Kunststoff-Granulat
Stück- oder Schüttgut

Kunststoff-Granulat

Die pneumatische Förderanlage bringt Kunststoff-Granulat per Unterdruck durch Rohre zu den Spritzgießmaschinen. IoT misst den Druck an den Filtern und meldet, wann gereinigt werden muss, damit die Förderleistung stimmt und sich keine Granulate vermischen.

Kunststoff-Granulat auf einen Blick

Am häufigsten in den Lösungsbeispielen auf dieser Seite

Anwender in diesen Beispielen

  • RAFI GmbH & Co. KG
  • WAGO GmbH & Co. KG

Lösungsbeispiele mit Kunststoff-Granulat

Pneumatische Förderanlage für Granulat vorausschauend warten

WAGO misst in seiner Materialverteilungsanlage den Druck vor und hinter den Filtern in den Abluftrohren. Analytics-Verfahren prognostizieren daraus, wie schnell die Verschmutzung fortschreitet, und lösen zum passenden Zeitpunkt automatisch einen Wartungsauftrag im SAP-System aus. Machine-Learning-Modelle suchen in den Sensordaten des Fördersystems nach Anomalien, ein Dashboard kennzeichnet sie und zeigt Live- und historische Daten. Erfasst werden die Signale über ein I/O-System der 750er-Serie von WAGO, ausgewertet auf einem lokalen Edge Computer. Bei RAFI wird das vorgetrocknete Granulat in der Spritzgießmaschine plastifiziert; IO-Link-Sensoren erfassen dort Temperatur, Durchfluss, Stromaufnahme und Druckluft und speisen die Werte in die IIoT-Plattform moneo von ifm.

Beide Beispiele stammen aus der Kunststoffverarbeitung von Herstellern aus Automatisierung und Elektronik. WAGO fertigt Gehäuse aus verschiedenen Kunststoff-Granulaten und reinigt die Filter heute bedarfsgerecht statt in festen Intervallen. Das senkt den Wartungsaufwand, erhöht die Prozesssicherheit und spart Energie, weil die Vakuumpumpen weniger Leistung aufwenden müssen. Der Zeitaufwand für die Fehlersuche sank um mehr als die Hälfte. Podcastfolge #83 führt durch das WAGO-Werk. RAFI in Bad Waldsee nutzt die Daten, um Kühlwasser, Strom und Druckluft gezielt einzusetzen.

Podcastfolgen mit Kunststoff-Granulat

Häufige Fragen zur pneumatischen Förderanlage für Granulat

Wie läuft die Granulatversorgung der Spritzgießmaschinen?

Bei WAGO gelangt das Kunststoffgranulat über ein Röhrensystem zur Spritzgießmaschine, angetrieben von Vakuumpumpen, die einen Unterdruck erzeugen. Wie bei einer Rohrpost befördern sie die unterschiedlichen Granulate dorthin, wo sie gerade gebraucht werden. Der Luftstrom führt Staub mit, deshalb schützen Filter in den Abluftrohren die Pumpen. Wird ein Filter zu voll, sinkt die Förderleistung, und im ungünstigsten Fall mischen sich zwei Granulate im Rohr.

Wann muss der Filter eines Vakuumförderers gereinigt werden?

Der Filter muss gereinigt werden, bevor die Förderleistung unter ein akzeptables Maß sinkt, nicht nach festem Kalender. WAGO hat die Filter seiner Materialverteilungsanlage früher in festen Intervallen gereinigt, oft ohne Notwendigkeit, und musste die Anlage dafür abschalten. Heute messen Sensoren den Druck vor und hinter dem Filter. Aus der Prognose der Verschmutzung erzeugt das System automatisch einen Wartungsauftrag im SAP-System für die Instandhaltung.

Wie spart man Energie beim Saugförderer für Granulat?

Saubere Filter sparen Energie, weil die Vakuumpumpen dann weniger Leistung aufwenden müssen. Bei WAGO werden die Filter der Materialförderung seit Einführung der vorausschauenden Wartung bei stärkerer Verschmutzung früher gereinigt. Wie hoch die Ersparnis ist, lässt sich laut WAGO nicht pauschal sagen, weil sie von vielen Faktoren abhängt. Da die Pumpen oft mit mehreren Kilowatt Leistung arbeiten, fällt sie aber durchaus ins Gewicht.

Wie erkennt man Störungen in der Materialverteilungsanlage früh?

Frühe Hinweise auf Störungen sind Anomalien in den Sensordaten, die Machine-Learning-Modelle erkennen, bevor größere Ausfälle entstehen. WAGO hat dafür Excel-Listen durch solche Modelle ersetzt, die Muster in Daten aus Gegenwart und Vergangenheit selbsttätig aufspüren. Ein Dashboard kennzeichnet erkannte Anomalien und erlaubt eigene Auswertungen mit Live- und historischen Daten beliebiger Zeiträume. Der Zeitaufwand für die Fehlersuche sank damit um mehr als fünfzig Prozent.

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Was in keinem Lösungsbeispiel steht

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  • Condition Monitoring
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