Baumaschinen weltweit trotz regionaler Datengesetze

14.08.2026Mehr lesen →
Smartphone mit Bayer-App zur Safety-Seal-Validierung, daneben eine Verschlusskappe mit QR-Code-Sicherheitsetikett und ein großer QR-Code.
Bayer CropScience Logo
KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG Logo
Dominik Forster, Ansprechperson
Traceability (Rückverfolgbarkeit)Betrugs- und SchadenspräventionDigitale Dokumentation

Digitaler Produktpass per QR-Code: Compliance und Service verbinden

11.08.2026Mehr lesen →
EV-Schnellladestation in abgelegener Umgebung mit einphasigem Anschluss, remote überwacht über die IoT-Plattform Cumulocity
Unternehmenslogo
Cumulocity GmbH Logo
Dr. Florian Probst, Ansprechperson
Condition Monitoring

IoT-Plattform beschleunigt Markteinführung von EV-Schnellladestationen

14.07.2026Mehr lesen →

IoT Use Cases im Funktionsbereich Service und After Sales

66 Use Cases, die in diesem Funktionsbereich bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

41 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.

Kay Andorf, symmedia GmbHDominik Forster, KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KGHenri Toivola, Prosys OPCDr. Florian Probst, Cumulocity GmbH
+15
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
symmedia GmbH
KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG
Prosys OPC
Cumulocity GmbH
doubleSlash Net-Business GmbH
IXON
Exor International SpA
SIEMENS AG | Industrial Wireless Communication
Cybus
b.telligent
EMQ GmbH
secunet Security Networks AG
Portainer.io
Endress+Hauser
ifm-Unternehmensgruppe
Microsoft
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30 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Mit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.

Lars Korbel, Deutsche Telekom IoT GmbHJonas Kaltenbach, doubleSlash Net-Business GmbHDr. Florian Probst, Cumulocity GmbHLukas Schattenberg, IXON
+10
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Deutsche Telekom IoT GmbH
doubleSlash Net-Business GmbH
Cumulocity GmbH
IXON
Perinet GmbH
ifm-Unternehmensgruppe
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
igus SE & Co. KG
Microsoft
TURCK GmbH
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25 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Zentrale Erfassung verteilter Mess- und Zustandsdaten. Die Fernauslesung ermöglicht das automatisierte Auslesen von Betriebs-, Zustands- und Verbrauchsdaten aus Anlagen und Infrastrukturen ohne manuelle Vor-Ort-Ablesung. Die Daten fließen in das Condition Monitoring und das Energiemonitoring ein und werden zugleich lückenlos digital dokumentiert.

Dr. Florian Probst, Cumulocity GmbHLukas Schattenberg, IXONSandra Rueß, doubleSlash Net-Business GmbHChristopher Keller, it-novum GmbH
+9
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Cumulocity GmbH
IXON
doubleSlash Net-Business GmbH
it-novum GmbH
Exor International SpA
SIEMENS AG | Industrial Wireless Communication
Deutsche Telekom IoT GmbH
b.telligent
symmedia GmbH
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
A1 Digital
Materna
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14 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Automatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen

Lukas Schattenberg, IXONKen Kamlowsky, Exor International SpARica Holzmann, soffico GmbHDr. Florian Probst, Cumulocity GmbH
+2
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Exor International SpA
soffico GmbH
Cumulocity GmbH
WAGO GmbH & Co. KG
Endress+Hauser
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13 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Digitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.

Lars Korbel, Deutsche Telekom IoT GmbHMarkus Müller, KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KGChristoph Schneider, ifm-UnternehmensgruppeDr. Florian Probst, Cumulocity GmbH
+1
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Deutsche Telekom IoT GmbH
KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG
ifm-Unternehmensgruppe
Cumulocity GmbH
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11 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Erfüllen Sie Audit-Anforderungen mühelos Nachweispflicht & Zertifizierung In regulierten Branchen wie Pharma, Lebensmittel oder Chemie sind Konformitäts- und Zertifizierungsanforderungen besonders anspruchsvoll. Mit Traceability-Lösungen können Sie alle relevanten Daten – von der Herkunft der Rohstoffe über die Produktionsprozesse bis hin zum Endverbraucher – lückenlos dokumentieren. Die Integration von QR-Codes auf Produkten erlaubt es, direkt auf diese Daten zuzugreifen. Dies fördert Transparenz in der Lieferkette, stärkt das Vertrauen Ihrer Kunden und erleichtert die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden.

Thomas Hollasch, Exor International SpADr. Florian Probst, Cumulocity GmbHRica Holzmann, soffico GmbH
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Exor International SpA
Cumulocity GmbH
soffico GmbH
Endress+Hauser
Materna
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Welche Assets im Funktionsbereich Service und After Sales vernetzt werden

150 Assets aus den Lösungsbeispielen in diesem Funktionsbereich, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte im Service und After Sales voran

Niedrige First-Fix-Rate und teure Serviceeinsätze

Servicetechniker fahren zum Kunden, ohne zu wissen, was genau defekt ist. Falsche Ersatzteile im Transporter, unnötige Anfahrten, mehrfache Besuche für ein Problem: Diese First-Fix-Rate-Probleme kosten Geld und ärgern Kunden. IoT-basiertes Remote Monitoring und Ferndiagnose ermöglichen, den Fehler vor dem Besuch zu kennen und ihn im ersten Anlauf zu beheben.

Reaktiver statt proaktiver Service

Warten, bis die Maschine ausfällt, ist das teuerste Servicemodell. Predictive Maintenance auf Basis von IoT-Sensordaten erkennt Verschleißindikatoren frühzeitig – und löst gezielte Serviceeinsätze aus, bevor der Schaden eintritt. Das senkt Stillstandskosten beim Kunden und macht den Serviceprozess planbar.

Fehlende Transparenz über Produktverhalten im Feld

Wie läuft das Produkt beim Kunden? Welche Parameter werden häufig über- oder unterschritten? Welche Fehler treten regelmäßig auf? Ohne Echtzeit-Daten aus dem Feld entwickeln Hersteller ihre Produkte „am Kündentisch“ statt am echten Betriebsverhalten. IoT-Telemetrie liefert kontinuierlich Felddaten für Produktentwicklung und Qualitätsverbesserung.

Veraltete Wartungsmodelle ohne Datengrundlage

Traditionelle Wartungsverträge basieren auf Zeitintervallen – unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß. IoT-Daten ermöglichen zustandsbasierte Servicemodelle: Wartung erfolgt genau dann, wenn sie nötig ist. Darüber hinaus eröffnen sie neue Geschäftsmodelle wie Outcome-basierte Verträge, Equipment-as-a-Service oder Performance-Garantien.

Fehlende digitale Servicehistorie und Maschinenakte

Wann wurde die Maschine zuletzt gewartet? Welche Teile wurden ausgetauscht? Welche Fehler traten auf? Ohne strukturierte digitale Servicehistorie verlieren Serviceteams wertvolle Zeit mit der Recherche. IoT-verknüpfte Serviceportale führen vollständige Maschinenakten automatisch – mit Sensordaten, Serviceberichten und Ersatzteillisten.

Hohe Reisekosten und langsame Reaktionszeiten im Service

Servicetechniker können nicht überall gleichzeitig sein. IoT-gestütztes Remote Service ermöglicht Fernzugriff auf Maschinen, Übertragung von Echtzeit-Diagnosedaten und – in Verbindung mit Augmented Reality – die Fernanleitungen direkt über eine AR-Brille. Das reduziert Reisekosten, verkürzt Reaktionszeiten und steigert die Kapazität des Serviceteams.

Service und After Sales sind die Funktionsbereiche, in denen Hersteller und ihre Kunden nach dem Kauf zusammenkommen. Und genau hier liegt eines der größten Potenziale für IoT: Wer wissen will, wie seine Produkte beim Kunden wirklich laufen, muss sie mit Sensoren ausstatten. Wer Ausfälle verhindern will, bevor der Kunde anruft, braucht Remote Monitoring. Wer Servicekosten senken will, muss Techniker mit den richtigen Informationen ausstatten.

IoT macht Service proaktiv statt reaktiv. Maschinen melden sich selbst, bevor sie ausfällen. Techniker kommen vorbereitet, weil sie Echtzeit-Diagnosedaten kennen. Wartungsverträge entwickeln sich von Zeitintervallen zu zustandsbasierter Betreuung. Das reduziert Servicekosten, erhöht die Kundenzufriedenheit und eröffnet neue Geschäftsmodelle.

Auf dieser Seite findest du verifizierte Praxisbeispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk – für Serviceorganisationen, die den nächsten Schritt in Richtung datengetriebenem Service gehen.

After Sales Service und Servitization: Was in der Praxis wirklich funktioniert

Service war lange Zeit reaktiv: Kunde ruft an, Techniker fährt hin, Problem wird behoben. IoT dreht diesen Ablauf um. Maschinen melden sich selbst, bevor der Kunde den Ausfall bemerkt. Techniker wissen vor dem Besuch, was defekt ist. Hersteller kennen das Betriebsverhalten ihrer Produkte im Feld – und können ihren Service und ihre Produkte datenbasiert verbessern.

Typische Anwendungsfelder

Remote Monitoring und Ferndiagnose

Sensoren direkt in oder an den Produkten beim Kunden senden kontinuierlich Betriebs- und Zustandsdaten. Das Serviceteam sieht in Echtzeit, wie jede Maschine läuft. Anomalien lösen automatische Alarme aus. In vielen Fällen kann das Problem per Fernzugriff behoben werden – ohne Techniker vor Ort. Ist ein Einsatz nötig, kommt der Techniker mit vollständiger Diagnose und den richtigen Ersatzteilen.

Predictive Maintenance als Serviceprodukt

Predictive Maintenance ist nicht nur ein internes Werkzeug – es ist ein Serviceprodukt. Hersteller, die Predictive-Maintenance-Dienste anbieten, schaffen einen neuen, wiederkehrenden Umsatzstrom. Kunden zahlen für Ausfall-Prävention, nicht für Reparaturen. Der Wechsel von reaktivem zu prädiktivem Service ist einer der stärksten Hebel für Service-Profitabilität.

Digitale Maschinenakte und Servicehistorie

Jede Maschine erhält einen digitalen Zwilling im Serviceportal: Sensorwerte, Fehlercodes, Wartungsberichte, Ersatzteilhistorie, installierte Softwareversion. Servicetechniker rufen alle relevanten Informationen vor dem Einsatz ab. Neuzugänge im Serviceteam sind sofort produktiv. Eskalationen werden durch vollständige Historiendaten schneller gelöst.

Neue Geschäftsmodelle: Equipment-as-a-Service und Outcome-Based Contracts

IoT-Daten ermöglichen nutzungsbasierte Abrechnung: Bezahlung pro Betriebsstunde, pro produziertes Teil, pro erbrachte Leistung. Hersteller, die ihre Produkte per IoT im Feld beobachten, können Verfügbarkeitsgarantien geben – und ihre Serviceorganisation darauf ausrichten, Ausfälle zu verhindern statt zu reparieren.

IoT-Telemetrie für Produktentwicklung und Qualitätsverbesserung

Felddaten aus IoT-vernetzten Produkten zeigen, wie Maschinen wirklich betrieben werden: Welche Lastzustände sind real? Welche Parameter werden dauerhaft über- oder unterschritten? Welche Fehler treten bei welchen Betriebsbedingungen auf? Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Produktentwicklung, Qualitätssicherung und technische Dokumentation ein.

Was IoT im Service von anderen Bereichen unterscheidet

Im Service geht es um Vertrauen. Kunden geben Zugang zu ihren Anlagen und Produktionsdaten. Datensicherheit, Datensouveränität und Transparenz über das, was gesammelt und ausgewertet wird, sind deshalb nicht nur technische, sondern geschäftsstrategische Anforderungen. Hersteller, die hier transparent agieren, bauen nachhaltige Kundenbeziehungen auf.

Praxisbeispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk

In unserem Netzwerk findest du konkrete, verifizierte Lösungsbeispiele für IoT-gestützten Service – von Remote Monitoring für Industriepumpen und Predictive-Maintenance-Plattformen für Werkzeugmaschinen bis hin zu digitalen Maschinenakten und Equipment-as-a-Service-Modellen im Maschinenbau. Alle Beispiele zeigen, welche Technologien eingesetzt wurden und was am Ende konkret erreicht wurde.

Kein Marketing-Blabla. Nur Praxis.

Häufige Fragen zu IoT im After Sales Service

Was ist Servitization?

Servitization bedeutet, dass ein Hersteller statt nur einer Maschine eine Leistung verkauft, etwa verfügbare Betriebsstunden, gedruckte Teile oder Druckluft pro Kubikmeter. Möglich wird das erst durch IoT: Die Maschine meldet Nutzung und Zustand, sodass Abrechnung, Wartung und Verfügbarkeit beim Hersteller liegen.

Wie verändern vernetzte Produkte den After Sales Service?

Statt auf einen Anruf des Kunden zu warten, sieht der Service den Zustand der Maschine selbst. Viele Störungen lassen sich per Fernzugriff beheben, Techniker fahren mit dem passenden Ersatzteil los, und Wartung richtet sich nach dem tatsächlichen Verschleiß statt nach festen Intervallen. Aus dem reinen Reparaturgeschäft werden planbare Serviceverträge.

Welche IoT-Anwendungen gibt es im Service?

In unseren Beispielen am häufigsten sind digitale Dokumentation an der Maschine, Früherkennung von Schäden im Condition Monitoring, in der korrektiven Instandhaltung und in Predictive Maintenance sowie die Fernauslesung von Zuständen. Dazu kommen Audits und Reportings, etwa für Wartungsnachweise.

Was ist der Unterschied zwischen Remote Service und Predictive Maintenance?

Remote Service heißt, dass der Service per Fernzugriff auf die Maschine schaut, Fehler analysiert und oft direkt behebt. Predictive Maintenance geht einen Schritt weiter: Aus den laufenden Zustandsdaten wird vorhergesagt, wann ein Bauteil ausfällt, damit es vorher getauscht wird. Remote Service ist meist die Grundlage dafür.

Für wen lohnt sich IoT im After Sales Service?

Vor allem für Hersteller von Maschinen und Anlagen mit einer großen installierten Basis beim Kunden, in unseren Beispielen allen voran der Maschinen- und Anlagenbau, danach Energie und Umwelt. Je teurer ein Stillstand für den Kunden und je weiter die Anlagen verteilt sind, desto schneller zahlt sich die Vernetzung aus.

Was ist ein digitaler Zwilling?

Ein digitaler Zwilling ist das virtuelle Abbild einer realen Maschine oder Anlage, das laufend mit deren Betriebsdaten aktualisiert wird. Im Service zeigt er für jedes Gerät beim Kunden Zustand, Nutzung, Konfiguration und Wartungshistorie an einem Ort. Darauf bauen Ferndiagnose, vorausschauende Wartung und nutzungsbasierte Abrechnung auf. In unseren Beispielen entsteht so etwa im Abfallmanagement eine Abrechnung pro Schüttung.

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