Konsum und Konsumgüter
IoT in der Konsumgüterindustrie vernetzt Abfüll-, Verpackungs- und Prozessanlagen mit Sensoren und Datenplattformen. So werden Stillstände, Ausschuss, Energieverbrauch und Chargen in Echtzeit sichtbar. Ein Verpackungshersteller senkte ungeplante Stillstände um 15 %, Unifarco steigerte die OEE um 10 Prozentpunkte, ein Lebensmittelwerk sparte 17 % Druckluftenergie.
IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Konsum und Konsumgüter
36 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.







Ausschuss und CO₂ in Extrusionslinien mit Maschinendaten reduzieren




OEE-Transparenz in der Verpackungsproduktion – 15 % weniger Stillstände







Reklamationen in der Klebebandfertigung durch Prozessdatenanalyse reduzieren






Materialherkunft nachweisen – mit ECLASS und standardisierten Produktdaten für die Holz- und Möbelindustrie





OPC UA schafft die semantische Basis für die Digitalisierung im Manufacturing




Druckluft-Monitoring im Lebensmittelwerk – 17 % weniger Energiebedarf






Manufacturing Data Platform skaliert mehrere Use Cases in der Lebensmittelproduktion





Standardisierte IT/OT-Integration mit OPC UA für skalierbare Produktion





Vorausschauendes Silomanagement senkt Kosten und Emissionen








Maschinen-KPIs und Prozessdaten aus der Produktion sicher erfassen








Verpackungslinien optimieren mit IoT-basierter OEE-Überwachung




OT-Sicherheitsrisiken in Produktionslinien sichtbar gemacht
- Mit OPC UA Produktionsdaten für KI und ML nutzbar machen
- PET-Blasformmaschine wird IoT-fähig – Retrofit ohne Maschinenumbau
- Wenn Tracking nicht reicht: Wie IoT vor Diebstahl beim Versand schützt
- Energie sparen mit IoT-Druckluftüberwachung in der Produktion
- Smart Factory ohne Code – Sechs Linien integriert, von SCADA zum Dashboard
- Datenbasierte Entscheidungen treffen – mit Echtzeit-Monitoring und Systemintegration
- Reklamationen vorbeugen – Prozessoptimierung in Minuten statt Tagen
- Industrie 4.0 optimieren: Effizientes Software-Container-Management als Schlüssel zur Produktionsspitze
- Vollständige Automatisierung des Hallenkranes dank i.Sense Monitoringsystem
- Integration alter und neuer Maschinen durch IIoT in der Textilindustrie
- Automatisierte Qualitätskontrollen: Die Möglichkeiten und das Potenzial der Optimierung
- shopfloorGPT: Produktivitätsschub in der Käserei durch KI-Agenten
- Wie Unifarco durch digitale Transformation die Kosmetikproduktion optimiert
- Der Schritt in die Zukunft: TSN revolutioniert die Schuhherstellung
- Cloud-basierte Lieferkettenüberwachung in Nigeria
- BestSecret: Daten-Streams für alle. Fashion for members only.
- Bierbrauer profitieren von Fermentations-Monitoring
- 40% Prozessbeschleunigung im Warenlager mit IoT
- Monitoring und Predictive Maintenance mit smart plastics
- Smarte IoT-Funktionen für Gerätepark
- Höhere Bierqualität durch Brauprozess mit Ultraschallsensoren, KI- und Cloud-Lösung
- Smart Kitchen: Automatisierte Garprogramme aus der Cloud
- Verkaufsautomaten per IoT überwachen und abrechnen
- Automatisierte Anlieferung mit SAP
Podcastfolgen aus der Branche Konsum und Konsumgüter
30 Folgen des IoT Use Case Podcasts zu dieser Branche, die neuesten zuerst.
Vibe-Coding im Shopfloor: MES-Anwendungen selbst bauen ohne Systemintegrator
LIVE: Sensoren netzwerkfähig machen: Shopfloor-Daten direkt in die IT
Exakt-Gießwagen: > 60 % Wasser sparen durch Energieketten und Monitoring
OPC UA Forge: Unified Namespace für Legacy-Fabrikdaten
Energieeffizienz mit IO-Link und KI – Praxis von achtBytes
IoT weltweit skalieren – wie Telekom versteckte Risiken löst
IoT Use Cases in der Branche Konsum und Konsumgüter
46 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.
Umsetzungen ansehenTransparenz über Produktionsleistung und Laufzeiten. Durch die Erfassung von Zählimpulsen, Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz direkt an der Maschine werden Produktionsprozesse kontinuierlich messbar. Die gewonnenen Daten bilden eine belastbare Grundlage zur Analyse von Laufzeiten, Stillständen und Leistungsabweichungen einzelner Anlagen oder Produktionslinien.
Umsetzungen ansehenHohe Ausschussraten belasten die Produktion vieler Betriebe bei uns im Netzwerk und steigern die Kosten. IoT-Sensoren und Datenanalysen helfen, Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren. Durch Echtzeit-Überwachung von Maschinenparametern lassen sich Qualitätsschwankungen minimieren und Ausschuss nachhaltig senken.
Umsetzungen ansehenDie kontinuierliche Erfassung von Energieverbräuchen erfolgt einheitenbezogen, beispielsweise pro Maschine, Anlage, Gerät oder Nutzungseinheit. Die Messdaten werden zentral visualisiert und ausgewertet, sodass Verbrauchsverläufe, Lastspitzen und Abweichungen nachvollziehbar dargestellt werden. Die Auswertung ermöglicht eine strukturierte Analyse von Energieeinsatz und Verbrauchsentwicklung auf unterschiedlichen Ebenen.
Umsetzungen ansehenRückverfolgbarkeit mit IoT-Daten – für Qualität, Compliance und Effizienz. Andere Unternehmen aus unserem Netzwerk setzen auf digitale Rückverfolgungslösungen, um komplette Prozesshistorien abzubilden – vom Wareneingang bis zur Auslieferung. Dabei erfassen IoT-Sensoren automatisch Zeit, Ort, Zustand und ID von Objekten. Diese IoT-Traceability-Systeme helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Qualitätsprobleme schnell zu isolieren. → Praxisbewährte Lösungen von unseren Partnern zeigen: Die Kombination aus Rückverfolgbarkeit und Asset-Tracking steigert die Produktionssicherheit.
Umsetzungen ansehenAutomatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen
Umsetzungen ansehen- Früherkennung von Schäden
- Korrelation von Produktionsparametern
- Leckage-Erkennung
- Digitale Produktionsprotokolle und Fertigungspapiere
- Energieeffizienz-Analyse
- Füllstands- und Distanzmessung
- Routenoptimierung und Tourenplanung
- Schicht- oder Standortvergleich
- Verbrauchsdaten-Erfassung und -Visualisierung
- Abrechnungsautomatisierung
- Audit-Reporting in Traceability
- Bestandsmanagement und Nachbestellungen
- Brucherkennung
- Fernauslesung
- IoT-gestütztes Energiemanagementsystem
- Lagerbestandsverwaltung
- Leitungs- und Kettenüberwachung
- Objektverfolgung entlang der Liefer- und Fertigungskette
- Präzise Bestandsüberwachung in Echtzeit
- Temperaturmessung
- Zug- / Schubkraftüberwachung
- Demand Prediction und Produktionsplanung
- Digitaler Wareneingang mit Echtzeitdaten
- Digitales Typenschild und Produktpässe
- Digitalisiertes Auftragsmanagement
- Effektives Risikomanagement
- Einblicke in die gesamte Lieferkette / Digitale Nachverfolgung
- Feuchtigkeitsmessung
- Identifikation von Ladungsträgern mit IoT-Technologien
- Lastspitzenmanagement
- Lieferkette optimieren (Charge- oder Batch-Traceability)
- Lückenlose Kontrolle in der Produktion
- Objektlokalisierung im industriellen IoT
- Präzise Kontrolle bei jedem Wareneingang
- Product Carbon Footprint in Nachhaltigkeit (ESG)
- Schadensprävention in Echtzeit
- Sofortige Notfallkommunikation
- Stellplatztracking per IoT-Integration
- Volumenstrommessung z. B. Luft oder Wasser
- Wissenssicherung
In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Konsum und Konsumgüter eingesetzt wird
Zahl der Lösungsbeispiele je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Beispielen.
Welche Assets in der Branche Konsum und Konsumgüter vernetzt werden
38 Assets aus den Lösungsbeispielen in dieser Branche, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
- Verpackungsmaschine, 6 Lösungsbeispiele
- Druckluft, 3 Lösungsbeispiele
- Bier, 2 Lösungsbeispiele
- Energiekette, 2 Lösungsbeispiele
- Gargerät, 2 Lösungsbeispiele
- Gärtank, 2 Lösungsbeispiele
- Verkaufsautomat, 2 Lösungsbeispiele
- Backofen, 1 Lösungsbeispiel
- Blasfolienanlage, 1 Lösungsbeispiel
- Blasformmaschine, 1 Lösungsbeispiel
- Dampfkessel, 1 Lösungsbeispiel
- Diesel, 1 Lösungsbeispiel
- Energiekettenleitung, 1 Lösungsbeispiel
- Fertigungslinie, 1 Lösungsbeispiel
- Futtermittel, 1 Lösungsbeispiel
- Gabelstapler, 1 Lösungsbeispiel
- Getränkevorrat im Automaten, 1 Lösungsbeispiel
- Hochregallager, 1 Lösungsbeispiel
Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in der Konsumgüterindustrie voran
Rückverfolgbarkeit und Transparenz entlang der Lieferkette
Lebensmittel-, Pharma- und Konsumgüterhersteller müssen jede Charge lückenlos von der Rohstoffquelle bis zum Endkunden nachverfolgen können. IoT-basierte Track & Trace-Systeme ersetzen fehleranfällige Papierprotokolle und schaffen revisionssichere Transparenz auf Knopfdruck.
Qualitätssicherung und Ausschussreduktion in der Produktion
Qualitätsabweichungen in der FMCG-Produktion – ob in der Abfüllung, Verpackung oder Verarbeitung – bedeuten Ausschuss, Rückrufe und Markenschaden. Inline-Sensorik und KI-gestützte Prozessüberwachung erkennen Abweichungen in Echtzeit, bevor fehlerhafte Produkte die Linie verlassen.
Compliance mit EU-Produktverordnungen und Nachhaltigkeitsnachweisen
Der Digitale Produktpass, das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und branchenspezifische Nachhaltigkeitsregularien verlangen messbare, belegbare Daten über CO₂-Fußabdruck, Materialherkunft und Produktionsbedingungen. Ohne strukturierte IoT-Daten sind diese Nachweise kaum zu erbringen.
Cold Chain Monitoring für temperaturempfindliche Konsumgüter
Frische Lebensmittel, Getränke, Kosmetik und Pharmaprodukte müssen unter definierten Temperaturbedingungen produziert, gelagert und transportiert werden. Unterbrechungen der Kühlkette führen zu Qualitätsverlust, Produktrückrufen und Compliance-Problemen.
Predictive Maintenance für Abfüll- und Verpackungslinien
Hochgeschwindigkeits-Abfülllinien, Etikettiermaschinen und Verpackungsanlagen müssen mit maximaler Verfügbarkeit laufen. Ein ungeplanter Stillstand auf einer FMCG-Linie kostet innerhalb kürzester Zeit erhebliche Summen. Sensorbasiertes Condition Monitoring und Predictive Maintenance verhindern dies.
Energieeffizienz und CO₂-Reduktion in der Produktion
Konsumgüterhersteller stehen unter wachsendem Druck, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren – von Abnehmern, Investoren und der EU-Gesetzgebung. Granulares Energiemonitoring auf Linien- und Maschinenebene macht Einsparpotenziale sichtbar und liefert die Datenbasis für CO₂-Berichte.
IoT in der Konsumgüterindustrie ist gelebte Praxis: Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Kosmetik, Haushaltswaren und Textilien erfassen OEE und Stillstände automatisch, verfolgen jede Charge vom Rohstoff bis zum Regal und senken Energie- und Wartungskosten mit Sensordaten.
Der Druck kommt von allen Seiten: kurze Taktzeiten und dünne Margen, steigende Energiepreise, Rückrufrisiken und neue Pflichten wie der Digitale Produktpass. Die richtigen Daten zur richtigen Zeit schützen die Marke und machen Verbesserungen messbar.
Auf dieser Seite findest du über 35 geprüfte Lösungsbeispiele aus der FMCG-Industrie, unter anderem von Procter & Gamble, Valio, Unifarco, Hobart und Costa Coffee. Jedes Beispiel nennt Anwender, Anbieter, eingesetzte Technik und das Ergebnis.
IoT in der Konsumgüterindustrie: Was FMCG-Hersteller damit heute erreichen
Zur Konsumgüterindustrie gehören Hersteller von Lebensmitteln, Getränken, Kosmetik, Körperpflege, Haushaltswaren, Textilien, Schuhen und Möbeln, im Englischen oft FMCG (Fast Moving Consumer Goods) oder CPG genannt. Dazu kommen Hersteller vernetzter Geräte wie Profi-Küchentechnik oder Kaffeeautomaten. Gemeinsam ist ihnen: viele Linien, hohe Taktzahlen, dünne Margen und eine Marke, die bei jedem Fehler mitleidet.
IoT heißt in diesen Werken vor allem: Maschinen, Linien und Medien wie Strom oder Druckluft liefern ihre Daten automatisch, statt dass sie am Schichtende auf Papier stehen. Die Beispiele auf dieser Seite zeigen, was dabei konkret herauskommt, mit Zahlen der Anwender und der Anbieter, die das Projekt umgesetzt haben.
Typische IoT-Anwendungen in der Konsumgüterindustrie
OEE und Stillstandsanalyse an Abfüll- und Verpackungslinien
Die OEE (Gesamtanlageneffektivität) ist in der FMCG-Produktion die wichtigste Kennzahl, wird aber oft noch von Hand erfasst. Ein Hersteller von Getränke- und Lebensmittelverpackungen hat an sechs Linien Strom- und Prozessdaten erfasst und automatisch in Produktion, Leerlauf und Stillstand eingeteilt. Ergebnis: 15 % weniger ungeplante Stillstände, 220 Stunden zusätzliche Produktionszeit und über 18.000 € Vorteil pro Jahr bei 5.900 € Investition (zum Lösungsbeispiel). Weitere Umsetzungen: OEE-Überwachung an Verpackungslinien und der Use Case Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz erfassen.
Qualitätssicherung und Ausschussreduktion
Schwankt ein Prozessparameter, entsteht Ausschuss oft erst Stunden später sichtbar. Wer Maschinendaten mit Qualitätsdaten verknüpft, findet die Ursache in Minuten. So hat Mehler Reklamationen vorgebeugt, und in Extrusionslinien sinken Ausschuss und CO₂ mit denselben Maschinendaten. Mehr dazu im Use Case Ausschussreduktion.
Rückverfolgbarkeit und Track & Trace vom Rohstoff bis zum Regal
Für Lebensmittel und Kosmetik ist die Rückverfolgbarkeit jeder Charge Pflicht, im Rückruffall zählt jede Stunde. Der finnische Molkereikonzern Valio hat Leitsysteme, SPS und MES über OPC UA verbunden, an zwölf Standorten innerhalb eines Jahres. Im Lager zeigt TB International, wie RFID und UWB die Ganzkartonabwicklung um knapp 40 % beschleunigen. Überblick: Digitale Rückverfolgung von Produkten und Prozessen.
Energiemonitoring und Druckluft
Druckluft gehört in der Lebensmittelproduktion zu den teuersten Betriebsmitteln. Ein Lebensmittelwerk hat Durchfluss, Druck und Kompressorlast überwacht, Leckagen gefunden und so 17 % Energie in der Drucklufterzeugung eingespart, 18,6 MWh und 6,5 t CO₂ pro Jahr. Die 4.300 € Investition hatten sich nach 14 Monaten bezahlt (zum Lösungsbeispiel, Use Case Leckage-Erkennung).
Predictive Maintenance für Hochgeschwindigkeitslinien
Abfüller, Verschließer, Etikettierer und Packer laufen im Dauerbetrieb. Sensoren an Lagern, Antrieben und Energieketten melden Verschleiß, bevor die Linie steht, etwa mit smart plastics an bewegten Leitungen. Mehr im Use Case Früherkennung von Schäden.
Vernetzte Produkte: Küchentechnik, Kaffeeautomaten, Smart Kitchen
IoT steckt in der Konsumgüterindustrie nicht nur in der Fabrik, sondern auch im Produkt. Hobart verbindet Spülmaschinen, Öfen und Kühlgeräte weltweit mit einer Cloud-Plattform, inklusive Hygieneprotokoll (Lösungsbeispiel). MKN spielt Garprogramme aus der Cloud auf seine Geräte, und Costa Express betreibt Kaffeeautomaten an rund 11.000 Standorten ferngesteuert mit Alarmierung und Display-Marketing.
Digitaler Produktpass und ESG-Nachweise
Die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR) führt den Digitalen Produktpass schrittweise nach Produktgruppen ein, Textilien und Möbel gehören zu den ersten. Dafür braucht es Daten zu Material, Herkunft und Energie, die aus der Produktion kommen. Wie das mit standardisierten Produktdaten geht, zeigt das Beispiel Materialherkunft in der Holz- und Möbelindustrie. Überblick: Digitales Typenschild und Produktpässe.
KI und Machine Learning auf Produktionsdaten
Procter & Gamble betreibt Machine-Learning-Algorithmen an mehr als 100 Standorten in über 40 Ländern. Grundlage ist ein einheitliches Datenmodell über OPC UA, von der Steuerung bis in die Cloud (Lösungsbeispiel P&G). Kleiner, aber greifbar: KI-Agenten in einer Käserei, die Schichtteams Fragen zu Anlagen und Energie beantworten.
Lebensmittel, Getränke, Kosmetik, Textil: Was sich je Teilbranche unterscheidet
Lebensmittelindustrie: Hygiene, Temperaturen und Chargen müssen lückenlos dokumentiert sein. Ein indischer Lebensmittelhersteller hat sechs Linien vom Mischen bis zur Verpackung ohne eigenen Code integriert, inklusive OEE und Alarmen auf dem Smartphone. Siehe auch Temperaturmessung.
Getränkeindustrie und Brauereien: Hier geht es um Gärung, Abfüllung und PET. Brauereien nutzen Fermentations-Monitoring, und eine PET-Blasformmaschine wurde ohne Umbau IoT-fähig.
Kosmetikindustrie: Unifarco hat Massenproduktion und Verpackung digitalisiert und kommt auf 99,8 % papierlose Produktion, über 30 % mehr Produktivität und 10 Prozentpunkte mehr OEE (Lösungsbeispiel).
Textil, Schuhe und Möbel: Alte und neue Maschinen laufen nebeneinander. Wie beides zusammenkommt, zeigen die Textilindustrie und die Schuhherstellung mit TSN.
Was IoT in FMCG-Werken besonders macht
Konsumgüterwerke haben viele baugleiche Linien und Maschinen verschiedener Generationen. Deshalb lohnt sich ein Ansatz, der ohne Eingriff in die Steuerung auskommt, etwa über Strommessung oder ein Gateway, das Maschinen-KPIs rückwirkungsfrei erfasst. Offene Standards wie OPC UA sorgen dafür, dass eine Lösung von der ersten Linie auf das ganze Werk und weitere Standorte übertragbar ist, wie bei Philip Morris International, P&G und Valio.
Je mehr Linien vernetzt sind, desto wichtiger wird die OT-Sicherheit. Ein Lebensmittelhersteller hat dafür zuerst die Sicherheitsrisiken seiner Produktionslinien sichtbar gemacht.
So startest du ein IoT-Projekt in der Konsumgüterindustrie
- Mit einer Linie und einer Kennzahl anfangen: OEE, Stillstände oder Energie pro Einheit. Die Beispiele oben haben sich nach 4 bis 14 Monaten bezahlt gemacht.
- Nachrüsten statt umbauen: Stromsensoren, Gateways und Retrofit-Kits erfassen Daten auch an älteren Maschinen, ohne in die SPS einzugreifen.
- Offene Standards festlegen: OPC UA und ein gemeinsames Datenmodell verhindern Insellösungen pro Linie.
- Früh skalieren: Wer die erste Linie sauber aufsetzt, rollt wie Valio auf viele Standorte aus.
IoT-Anbieter mit Referenzen in der Konsumgüterindustrie finden
Alle Beispiele auf dieser Seite nennen den Anbieter, der das Projekt umgesetzt hat, etwa in.hub, Exor, Prosys, Itanta Analytics, Device Insight, Materna oder INTRANAV. So findest du Partner, die schon in deiner Teilbranche gearbeitet haben. Alle Umsetzungen findest du in der Übersicht der Lösungsbeispiele.
Häufige Fragen: IoT in der Konsumgüterindustrie umsetzen
Wie starte ich die Digitalisierung in der Lebensmittel- und Konsumgüterproduktion?
Mit einer Linie und einer klaren Kennzahl statt mit einem Großprojekt. Bewährt hat sich: an einer Abfüll- oder Verpackungslinie Stillstände, Mengen und Energieverbrauch automatisch erfassen, den Effekt nach wenigen Monaten in Euro belegen und erst dann auf weitere Linien und Werke ausrollen. Plane dabei von Anfang an einheitliche Schnittstellen ein, damit jede weitere Linie schneller angebunden ist als die erste.
Welche IoT-Anwendung lohnt sich in der FMCG-Produktion zuerst?
Am schnellsten rechnen sich meist OEE-Erfassung und Energiemonitoring. Ein Verpackungshersteller senkte ungeplante Stillstände um 15 % und hatte die Investition nach vier Monaten zurück. Ein Lebensmittelwerk sparte 17 % Energie in der Drucklufterzeugung, Amortisation nach 14 Monaten.
Wie setze ich eine lückenlose Chargenrückverfolgung in der Lebensmittel- und Konsumgüterproduktion um?
Indem jede Charge automatisch mit Rohstoffen, Anlage, Prozessparametern und Zeitstempel verknüpft wird, statt diese Angaben von Hand zu notieren. Dafür liest ein Gateway die Daten aus Steuerung und Leitsystem und übergibt sie an MES oder ERP. Im Rückruf- oder Reklamationsfall grenzt du so in Minuten statt Tagen ein, welche Ware betroffen ist, und musst nicht die Produktion eines ganzen Tages zurückholen.
Wie wird die OEE an Verpackungslinien automatisch erfasst?
Sensoren oder Gateways messen Strom, Takt und Prozesssignale der Maschine und ordnen jede Minute automatisch Produktion, Leerlauf oder Stillstand zu. Daraus berechnet die Plattform Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Ein Eingriff in die Steuerung ist dafür oft nicht nötig.
Lassen sich ältere Maschinen ohne Umbau anbinden?
Ja. Retrofit-Lösungen wie Stromsensoren, Schwingungssensoren oder Gateways lesen Daten rückwirkungsfrei aus, ohne die SPS zu verändern. So wurde zum Beispiel eine PET-Blasformmaschine IoT-fähig, ohne dass die Maschine umgebaut werden musste.
Wie bereite ich meine Produktion auf den Digitalen Produktpass vor?
Indem du die Daten, die der Pass verlangt, schon heute automatisch je Charge erfasst. Die EU-Ökodesign-Verordnung führt den Digitalen Produktpass schrittweise je Produktgruppe ein, Textilien und Möbel gehören zu den ersten Konsumgütern. Gefragt sind etwa Material, Herkunft, Energieverbrauch pro Einheit und eingesetzte Chargen. IoT liefert diese Werte gemessen statt geschätzt und verknüpft sie mit einer eindeutigen Produktkennung.
Wie übertrage ich eine IoT-Lösung von einer Linie auf alle Werke?
Mit einer einheitlichen Integrationsschicht statt Einzelschnittstellen je Maschine. Ein offener Standard wie OPC UA beschreibt die Daten aller Anlagen gleich, egal von welchem Hersteller sie stammen. So baust du eine Lösung einmal und überträgst sie auf weitere Linien. Ein Molkereiunternehmen hat auf diese Weise Steuerungen, Leitsysteme und MES an zwölf Produktionsstandorten innerhalb eines Jahres verbunden und viele individuelle Softwarelösungen abgelöst.
Was kostet ein IoT-Projekt in der Konsumgüterindustrie?
Ein Einstieg an einer Linie ist oft im niedrigen fünfstelligen Bereich oder darunter möglich. Die OEE-Erfassung an sechs Verpackungslinien kostete 5.900 €, das Druckluft-Monitoring in einem Lebensmittelwerk 4.300 €. Größere Plattformprojekte über viele Standorte liegen deutlich darüber.
Wie finde ich einen Anbieter für ein IoT-Projekt in der Konsumgüterindustrie?
Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, du siehst also, wer eine vergleichbare Linie oder ein vergleichbares Werk bereits umgesetzt hat. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die in der Lebensmittel- und Konsumgüterproduktion Erfahrung mit genau deinem Anwendungsfall haben.
IoT in der Konsumgüterindustrie umsetzen: wir helfen dir dabei
Du planst ein IoT-Projekt in der Konsumgüterindustrie oder willst als Lösungsanbieter in diesem Bereich sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.
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