Verifiziertes Projekt

Mit Felddaten datengetriebene Services im Werkzeugmaschinenbau aufbauen

Maschinen- und AnlagenbauMittelstand4. November 20262 Minuten Lesezeit
Techniker mit Tablet bedient das Bedienfeld einer Werkzeugmaschine in einer Fertigungshalle
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Die Ausgangslage

Als Global Player in der Entwicklung komplexer Bearbeitungsmaschinen – vom Rohteil bis zum Fertigteil – stand die SEMA Technology Group vor einer zentralen Herausforderung: Um die nächste Stufe der Effizienz zu erreichen, war ein noch tieferes Verständnis der Maschinen im realen Kundeneinsatz notwendig.

Ziel war es, via IoT wertvolle Daten direkt aus dem Feld zu akquirieren. Dabei ging es nicht nur um die technische Realisierung, sondern vor allem darum, jene Use-Cases auszuwählen, die sowohl für SEMA als auch für deren Endkunden echte Mehrwerte generieren.

Der gemeinsame Weg

In enger Zusammenarbeit, von anfänglichen Workshops bis zur Implementierung, wurde gemeinsam ein Konzept realisiert, das ausgewählte Use Cases Ende-zu-Ende abdeckt: Von der physischen Datenakquise über die IT-Infrastruktur bis hin zur visuellen Aufbereitung im Portal.

In einer intensiven Durchlaufzeit von drei Monaten entstand so ein MVP (Minimum Viable Product), das die Basis für alle zukünftigen digitalen Services bildet. Das spezifische Domänenwissen von SEMA rund um die hochkomplexen und variantenreichen Maschinen konnte an jeder Stelle zielgerichtet einfließen.

Die Lösung im Alltag

Mit dem Go-Live des Portals hat SEMA die Basis für datengetriebene Geschäftsmodelle geschaffen. Die erhöhte Transparenz der Felddaten ermöglicht eine gesteigerte Anlagenverfügbarkeit und legt den Grundstein für prädiktive Wartungsstrategien.

Das neue IoT-Serviceportal dient heute als zentrale Leitstelle für das Device Management. Die Transparenz durch Live-Daten schafft die Grundlage für intelligente Wartung, wodurch Stillstandzeiten proaktiv reduziert und die Verfügbarkeit der hochkomplexen Anlagen signifikant gesteigert wird.

Kunden und Techniker erhalten über OEE-Dashboards sofortigen Einblick in die Gesamtanlageneffektivität, können Software-Versionen überwachen und Sensordaten in detaillierten Diagrammen analysieren. Zu jeder Maschine existiert ein elektronisches Wartungshandbuch und die Maschinensoftware wird zyklisch gesichert. Die Daten aus dem laufenden Betrieb nutzt SEMA aktiv, um Kunden optimierte Informationen und Services anzubieten und so einen hohen Nutzwert der Maschinen im Feld zu unterstützen.

Auf Kundenwunsch kann für jede Maschine ein vollständiger Digitaler Zwilling erstellt werden. Damit können Kunden bereits vor der tatsächlichen Inbetriebnahme Produktionsmittel testen, Abläufe optimieren oder das Personal schulen.

Technische Highlights

  • End-to-End IoT-Konzept: Integration von der Datenquelle im Feld bis zur Anzeige von Werten und KPIs im Web-Portal.
  • OEE-Reporting: Echtzeit-Dashboards zur Analyse der Maschineneffizienz.
  • Device Management: Zentrale Verwaltung von Software-Ständen und Sensordaten über die gesamte installierte Basis.
OEE-Dashboard im SEMA-Serviceportal mit Verfügbarkeit, Leistung, Qualität und OEE einer Maschine

Technologie-Stack

  • Cloud-Infrastruktur (Betreuung durch Kunden-IT, kein Vendor-Lock-In)
  • Web-Frontend & Dashboard-Frameworks
  • Datenakquise-Schnittstellen
3D-Darstellung einer SEMA-Fertigungsanlage mit zwei Bearbeitungsmaschinen, Roboterzelle und Bedienpodest

„Mit dem Condition Monitoring im DAISY-Portal unterstützen wir als SEMA unsere Kunden im effizienten Betrieb ihrer Anlagen."

– Tim Liebetrau, Head of IT & Digital Services

Quelle: blue-zone

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