Chemie + Rohstoffe
In der Chemieindustrie überwacht IoT vor allem Pumpen, Dampfnetze, Tanks und Reaktoren. Nachgerüstete Funksensoren melden Vibration, Temperatur und Füllstand, ohne Eingriff ins Prozessleitsystem. Im CHEMPARK senkte CURRENTA so die Stillstände der Flusswasserpumpen um 70 % und verlängerte ihre Lebensdauer um 30 %.
IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Chemie + Rohstoffe
53 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.





Bohrlochintegrität per LoRaWAN lückenlos belegen statt vor Ort prüfen
WIKA erfasst Ringraum- und Steigrohrdruck an Öl- und Gasbohrungen per LoRaWAN®, ohne ein Kabel zu verlegen. Auffälligkeiten meldet der Funksensor in Minuten, die Begehungen sinken um über 75 Prozent.






Dampfnetz-Monitoring mit LoRaWAN®: Verluste erkennen und Erzeugung optimieren
Conneqtive überwacht an einem Chemiestandort Netztemperaturen und Dampffallen per LoRaWAN®. So fallen Leckagen früh auf und das Kraftwerk fährt ohne unnötigen Puffer.






Digitaler Zwilling für Dampfnetze: Brenner automatisiert optimieren





Reinraum-Intralogistik in der Batterieproduktion mit FTF automatisieren





Vibrationsanalyse mit LoRaWAN senkt Ausfälle bei Wasserpumpen





Digitale Chargenverfolgung in der Druckfarbenproduktion sicherstellen – mit ERP-Integration







Pumpenmonitoring für Predictive Maintenance und weniger Stillstand




Energieeffizienz im Kunststoffspritzguss – 11 % weniger Energieverbrauch pro Bauteil






IoT-gestützte Wärmekammer für optimierte Chemieproduktion und -verarbeitung







Druckluftkompressoren mit Remote Monitoring effizient betreiben




Sicherheitsmonitoring & Risikobewertung in der Chemieproduktion








PET-Blasformmaschine wird IoT-fähig – Retrofit ohne Maschinenumbau
- Energie sparen mit IoT-Druckluftüberwachung in der Produktion
- Wartung bei 1000 °C – Zustandsdaten nutzen statt Anlagen stoppen
- Unzugängliche Maschinendaten sichtbar machen – Ausschuss reduzieren, Qualität steigern
- Fragmentierte Daten stoppen Innovation – Buy-and-Build-Strategie für nachhaltiges Asset Management
- Nahtlos integriert bis in die Feldebene – auch in explosionsgefährdete Bereiche: Ethernet-APL vernetzt die Prozessindustrie
- Industrie-Datenfunk verbindet dezentrale Anlagen über Mobilfunk
- Ersatzteilmanagement mit MyUNTHA: 3D-gestützt identifizieren und einfach bestellen
- Digitaler Wartungsmanager MyUNTHA optimiert Zerkleinerungsmaschinen mit smarter Sensorik
- Mit Echtzeit-Anwendungen Liefertreue steigern.
- Rückverfolgbarkeit optimieren: Praktische Ansätze für eine datengestützte Fertigung
- Rotierende Maschinen vorausschauend warten
- Greiner Packaging standardisiert Konnektivität, um Qualität und GAE zu verbessern
- Fernüberwachung von Öl-, Gas- und Chemietanks
- Echtzeit-Datentransparenz in der chemischen Produktion: Der Weg zu modernen Fertigungsstrategien
- Effizienzplus durch Prozessvisualisierung und -überwachung in der Chemieproduktion
- M2M-Kommunikation mit reibungslosem Datenaustausch
- Produktions- und OEE-Management in der Extrusion mit Echtzeitinfos und Analyse-App
- Datenbasierte Produktionsoptimierung in der Spritzgießfertigung
- Wie datenbasierte Prozessoptimierung die Produktionsplanung von Dichtungen verbessert
- AQUACHEM Filterpressen ermöglichen vollautomatischen 24/7 Betrieb
- Kompatibilität und Mobilfähigkeit für ein hybrides Team
- Roboter für Bauchemikalien im Fertigbau
- Strategien für datengetriebene digitale Transformation in der Produktion
- Wettbewerbsvorteile in der chemischen Industrie mit IIoT sichern
- Zementindustrie: Ausfälle proaktiv verhindern
- Kombinierte Expertise zur Betriebsoptimierung bei Pumpenbetreibern
- Smart-Factory-Lösung schafft Effizienz und Qualitätssteigerung im Produktionsprozess
- Revolutionäre Produktivitätssteigerung durch Betriebspunktoptimierung
- Michelin ermöglicht skalierbare Echtzeit-Bestandsverwaltung mit Confluent
- Maximale Verfügbarkeit der Antriebssysteme in der Zementherstellung
- Überwachung kritischer Anlagenparameter in der Kupferproduktion
- Der einfache Weg zur vernetzten Produktion: Die Smart Factory als Baukastensystem
- Dashboard-Livedaten in der Fertigung: Roboter optimal ausgelastet
- Höhere Bierqualität durch Brauprozess mit Ultraschallsensoren, KI- und Cloud-Lösung
- Mit einer SIM-Karte für Anlagen zu neuen Umsätzen und Geschäftsmodellen
- Digitalstrategie zur nachhaltigsten Lebensmittelverpackung der Welt
- Produktion im Sägewerk optimieren und Stillstand senken
- Optimaler Wartungszeitpunkt von Förderbändern dank IoT-Sensoren
- Wie IoT-Messtechnik die Instandhaltung von Bahnkomponenten verbessert
- Mit Pay-per-Part auf dem Wachstumspfad
- Tracking von Transportwagen in der Produktion
Podcastfolgen aus der Branche Chemie + Rohstoffe
17 Folgen des IoT Use Case Podcasts zu dieser Branche, die neuesten zuerst.
23 Folgen zusammengefasst: Was wirklich funktioniert hat und was nicht
Make or Buy im IIoT: Use Cases skalieren mit einer LoRaWAN-Plattform
180 km Dampfnetz kabellos überwachen: Condition Monitoring mit LoRaWAN
Energieeffizienz mit IO-Link und KI – Praxis von achtBytes
Epple Druckfarben & Innomat: Digitale Chargenverfolgung mit Kalisto IoT
Dark Data beleuchten, Retrofit meistern: Anlageneffizienz und Sicherheit steigern
IoT Use Cases in der Branche Chemie + Rohstoffe
38 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
Digitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.
Umsetzungen ansehenMit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.
Umsetzungen ansehenIoT-gestützte Analysen untersuchen die Zusammenhänge zwischen Maschineneinstellungen und Produktqualität. Diese Daten helfen, fehlerhafte Prozesse zu identifizieren und gezielte Anpassungen vorzunehmen, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu sichern.
Umsetzungen ansehenProduktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.
Umsetzungen ansehenProduktionsschritte und Qualitätskontrollen werden direkt digital dokumentiert, ohne Umweg über Papierprotokolle. Dies verbessert die Genauigkeit und spart Zeit bei der Analyse und Nachverfolgung.
Umsetzungen ansehenTransparenz über Produktionsleistung und Laufzeiten. Durch die Erfassung von Zählimpulsen, Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz direkt an der Maschine werden Produktionsprozesse kontinuierlich messbar. Die gewonnenen Daten bilden eine belastbare Grundlage zur Analyse von Laufzeiten, Stillständen und Leistungsabweichungen einzelner Anlagen oder Produktionslinien.
Umsetzungen ansehen- Bestandsmanagement und Nachbestellungen
- Digitale Rückverfolgung von Produkten und Prozessen
- Lagerbestandsverwaltung
- Vibrations- und Schwingungsüberwachung
- Digitalisiertes Auftragsmanagement
- Leckage-Erkennung
- Lieferkette optimieren (Charge- oder Batch-Traceability)
- Audits und Reportings
- Ausschussreduktion
- Fernauslesung
- Wissenssicherung
- Effiziente Materialversorgung
- Lückenlose Kontrolle in der Produktion
- Routenoptimierung und Tourenplanung
- Abfallmanagement
- Akustiküberwachung
- Audit-Reporting in Traceability
- Behältermanagement – Logistik IoT
- Effektives Risikomanagement
- Emissionsmanagement
- Emissionsüberwachung (Gas / Fluide)
- Erfassung, Visualisierung und Auswertung von Energieverbrauchen pro Einheit
- Filterüberwachung
- Füllstands- und Distanzmessung
- Gefahrenquellen erkennen
- IoT-gestütztes Energiemanagementsystem
- Objektlokalisierung im industriellen IoT
- Objektverfolgung entlang der Liefer- und Fertigungskette
- Präzise Bestandsüberwachung in Echtzeit
- Product Carbon Footprint in Nachhaltigkeit (ESG)
- Schadensprävention in Echtzeit
- Schicht- oder Standortvergleich
In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Chemie + Rohstoffe eingesetzt wird
Zahl der Lösungsbeispiele je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Beispielen.
Welche Assets in der Branche Chemie + Rohstoffe vernetzt werden
57 Assets aus den Lösungsbeispielen in dieser Branche, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
- Pumpe, 5 Lösungsbeispiele
- Extruder, 3 Lösungsbeispiele
- Industrieofen, 3 Lösungsbeispiele
- Rohstoffcharge, 3 Lösungsbeispiele
- Spritzgießmaschine, 3 Lösungsbeispiele
- Dampf, 2 Lösungsbeispiele
- Dosieranlage, 2 Lösungsbeispiele
- Druckluft, 2 Lösungsbeispiele
- Elektromotor, 2 Lösungsbeispiele
- Lagertank, 2 Lösungsbeispiele
- Zerkleinerungsmaschine, 2 Lösungsbeispiele
- Antriebskette, 1 Lösungsbeispiel
- Bauchemikalien, 1 Lösungsbeispiel
- Bier, 1 Lösungsbeispiel
- Blasfolienanlage, 1 Lösungsbeispiel
- Blasformmaschine, 1 Lösungsbeispiel
- Bohrgerät, 1 Lösungsbeispiel
- Bohrloch, 1 Lösungsbeispiel
- Brecher
- Brenner
- Dampfkessel
- Drahtziehmaschine
- Drehgestell
- Fahrerloses Transportfahrzeug (FTF/AGV)
- Feder
- Fertigungslinie
- Filteranlage
- Folienware
- Gasflasche
- Gefertigtes Bauteil
- Gleisanlage
- Holz
- Industrieroboter
- Kälteanlage
- Kettenförderer
- Kompressor
- Kondensatableiter
- Kraftwerk
- Kunststoffschmelze
- Laserschneidmaschine
- Mischanlage
- PET-Rohling und PET-Flasche
- Prozessbehälter
- Reaktor
- Rohr (Fertigungsprodukt)
- Sägemaschine
- Schienenfahrzeug
- Schmelzanlage
- Schmierstoff
- Schweißroboter
- Spritzgussteil
- Stanzmaschine
- Tankstelle
- Transportwagen
- Trockner
- Verpackungsmaschine
- Wälzlager
Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in der Chemie- und Rohstoffindustrie voran
Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit
Chemieanlagen laufen unter extremen Bedingungen: Druck, Temperatur, aggressive Medien. Ein ungeplanter Ausfall kann nicht nur teuer sein, sondern sicherheitskritisch werden. Echtzeit-Monitoring und Predictive Maintenance minimieren Ausfallrisiken und halten Anlagen zuverlässig in Betrieb.
Compliance mit REACH, SEVESO und Arbeitssicherheitsvorschriften
Die Chemiebranche ist eine der am stärksten regulierten Industrien. Lückenlose Dokumentation von Prozessparametern, Emissionen und Stoffmengen ist Pflicht – und manuelle Erfassung ist fehleranfällig. IoT-basierte Systeme erzeugen revisionssichere Nachweise automatisch.
Emissionsüberwachung und Umwelt-Compliance
Schadstoffemissionen in Luft, Wasser und Boden unterliegen strengen Grenzwerten. Kontinuierliche Emissionsmessungen (CEMS), automatische Berichterstattung und Frühwarnsysteme sind regulatorisch gefordert und schützen gleichzeitig vor Haftungsrisiken.
Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen und Gefahrstoffen
Von der Rohstoffanlieferung bis zum Endprodukt müssen Chargen, Konzentrationen und Verarbeitungsschritte lückenlos nachvollziehbar sein. IoT-gestützte Track & Trace-Systeme ersetzen fehleranfällige manuelle Dokumentation und schaffen Transparenz über die gesamte Prozesskette.
Füllstandsüberwachung in Tanks und Silos
Falsche Füllstände in Chemietanks können zu Über- oder Unterläufen führen – mit gravierenden Folgen für Sicherheit und Produktion. Permanentes IoT-basiertes Füllstandsmonitoring verhindert kritische Zustände, automatisiert Bestellprozesse und optimiert die Lagerlogistik.
Energieeffizienz und CO₂-Fußabdruck in der Prozesschemie
Chemische Prozesse sind hochenergetisch. Reaktoren, Destillationskolonnen und Verdichter verbrauchen enorme Mengen Energie. Granulares Energiemonitoring macht Einsparpotenziale sichtbar, reduziert Betriebskosten und liefert die Datenbasis für CO₂-Bilanzierung und ESG-Reporting.
Pumpen, Dampfnetze, Lagertanks und Reaktoren laufen in der Chemie- und Rohstoffindustrie rund um die Uhr, oft in Ex-Bereichen und in Anlagen, die Jahrzehnte alt sind. Ausfälle sind teuer und können gefährlich werden, gleichzeitig wachsen die Nachweispflichten. IoT-Sensoren lassen sich nachrüsten, ohne in das Prozessleitsystem einzugreifen: Sie melden Zustand, Füllstand und Energieverbrauch per Funk und machen Wartung planbar. Hier findest du Lösungsbeispiele, die in Chemieanlagen und Chemieparks bereits laufen.
Chemie 4.0: Was IoT in Chemieanlagen heute schon leistet
Mit Chemie 4.0 ist die Digitalisierung der chemischen Industrie gemeint: Anlagen, Maschinen und Lager liefern ihre Zustandsdaten selbst, statt dass jemand sie bei Rundgängen abliest. In der Praxis beginnt das selten mit der großen Plattform, sondern mit einem konkreten Problem: einer Pumpe, die immer wieder ausfällt, einem Dampfnetz, das mit zu viel Puffer gefahren wird, oder einem Tanklager, dessen Füllstände niemand in Echtzeit kennt.
Die Chemie- und Rohstoffindustrie stellt dabei besondere Anforderungen. Prozesse laufen rund um die Uhr, oft in explosionsgefährdeten Bereichen, und viele Anlagen sind Jahrzehnte alt. IoT-Lösungen müssen deshalb nachrüstbar sein, ATEX-zertifizierte Geräte bieten und dürfen die Leittechnik nicht gefährden. Die folgenden Anwendungen haben Betreiber in Chemieanlagen und Chemieparks bereits umgesetzt.
Typische IoT-Anwendungen in der Chemie- und Rohstoffindustrie
Predictive Maintenance für Pumpen und rotierende Maschinen
Pumpen, Motoren, Verdichter und Rührwerke sind die häufigsten Ausfallursachen in Chemieanlagen. Batteriebetriebene Vibrations- und Temperatursensoren werden außen am Gehäuse befestigt und senden ihre Messwerte per LoRaWAN®. Die Auswertung erkennt Unwuchten oder Lagerschäden, bevor die Maschine stillsteht. Im CHEMPARK hat CURRENTA so die Flusswasserpumpen im Werk Krefeld-Uerdingen überwacht: 70 % weniger Stillstand und 30 % längere Lebensdauer. Mehr zum Use Case Vibrations- und Schwingungsüberwachung.
Dampfnetze und Dampffallen überwachen
Dampf ist an vielen Chemiestandorten der wichtigste Energieträger. Weil Messpunkte im Netz fehlen, fahren Kraftwerke meist mit einem thermischen Sicherheitspuffer. Dampffallen werden oft nur einmal im Jahr geprüft, eine defekte Falle kann so bis zu elf Monate unbemerkt Dampf verlieren. Beim Dampfnetz-Monitoring mit LoRaWAN® melden Funksensoren Netztemperaturen und den Zustand der Dampffallen laufend. Mit einem digitalen Zwilling des Dampfnetzes senkt CURRENTA die Einspeisetemperatur um bis zu 20 °C bei gleicher Dampfgüte.
Leckageerkennung bei Dampf, Druckluft und Medien
Leckagen kosten Energie und können sicherheitskritisch werden. Sensoren an Leitungen, Dampffallen und Druckluftnetzen erkennen Druckabfall, Temperaturänderungen oder Ultraschallsignale und schlagen Alarm, bevor ein Rundgang die Stelle findet. Ein Beispiel ist die IoT-Druckluftüberwachung, weitere Umsetzungen zeigt der Use Case Leckage-Erkennung.
Tanküberwachung und Füllstandsmessung
Chemikalien, Rohstoffe und Zwischenprodukte lagern in Tanks, Silos und IBC-Containern, oft verteilt über große Flächen oder beim Kunden. Telemetrie-Einheiten messen den Füllstand und senden ihn per Mobilfunk oder Funk an eine Plattform. So werden Bestellungen und Touren automatisch geplant und Überfüllungen verhindert. Bei der Fernüberwachung von Öl-, Gas- und Chemietanks sinken die Lieferkosten um bis zu 30 % pro Liter. Mehr zur Füllstands- und Distanzmessung.
Prozessüberwachung an Reaktoren, Öfen und Anlagen
Bei Reaktoren und Öfen entscheidet der Zustand der Ausmauerung über die Laufzeit. Air Liquide überwacht in Stade einen neuen Reaktor, der bei rund 30 bar und über 1000 °C arbeitet, mit Thermalkamera und IoT-Gateway und bindet die Daten ins Prozessleitsystem ein: Wartung nach Zustand statt Anlagenstopp. Bei Daubert Chemical hat eine Prozessvisualisierung in der Chemieproduktion die Zahl der ungelösten Probleme um 75 % gesenkt.
Chargenverfolgung und Rückverfolgbarkeit
Für Rezeptur- und Chargenfertigung muss nachvollziehbar sein, welche Rohstoffcharge in welchem Produkt steckt. Werden Dosieranlagen und manuelle Waagen an ein zentrales System angebunden, entstehen die Chargendaten automatisch und landen direkt im ERP. So hat es die Epple Druckfarben AG umgesetzt: digitale Chargenverfolgung mit ERP-Integration. Mehr zur Charge- und Batch-Traceability.
Energiemonitoring und CO₂-Reduktion
Chemische Prozesse und die Kunststoffverarbeitung brauchen viel Energie. Zähler und Sensoren je Anlage zeigen, wo sie verbraucht wird, und liefern die Daten für Energiemanagement und CO₂-Bilanz. In der Kunststoffverarbeitung sank der Energieverbrauch pro Spritzgussteil um 11 %. Bei Air Liquide in Stade steigt die Energieeffizienz der modernisierten Anlage um etwa 15 %, die CO₂-Emissionen sinken um rund 15.000 Tonnen im Jahr. Mehr zum IoT-gestützten Energiemanagementsystem und zur Emissionsüberwachung von Gasen und Fluiden.
IoT im Chemiepark: Bestandsanlagen nachrüsten statt neu bauen
In Chemieparks und großen Industriearealen verteilen sich Pumpen, Leitungen, Tanks und Versorgungsanlagen über viele Hektar. Neue Kabel zu jedem Messpunkt zu ziehen, lohnt sich dort selten. Deshalb setzen Betreiber im Brownfield auf batteriebetriebene Funksensoren: Ein standortweites LoRaWAN®-Netz mit wenigen Gateways deckt ein ganzes Areal ab, die Sensoren laufen jahrelang ohne Batteriewechsel.
Der zweite Punkt ist die Leittechnik. Zustandsdaten für Wartung und Energie brauchen keinen Eingriff in das Prozessleitsystem. Nach dem Prinzip der NAMUR Open Architecture laufen sie über einen eigenen Kanal zur Plattform, während Steuerung und Sicherheitsfunktionen unverändert bleiben. Das gilt auch für entlegene Anlagen: An Öl- und Gasbohrungen erfasst WIKA den Ringraumdruck per Funk und reduziert die Begehungen um mehr als 75 %. Mehr zu LoRaWAN-Lösungen.
Ex-Schutz, Feldebene und OT-Sicherheit
Wo explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann, dürfen nur dafür zugelassene Geräte arbeiten. Viele Funksensoren für Vibration, Temperatur und Druck gibt es deshalb in ATEX-zertifizierten Ausführungen, die Sensoren im Dampfnetz-Beispiel halten Oberflächentemperaturen bis 500 °C aus. Für die Feldebene bringt Ethernet-APL Ethernet bis in den Ex-Bereich, mit Strom und Daten auf zwei Adern und bis zu 1000 Metern Leitungslänge: Ethernet-APL in der Prozessindustrie.
Je mehr vernetzt ist, desto wichtiger wird die Sicherheit der Betriebstechnik. Ein Chemiekonzern hat seine OT-Netze erst passiv analysieren lassen und überwacht die Kommunikation der Leittechnik seitdem auf Angriffe und Fehlerzustände: Sicherheitsmonitoring in der Chemieproduktion.
So startest du ein IIoT-Projekt in einer Bestandsanlage
Beginne mit einem Asset, dessen Ausfall oder Verlust du beziffern kannst, etwa einer kritischen Pumpe, einem Dampfnetzabschnitt oder einem Tanklager. Kläre früh, ob Geräte in einer Ex-Zone sitzen, wie die Daten den Standort verlassen dürfen und wer im Betrieb auf einen Alarm reagiert. Ein Pilot mit wenigen nachgerüsteten Sensoren zeigt in einigen Wochen, ob die Daten tragen. Danach wird die Lösung auf weitere Anlagen übertragen, meist über dasselbe Funknetz und dieselbe Plattform.
IIoT-Anbieter mit Referenzen in der Chemie finden
Alle Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen den Umsetzungspartner, die eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, darunter CURRENTA im CHEMPARK, Air Liquide, Aurubis und Epple Druckfarben. So siehst du, wer ein vergleichbares Projekt in einer Chemieanlage bereits umgesetzt hat. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu passenden Anbietern her.
Häufige Fragen: IoT in der Chemieindustrie umsetzen
Wie starte ich mit Chemie 4.0 in bestehenden Anlagen?
Mit einer Stelle, an der heute Geld verloren geht, nicht mit einer Plattformentscheidung. Typisch sind Pumpen mit häufigen Ausfällen, undichte Dampffallen oder Tanks, die jemand regelmäßig abliest. Dort rüstest du Funksensoren nach, belegst den Nutzen in einem Pilot über wenige Monate und rollst erst dann auf weitere Anlagen aus. Kläre früh, in welches System die Daten fließen und wer Sensoren und Gateways betreibt.
Welche IoT-Anwendungen lohnen sich in der Chemieindustrie zuerst?
Am schnellsten rechnen sich Anwendungen, bei denen ein Ausfall oder Verlust direkt Geld kostet: Zustandsüberwachung von Pumpen und rotierenden Maschinen, Überwachung von Dampffallen und Dampfnetzen, Leckageerkennung sowie Füllstandsmessung in Tanks. Die Sensoren lassen sich nachrüsten, und der Nutzen ist nach wenigen Monaten messbar. Ein Chemieparkbetreiber hat mit Funksensoren und einem digitalen Zwilling seines Dampfnetzes die Einspeisetemperatur um bis zu 20 °C gesenkt und spart damit Millionen.
Wie vernetzt man Bestandsanlagen im Chemiepark, ohne ins Prozessleitsystem einzugreifen?
Mit nachgerüsteten Funksensoren und einem eigenen Datenkanal. Batteriebetriebene Sensoren werden außen an Pumpen, Leitungen oder Tanks befestigt und senden per LoRaWAN an wenige Gateways, die ein ganzes Areal abdecken. Nach dem Prinzip der NAMUR Open Architecture gehen die Daten an eine Plattform für Wartung und Energie, Steuerung und Sicherheitsfunktionen bleiben unverändert.
Welche IoT-Sensoren darf ich in Ex-Zonen einsetzen?
Alle, die für die jeweilige Zone zugelassen sind. Viele Funksensoren für Vibration, Temperatur und Druck gibt es in ATEX-zertifizierten Ausführungen, auch batteriebetrieben und ohne Verkabelung. Für kabelgebundene Feldgeräte bringt Ethernet-APL Ethernet bis in den Ex-Bereich. Welche Zone gilt, legt das Explosionsschutzdokument deines Standorts fest, danach richtest du die Geräteauswahl aus.
Wie rüste ich Pumpen in Chemieanlagen für Predictive Maintenance nach?
Mit Funksensoren, die außen am Pumpengehäuse Vibration und Temperatur messen, meist im laufenden Betrieb montiert und ohne Eingriff in die Pumpe. Eine Frequenzanalyse erkennt Schadensmuster wie Unwucht oder Lagerspiel lange vor dem Ausfall, die Instandhaltung plant den Eingriff, statt nach festem Intervall zu tauschen. Ein Chemieparkbetreiber hat so die Stillstände um 70 % gesenkt und die Lebensdauer der überwachten Pumpen um 30 % verlängert.
Wie überwache ich Dampffallen und Kondensatableiter automatisch?
Mit einem Funksensor am Gehäuse, der Ultraschall und Temperatur erfasst. Die Plattform erkennt daraus, ob die Falle Dampf durchlässt oder Kondensat staut, meldet das sofort und rechnet den Verlust in Kilogramm pro Stunde und Euro um. Die Montage braucht keinen Anlagenstillstand. Ohne Sensor fällt ein Defekt oft erst bei der nächsten Prüfung auf, bei jährlichen Rundgängen also nach bis zu elf Monaten Dampfverlust.
Wie richte ich eine Fernüberwachung für Chemietanks ein?
Du rüstest jeden Tank mit einer Telemetrie-Einheit aus, die den Füllstand per Radar oder Druck misst und per Mobilfunk oder LoRaWAN an eine Plattform sendet. Dort siehst du alle Tanks auf einen Blick, bekommst Alarme bei Grenzwerten und planst Nachlieferungen und Touren automatisch. Bei verteilten Tanks, etwa beim Kunden, senkt das die Lieferkosten spürbar, in einem Lösungsbeispiel um bis zu 30 % pro Liter.
Wie erfasse ich Chargendaten in der Chemieproduktion ohne manuelle Dokumentation?
Indem Waagen und Sensoren ihre Werte direkt ins ERP schreiben, statt dass jemand Mengen auf Papier notiert. Jede Einwaage wird automatisch der richtigen Charge zugeordnet, Abweichungen von der Rezeptur fallen sofort auf. Ein Hersteller von Druckfarben hat so eine durchgängige Rückverfolgbarkeit erreicht, ohne Dokumentation von Hand. Bei einer Reklamation findest du schnell, welche Rohstoffchargen in welchem Produkt stecken.
Wie finde ich einen IIoT-Anbieter mit Referenzen in der Chemieindustrie?
Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, vom Chemiepark über Industriegase bis zur Kupferproduktion. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die ein vergleichbares Projekt in einer Chemieanlage bereits umgesetzt haben.
IoT in der Chemie- und Rohstoffindustrie umsetzen – wir helfen dir dabei
Du planst ein IoT-Projekt in der Chemie- oder Rohstoffindustrie oder willst als Lösungsanbieter in diesem Bereich sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.
Jetzt Kontakt aufnehmen














































