KRITIS
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Kritische Infrastruktur (KRITIS): IoT in der Praxis

In kritischer Infrastruktur wie Energie- und Wasserversorgung oder Verkehr überwacht IoT verteilte Anlagen aus der Ferne. Sensoren erkennen Schäden, Temperaturabweichungen und Störungen früh, bevor die Versorgung ausfällt, und liefern die Nachweise für Audits und Risikomanagement. Hier stehen über 80 umgesetzte Beispiele, die meisten aus Energie und Umwelt.

IoT-Anwendungsbeispiele aus dem Funktionsbereich KRITIS

89 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.

Bogenstaumauer Limmernsee vor steilen Felswänden, eingeblendet ein Industriekletterer an der Mauer und ein Betonhäuschen mit Funktechnik
Axpo Holding AG Logo
Akenza AG Logo
Alexis Leibbrandt, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
Condition Monitoring

Kritische Infrastruktur in den Alpen kabellos per LoRaWAN überwachen

Axpo überwacht die 146 Meter hohe Staumauer Limmernsee in den Schweizer Alpen mit batteriebetriebenen LoRaWAN-Sensoren. Die Messwerte zu Strahlung, Wind und Temperatur fließen über akenza direkt in Finite-Elemente-Simulationen zur Alterung des Betons.

30.09.2026Mehr lesen →
Zapfpistole im Tankstutzen eines weißen Fahrzeugs, davor ein Tank-Monitoring-Dashboard mit den Füllständen von Tages- und Lagertank, dem Verlauf der letzten sechs Monate und Statusanzeigen für Betankung, Störung und USV.
Land Hessen Logo
Visualys GmbH Logo
Werner Elektrotechnik GmbH Logo
Wachendorff Prozesstechnik GmbH Logo
Oliver Prang, Ansprechperson
MQTT Logo
Condition MonitoringAsset Management

Tankfüllstände per MQTT überwachen und Einsatzbereitschaft sichern

Das Land Hessen erfasst die Füllstände seiner Treibstofftanks an 48 Standorten der kritischen Infrastruktur per Ultraschallsensor und MQTT auf der VISUALYS-Plattform. Manuelle Kontrollfahrten entfallen, das spart pro Standort ein bis drei Stunden pro Woche.

24.09.2026Mehr lesen →
Blau-rote Tiefpumpe über einer Öl- und Gasbohrung auf einem Feld, links davor der Bohrlochkopf
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WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG Logo
Philipp Lausberger, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungDigitale Dokumentation

Bohrlochintegrität per LoRaWAN lückenlos belegen statt vor Ort prüfen

WIKA erfasst Ringraum- und Steigrohrdruck an Öl- und Gasbohrungen per LoRaWAN®, ohne ein Kabel zu verlegen. Auffälligkeiten meldet der Funksensor in Minuten, die Begehungen sinken um über 75 Prozent.

17.09.2026Mehr lesen →
Schichtmodell von secunet edge mit Hardware, abgesichertem Softwaresystem und App-Orchestrierung durch Portainer.io für kritische Infrastruktur
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Portainer.io Logo
secunet Security Networks AG Logo
Tobias Mühlnikel, AnsprechpersonPhilipp Henke, Ansprechperson
Kubernetes Logo
Docker Logo
Betrugs- und Schadensprävention

Dezentrale Systeme sicher betreiben: mit Software-Containern und Edge-Plattform

20.08.2026Mehr lesen →
Oberirdisch verlegte, isolierte Fernwärmeleitung im Stadtgebiet mit intelligentem Drucksensor von WIKA
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WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG Logo
Philipp Lausberger, Ansprechperson
mioty Logo
LoRaWAN Logo
Condition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Fernwärmenetze per IIoT-Druckmonitoring zustandsbasiert warten

27.07.2026Mehr lesen →
Currenta Conneqtive und akenza.io realisieren LoRaWAN-IoT-Projekt: Zwei Techniker mit Schutzhelmen prüfen große blaue Industriepumpen in einem Currenta-Werk.
CURRENTA Logo
Currenta Conneqtive Logo
Murat Mutlu, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
Condition MonitoringPredictive Maintenance

Vibrationsanalyse mit LoRaWAN senkt Ausfälle bei Wasserpumpen

10.07.2026Mehr lesen →
Mann mit Tablet an einer vernetzten Müllschleuse im Stadtgebiet; nutzungsbasierte Abrechnung über die von doubleSlash entwickelte Plattform
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doubleSlash Net-Business GmbH Logo
Sandra Rueß, Ansprechperson
Condition MonitoringDigitale DokumentationAsset Management

Nutzungsbasierte Abrechnung mit Digitalen Zwillingen – am Beispiel Abfallmanagement

22.06.2026Mehr lesen →
Gelbe Gasleitungen und Armaturen einer Gasdruckregelstation des Netzbetreibers, überwacht mit dem Methansensor von Honeywell
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Honeywell Logo
Rohan Latif, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
MQTT Logo
Digitale DokumentationCondition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Gaslecks entdecken durch kontinuierliche Methanmessung mit IoT-Sensoren

10.06.2026Mehr lesen →
Niederspannungs-Netzstation von Regionetz mit nachgerüsteter Sensorik, deren Daten in der IoT-Plattform IoTnova visualisiert werden
Regionetz Logo
it-novum GmbH Logo
Christopher Keller, AnsprechpersonArmin Hespeler, Ansprechperson
Apache Kafka Logo
MQTT Logo
Condition MonitoringEnergiemonitoring

Digitales Netzmonitoring für Niederspannungsnetze durch IoT-Plattform

07.05.2026Mehr lesen →
Einzelhandelsfiliale mit Kühl- und Beleuchtungstechnik, deren Zähler nicht-invasiv vom IoT Energymonitor von PSsystec erfasst werden
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PSsystec Logo
Horst Lange, Ansprechperson
Bluetooth / BLE Logo
Energiemonitoring

IoT-Energiemonitoring schafft standortübergreifende Transparenz

30.04.2026Mehr lesen →
Industriefilter im Kohlekraftwerk mit Differenzdrucksensor A2G-500 von WIKA, der Daten per LoRaWAN überträgt
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WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG Logo
Philipp Lausberger, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
Condition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Filterüberwachung im Kohlekraftwerk: manuell zu LoRaWAN-Differenzdrucksensor

30.03.2026Mehr lesen →
Abgelegenes Ventilgebäude an einer geothermischen Pipeline von Veitur in Island mit solarbetriebenem Drucksensor, per LoRaWAN an akenza angebunden
Veitur Utilities Logo
Akenza AG Logo
Rafal Logo
Alexis Leibbrandt, Ansprechperson
LoRaWAN Logo
Condition Monitoring

Druckmonitoring geothermischer Infrastruktur für effiziente Fernüberwachung

24.03.2026Mehr lesen →

IoT Use Cases im Funktionsbereich KRITIS

50 Use Cases, die in diesem Funktionsbereich bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

19 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Mit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.

Philipp Lausberger, WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KGMurat Mutlu, Currenta ConneqtiveAlexis Leibbrandt, Akenza AGRichard Habering, igus SE & Co. KG
+9
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
Currenta Conneqtive
Akenza AG
igus SE & Co. KG
doubleSlash Net-Business GmbH
secunet Security Networks AG
Microsoft
ifm-Unternehmensgruppe
A1 Digital
TURCK GmbH
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16 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Zentrale Erfassung verteilter Mess- und Zustandsdaten. Die Fernauslesung ermöglicht das automatisierte Auslesen von Betriebs-, Zustands- und Verbrauchsdaten aus Anlagen und Infrastrukturen ohne manuelle Vor-Ort-Ablesung. Die Daten fließen in das Condition Monitoring und das Energiemonitoring ein und werden zugleich lückenlos digital dokumentiert.

Philipp Lausberger, WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KGSandra Rueß, doubleSlash Net-Business GmbHAlexis Leibbrandt, Akenza AGStefano Marmonti, EMQ GmbH
+4
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
doubleSlash Net-Business GmbH
Akenza AG
EMQ GmbH
Perinet GmbH
Cumulocity GmbH
Endress+Hauser
WAGO GmbH & Co. KG
Materna
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12 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Digitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.

Alexis Leibbrandt, Akenza AGMurat Mutlu, Currenta ConneqtiveRohan Latif, HoneywellChristopher Keller, it-novum GmbH
+5
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Akenza AG
Currenta Conneqtive
Honeywell
it-novum GmbH
ifm-Unternehmensgruppe
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
A1 Digital
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11 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Automatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen

Philipp Lausberger, WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KGRohan Latif, HoneywellPaul Marx, ECOS Technology GmbHBen Jones, Perinet GmbH
+1
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
Honeywell
ECOS Technology GmbH
Perinet GmbH
Endress+Hauser
WAGO GmbH & Co. KG
b.telligent
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10 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Keine Excel-Tabellen, keine isolierten Datenquellen – moderne IoT-Plattformen verbinden und analysieren Daten aus verschiedenen Systemen in Echtzeit. Diese kontextbezogenen Informationen ermöglichen eine präzise Risikobewertung und proaktives Handeln, anstatt auf Probleme zu reagieren. Das stärkt nicht nur die betriebliche Sicherheit, sondern minimiert auch Ausfallzeiten.

Tobias Mühlnikel, Portainer.ioPhilipp Henke, secunet Security Networks AGLars Korbel, Deutsche Telekom IoT GmbH
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Portainer.io
secunet Security Networks AG
Deutsche Telekom IoT GmbH
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9 Lösungsbeispiele in diesem Funktionsbereich

Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.

Stefano Marmonti, EMQ GmbHPaul Marx, ECOS Technology GmbHDr. Florian Probst, Cumulocity GmbHTobias Mühlnikel, Portainer.io
+1
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
EMQ GmbH
ECOS Technology GmbH
Cumulocity GmbH
WAGO GmbH & Co. KG
Portainer.io
Microsoft
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Welche Assets im Funktionsbereich KRITIS vernetzt werden

87 Assets aus den Lösungsbeispielen in diesem Funktionsbereich, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

Diese Herausforderungen prägen IoT-Projekte in Kritischen Infrastrukturen

Hohe Regulatorik durch NIS2, BSI-KRITIS und IT-Sicherheitsgesetz

EU-NIS2, BSI-KritisV und das IT-Sicherheitsgesetz stellen hohe Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen: Risikoanalysen, Meldepflichten, Mindestsicherheitsstandards und Nachweispflichten. IoT-Systeme müssen in diesen regulatorischen Rahmen passen – und Betreiber benötigen Werkzeuge, die Compliance-Nachweise automatisch erzeugen.

Cyberbedrohungen und physische Angriffe auf KRITIS-Anlagen

KRITIS-Infrastruktur ist ein primäres Ziel für staatliche und kriminelle Cyberangriffe. IoT-Sensoren und -Gateways in solchen Umgebungen müssen gegen physische Manipulationen und Cyberattacken gehärtet sein. Netzwerksegmentierung, verschlüsselte Kommunikation, Air-Gap-Konzepte und automatische Anomalieerkennung sind Pflicht, nicht Option.

Veraltete Legacy-Systeme und fehlende IT/OT-Integration

Wasserwerke, Umspannwerke, Kläranlagen: Viele KRITIS-Anlagen wurden vor Jahrzehnten gebaut und sind mit proprietären SCADA-Systemen, veralteten PLCs und nicht patchbarer Steuerungssoftware ausgestattet. IoT-Lösungen müssen passiv und nicht-invasiv integriert werden – ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.

Fehlende Frühwarnfähigkeiten für Störungen und Vorfälle

Druckabfall im Wassernetz, Temperaturabweichungen im Stromnetz, unerwartete Pegelveränderungen in Kläranlagen: Frühwarnsysteme auf Basis von IoT-Sensorik erkennen Anomalien, bevor sie zu kritischen Vorfällen werden. Das reduziert Reaktionszeiten, verhindert Ausfälle und liefert die Daten für regulatorisch geforderte Lageberichte.

Dezentrale Infrastruktur und überwachung ohne Netzzugang

Kritische Anlagen sind oft über weite geografische Flächen verteilt: Trafostationen, Pumpwerke, Messstationen. Remote Monitoring per IoT überwacht dezentrale Anlagen zentral – ohne kostspielige Vor-Ort-Prüfungen. Lösungen müssen auch ohne stabiles Netzwerk (NB-IoT, LoRaWAN, Satellit) funktionieren und höchste Verfügbarkeitsanforderungen erfüllen.

Physische Sicherheit und Zugangskontrolle an KRITIS-Anlagen

Neben externen Angriffen ist auch die unbefugte interne Nutzung eine Bedrohung. Zugangskontrollen an kritischen Anlagenteilen, Bewegungsprotokolle in Schutzzonen und automatische Alarmierung bei unbefugtem Zutritt – IoT-gestützte physische Sicherheitslösungen sind für KRITIS-Betreiber ebenso relevant wie Cyber-Security.

Kritische Infrastrukturen – Energie, Wasser, Abwasser, Verkehr, Gesundheit, Telekommunikation – sind die Lebensadern moderner Gesellschaften. Ihr Ausfall ist keine betriebswirtschaftliche Frage, sondern eine Frage der öffentlichen Sicherheit. Gleichzeitig sind viele dieser Anlagen älter, heterogener und weniger digitalisiert als Industriestandards – und stehen unter zunehmendem Regulierungsdruck durch BSI-KritisV, EU-NIS2 und IT-Sicherheitsgesetz.

IoT spielt in KRITIS eine doppelte Rolle: als Technologie zur Überwachung und Optimierung des Betriebs – und als potenzieller Angriffspunkt, der abgesichert werden muss. Der Betrieb von Sensornetzwerken in Trinkwasserinfrastruktur, Umspannwerken oder Leitstellen erfordert andere Sicherheitsanforderungen als in einem Produktionsbetrieb.

Auf dieser Seite findest du verifizierte Praxisbeispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk – für Betreiber und Lösungsanbieter, die KRITIS-konforme IoT-Projekte planen, umsetzen oder absichern.

Kritische Infrastruktur: Was bei IoT in KRITIS-Anlagen wirklich funktioniert

KRITIS-IoT ist kein normales Industrieprojekt. Sicherheitsanforderungen, regulatorische Vorgaben und die Kritikalität der Infrastruktur erfordern Konzepte, die sich von typischen Industrie-4.0-Projekten deutlich unterscheiden. Gleichzeitig sind die Potenziale enorm: bessere Überwachung, frühzeitige Störungserkennung und weniger manuelle Vor-Ort-Prüfungen.

Typische Anwendungsfelder

Remote Monitoring dezentraler Anlagen

Pumpwerke, Trafostationen, Messstationen und Schaltanlagen über weite Gebiete sind für regelmäßige Vor-Ort-Inspektionen zu aufwendig. IoT-Sensoren überwachen Betriebsparameter wie Druck, Durchfluss, Spannung, Temperatur und Füllstand aus der Ferne. Anomalien werden sofort gemeldet. NB-IoT und LoRaWAN funktionieren auch in Gebieten ohne Breitbandnetz.

Frühwarn- und Lagemanagementsysteme

IoT-Sensornetzwerke in Wassernetzen erkennen Druckabfälle oder Lecks frühzeitig. In Stromnetzen werden Spannungsabweichungen und Einspeiseschwankungen sensorisch erfasst. Intelligente Lagesysteme aggregieren Messdaten aus hunderten Messpunkten und generieren automatisch Situationsberichte für Leitstellen und Behörden.

OT-Security und Netzwerksegmentierung

Passives Network-Monitoring erkennt neue, unbekannte Geräte im OT-Netzwerk sofort. Anomalie-Erkennung basierend auf Baseline-Profilen des Kommunikationsverhaltens erkennt Angriffe frühzeitig. Netzwerksegmentierung nach IEC 62443 isoliert kritische Subsysteme. All das funktioniert ohne Eingriff in bestehende SCADA-Systeme.

Physische Sicherheit und Perimeterschutz

Bewegungsmelder, Zaunüberwachung mit KI-Videosystemen, biometrische Zugangskontrolle, Erschrütterungssensoren an Schutzzonen: Physische Sicherheitslösungen für KRITIS-Objekte müssen ohne Internetabhängigkeit funktionieren, manipulationsresistent sein und lückenfrei protokollieren.

NIS2-Compliance und automatisiertes Reporting

NIS2 fordert nachweisbare Sicherheitsmaßnahmen, Risikoanalysen, Meldepflichten und regelmäßige Überprüfungen. IoT-Plattformen, die kontinuierlich überwachen und protokollieren, liefern die Datenbasis für diese Nachweise automatisch – ohne manuelle Dokumentation.

Was IoT in KRITIS von anderen Bereichen unterscheidet

KRITIS-IoT ist in erster Linie ein Sicherheits- und Verfügbarkeitsprojekt, kein Effizienzprojekt. Das hat direkte Auswirkungen auf Technologieauswahl, Integrationsstrategie und Betriebsmodell: Redundanz, Airgap, fail-safe-Verhalten und minimale Angriffsoberfläche haben absoluten Vorrang. Gewählte Lösungen müssen explizit für KRITIS-Anforderungen zugelassen oder zertifiziert sein.

Praxisbeispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk

In unserem Netzwerk findest du konkrete, verifizierte Lösungsbeispiele für IoT in Kritischen Infrastrukturen – von Remote Monitoring für Wasserversorgungsnetze und OT-Security-Lösungen für Energieversorger bis hin zu physischen Sicherheitssystemen für Umspannwerke und NIS2-Compliance-Plattformen. Alle Beispiele zeigen, welche Technologien eingesetzt wurden und was am Ende konkret erreicht wurde.

Kein Marketing-Blabla. Nur Praxis.

Häufige Fragen zu IoT in kritischer Infrastruktur

Was ist kritische Infrastruktur (KRITIS)?

Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen, deren Ausfall zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefahren für die öffentliche Sicherheit führen würde. Ihre Betreiber unterliegen in Deutschland besonderen Pflichten zur IT-Sicherheit und zum Schutz ihrer Anlagen, die mit der Umsetzung der europäischen NIS2-Richtlinie auf weitere Unternehmen ausgeweitet werden.

Welche Beispiele für kritische Infrastruktur gibt es?

Nach der deutschen BSI-Kritisverordnung zählen unter anderem Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr sowie Siedlungsabfallentsorgung dazu. Typische Anlagen sind Umspannwerke, Wasserwerke, Pumpstationen, Strom- und Leitungsnetze, Rechenzentren, Krankenhäuser und Verkehrsknoten.

Wofür wird IoT in kritischer Infrastruktur eingesetzt?

In unseren Beispielen am häufigsten für die Früherkennung von Schäden und die Fernauslesung im Condition Monitoring, für Temperaturmessungen, für Audits und Reportings sowie für effektives Risikomanagement. Weil die Anlagen oft weit verteilt und schwer zugänglich sind, ersetzt die Fernüberwachung viele Kontrollfahrten.

Ist IoT in KRITIS-Anlagen sicher?

Das hängt von der Architektur ab. Üblich sind eine strikte Trennung von Steuerungs- und Überwachungsnetz, Sensorik, die nur liest und nicht in die Steuerung eingreift, verschlüsselte Übertragung und ein nachvollziehbares Berechtigungskonzept. Für Betreiber gelten zusätzlich die Anforderungen des BSI und künftig der NIS2-Umsetzung.

Welche Branchen gehören zu den Beispielen?

Die meisten unserer KRITIS-Beispiele kommen aus Energie und Umwelt, also Strom-, Gas- und Wasserversorgung, danach folgen Verkehr und Logistik, der Maschinen- und Anlagenbau als Ausrüster sowie öffentliche Einrichtungen. Die Übersicht nach Branchen auf dieser Seite führt direkt zu den passenden Beispielen.

Was ist ein Smart Grid?

Ein Smart Grid ist ein Stromnetz, in dem Erzeugung, Speicher, Verbraucher und Netzbetriebsmittel über Kommunikationstechnik verbunden sind. Statt Strom nur zu verteilen, misst und steuert das Netz laufend, etwa um Lastspitzen durch Wallboxen und Wärmepumpen abzufangen oder Solarstrom zwischenzuspeichern. In unseren Beispielen überwachen Netzbetreiber damit ihre Niederspannungsnetze, Ladeleistung für Elektroautos wird verteilt und verteilte Batteriespeicher werden gegen Angriffe abgesichert.

IoT in Kritischen Infrastrukturen umsetzen – wir helfen dir dabei

Du betreibst KRITIS-Anlagen und planst IoT-Projekte oder willst als Lösungsanbieter im KRITIS-Umfeld sichtbarer werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden und regulatorisch konforme Lösungen zu präsentieren.

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