Philipp Lausberger

Philipp Lausberger

IIoT Application Specialist

Lösungsbeispiele

Podcastfolgen

#217
#217

Netze nachrüsten in Stadtwerken: Zustand per Funk statt Kontrollfahrten

Viele Stadtwerke betreiben jahrzehntealte Bestandsnetze, deren Zustand bisher nur über manuelle Inspektionen erfasst wird: Zwei Mitarbeiter fahren zu einem Schacht, steigen bis zu sechs Meter tief hinab und lesen ein analoges Manometer ab. Das liefert nur eine Momentaufnahme – Leckagen, überflutete Schächte oder nachlassende Isolation an Stahlmantelrohren bleiben zwischen den Kontrollfahrten unentdeckt. Lausberger beschreibt die Strecke vom Sensor bis in die Leitwarte: batteriebetriebene Messtechnik mit Funkübertragung über LoRaWAN, mioty oder Mobilfunk wie NB-IoT und LTE-M, angebunden über standardisierte Schnittstellen wie REST-API, MQTT und OPC UA. Zentrale Abwägung ist die Skalierbarkeit: Selbstgebaute Insellösungen stoßen schnell an ihre Grenzen, weshalb er cloudbasierte Netzwerkserver und einen verlässlichen Partner einem eigenen Plattformbetrieb vorzieht. Wie die Daten den Netzbetrieb verbessern, zeigt er an einem Druckregelventil, das nach wochenlanger Suche als Ursache eines „springenden Netzes" identifiziert wurde, sowie an Langzeitdaten zu Druckspitzen für die Netzplanung. Bei Kosten unter 100 Euro pro Messstelle hält er den Ansatz auch für kleinere Kommunen für tragfähig. Das nimmst du mit Der Zustand vieler Fernwärme-, Wasser- und Gasnetze wird bislang nur per manueller Schachtkontrolle erfasst; IoT liefert kontinuierliche Daten statt Momentaufnahmen. Batteriebetriebene Funksensoren (LoRaWAN, mioty, NB-IoT, LTE-M) erreichen Laufzeiten von bis zu zehn Jahren und lassen sich ohne Strom- oder Kabelinstallation nachrüsten. Selbstgebaute Insellösungen skalieren schlecht; ein cloudbasierter Netzwerkserver und ein verlässlicher Partner sind laut Lausberger der tragfähigere Weg. Sechs Meter tiefe Schächte erfordern Alternativen wie absetzbare Antennen, weil das Funksignal sonst nicht an die Oberfläche gelangt.

08.07.2026
#143
#143

LoRaWAN® in der Praxis: Vibration Monitoring und Ventilüberwachung am Beispiel der Öl- und Gasindustrie

In dieser Podcast-Folge geht es um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von LPWAN-Technologien, insbesondere in der Öl- und Gasindustrie. Die Gäste erläutern, wie diese Technologien zur Effizienzsteigerung in der Prozessüberwachung, beispielsweise durch die Überwachung von Ventilstellungen und Vibrationen, beitragen. Durch die Digitalisierung und Fernüberwachung von Anlagen in anspruchsvollen Umgebungen, wie Wüstenregionen, können Unternehmen nicht nur erhebliche Kosten einsparen, sondern auch die Sicherheit erhöhen. LORIOT liefert hierbei die Kommunikationsinfrastruktur, während WIKA die passenden Sensoren bereitstellt, um eine ganzheitliche IoT-Lösung zu ermöglichen. Ein zentrales Thema der Diskussion sind die Herausforderungen bei der Integration verschiedener Sensoren, APIs und Kommunikationsprotokolle wie LoRaWAN und mioty. Zudem wird beleuchtet, wie diese Technologien skalierbar sind, um große industrielle Netzwerke effizient zu verwalten. Ein besonderer Anwendungsfall ist die Überwachung von Druckwerten bei Ölquellen, um die Integrität der Anlagen zu sichern und kostspielige Ausfälle zu vermeiden. Darüber hinaus wird erläutert, wie diese Technologien auf andere Industrien, wie Geothermie, Lebensmittel- und Pharmaindustrie, übertragen werden können. Abschließend geben die Gäste einen Ausblick auf bevorstehende Messen, wie die SPS in Nürnberg und die ADIPEC im Nahen Osten, auf denen Interessierte weitere Einblicke in ihre Arbeit gewinnen können.

02.10.2024
#126
#126

WIKA: Vom traditionellen Messgerätehersteller zum ganzheitlichen IIoT-Lösungsanbieter

WIKA, mit über 75 Jahren Erfahrung und 11.000 Beschäftigten, produziert jährlich über 50 Millionen Messpunkte, was ihre Expertise und das Kundenvertrauen in ihre Messtechnik unterstreicht. Philipp Lausberger betont, dass WIKAs Lösungen branchenübergreifend eingesetzt werden, von der Energietechnik bis hin zur Prozessindustrie. Ihre breite Kundenbasis umfasst kleine Betriebe bis hin zu globalen Konzernen. WIKA entwickelt individuelle Lösungen, die von Sensorinstallationen bis zur Datenübermittlung reichen, und bietet damit mehr als nur Hardware, sondern wertvolle, datengestützte Lösungen für diverse Anwendungsbereiche. Megatrends wie Dekarbonisierung, demografischer Wandel, und Digitalisierung sind Treiber WIKAs strategischer Ausrichtung. In dieser Folge werden Use Cases und Anwendungsbereiche, wie spezifische IoT-Lösungen, z. B. Tanktelemetrie und Energieoptimierung, vorgestellt. Ein Schwerpunkt dieser Folge ist die Überwachung gasisolierter Schaltanlagen. Philipp Lausberger spricht über einen Use Case, der Predictive Maintenance und Anlagensicherheit durch Überwachung von SF6-gefüllten Schaltanlagen betont. Darüber sprechen wir noch: Technologische Grundlagen und Herausforderungen: Technische Aspekte von IoT-Lösungen, einschließlich Sensorik, Konnektivität und Datenanalyse Integration und Kundenanforderungen: Anpassung der IIoT-Lösungen an spezifische Kundenbedürfnisse und Herausforderungen bei der Integration in bestehende Systeme Datenerfassung und -verarbeitung: Verschiedene Technologien und Methoden zur Datenerfassung und -übertragung sowie deren Integration in Analyse- und Vorhersagemodelle Am Ende der Folge gibt es einen Ausblick auf neue Lösungen und Technologien, die WIKA in der Zukunft plant. WIKA betont noch einmal den Mehrwert, den IIoT-Lösungen für Unternehmen bringen können, insbesondere in Bezug auf Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und Sicherheit.

03.04.2024
IoT Use Case

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