Wirtschaft, Politik, Staat, Freizeit und Gesellschaft
Branche

Wirtschaft, Politik, Staat, Freizeit und Gesellschaft

In einer Smart City melden Pegel, Tanks, Zähler, Container und Notrufsäulen ihre Daten selbst an eine Plattform. Kommunen, Stadtwerke und Behörden erkennen so Hochwasser, Leckagen oder leere Reserven früher, sparen Kontrollfahrten und erzeugen Nachweise automatisch. Eingesetzt werden LoRaWAN, mioty, NB-IoT und Edge-Computing.

IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Wirtschaft, Politik, Staat, Freizeit und Gesellschaft

13 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.

Zapfpistole im Tankstutzen eines weißen Fahrzeugs, davor ein Tank-Monitoring-Dashboard mit den Füllständen von Tages- und Lagertank, dem Verlauf der letzten sechs Monate und Statusanzeigen für Betankung, Störung und USV.
Land Hessen Logo
Visualys GmbH Logo
Werner Elektrotechnik GmbH Logo
Wachendorff Prozesstechnik GmbH Logo
Oliver Prang, Ansprechperson
MQTT Logo
Condition MonitoringAsset Management

Tankfüllstände per MQTT überwachen und Einsatzbereitschaft sichern

Das Land Hessen erfasst die Füllstände seiner Treibstofftanks an 48 Standorten der kritischen Infrastruktur per Ultraschallsensor und MQTT auf der VISUALYS-Plattform. Manuelle Kontrollfahrten entfallen, das spart pro Standort ein bis drei Stunden pro Woche.

24.09.2026Mehr lesen →
Schichtmodell von secunet edge mit Hardware, abgesichertem Softwaresystem und App-Orchestrierung durch Portainer.io für kritische Infrastruktur
Unternehmenslogo
Portainer.io Logo
secunet Security Networks AG Logo
Tobias Mühlnikel, AnsprechpersonPhilipp Henke, Ansprechperson
Kubernetes Logo
Docker Logo
Betrugs- und Schadensprävention

Dezentrale Systeme sicher betreiben: mit Software-Containern und Edge-Plattform

20.08.2026Mehr lesen →
Mann mit Tablet an einer vernetzten Müllschleuse im Stadtgebiet; nutzungsbasierte Abrechnung über die von doubleSlash entwickelte Plattform
Unternehmenslogo
doubleSlash Net-Business GmbH Logo
Sandra Rueß, Ansprechperson
Condition MonitoringDigitale DokumentationAsset Management

Nutzungsbasierte Abrechnung mit Digitalen Zwillingen – am Beispiel Abfallmanagement

22.06.2026Mehr lesen →
Wasserstandssensor von Endress+Hauser an einem Bachlauf im bewaldeten Gelände bei Bad Münstereifel
Bad Münstereifel Logo
Endress+Hauser Logo
Felix Brühl, Ansprechperson
Betrugs- und SchadenspräventionCondition MonitoringDigitale Dokumentation

Hochwasser früher erkennen mit vernetzten Wasserstandssensoren und KI

18.06.2026Mehr lesen →
Mitarbeitende der Stadtwerke Krefeld am Energiemonitoring-Dashboard der IoT-Plattform ThingsBoard
Stadtwerke Krefeld Logo
it-novum GmbH Logo
Christopher Keller, AnsprechpersonArmin Hespeler, Ansprechperson
ThingsBoard Logo
Energiemonitoring

Energiemonitoring als digitaler Service für Stadtwerke

19.03.2026Mehr lesen →
Öffentlicher Nottaster m.HELP von Swissphone an einer Feuerwehrhalle in Südtirol, vernetzt über das energieeffiziente mioty-Funknetz
Swissphone Logo
mioty alliance Logo
Raphael Wirz, AnsprechpersonPeter Hedberg, AnsprechpersonMaximilian Roth, AnsprechpersonAnnalena Zottmann, Ansprechperson
mioty Logo
Mitarbeitersicherheit

Resiliente Notfallkommunikation für Südtirol mit mioty

09.02.2026Mehr lesen →
Wasserzähler in einem Feldschacht mit batteriebetriebenem SMARTebox-nanoIO-Datenlogger von PSsystec zur Fernerfassung der Bewässerung
Unternehmenslogo
PSsystec Logo
Horst Lange, Ansprechperson
NB-IoT Logo
LTE-M Logo
Digitale DokumentationEnergiemonitoringFlottenmanagement

Fernmonitoring in der Wasserwirtschaft: Landkreis digitalisiert die Bewässerung

02.02.2026Mehr lesen →
Industrieller Antriebsmotor mit montierter ifm-Schwingungssensorik, angebunden an die IIoT-Plattform moneo zur Zustandsüberwachung
ifm-Unternehmensgruppe Logo
Christoph Schneider, Ansprechperson
IO-Link Logo
OPC UA Logo
MQTT Logo
Condition MonitoringKorrektive Instandhaltung

Zustandsbasierte Wartung von Antriebsmotoren für höhere Anlagenverfügbarkeit

04.09.2025Mehr lesen →
Nächtliche Smart-City-Skyline mit vernetzter Verkehrsinfrastruktur, gebündelt über den MQTT-Broker von EMQ
Unternehmenslogo
EMQ GmbH Logo
Stefano Marmonti, Ansprechperson
NB-IoT Logo
OPC UA Logo
Modbus Logo
LoRaWAN Logo
MQTT Logo
Digitale Dokumentation

MQTT-Broker für Versorger und smarte Verkehrsinfrastrukturen

10.07.2025Mehr lesen →
Industriearbeiterin mit Tablet zeigt den verschlüsselten Business Messenger stashcat von secunet, Kollege im Hintergrund
Unternehmenslogo
secunet Security Networks AG Logo
Markus Haist, Ansprechperson
Digitale Dokumentation

Vertrauliche Kommunikation neu gedacht – mit verschlüsselten Business Messengern

03.07.2025Mehr lesen →
Stadtkarte mit Verkehrsnetz zur Smart-City-Anwendung im Aveiro Tech City Living Lab, deren Dienste über Portainer verwaltet werden
Instituto de Telecomunicações Logo
Aveiro Tech City Living Lab Logo
Portainer.io Logo
José Oliveira, AnsprechpersonDuarte Raposo, AnsprechpersonTobias Mühlnikel, Ansprechperson
Kubernetes Logo
Docker Logo
LoRaWAN Logo
Digitale Dokumentation

Edge-basierte Fahrzeugdienste in der Smart City automatisch managen

15.08.2024Mehr lesen →
Werker beim Verpacken von Kleinteilen in der Lenne-Werkstatt, geführt vom kamerabasierten Assistenzsystem ifm mate über ein Display
Sozialwerk St. Georg e.V. Logo
ifm-Unternehmensgruppe Logo
Sebastian Welpinghaus, Ansprechperson
Qualitätsmanagement

Die menschliche Hand als Sensor – Werkerassistenzsystem mit Anbindung an ERP und Serverstrukturen

19.12.2022Mehr lesen →

IoT Use Cases in der Branche Wirtschaft, Politik, Staat, Freizeit und Gesellschaft

15 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

3 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.

Stefano Marmonti, EMQ GmbHMarkus Haist, secunet Security Networks AGTobias Mühlnikel, Portainer.io
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
EMQ GmbH
secunet Security Networks AG
Portainer.io
Umsetzungen ansehen
2 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Effizienz in Lager und Produktion. Die Echtzeitüberwachung von Füllständen in Tanks oder Silos ermöglicht eine präzise Steuerung der Produktionsprozesse. Automatische Benachrichtigungen erleichtern die Nachbestellung und verhindern Überläufe oder Engpässe. Im Asset Management bleiben Bestände im Blick, und die Messwerte werden automatisch protokolliert – eine belastbare Grundlage für Audits und Analysen.

Oliver Prang, Visualys GmbHFelix Brühl, Endress+Hauser
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Visualys GmbH
Endress+Hauser
Umsetzungen ansehen
1 Lösungsbeispiel in dieser Branche

Automatisierte Datengrundlage für transparente Abrechnung. Die Abrechnungsautomatisierung erstellt automatisch strukturierte und nachvollziehbare Datensätze für Abrechnung und Betrieb. Messwerte werden zeitgestempelt erfasst, zentral gespeichert und kontinuierlich aktualisiert. Verbrauchsdaten stehen damit relevanten internen und externen Stakeholdern direkt für automatisierte Abrechnungssysteme zur Verfügung.

Sandra Rueß, doubleSlash Net-Business GmbH
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
doubleSlash Net-Business GmbH
Umsetzungen ansehen
1 Lösungsbeispiel in dieser Branche

Automatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen

Felix Brühl, Endress+Hauser
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Endress+Hauser
Umsetzungen ansehen
1 Lösungsbeispiel in dieser Branche

Die automatische Ersatzteilbestellung wird durch definierte Grenzwertverletzungen, Störungen oder Zustandsänderungen ausgelöst. Wartungsaufträge und Ersatzteilanforderungen entstehen automatisiert und werden über eine Integration in ERP-Systeme wie SAP übergeben, ohne manuelle Eingriffe. Im Asset Management hält das Bestände aktuell, in der korrektiven Instandhaltung verkürzt es die Zeit bis zur Reparatur.

Christoph Schneider, ifm-Unternehmensgruppe
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
ifm-Unternehmensgruppe
Umsetzungen ansehen
1 Lösungsbeispiel in dieser Branche

Keine Excel-Tabellen, keine isolierten Datenquellen – moderne IoT-Plattformen verbinden und analysieren Daten aus verschiedenen Systemen in Echtzeit. Diese kontextbezogenen Informationen ermöglichen eine präzise Risikobewertung und proaktives Handeln, anstatt auf Probleme zu reagieren. Das stärkt nicht nur die betriebliche Sicherheit, sondern minimiert auch Ausfallzeiten.

Tobias Mühlnikel, Portainer.ioPhilipp Henke, secunet Security Networks AG
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Portainer.io
secunet Security Networks AG
Umsetzungen ansehen

In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Wirtschaft, Politik, Staat, Freizeit und Gesellschaft eingesetzt wird

Zahl der Lösungsbeispiele je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Beispielen.

Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in Kommunen und im öffentlichen Sektor

Ausfallarme Notfallkommunikation für den Bevölkerungsschutz

Öffentliche Warnsysteme und Notfallkommunikation müssen auch dann funktionieren, wenn Mobilfunk- oder Stromnetze ausfallen. Resiliente IoT-Infrastrukturen auf Basis von LPWAN-Technologien wie mioty schaffen netzunabhängige Rückfallebenen für den Ernstfall und schützen so Menschenleben.

Energieeffizienz und Transparenz bei kommunalen Versorgern

Stadtwerke und kommunale Versorger müssen Energieverbräuche transparent machen, Lastspitzen steuern und CO₂-Nachweise erbringen. Granulares IoT-Monitoring auf Leitungs-, Gebäude- und Geräteebene liefert die Datenbasis für effiziente, regelkonforme Energieversorgung.

Smart City: Verkehr und öffentliche Infrastruktur digital steuern

Smarte Städte brauchen eine digitale Infrastruktur für Verkehrssteuerung, Parkraummanagement, öffentliche Beleuchtung und Mobilitätsservices. IoT-Plattformen und Edge-Technologien verarbeiten Verkehrs- und Bewegungsdaten in Echtzeit – und machen Steuerprozesse effizienter und bürgerfreundlicher.

Fernmonitoring für kommunale Wasser- und Umweltinfrastruktur

Wasserversorgung, Bewässerungsinfrastruktur und Kanalisation müssen flächendeckend überwacht werden – oft in abgelegenen Gebieten ohne dauerhaften Netzzugang. Fernmonitoring per LoRaWAN oder NB-IoT ermöglicht Überwachung ohne ständige Vor-Ort-Präsenz.

Wartung und Verfügbarkeit öffentlicher Anlagen

Pumpen, Kläranlagen, Transformatoren und Antriebsaggregate in kommunalem Besitz müssen kosteneffizient gewartet werden. Zustandsbasiertes Monitoring ersetzt starre Wartungsintervalle, spart Personal- und Materialkosten und erhöht die Verfügbarkeit öffentlicher Anlagen.

Datensouveränität und Cybersecurity für öffentliche Infrastruktur

Kritische Infrastruktur im öffentlichen Sektor ist ein bevorzugtes Angriffsziel. IoT-Systeme müssen daher nach KRITIS-Anforderungen abgesichert sein: sichere Geräteidentitäten, verschlüsselte Kommunikation, segmentierte Netzwerke und dokumentierbare Zugriffskontrolle.

Smart City Beispiele aus der Praxis: Hier findest du, wie Kommunen, Landkreise, Stadtwerke und Behörden IoT heute einsetzen. Vom Hochwasser-Frühwarnsystem in Bad Münstereifel über ein Notrufnetz für ganz Südtirol bis zur Tanküberwachung für die kritische Infrastruktur des Landes Hessen.

Öffentliche Infrastruktur muss auch dann funktionieren, wenn Strom, Mobilfunk oder Internet ausfallen. Gleichzeitig sollen Verwaltungen mit wenig Personal mehr leisten. Vernetzte Sensoren ersetzen Kontrollfahrten, lösen Alarme früher aus und liefern die Daten für Planung, Abrechnung und Nachweise. Jedes Beispiel zeigt die eingesetzte Technik, die beteiligten Partner und das Ergebnis.

Smart City Beispiele: Was IoT in Kommunen und im öffentlichen Sektor leistet

Diese Branche fasst alles zusammen, was nicht Industrie ist: Kommunen und Landkreise, Landesbehörden, Stadtwerke, Bevölkerungsschutz, kommunale Entsorger und die Infrastruktur, die Städte und Regionen am Laufen hält. Gemeinsam ist ihnen, dass Ausfälle direkt bei Bürgerinnen und Bürgern ankommen, Budgets knapp sind und Systeme über viele Jahre mit kleinen IT-Teams betrieben werden müssen.

Die Beispiele auf dieser Seite zeigen, dass IoT im öffentlichen Sektor kein Zukunftsthema mehr ist. Pegel, Tanks, Nottaster, Müllschleusen und Wasserzähler melden ihre Daten heute schon selbst, und Verwaltungen entscheiden auf Basis echter Messwerte statt nach Kontrollfahrten und Listen.

Was ist eine Smart City?

Eine Smart City ist eine Stadt oder Gemeinde, die Daten aus vernetzten Sensoren nutzt, um Infrastruktur und öffentliche Dienste besser zu steuern: Verkehr, Energie, Wasser, Entsorgung und Sicherheit. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern der Nutzen für die Daseinsvorsorge. Eine Kommune muss nicht alles auf einmal vernetzen. Die meisten Projekte starten mit einem einzelnen, gut messbaren Problem und wachsen dann zur Plattform. Geht es um den ländlichen Raum oder einen ganzen Landkreis, spricht man oft von einer Smart Region.

Smart-City-Beispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk

Hochwasser-Frühwarnsystem mit vernetzten Pegelsensoren

Nach der Flut 2021 hat Bad Münstereifel 13 autarke Wasserstandssensoren an Bächen im Einzugsgebiet von Erft und Ahr installiert. Die Sensoren messen im Minutentakt, senden im Normalfall alle 12 Stunden und bei steigendem Pegel stündlich oder alle fünf Minuten. Das spart Energie und liefert trotzdem aktuelle Daten, wenn es darauf ankommt. Die Plattform Okeanos.VIVID verknüpft die Werte mit Radar-Niederschlag und Gewässerpegeln und alarmiert per PC und Smartphone.

Resiliente Notfallkommunikation bei Strom- und Netzausfall

Die Autonome Provinz Südtirol baut ein Notrufnetz auf Basis von mioty für rund 540.000 Einwohner auf. 50 Basisstationen decken 7.400 km² ab, 333 öffentliche Nottaster an den Feuerwehrhallen überbrücken mit Pufferbatterie bis zu 48 Stunden Stromausfall. Das Backend läuft bewusst lokal und redundant statt in der Cloud, damit es auch ohne öffentliches Internet funktioniert.

Kritische Infrastruktur: Treibstoffreserven für den Krisenfall

Das Land Hessen erfasst die Füllstände von Treibstofftanks an 48 Standorten zentral per Ultraschallsensor und MQTT. Unterschreitet ein Tank die Meldeschwelle, geht automatisch eine E-Mail raus. Die Kontrollfahrten entfallen, das spart ein bis drei Stunden pro Standort und Woche. Verschlüsselte Übertragung, protokollierte Zugriffe und ein rollenbasiertes Rechtemanagement erfüllen die Anforderungen an kritische Infrastruktur.

Stadtwerke als Smart-City-Plattform

Die Stadtwerke Krefeld betreiben auf einer gemeinsamen IoT-Plattform gleich mehrere Anwendungen: Energiemonitoring für Geschäftskunden, die Überwachung des Fernwärmenetzes mit 1.500 Zählern, rund 450 Sensoren für Grundwasserstände im Auftrag der Bezirksregierung Düsseldorf sowie Parkplatz-, Umwelt- und Containerfüllstandsdaten für die Stadt. Wie Versorger und Verkehrsinfrastruktur ihre Datenströme zuverlässig verteilen, zeigt das Beispiel MQTT-Broker für Versorger.

Wasserwirtschaft: Fernmonitoring von Pumpen und Zählern

Ein Landkreis hat die landwirtschaftliche Beregnung per Fernmonitoring digitalisiert. Batteriebetriebene Datenlogger in Schächten lesen Wasserzähler über LTE-M und NB-IoT aus und gleichen die Mengen mit den erlaubten Zeitfenstern ab. Die Box läuft bis zu fünf Jahre mit einem Batteriesatz. Kontrollfahrten entfallen, die Dokumentation für Fördermittel entsteht automatisch. Ein zusätzlicher Anlass: Das 2G-Netz in Deutschland wird zum 30. Juni 2028 abgeschaltet, alte Fernwirktechnik muss ohnehin ersetzt werden.

Smart Waste: Abfallentsorgung nach tatsächlicher Nutzung

Ein kommunaler Entsorger, aktiv in über 230 Städten mit rund 700.000 Haushalten, rechnet über Digitale Zwillinge der Müllschleusen verursachergerecht ab. Schüttungsdaten fließen direkt in die Einzelabrechnung. Heute sind rund 250 Sensoren angebunden, bis Ende 2026 sollen es etwa 3.000 sein.

Smarte Verkehrsinfrastruktur am Edge

Im Aveiro Tech City Living Lab in Portugal sitzen Edge-Knoten in intelligenten Laternenmasten und Wallboxen, ausgestattet mit Kameras, Verkehrsradar und ITS-G5-Modulen für V2X-Kommunikation. Dienste wie Objekterkennung werden als Container automatisch verteilt, externe Partner erhalten nur Zugriff auf die Knoten, die sie brauchen. Wie sich solche verteilten Systeme sicher betreiben lassen, zeigt das Beispiel Edge-Plattform mit Software-Containern.

Welche Funktechnik passt für Kommunen?

LoRaWAN ist in vielen deutschen Städten der Einstieg, weil Stadtwerke eigene Netze betreiben und batteriebetriebene Sensoren jahrelang laufen. mioty ist ebenfalls ein LPWAN-Standard und punktet dort, wo viele Geräte gleichzeitig senden oder die Übertragung besonders robust sein muss, wie im Bevölkerungsschutz. NB-IoT und LTE-M nutzen das Mobilfunknetz und eignen sich für verstreute Einzelstandorte ohne eigenes Funknetz. Für Kameras, Verkehrsradar und V2X reicht Funk mit geringer Bandbreite nicht: Hier arbeiten Edge-Knoten mit Glasfaser- oder 5G-Anbindung.

KRITIS, NIS2 und Datensouveränität

Wasserversorgung, Energie und Bevölkerungsschutz gehören zur kritischen Infrastruktur. Mit der NIS2-Richtlinie sind Pflichten zu Risikomanagement, Meldewegen und Lieferkettensicherheit dazugekommen. Ob eine Kommune selbst betroffen ist, regeln Bund und Länder unterschiedlich; kommunale Unternehmen wie Stadtwerke fallen häufig darunter. Für IoT-Projekte heißt das: sichere Geräteidentitäten, verschlüsselte Übertragung, getrennte Netze, dokumentierte Zugriffe und Geräte, deren Firmware sich aus der Ferne aktualisieren lässt. Dazu kommt die Frage, wo die Daten liegen. Viele Verwaltungen setzen deshalb auf selbst betriebene oder offene Plattformen statt auf Lösungen, die sie an einen Hersteller binden. Wie vertrauliche Kommunikation in Behörden funktioniert, zeigt das Beispiel verschlüsselte Business Messenger.

So startet eine Kommune ein IoT-Projekt

Erstens ein konkretes Problem wählen, das Geld, Zeit oder Sicherheit kostet: Kontrollfahrten, fehlende Frühwarnung, unklare Verbräuche. Zweitens klären, wem die Daten gehören und wer sie nutzt, also Fachamt, Stadtwerk, Leitstelle oder Bürger. Drittens die Funktechnik nach Standort und Datenmenge auswählen, nicht nach Anbieter. Viertens mit wenigen Messstellen pilotieren und den Nutzen in Stunden, Litern oder Euro messen. Fünftens die Plattform so wählen, dass weitere Anwendungen dazukommen können, wie es die Stadtwerke Krefeld vorgemacht haben.

Anbieter, die solche Projekte bereits nachweislich umgesetzt haben, findest du bei den Lösungsbeispielen oben auf dieser Seite, jeweils mit eingesetzter Technik und Ergebnis.

Häufige Fragen: Smart City und IoT in Kommunen umsetzen

Wie startet eine Kommune ein Smart-City-Projekt?

Mit einem konkreten Problem, das Zeit, Geld oder Sicherheit kostet, etwa Kontrollfahrten oder fehlende Frühwarnung. Danach klären, wer die Daten nutzt, die Funktechnik nach Standort wählen und mit wenigen Messstellen pilotieren. Den Nutzen in Stunden, Litern oder Euro messen und erst dann ausrollen. Die Plattform sollte weitere Anwendungen aufnehmen können.

Welche IoT-Anwendung rechnet sich für eine Kommune zuerst?

Meist die, die regelmäßige Kontrollfahrten ersetzt. Füllstände von Tanks, Pegel, Pumpen, Wasserzähler oder Container lassen sich per Funk aus der Ferne überwachen, statt dass jede Woche jemand hinfährt. Ein Bundesland spart so bei seinen Treibstofftanks an 48 Standorten ein bis drei Stunden pro Standort und Woche. Rechne mit Fahrten, Personalstunden und vermiedenen Schäden, dann ist der Nutzen auch für Haushalt und Gemeinderat greifbar.

Welche Smart-City-Beispiele lassen sich auf meine Kommune übertragen?

Vor allem die, die ein konkretes Problem der Daseinsvorsorge lösen. Eine Stadt in der Eifel warnt mit 13 autarken Pegelsensoren vor Hochwasser an kleinen Bächen. Ein Bundesland überwacht Treibstofftanks an 48 Standorten ohne Kontrollfahrten. Ein Stadtwerk führt Fernwärmezähler, Grundwassersensoren, Parkplätze und Containerfüllstände auf einer Plattform zusammen, ein Landkreis überwacht seine Bewässerung aus der Ferne. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen jeweils Technik, Partner und Ergebnis.

Wie wird aus einzelnen Sensorprojekten eine urbane Datenplattform?

Indem du von Anfang an eine Plattform wählst, die weitere Anwendungen, Funknetze und Hersteller aufnehmen kann, statt für jedes Projekt eine Insellösung zu kaufen. Lege offene Schnittstellen, Datenhoheit bei der Kommune und ein gemeinsames Rechtekonzept fest. Ein Stadtwerk betreibt so Energiemonitoring, rund 1.500 Fernwärmezähler, etwa 450 Grundwassersensoren sowie Parkplatz- und Containerdaten der Stadt auf einer einzigen Plattform. Jede weitere Anwendung nutzt Netz und Plattform mit und wird dadurch günstiger.

Wie baut eine Kommune ein Hochwasser-Frühwarnsystem mit Pegelsensoren auf?

Wähle zuerst die Gewässer, an denen amtliche Pegel fehlen und Starkregen schnell gefährlich wird, und setze dort autarke Pegelsensoren. Sie messen laufend und senden bei steigendem Wasserstand häufiger, eine Plattform verknüpft die Werte mit Radar-Niederschlag und amtlichen Pegeln und alarmiert automatisch. Eine Stadt in der Eifel überträgt mit 13 Sensoren normal alle 12 Stunden, bei Hochwassergefahr bis zu alle fünf Minuten. Lege vorab fest, wer bei welchem Schwellenwert alarmiert wird.

Wie sichert eine Region Notrufe bei Strom- und Netzausfall ab?

Mit einem eigenen Funknetz, das unabhängig von Mobilfunk und Internet läuft. In einer Alpenregion verbinden 50 Basisstationen auf Notstrom 333 öffentliche Nottaster, die mit Pufferbatterie bis zu 48 Stunden Stromausfall überbrücken. Das Backend läuft lokal und redundant, Notrufe gehen direkt an die Feuerwehr der Region. Als Standorte für Basisstationen eignen sich eigene Gebäude wie Feuerwachen oder Rathäuser, weil dort Notstrom oft schon vorhanden ist.

Welche Funktechnik nutzen Kommunen für IoT?

Am häufigsten LoRaWAN, weil viele Stadtwerke eigene Netze betreiben und Sensoren jahrelang mit Batterie laufen. mioty kommt dort zum Einsatz, wo sehr viele Geräte senden oder die Übertragung besonders robust sein muss. NB-IoT und LTE-M eignen sich für verstreute Einzelstandorte. Für Kameras und Verkehrsradar braucht es Edge-Knoten mit Glasfaser oder 5G.

Welche Förderung gibt es für Smart-City- und IoT-Projekte in Kommunen?

Das hängt vom Vorhaben und vom Bundesland ab. Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften fördert der Bund über die Kommunalrichtlinie, viele Länder haben eigene Programme für Digitalisierung und Hochwasserschutz. Das Bundesprogramm Modellprojekte Smart Cities hat ausgewählte Kommunen gefördert, deren Lösungen andere nachnutzen können. Kläre die Fördermöglichkeiten vor der Ausschreibung, denn viele Programme schließen Vorhaben aus, die bereits begonnen haben.

Was muss eine Kommune bei NIS2 für ihre IoT-Projekte beachten?

Kläre zuerst, ob die Kommune selbst oder ihre Betriebe, etwa Wasser- und Energieversorger, unter NIS2 fallen. Kommunalverwaltungen regeln die Länder unterschiedlich, kommunale Versorger sind häufig erfasst. Dann gelten Pflichten zu Risikomanagement und Meldung von Vorfällen. Für IoT-Systeme heißt das konkret: verschlüsselte Übertragung, Rechte- und Rollenkonzept, protokollierte Zugriffe und Fern-Updates. Fordere diese Punkte schon in der Ausschreibung ein, nachträglich wird es teuer.

Wie findet eine Kommune den passenden Umsetzungspartner für Smart-City-Projekte?

Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und Ergebnis, von der Hochwasserwarnung über die Tanküberwachung bis zur gemeinsamen Datenplattform. So siehst du vor der Ausschreibung, wer ein vergleichbares Vorhaben bereits gelöst hat. Wenn du dein Projekt über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die Erfahrung mit genau deinem Anwendungsfall haben.

IoT im öffentlichen Sektor umsetzen – wir helfen dir dabei

Du planst ein IoT-Projekt im öffentlichen Sektor oder willst als Lösungsanbieter für Kommunen, Versorger oder Smart-City-Projekte sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.

Jetzt Kontakt aufnehmen