Metall und Elektronik
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Metall und Elektronik

IoT in der Metall- und Elektronikindustrie vernetzt Pressen, Öfen, Beizlinien und Bestückungsanlagen mit Sensoren und MES. So werden Verschleiß, Prozessabweichungen und Energieverbrauch in Echtzeit sichtbar, und jedes Teil bleibt rückverfolgbar. Salzgitter überwacht so über 100 Messstellen einer Beizlinie, Aurubis hat 1.500 Prozessparameter auf die kritischen reduziert.

IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Metall und Elektronik

48 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.

Helle Produktionshalle mit Reihen von Stanzautomaten und Bedienterminals, deren Maschinenkommunikation über die Integrationsplattform Orchestra von soffico zentral angebunden ist
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Digitale Dokumentation

Gewachsene Maschinenkommunikation konsolidieren und IT von OT trennen

Ein Hersteller elektrischer Verbindungstechnik ersetzt mit Orchestra von soffico seine verteilten Kommunikationsserver und trennt IT sauber von OT. Im Werk Thüringen waren rund 120 Maschinen in drei Tagen angebunden.

30.09.2026Mehr lesen →
Gedämmte Kühlwasserschläuche eines Spritzgusswerkzeugs mit orangen IO-Link-Temperatursensoren in Vor- und Rücklauf
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Guido Zoll, AnsprechpersonChristoph Schneider, Ansprechperson
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Condition MonitoringEnergiemonitoring

Werkzeugkühlung im Spritzguss per IO-Link überwachen und Energie sparen

Vom Bauchgefühl zur Datenbasis: Bei RAFI in Bad Waldsee machen Sensorik und die IIoT-Plattform moneo den Spritzgussprozess transparent. Temperaturen, Durchfluss, Druckluft und Energieverbrauch werden kontinuierlich erfasst, visualisiert und analysiert.

21.09.2026Mehr lesen →
Geöffnetes Lithium-Ionen-Batteriemodul mit freiliegenden zylindrischen Rundzellen unter aufgeschnittenem Metallgehäuse; im eingesetzten Bild transportiert ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) von SEW-EURODRIVE gestapelte schwarze Behälter durch eine helle Batteriefertigung.
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Dr. Lennart Bochmann, Ansprechperson
Asset ManagementFlottenmanagement

Reinraum-Intralogistik in der Batterieproduktion mit FTF automatisieren

24.07.2026Mehr lesen →
Gießharzfässer mit Harz und Härter in der Sensorfertigung, per IO-Link an die KI-gestützte Plattform ifm moneo angebunden
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Christoph Schneider, Ansprechperson
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Condition MonitoringPredictive MaintenanceAsset Management

KI-gestützte Füllstandüberwachung von Gießharzfässern

16.07.2026Mehr lesen →
Industriekompressor mit Stromwandler an der Zuleitung zur Erfassung der Stromaufnahme, angebunden an die ifm-Plattform moneo
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Christoph Schneider, Ansprechperson
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EnergiemonitoringCondition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Betriebszustand von Kompressoren durch Stromaufnahme erkennen

30.06.2026Mehr lesen →
Mitarbeiterin im Laborkittel an einer Fertigungslinie für Touchfolien, deren Prozessdaten KURZ Digital Solutions per Software analysiert
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Markus Müller, Ansprechperson
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Qualitätsmanagement

Prozessdatenanalyse zeigt Ursachen für Ausschuss

26.06.2026Mehr lesen →
Schienengeführte Overhead-Transportfahrzeuge in der Halbleiterfertigung von GlobalFoundries beim automatisierten Materialtransport
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Chiara Magdalena Baldauf, Ansprechperson
Predictive Maintenance

Stillstände in der Intralogistik früher erkennen

27.03.2026Mehr lesen →
Vollelektrisches WAGO-Logistikzentrum in Sondershausen mit Photovoltaik auf dem Flachdach und Ladeinfrastruktur
WAGO GmbH & Co. KG Logo
Achim Zerbst, Ansprechperson
EnergiemonitoringNachhaltigkeit (ESG)​

Goodbye Schornstein – Fossilfreies Logistikzentrum mit IoT-basiertem Energiemanagement

22.01.2026Mehr lesen →
Heterogener Maschinenpark in der Fertigung, standardisiert angebunden über den Edge Layer mit FabEagle Connect von Kontron AIS
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Frank Tannhäuser, AnsprechpersonRobin Schubert, Ansprechperson
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Condition MonitoringDigitale Dokumentation

Maschinen über Edge Layer standardisiert anbinden und sicher integrieren

13.01.2026Mehr lesen →
Vakuum-Schmelzanlage in der Metallindustrie, deren Prozessparameter per Process-Monitoring-Modul von ALD EXPERT überwacht werden
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Frederic Schum, Ansprechperson
Condition MonitoringQualitätsmanagementTraceability (Rückverfolgbarkeit)

Prozessmonitoring mit On-Premises-IoT erhöht Sicherheit und Qualität

27.11.2025Mehr lesen →
Hochspezialisierte Leiterplattenfertigung der KSG mit Steuerungstechnik, vernetzt über die Plattform autinityDAP von Schaeffler Digital Solutions
KSG GmbH Logo
Schaeffler Digital Solutions GmbH Logo
Ronny Förster, AnsprechpersonDaniel Wache, AnsprechpersonDaniel Kobel, Ansprechperson
PROFINET Logo
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MQTT Logo
Node-RED Logo
PostgreSQL Logo
Grafana Logo
Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungDigitale Dokumentation

IT/OT-Integration für eine einheitliche Datenbasis – am Beispiel der Leiterplattenfertigung

04.11.2025Mehr lesen →
Mobile Transportroboter beliefern im VW-Nutzfahrzeuge-Werk Produktionslinien, zentral gesteuert über die SYNAOS Intralogistics Management Platform
Volkswagen Nutzfahrzeuge Logo
SYNAOS GmbH Logo
Dr. Lennart Bochmann, Ansprechperson
Asset ManagementFlottenmanagement

VDA 5050: Einheitliche Steuerungsebene für FTS-Flotten, zentral in Echtzeit

16.10.2025Mehr lesen →

IoT Use Cases in der Branche Metall und Elektronik

55 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

9 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.

Jochen Herdrich, doubleSlash Net-Business GmbHPeter Sorowka, CybusRica Holzmann, soffico GmbHTilo Haug, ifm-Unternehmensgruppe
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
soffico GmbH
doubleSlash Net-Business GmbH
Cybus
ifm-Unternehmensgruppe
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8 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Mit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.

Christoph Schneider, ifm-UnternehmensgruppeRohan Latif, HoneywellFlorian Siebert, ifm-Unternehmensgruppe
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ifm-Unternehmensgruppe
Honeywell
Endress+Hauser
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8 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Transparenz über Produktionsleistung und Laufzeiten. Durch die Erfassung von Zählimpulsen, Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz direkt an der Maschine werden Produktionsprozesse kontinuierlich messbar. Die gewonnenen Daten bilden eine belastbare Grundlage zur Analyse von Laufzeiten, Stillständen und Leistungsabweichungen einzelner Anlagen oder Produktionslinien.

Christoph Schneider, ifm-Unternehmensgruppe
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ifm-Unternehmensgruppe
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7 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Automatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen

Christoph Schneider, ifm-UnternehmensgruppeRica Holzmann, soffico GmbHMatthias Hafner, Schaeffler Digital Solutions GmbHSai Seidel-Sridhaven, TURCK GmbH
+2
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ifm-Unternehmensgruppe
soffico GmbH
Schaeffler Digital Solutions GmbH
TURCK GmbH
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7 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Digitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.

Christoph Schneider, ifm-UnternehmensgruppeRohan Latif, HoneywellKevin Munzert, ifm-Unternehmensgruppe
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ifm-Unternehmensgruppe
Honeywell
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6 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Rückverfolgbarkeit mit IoT-Daten – für Qualität, Compliance und Effizienz. Andere Unternehmen aus unserem Netzwerk setzen auf digitale Rückverfolgungslösungen, um komplette Prozesshistorien abzubilden – vom Wareneingang bis zur Auslieferung. Dabei erfassen IoT-Sensoren automatisch Zeit, Ort, Zustand und ID von Objekten. Diese IoT-Traceability-Systeme helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Qualitätsprobleme schnell zu isolieren. → Praxisbewährte Lösungen von unseren Partnern zeigen: Die Kombination aus Rückverfolgbarkeit und Asset-Tracking steigert die Produktionssicherheit.

Frederic Schum, ALD Vacuum Technologies GmbHPeter Sorowka, CybusChristoph Schneider, ifm-UnternehmensgruppeSai Seidel-Sridhaven, TURCK GmbH
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Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ALD Vacuum Technologies GmbH
Cybus
ifm-Unternehmensgruppe
TURCK GmbH
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In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Metall und Elektronik eingesetzt wird

Zahl der Lösungsbeispiele je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Beispielen.

Welche Assets in der Branche Metall und Elektronik vernetzt werden

70 Assets aus den Lösungsbeispielen in dieser Branche, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in der Metall- und Elektronikindustrie

Prozesspräzision und Qualitätskonstanz

In der Metallbearbeitung und Elektronikfertigung entscheiden Mikrometer und Millivolt über Ausschuss oder Gut-Teil. Inline-Sensorik überwacht kritische Prozessparameter kontinuierlich und erkennt Abweichungen, bevor fehlerhafte Teile die nächste Prozessstufe erreichen.

Anlagenverfügbarkeit und ungeplante Stillstände

Pressen, Laser, Schweißanlagen, Bestückungsautomaten und Ätzlinien müssen hochverfügbar laufen. Ungeplante Stillstände in getakteten Fertigungslinien verursachen Folgekosten über den eigentlichen Maschinenausfall hinaus. Predictive Maintenance verhindert dies.

Rückverfolgbarkeit in der Elektronikfertigung

Leiterplatten, Baugruppen und Elektronikkomponenten müssen chargengenau rückverfolgbar sein – von der Bauteillieferung bis zur eingebauten Einheit beim Endkunden. IoT-basierte Track & Trace-Systeme schaffen diese Transparenz automatisch und revisionssicher.

Energieeffizienz in energieintensiven Prozessen

Öfen, Pressen, Galvanikbecken, Lötanlagen und Reflow-Öfen sind energieintensiv. Granulares Energiemonitoring auf Maschinen- und Prozessebene macht Lastspitzen und Einsparpotenziale sichtbar – und liefert die Datenbasis für CO₂-Berichte und ESG-Nachweise.

Werkzeug- und Vorrichtungsverwaltung

Präzisionswerkzeuge, Formen, Elektroden und Vorrichtungen haben begrenzte Standzeiten und müssen gewartet oder ersetzt werden. IoT-basiertes Werkzeugmonitoring erfasst Nutzungszyklen automatisch und verhindert qualitätsmindernden Überlauf oder kostspielige Notfallwechsel.

Digitaler Produktpass und Materialnachweis

EU-Regulierungen verlangen zunehmend lückenlose Materialnachweise – Legierungszusammensetzungen, Herkunft, Verarbeitungsbedingungen und CO₂-Fußabdruck auf Bauteilebene. Ohne strukturierte IoT-Daten aus der Produktion sind diese Nachweise kaum effizient zu erbringen.

IoT in der Metall- und Elektronikindustrie heißt: Pressen, Schmelzöfen, Beizlinien, Laser und Bestückungsautomaten melden ihren Zustand selbst. Stahlwerke erkennen Verschleiß, bevor eine Linie steht, Leiterplattenhersteller verfolgen jede Platine durch 30 und mehr Prozessschritte, Gießereien sehen den Füllstand ihrer Öfen in Echtzeit.

Hier findest du über 40 umgesetzte Lösungsbeispiele von Anwendern wie Salzgitter Flachstahl, Aurubis, Würth Elektronik, Bosch und CERATIZIT, jeweils mit dem Anbieter, der das Projekt umgesetzt hat. Kein Marketing, nur was in den Werken tatsächlich läuft.

IoT in der Metall- und Elektronikindustrie: Was vernetzte Werke heute leisten

In Stahlwerken, Gießereien, Blechbearbeitungen und Elektronikfertigungen entscheiden Mikrometer, Sekunden und Grad Celsius über Gut- oder Schlechtteil. Gleichzeitig laufen dort Maschinen aus mehreren Jahrzehnten nebeneinander, mit Steuerungen unterschiedlicher Hersteller. IoT verbindet beides: Sensoren und Gateways holen Zustands- und Prozessdaten aus Bestandsanlagen, eine Plattform führt sie zusammen, und Instandhaltung, Qualität und Produktion arbeiten mit denselben Zahlen.

Die Beispiele unten stammen aus umgesetzten Projekten im IoT Use Case Netzwerk. Jedes nennt den Anwender, den Anbieter und die eingesetzte Technik.

Typische IoT-Anwendungen in Metallbearbeitung und Elektronikfertigung

Predictive Maintenance und Condition Monitoring in der Stahlindustrie

Die Kontibeize von Salzgitter Flachstahl verarbeitet pro Schicht rund 2.500 Tonnen Stahl und steht nur alle zwei Wochen für die geplante Wartung still. Mehr als 100 Messstellen auf der 330 Meter langen Linie melden ihren Zustand inzwischen über einen zweiten, nur lesenden Feldbus-Kanal in die Plattform Netilion von Endress+Hauser, ohne in die Automatisierung einzugreifen. Techniker wissen damit vor dem Einsatz, wo die Störung liegt und welche Ersatzteile sie brauchen. Details im Lösungsbeispiel Hohe Verfügbarkeit bei der Flachstahlherstellung.

Der Kupferhersteller Aurubis hat mit azeti seine gesamte Produktion vernetzt, von Schmelzöfen über Elektrolyse bis zu Drahtziehmaschinen. Aus 1.500 Prozessparametern hat das Team die wirklich kritischen ausgewählt und daraus Dashboards und Machine-Learning-Modelle für die vorausschauende Instandhaltung gebaut (Lösungsbeispiel Aurubis). Ein Stahlhersteller mit über 10 Millionen Tonnen Jahreskapazität überwacht Förderbänder, Motoren und Lüfter per LoRaWAN-Schwingungssensoren von Honeywell (Zustandsüberwachung von Lüftern in der Stahlfertigung). Mehr zum Prinzip im Use Case Condition Monitoring.

IoT in der Blechbearbeitung: Maschinendaten als Abrechnungsgrundlage

Blechbearbeiter wissen oft nicht genau, welche Aufträge sich rechnen, weil die tatsächlichen Maschinenstunden und Kosten je Teil fehlen. Die Riguzzi-Gruppe nutzt deshalb ein Pay-per-Part-Modell mit TRUMPF, Relayr und Munich Re: Die vernetzte Maschine zählt die gefertigten Teile, und bezahlt wird nach Nutzung statt als Großinvestition vorab. Wie das funktioniert, zeigt Mit Pay-per-Part auf dem Wachstumspfad.

Maschinendatenerfassung und Werkzeugüberwachung in der Zerspanung

Mit der Software autinity von Schaeffler Digital Solutions lassen sich auch ältere Maschinen verschiedener Hersteller anbinden. Die laufende Erfassung erkennt Werkzeugbruch, Rattern beim Zerspanen und überzogenen Werkzeugverschleiß und liefert die Grundlage für OEE-Kennzahlen (Von der Maschinendatenerfassung zur vorausschauenden Instandhaltung). Auf der Beschaffungsseite hat CERATIZIT mit Materna rund 1.000 Werkzeugautomaten in 22 Ländern an die Cloud und an SAP angebunden, jeder mit bis zu 840 Artikeln (Werkzeugausgabe aus der IoT-Cloud).

Elektronikfertigung und Leiterplattenfertigung: Daten aus jedem Prozessschritt

Eine Leiterplatte durchläuft rund 30 Produktionsschritte, Multilayer auch doppelt so viele, und beim Verpressen verschwinden Markierungen immer wieder. Würth Elektronik hat deshalb mit dem MES FabEagle von Kontron AIS die Grundlage gelegt, um Maschinenzustände, Alarme und Prozessdaten an drei Standorten auszuwerten (Effizientere Leiterplattenfertigung dank solider Datenbasis). Die KSG GmbH hat mit Schaeffler Digital Solutions ihre heterogene Maschinenlandschaft über eine einheitliche IT/OT-Integration verbunden, weil in den chemischen Prozessen jede Abweichung schnell ganze Chargen kostet (IT/OT-Integration in der Leiterplattenfertigung).

In der Halbleiterfertigung von Bosch in Reutlingen dauert der Weg vom Rohwafer zum Chip bis zu 14 Wochen. Früher gingen Mitarbeiter die Korridore zu Fuß ab, um Störungen zu finden, heute zeigen Peakboard-Displays den Status in Echtzeit an zentraler Stelle (Datenvisualisierung in der Halbleiterproduktion).

Gießerei und Metallurgie: den Schmelzprozess überwachen

Die Norican Group hat ihre Dosieröfen mit der azeti-Plattform vernetzt. Der Refill-Monitor zeigt Gießereien in Echtzeit, wie voll jeder Ofen ist, damit nie zu wenig flüssiges Metall im Prozess ist (Schmelzprozess in der Gießerei optimieren). In der Vakuum-Metallurgie erfasst ALD Vacuum Technologies mit Melt-Review-Sheets jeden Schmelzvorgang mit Druck, Temperatur und Gasfluss und übergibt die Daten an ERP und MES (Dokumentation und Rückverfolgbarkeit in der Metallurgie).

Qualitätssicherung mit Kameras und KI

Beim Beschichten von Turbinenschaufeln aus Titan musste ein Bediener bei ALD die ganze Achtstundenschicht durch ein kleines Sichtfenster auf die Verdampfungswolke schauen. Heute überwacht ein kamerabasiertes System den Prozess und dokumentiert ihn für die Luftfahrtkunden (Automatisierte Qualitätssicherung für Beschichtungsanlagen). Wie Prozessdaten die Ursachen für Ausschuss zeigen, beschreibt Prozessdatenanalyse mit digitalem Zwilling. Weitere Beispiele im Use Case Qualitätsmanagement.

Rückverfolgbarkeit von Metallteilen und Materialnachweis

Wer im Reklamationsfall nachweisen muss, aus welcher Charge, mit welchen Parametern und auf welcher Anlage ein Teil gefertigt wurde, braucht eine digitale Identität je Teil oder Los. RFID verknüpft Produktionsaufträge in Echtzeit mit ihrer Position im Werk (Produktionsaufträge in Echtzeit verfolgen). Der Lothersteller Stannol weist mit Minespider per Blockchain lückenlos nach, aus welcher Mine das Zinn für seine Lote stammt (Nachweis der Lieferkette von fair gehandeltem Zinn). Mehr im Use Case Traceability.

Der Druck steigt: Stahl und Aluminium gehören zu den ersten Produktgruppen, für die die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) Anforderungen und einen Digitalen Produktpass vorbereitet, und seit 2026 verlangt der CO₂-Grenzausgleich CBAM für importierten Stahl und Aluminium belastbare Emissionsdaten. Beides lässt sich nur mit Daten aus der Produktion effizient erfüllen.

Energiemonitoring in energieintensiven Prozessen

Öfen, Beizlinien, Galvanikbecken, Reflow-Öfen und Druckluft gehören zu den größten Verbrauchern im Werk. Sensoren an Kompressoren decken ungenutzte Laufzeiten und Leckagen auf (Kompressorlaufzeiten und Leckagen aufdecken, Energiekosten senken durch Druckluftüberwachung), und Energiedaten lassen sich ohne Programmierung live im Werk auswerten (Energiedaten im Werk live auswerten). Die Daten dienen zugleich als Grundlage für CO₂-Bilanz und ESG-Bericht. Mehr im Use Case Energiemonitoring.

Wie IoT die Effizienz in der Metallfertigung steigert

Der Hebel liegt fast immer an denselben vier Stellen: weniger ungeplante Stillstände, weil Verschleiß früh erkannt wird; weniger Ausschuss, weil Prozessabweichungen sofort auffallen statt erst bei der Endkontrolle; kürzere Einsätze der Instandhaltung, weil Techniker Fehlerort und Ersatzteil vorher kennen; und weniger Energie, weil Leerlauf und Leckagen sichtbar werden. Gemessen wird das meist über die Gesamtanlageneffektivität (OEE), die erst mit automatisch erfassten Maschinendaten verlässlich wird.

Was IoT in Metall und Elektronik besonders macht

Starke Vibrationen an Pressen und Stanzen, elektromagnetische Störungen an Schweißanlagen, Hitze an Öfen und aggressive Medien in Beize und Galvanik verlangen robuste, industrietaugliche Sensorik. Dazu kommt der gemischte Maschinenpark: OPC UA ist noch längst nicht überall Standard, viele Anlagen sprechen Profinet, Profibus, Modbus oder Ethernet/IP. Plattformen, die diese Protokolle direkt anbinden oder über einen Edge Layer vereinheitlichen, sparen hier die meiste Zeit.

Wichtig ist außerdem, die Steuerung nicht zu gefährden. Salzgitter liest die Messtechnik bewusst nur über einen zweiten Kanal aus und überträgt verschlüsselt per TLS, damit niemand von außen in den Betrieb eingreifen kann.

So startest du ein IoT-Projekt in der Metall- oder Elektronikfertigung

1. Mit einer konkreten Frage beginnen, nicht mit Technik. Würth Elektronik hat zuerst geklärt, welche Alarme überhaupt erfasst und wie sie ausgewertet werden sollen.

2. Eine kritische Anlage auswählen, deren Ausfall richtig Geld kostet, etwa eine Beizlinie, eine Presse oder einen Bestückungsautomaten.

3. Vorhandene Daten aus der Steuerung nutzen und nur dort Sensoren nachrüsten, wo Werte fehlen, wie es Aurubis und Norican gemacht haben.

4. Die wenigen Kennzahlen festlegen, die zählen: Aurubis hat aus 1.500 Parametern die kritischen ausgewählt.

5. Als Pilot starten, Ergebnis messen und dann auf weitere Linien und Werke übertragen.

IoT-Anbieter mit Referenzen in Metall und Elektronik

Die Projekte auf dieser Seite haben unter anderem Endress+Hauser, azeti, Schaeffler Digital Solutions, Kontron AIS, Honeywell, Peakboard, ALD Vacuum Technologies, Materna, Minespider und TRUMPF umgesetzt. Unten findest du alle Lösungsbeispiele der Branche mit Anwendern und Partnern. Wenn du einen Anbieter für ein konkretes Vorhaben suchst, sprich uns an, wir vermitteln aus dem Netzwerk.

Häufige Fragen: IoT in der Metall- und Elektronikindustrie umsetzen

Wie starte ich mit Metall 4.0 im eigenen Werk?

Mit der Anlage, deren Stillstand oder Ausschuss am meisten kostet, etwa Presse, Ofen oder Bestückungslinie. Dort Zustände und Prozesswerte aus der Steuerung lesen, fehlende Werte mit Sensoren ergänzen und den Nutzen nach einigen Monaten belegen. Erst dann ausrollen, mit einer einheitlichen Integrationsschicht. Ein Hersteller elektrischer Verbindungstechnik hat so rund 120 Maschinen eines Werks in drei Tagen angebunden, sobald der Standard stand.

Welche IoT-Anwendung rechnet sich in der Metallverarbeitung zuerst?

Meist die, die Stillstände an Engpassanlagen und Energieverluste sichtbar macht. Druckluft und Kühlwasser sind typische Kostentreiber, deren Leckagen sich mit wenigen Sensoren aufdecken lassen. In einer Gießerei steigerte die Füllstandsüberwachung von Dosieröfen die Produktivität der Metallversorgung um bis zu 15 Prozent. Miss den Effekt über die OEE und die Energiekosten je Teil, dann hast du die Zahlen für den nächsten Schritt.

Wie binde ich eine Leiterplatten- oder SMT-Fertigung an ein MES an?

Schrittweise, mit einem Pilot an einer Linie. Ein Leiterplattenhersteller hat zuerst seine Lötstopplacklinie angebunden und dabei geklärt, welche Daten, Alarme und Kennzahlen er überhaupt braucht. Erst danach folgten weitere Anlagen, inklusive halbleiterspezifischer Schnittstellen. Ein anderer Hersteller schreibt Produktionsparameter aus dem ERP automatisch in die Steuerung und vermeidet so Bedienfehler. Der Softwareanbieter nennt mindestens 10 Prozent mehr Anlagenverfügbarkeit durch ein MES.

Wie lassen sich Metallteile lückenlos rückverfolgen?

Jedes Teil oder Los bekommt eine digitale Identität, etwa per RFID, Data-Matrix-Code oder über den Werkstückträger. Die IoT-Plattform verknüpft diese Kennung mit Materialcharge, Anlage und Prozessparametern. Im Reklamationsfall lässt sich so in Minuten nachvollziehen, welche Teile betroffen sind.

Kann man ältere Maschinen in der Blechbearbeitung und Zerspanung vernetzen?

Ja. Viele Werte lassen sich direkt aus der vorhandenen Steuerung lesen, fehlende Werte wie Schwingung, Strom oder Temperatur rüstest du mit Sensoren nach. Ein Edge-Gateway übersetzt Protokolle wie Profinet, Modbus oder OPC UA in ein einheitliches Datenmodell, ohne dass die Maschine umgebaut werden muss. So bringst du auch einen gemischten Maschinenpark mit Eigenbauten auf eine gemeinsame Datenbasis.

Welche Sensoren kommen in Metall- und Elektronikwerken zum Einsatz?

Am häufigsten Schwingungs-, Temperatur- und Stromsensoren für den Maschinenzustand, dazu Druck-, Durchfluss-, Füllstands-, pH- und Leitfähigkeitsmessung in Beizen, Galvanik und Leiterplattenchemie sowie Kameras für die Qualitätsprüfung. Wichtig ist, dass die Hardware Vibration, Hitze und elektromagnetische Störungen aushält.

Wie senke ich mit KI den Ausschuss in der Metall- und Elektronikfertigung?

Indem du Prozessdaten über viele Chargen aufzeichnest und mit den Qualitätsergebnissen verknüpfst. Modelle erkennen dann, welche Parameter zu Ausschuss führen, und warnen, bevor ein Prozess abdriftet. Bewährt hat sich die Referenzkurve einer besonders gelungenen Charge, gegen die jede neue Charge geprüft wird. Kamerasysteme prüfen zusätzlich Oberflächen und Beschichtungen. Voraussetzung sind saubere, zeitlich zugeordnete Maschinendaten, die Lösung kann auch komplett im eigenen Netz laufen.

Wie liefere ich CO₂- und Materialdaten für Digitalen Produktpass und CBAM?

Indem du Energie- und Materialverbrauch je Anlage und Charge automatisch misst, statt mit Durchschnittswerten zu rechnen. Seit 2026 melden Importeure von Stahl und Aluminium unter CBAM die eingebetteten Emissionen, gemessene Werte ihrer Lieferanten sind dabei meist günstiger als Standardwerte. Auch der Digitale Produktpass soll Stahl und Aluminium früh erfassen. Zähler an Öfen, Pressen und Druckluft, verknüpft mit der Charge, liefern belastbare Werte je Produkt.

Wie finde ich einen Umsetzungspartner für IoT in der Metall- und Elektronikindustrie?

Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, du siehst also, wer ein vergleichbares Vorhaben bereits umgesetzt hat. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die in der Metall- und Elektronikindustrie Erfahrung mit genau deinem Anwendungsfall haben.

IoT in Metall und Elektronik umsetzen – wir helfen dir dabei

Du planst ein IoT-Projekt in der Metall- oder Elektronikindustrie oder willst als Lösungsanbieter in diesem Bereich sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.

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