Chemie + Rohstoffe
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Chemie + Rohstoffe

In der Chemieindustrie überwacht IoT vor allem Pumpen, Dampfnetze, Tanks und Reaktoren. Nachgerüstete Funksensoren melden Vibration, Temperatur und Füllstand, ohne Eingriff ins Prozessleitsystem. Im CHEMPARK senkte CURRENTA so die Stillstände der Flusswasserpumpen um 70 % und verlängerte ihre Lebensdauer um 30 %.

IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Chemie + Rohstoffe

53 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.

Blau-rote Tiefpumpe über einer Öl- und Gasbohrung auf einem Feld, links davor der Bohrlochkopf
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WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG Logo
Philipp Lausberger, Ansprechperson
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Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungDigitale Dokumentation

Bohrlochintegrität per LoRaWAN lückenlos belegen statt vor Ort prüfen

WIKA erfasst Ringraum- und Steigrohrdruck an Öl- und Gasbohrungen per LoRaWAN®, ohne ein Kabel zu verlegen. Auffälligkeiten meldet der Funksensor in Minuten, die Begehungen sinken um über 75 Prozent.

17.09.2026Mehr lesen →
Zwei Mitarbeiter mit Schutzhelm an isolierten Dampfleitungen am Chemiestandort von Currenta, nachgerüstet mit LoRaWAN-Sensorik von Conneqtive
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Dominik Neugebauer, AnsprechpersonMurat Mutlu, Ansprechperson
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EnergiemonitoringKorrektive InstandhaltungCondition Monitoring

Dampfnetz-Monitoring mit LoRaWAN®: Verluste erkennen und Erzeugung optimieren

Conneqtive überwacht an einem Chemiestandort Netztemperaturen und Dampffallen per LoRaWAN®. So fallen Leckagen früh auf und das Kraftwerk fährt ohne unnötigen Puffer.

08.09.2026Mehr lesen →
Isolierte Dampfleitung im CHEMPARK von CURRENTA mit nachgerüstetem Hochtemperatursensor, per LoRaWAN von Conneqtive angebunden
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Murat Mutlu, Ansprechperson
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Digitale DokumentationCondition Monitoring

Digitaler Zwilling für Dampfnetze: Brenner automatisiert optimieren

07.08.2026Mehr lesen →
Geöffnetes Lithium-Ionen-Batteriemodul mit freiliegenden zylindrischen Rundzellen unter aufgeschnittenem Metallgehäuse; im eingesetzten Bild transportiert ein fahrerloses Transportfahrzeug (FTF) von SEW-EURODRIVE gestapelte schwarze Behälter durch eine helle Batteriefertigung.
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Dr. Lennart Bochmann, Ansprechperson
Asset ManagementFlottenmanagement

Reinraum-Intralogistik in der Batterieproduktion mit FTF automatisieren

24.07.2026Mehr lesen →
Currenta Conneqtive und akenza.io realisieren LoRaWAN-IoT-Projekt: Zwei Techniker mit Schutzhelmen prüfen große blaue Industriepumpen in einem Currenta-Werk.
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Murat Mutlu, Ansprechperson
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Condition MonitoringPredictive Maintenance

Vibrationsanalyse mit LoRaWAN senkt Ausfälle bei Wasserpumpen

10.07.2026Mehr lesen →
Verwiegungsarbeitsplatz mit Bedienterminal in der Druckfarbenproduktion von Epple, angebunden über das zentrale Wiegesystem von Innomat
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Innomat-Automation AG Logo
Tobias Friedrich, AnsprechpersonMarco Müller, Ansprechperson
Digitale DokumentationTraceability (Rückverfolgbarkeit)

Digitale Chargenverfolgung in der Druckfarbenproduktion sicherstellen – mit ERP-Integration

28.05.2026Mehr lesen →
Flusswasserpumpe an einem Chemiestandort mit nachgerüstetem Vibrations- und Temperatursensor, per LoRaWAN an die akenza-Plattform angebunden
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Akenza AG Logo
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Christian Olt, AnsprechpersonMurat Mutlu, Ansprechperson
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Condition MonitoringPredictive Maintenance

Pumpenmonitoring für Predictive Maintenance und weniger Stillstand

30.04.2026Mehr lesen →
Kunststoff-Spritzgussmaschine im Verpackungswerk, Temperatur und Zykluszeiten erfasst per HUB-EN200 von in.hub
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Christian Groß, Ansprechperson
Energiemonitoring

Energieeffizienz im Kunststoffspritzguss – 11 % weniger Energieverbrauch pro Bauteil

25.11.2025Mehr lesen →
DENIOS Heating Box mit Chemiefässern und EXOR-Touchscreen-HMI zur automatisierten Temperierung
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Thomas Hollasch, Ansprechperson
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Digitale DokumentationQualitätsmanagement

IoT-gestützte Wärmekammer für optimierte Chemieproduktion und -verarbeitung

24.11.2025Mehr lesen →
Industrieller Druckluftkompressor mit angebundenem SMARTbox-mini-Gateway von PSsystec zur Fernüberwachung
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PSsystec Logo
Horst Lange, Ansprechperson
NB-IoT Logo
LTE-M Logo
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Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungEnergiemonitoring

Druckluftkompressoren mit Remote Monitoring effizient betreiben

20.10.2025Mehr lesen →
Vernetzte Prozessanlage einer Chemieproduktion mit OT-Leittechnik, kontinuierlich überwacht durch Rhebo-Sensorik zur Angriffserkennung
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Rhebo OT & IIoT Security Logo
Uwe Dietzmann, Ansprechperson
Betrugs- und Schadensprävention

Sicherheitsmonitoring & Risikobewertung in der Chemieproduktion

22.09.2025Mehr lesen →
PET-Blasformmaschine eines Getränkeherstellers mit extern angesetztem ZentNode-Adapter von Perinet zur MES-Anbindung ohne Umbau
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Perinet GmbH Logo
Zentinel MDS Logo
Ben Jones, AnsprechpersonJordi Cruz, Ansprechperson
MQTT Logo
Single Pair Ethernet / SPE Logo
Condition MonitoringDigitale DokumentationEnergiemonitoring

PET-Blasformmaschine wird IoT-fähig – Retrofit ohne Maschinenumbau

26.08.2025Mehr lesen →

IoT Use Cases in der Branche Chemie + Rohstoffe

38 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.

13 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Digitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.

Murat Mutlu, Currenta ConneqtiveChristian Olt, Akenza AGChristian Groß, in.hub GmbHWolfgang Laufmann, WAGO GmbH & Co. KG
+4
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Currenta Conneqtive
Akenza AG
in.hub GmbH
WAGO GmbH & Co. KG
Endress+Hauser
Schildknecht AG
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
Deutsche Telekom IoT GmbH
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12 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Mit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.

Philipp Lausberger, WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KGMurat Mutlu, Currenta ConneqtiveChristian Olt, Akenza AGBen Jones, Perinet GmbH
+1
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG
Currenta Conneqtive
Akenza AG
Perinet GmbH
WAGO GmbH & Co. KG
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8 Lösungsbeispiele in dieser Branche

IoT-gestützte Analysen untersuchen die Zusammenhänge zwischen Maschineneinstellungen und Produktqualität. Diese Daten helfen, fehlerhafte Prozesse zu identifizieren und gezielte Anpassungen vorzunehmen, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu sichern.

Peter Sorowka, CybusHenning Wilms, ENLYZE GmbHFlorian Krcma, A1 DigitalPhilipp König, A1 Digital
+1
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Cybus
ENLYZE GmbH
A1 Digital
Deutsche Telekom IoT GmbH
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8 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.

Murat Mutlu, Currenta ConneqtivePeter Sorowka, CybusThomas Frahler, Microsoft
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Currenta Conneqtive
Cybus
Endress+Hauser
Microsoft
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7 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Produktionsschritte und Qualitätskontrollen werden direkt digital dokumentiert, ohne Umweg über Papierprotokolle. Dies verbessert die Genauigkeit und spart Zeit bei der Analyse und Nachverfolgung.

Marco Müller, Innomat-Automation AGAndreas Lehner, blue-zone GmbH
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
Innomat-Automation AG
blue-zone GmbH
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6 Lösungsbeispiele in dieser Branche

Transparenz über Produktionsleistung und Laufzeiten. Durch die Erfassung von Zählimpulsen, Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz direkt an der Maschine werden Produktionsprozesse kontinuierlich messbar. Die gewonnenen Daten bilden eine belastbare Grundlage zur Analyse von Laufzeiten, Stillständen und Leistungsabweichungen einzelner Anlagen oder Produktionslinien.

Christian Groß, in.hub GmbHBen Jones, Perinet GmbHHenning Wilms, ENLYZE GmbH
Partner, die diesen Use Case bereits nachweislich realisiert haben
in.hub GmbH
Perinet GmbH
ENLYZE GmbH
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In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Chemie + Rohstoffe eingesetzt wird

Zahl der Lösungsbeispiele je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Beispielen.

Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in der Chemie- und Rohstoffindustrie voran

Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit

Chemieanlagen laufen unter extremen Bedingungen: Druck, Temperatur, aggressive Medien. Ein ungeplanter Ausfall kann nicht nur teuer sein, sondern sicherheitskritisch werden. Echtzeit-Monitoring und Predictive Maintenance minimieren Ausfallrisiken und halten Anlagen zuverlässig in Betrieb.

Compliance mit REACH, SEVESO und Arbeitssicherheitsvorschriften

Die Chemiebranche ist eine der am stärksten regulierten Industrien. Lückenlose Dokumentation von Prozessparametern, Emissionen und Stoffmengen ist Pflicht – und manuelle Erfassung ist fehleranfällig. IoT-basierte Systeme erzeugen revisionssichere Nachweise automatisch.

Emissionsüberwachung und Umwelt-Compliance

Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden unterliegen strengen Grenzwerten. Kontinuierliche Emissionsmessungen (CEMS), automatische Berichterstattung und Frühwarnsysteme sind regulatorisch gefordert und schützen gleichzeitig vor Haftungsrisiken.

Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Gefahrstoffen

Von der Rohstoffanlieferung bis zum Endprodukt müssen Chargen, Konzentrationen und Verarbeitungsschritte lückenlos nachvollziehbar sein. IoT-gestützte Track & Trace-Systeme ersetzen fehleranfällige manuelle Dokumentation und schaffen Transparenz über die gesamte Prozesskette.

Füllstandsüberwachung in Tanks und Silos

Falsche Füllstände in Chemietanks können zu Über- oder Unterläufen führen – mit gravierenden Folgen für Sicherheit und Produktion. Permanentes IoT-basiertes Füllstandsmonitoring verhindert kritische Zustände, automatisiert Bestellprozesse und optimiert die Lagerlogistik.

Energieeffizienz und CO₂-Fußabdruck in der Prozesschemie

Chemische Prozesse sind hochenergetisch. Reaktoren, Destillationskolonnen und Verdichter verbrauchen enorme Mengen Energie. Granulares Energiemonitoring macht Einsparpotenziale sichtbar, reduziert Betriebskosten und liefert die Datenbasis für CO₂-Bilanzierung und ESG-Reporting.

Pumpen, Dampfnetze, Lagertanks und Reaktoren laufen in der Chemie- und Rohstoffindustrie rund um die Uhr, oft in Ex-Bereichen und in Anlagen, die Jahrzehnte alt sind. Ausfälle sind teuer und können gefährlich werden, gleichzeitig wachsen die Nachweispflichten. IoT-Sensoren lassen sich nachrüsten, ohne in das Prozessleitsystem einzugreifen: Sie melden Zustand, Füllstand und Energieverbrauch per Funk und machen Wartung planbar. Hier findest du Lösungsbeispiele, die in Chemieanlagen und Chemieparks bereits laufen.

Chemie 4.0: Was IoT in Chemieanlagen heute schon leistet

Mit Chemie 4.0 ist die Digitalisierung der chemischen Industrie gemeint: Anlagen, Maschinen und Lager liefern ihre Zustandsdaten selbst, statt dass jemand sie bei Rundgängen abliest. In der Praxis beginnt das selten mit der großen Plattform, sondern mit einem konkreten Problem: einer Pumpe, die immer wieder ausfällt, einem Dampfnetz, das mit zu viel Puffer gefahren wird, oder einem Tanklager, dessen Füllstände niemand in Echtzeit kennt.

Die Chemie- und Rohstoffindustrie stellt dabei besondere Anforderungen. Prozesse laufen rund um die Uhr, oft in explosionsgefährdeten Bereichen, und viele Anlagen sind Jahrzehnte alt. IoT-Lösungen müssen deshalb nachrüstbar sein, ATEX-zertifizierte Geräte bieten und dürfen die Leittechnik nicht gefährden. Die folgenden Anwendungen haben Betreiber in Chemieanlagen und Chemieparks bereits umgesetzt.

Typische IoT-Anwendungen in der Chemie- und Rohstoffindustrie

Predictive Maintenance für Pumpen und rotierende Maschinen

Pumpen, Motoren, Verdichter und Rührwerke sind die häufigsten Ausfallursachen in Chemieanlagen. Batteriebetriebene Vibrations- und Temperatursensoren werden außen am Gehäuse befestigt und senden ihre Messwerte per LoRaWAN®. Die Auswertung erkennt Unwuchten oder Lagerschäden, bevor die Maschine stillsteht. Im CHEMPARK hat CURRENTA so die Flusswasserpumpen im Werk Krefeld-Uerdingen überwacht: 70 % weniger Stillstand und 30 % längere Lebensdauer. Mehr zum Use Case Vibrations- und Schwingungsüberwachung.

Dampfnetze und Dampffallen überwachen

Dampf ist an vielen Chemiestandorten der wichtigste Energieträger. Weil Messpunkte im Netz fehlen, fahren Kraftwerke meist mit einem thermischen Sicherheitspuffer. Dampffallen werden oft nur einmal im Jahr geprüft, eine defekte Falle kann so bis zu elf Monate unbemerkt Dampf verlieren. Beim Dampfnetz-Monitoring mit LoRaWAN® melden Funksensoren Netztemperaturen und den Zustand der Dampffallen laufend. Mit einem digitalen Zwilling des Dampfnetzes senkt CURRENTA die Einspeisetemperatur um bis zu 20 °C bei gleicher Dampfgüte.

Leckageerkennung bei Dampf, Druckluft und Medien

Leckagen kosten Energie und können sicherheitskritisch werden. Sensoren an Leitungen, Dampffallen und Druckluftnetzen erkennen Druckabfall, Temperaturänderungen oder Ultraschallsignale und schlagen Alarm, bevor ein Rundgang die Stelle findet. Ein Beispiel ist die IoT-Druckluftüberwachung, weitere Umsetzungen zeigt der Use Case Leckage-Erkennung.

Tanküberwachung und Füllstandsmessung

Chemikalien, Rohstoffe und Zwischenprodukte lagern in Tanks, Silos und IBC-Containern, oft verteilt über große Flächen oder beim Kunden. Telemetrie-Einheiten messen den Füllstand und senden ihn per Mobilfunk oder Funk an eine Plattform. So werden Bestellungen und Touren automatisch geplant und Überfüllungen verhindert. Bei der Fernüberwachung von Öl-, Gas- und Chemietanks sinken die Lieferkosten um bis zu 30 % pro Liter. Mehr zur Füllstands- und Distanzmessung.

Prozessüberwachung an Reaktoren, Öfen und Anlagen

Bei Reaktoren und Öfen entscheidet der Zustand der Ausmauerung über die Laufzeit. Air Liquide überwacht in Stade einen neuen Reaktor, der bei rund 30 bar und über 1000 °C arbeitet, mit Thermalkamera und IoT-Gateway und bindet die Daten ins Prozessleitsystem ein: Wartung nach Zustand statt Anlagenstopp. Bei Daubert Chemical hat eine Prozessvisualisierung in der Chemieproduktion die Zahl der ungelösten Probleme um 75 % gesenkt.

Chargenverfolgung und Rückverfolgbarkeit

Für Rezeptur- und Chargenfertigung muss nachvollziehbar sein, welche Rohstoffcharge in welchem Produkt steckt. Werden Dosieranlagen und manuelle Waagen an ein zentrales System angebunden, entstehen die Chargendaten automatisch und landen direkt im ERP. So hat es die Epple Druckfarben AG umgesetzt: digitale Chargenverfolgung mit ERP-Integration. Mehr zur Charge- und Batch-Traceability.

Energiemonitoring und CO₂-Reduktion

Chemische Prozesse und die Kunststoffverarbeitung brauchen viel Energie. Zähler und Sensoren je Anlage zeigen, wo sie verbraucht wird, und liefern die Daten für Energiemanagement und CO₂-Bilanz. In der Kunststoffverarbeitung sank der Energieverbrauch pro Spritzgussteil um 11 %. Bei Air Liquide in Stade steigt die Energieeffizienz der modernisierten Anlage um etwa 15 %, die CO₂-Emissionen sinken um rund 15.000 Tonnen im Jahr. Mehr zum IoT-gestützten Energiemanagementsystem und zur Emissionsüberwachung von Gasen und Fluiden.

IoT im Chemiepark: Bestandsanlagen nachrüsten statt neu bauen

In Chemieparks und großen Industriearealen verteilen sich Pumpen, Leitungen, Tanks und Versorgungsanlagen über viele Hektar. Neue Kabel zu jedem Messpunkt zu ziehen, lohnt sich dort selten. Deshalb setzen Betreiber im Brownfield auf batteriebetriebene Funksensoren: Ein standortweites LoRaWAN®-Netz mit wenigen Gateways deckt ein ganzes Areal ab, die Sensoren laufen jahrelang ohne Batteriewechsel.

Der zweite Punkt ist die Leittechnik. Zustandsdaten für Wartung und Energie brauchen keinen Eingriff in das Prozessleitsystem. Nach dem Prinzip der NAMUR Open Architecture laufen sie über einen eigenen Kanal zur Plattform, während Steuerung und Sicherheitsfunktionen unverändert bleiben. Das gilt auch für entlegene Anlagen: An Öl- und Gasbohrungen erfasst WIKA den Ringraumdruck per Funk und reduziert die Begehungen um mehr als 75 %. Mehr zu LoRaWAN-Lösungen.

Ex-Schutz, Feldebene und OT-Sicherheit

Wo explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, dürfen nur dafür zugelassene Geräte arbeiten. Viele Funksensoren für Vibration, Temperatur und Druck gibt es deshalb in ATEX-zertifizierten Ausführungen, die Sensoren im Dampfnetz-Beispiel halten Oberflächentemperaturen bis 500 °C aus. Für die Feldebene bringt Ethernet-APL Ethernet bis in den Ex-Bereich, mit Strom und Daten auf zwei Adern und bis zu 1000 Metern Leitungslänge: Ethernet-APL in der Prozessindustrie.

Je mehr vernetzt ist, desto wichtiger wird die Sicherheit der Betriebstechnik. Ein Chemiekonzern hat seine OT-Netze erst passiv analysieren lassen und überwacht die Kommunikation der Leittechnik seitdem auf Angriffe und Fehlerzustände: Sicherheitsmonitoring in der Chemieproduktion.

So startest du ein IIoT-Projekt in einer Bestandsanlage

Beginne mit einem Asset, dessen Ausfall oder Verlust du beziffern kannst, etwa einer kritischen Pumpe, einem Dampfnetzabschnitt oder einem Tanklager. Kläre früh, ob Geräte in einer Ex-Zone sitzen, wie die Daten den Standort verlassen dürfen und wer im Betrieb auf einen Alarm reagiert. Ein Pilot mit wenigen nachgerüsteten Sensoren zeigt in einigen Wochen, ob die Daten tragen. Danach wird die Lösung auf weitere Anlagen übertragen, meist über dasselbe Funknetz und dieselbe Plattform.

IIoT-Anbieter mit Referenzen in der Chemie finden

Alle Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen den Umsetzungspartner, die eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, darunter CURRENTA im CHEMPARK, Air Liquide, Aurubis und Epple Druckfarben. So siehst du, wer ein vergleichbares Projekt in einer Chemieanlage bereits umgesetzt hat. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu passenden Anbietern her.

Häufige Fragen: IoT in der Chemieindustrie umsetzen

Wie starte ich mit Chemie 4.0 in bestehenden Anlagen?

Mit einer Stelle, an der heute Geld verloren geht, nicht mit einer Plattformentscheidung. Typisch sind Pumpen mit häufigen Ausfällen, undichte Dampffallen oder Tanks, die jemand regelmäßig abliest. Dort rüstest du Funksensoren nach, belegst den Nutzen in einem Pilot über wenige Monate und rollst erst dann auf weitere Anlagen aus. Kläre früh, in welches System die Daten fließen und wer Sensoren und Gateways betreibt.

Welche IoT-Anwendungen lohnen sich in der Chemieindustrie zuerst?

Am schnellsten rechnen sich Anwendungen, bei denen ein Ausfall oder Verlust direkt Geld kostet: Zustandsüberwachung von Pumpen und rotierenden Maschinen, Überwachung von Dampffallen und Dampfnetzen, Leckageerkennung sowie Füllstandsmessung in Tanks. Die Sensoren lassen sich nachrüsten, und der Nutzen ist nach wenigen Monaten messbar. Ein Chemieparkbetreiber hat mit Funksensoren und einem digitalen Zwilling seines Dampfnetzes die Einspeisetemperatur um bis zu 20 °C gesenkt und spart damit Millionen.

Wie vernetzt man Bestandsanlagen im Chemiepark, ohne ins Prozessleitsystem einzugreifen?

Mit nachgerüsteten Funksensoren und einem eigenen Datenkanal. Batteriebetriebene Sensoren werden außen an Pumpen, Leitungen oder Tanks befestigt und senden per LoRaWAN an wenige Gateways, die ein ganzes Areal abdecken. Nach dem Prinzip der NAMUR Open Architecture gehen die Daten an eine Plattform für Wartung und Energie, Steuerung und Sicherheitsfunktionen bleiben unverändert.

Welche IoT-Sensoren darf ich in Ex-Zonen einsetzen?

Alle, die für die jeweilige Zone zugelassen sind. Viele Funksensoren für Vibration, Temperatur und Druck gibt es in ATEX-zertifizierten Ausführungen, auch batteriebetrieben und ohne Verkabelung. Für kabelgebundene Feldgeräte bringt Ethernet-APL Ethernet bis in den Ex-Bereich. Welche Zone gilt, legt das Explosionsschutzdokument deines Standorts fest, danach richtest du die Geräteauswahl aus.

Wie rüste ich Pumpen in Chemieanlagen für Predictive Maintenance nach?

Mit Funksensoren, die außen am Pumpengehäuse Vibration und Temperatur messen, meist im laufenden Betrieb montiert und ohne Eingriff in die Pumpe. Eine Frequenzanalyse erkennt Schadensmuster wie Unwucht oder Lagerspiel lange vor dem Ausfall, die Instandhaltung plant den Eingriff, statt nach festem Intervall zu tauschen. Ein Chemieparkbetreiber hat so die Stillstände um 70 % gesenkt und die Lebensdauer der überwachten Pumpen um 30 % verlängert.

Wie überwache ich Dampffallen und Kondensatableiter automatisch?

Mit einem Funksensor am Gehäuse, der Ultraschall und Temperatur erfasst. Die Plattform erkennt daraus, ob die Falle Dampf durchlässt oder Kondensat staut, meldet das sofort und rechnet den Verlust in Kilogramm pro Stunde und Euro um. Die Montage braucht keinen Anlagenstillstand. Ohne Sensor fällt ein Defekt oft erst bei der nächsten Prüfung auf, bei jährlichen Rundgängen also nach bis zu elf Monaten Dampfverlust.

Wie richte ich eine Fernüberwachung für Chemietanks ein?

Du rüstest jeden Tank mit einer Telemetrie-Einheit aus, die den Füllstand per Radar oder Druck misst und per Mobilfunk oder LoRaWAN an eine Plattform sendet. Dort siehst du alle Tanks auf einen Blick, bekommst Alarme bei Grenzwerten und planst Nachlieferungen und Touren automatisch. Bei verteilten Tanks, etwa beim Kunden, senkt das die Lieferkosten spürbar, in einem Lösungsbeispiel um bis zu 30 % pro Liter.

Wie erfasse ich Chargendaten in der Chemieproduktion ohne manuelle Dokumentation?

Indem Waagen und Sensoren ihre Werte direkt ins ERP schreiben, statt dass jemand Mengen auf Papier notiert. Jede Einwaage wird automatisch der richtigen Charge zugeordnet, Abweichungen von der Rezeptur fallen sofort auf. Ein Hersteller von Druckfarben hat so eine durchgängige Rückverfolgbarkeit erreicht, ohne Dokumentation von Hand. Bei einer Reklamation findest du schnell, welche Rohstoffchargen in welchem Produkt stecken.

Wie finde ich einen IIoT-Anbieter mit Referenzen in der Chemieindustrie?

Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, vom Chemiepark über Industriegase bis zur Kupferproduktion. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die ein vergleichbares Projekt in einer Chemieanlage bereits umgesetzt haben.

IoT in der Chemie- und Rohstoffindustrie umsetzen – wir helfen dir dabei

Du planst ein IoT-Projekt in der Chemie- oder Rohstoffindustrie oder willst als Lösungsanbieter in diesem Bereich sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.

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