Agrarwirtschaft
IoT in der Landwirtschaft verbindet Sensoren auf Feld, Hof und Maschine per Funk mit einer Plattform, die Messwerte auswertet und Alarm schlägt. Das spart Wasser, Kontrollfahrten und Ausfälle in der Erntezeit und dokumentiert Nachweise automatisch. In der Praxis spart ein Gartenbaubetrieb so bis zu 60 % Wasser, ein Landkreis erfasst die Beregnung ohne Kontrollen vor Ort.
IoT-Anwendungsbeispiele aus der Branche Agrarwirtschaft
9 Lösungsbeispiele aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.





Fernwärmeleitung per Mobilfunk-Gateway überwachen und Versorgung sichern




Digitaler Produktpass per QR-Code: Compliance und Service verbinden




Fernzugriff auf Steuerungsanlagen: Von On-Premise-VPN zur Cloud-Plattform





Wasserbrunnen-Füllstand per IO-Link und Mobilfunk remote überwachen






Fernmonitoring in der Wasserwirtschaft: Landkreis digitalisiert die Bewässerung






Sichere digitale Identitäten für vernetzte Landmaschinen





Vogelschutz für Windenergieanlagen





Agrartechnik: 60 % Wassersparen mit Energieketten und Sensorik




Fischzucht mit Sonnenlicht und dem Internet der Dinge
Podcastfolgen aus der Branche Agrarwirtschaft
1 Folge des IoT Use Case Podcasts zu dieser Branche, die neuesten zuerst.
IoT Use Cases in der Branche Agrarwirtschaft
19 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.
Umsetzungen ansehenMit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung erkennen Sie Schäden, bevor sie eskalieren. Ob es sich um Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung handelt – eine kontinuierliche Überwachung ermöglicht es, Probleme frühzeitig zu identifizieren und gezielt Maßnahmen zu ergreifen. Das spart nicht nur Kosten, sondern schützt Ihre Anlagen und Infrastruktur langfristig.
Umsetzungen ansehenIm Bereich der Supply Chain oder bei hochwertigen Gütern ist der Schutz vor Fälschungen essenziell. Track-and-Trace-Technologien und blockchain-basierte Lösungen schaffen Transparenz und verhindern Manipulationen. Das stärkt das Vertrauen in die Produkte und die Marktposition.
Umsetzungen ansehenDigitale Temperaturüberwachung für extreme Bedingungen! In unserem Netzwerk setzen wir IoT-gestützte Temperaturmessungen für Dampfleitungen um – mit bspw. LoRaWAN- oder mioty® Sensoren, die Temperaturen erfassen und über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten.
Umsetzungen ansehenAutomatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen
Umsetzungen ansehenRückverfolgbarkeit mit IoT-Daten – für Qualität, Compliance und Effizienz. Andere Unternehmen aus unserem Netzwerk setzen auf digitale Rückverfolgungslösungen, um komplette Prozesshistorien abzubilden – vom Wareneingang bis zur Auslieferung. Dabei erfassen IoT-Sensoren automatisch Zeit, Ort, Zustand und ID von Objekten. Diese IoT-Traceability-Systeme helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Qualitätsprobleme schnell zu isolieren. → Praxisbewährte Lösungen von unseren Partnern zeigen: Die Kombination aus Rückverfolgbarkeit und Asset-Tracking steigert die Produktionssicherheit.
Umsetzungen ansehen- Digitales Typenschild und Produktpässe
- Fernauslesung im Condition Monitoring
- Fernauslesung im Energiemonitoring
- Flexibilitätsvermarktung am Energiemarkt
- Früherkennung von Schäden in Korrektiver Instandhaltung
- Füllstands- und Distanzmessung im Condition Monitoring
- IoT-gestütztes Energiemanagementsystem
- Leitungs- und Kettenüberwachung in Predictive Maintenance
- PV-Ertragssteuerung und Eigenverbrauchsoptimierung
- Ressourceneffizienz (Wassermanagement)
- Schadensprävention in Echtzeit
- Verbrauchsdaten-Erfassung und -Visualisierung
- Zug- / Schubkraftüberwachung im Condition Monitoring
Welche Assets in der Branche Agrarwirtschaft vernetzt werden
21 Assets aus den Lösungsbeispielen in dieser Branche, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
- Bewässerungswasser, 1 Lösungsbeispiel
- Bioreaktor, 1 Lösungsbeispiel
- Brauchwasser, 1 Lösungsbeispiel
- Brunnen, 1 Lösungsbeispiel
- Energiekette, 1 Lösungsbeispiel
- Entmistungsanlage, 1 Lösungsbeispiel
- Fernwärmenetz, 1 Lösungsbeispiel
- Fisch (Aquakultur), 1 Lösungsbeispiel
- Gießwagen, 1 Lösungsbeispiel
- Grundwasser, 1 Lösungsbeispiel
- Landmaschine, 1 Lösungsbeispiel
- Pflanzenschutzmittel und Saatgut, 1 Lösungsbeispiel
- Photovoltaikanlage, 1 Lösungsbeispiel
- Prozesswasser, 1 Lösungsbeispiel
- Pumpwerk, 1 Lösungsbeispiel
- Schlauchleitung, 1 Lösungsbeispiel
- Schutzschalter, 1 Lösungsbeispiel
- Stallanlage, 1 Lösungsbeispiel
Sechs Herausforderungen, bei denen IoT in der Landwirtschaft hilft
Wasser sparen bei der Bewässerung
Trockenphasen werden länger, Wasser wird teurer. Bodenfeuchtesensoren, Wasserzähler und zeitgesteuerte Beregnung sorgen dafür, dass nur gewässert wird, wo und wann die Pflanzen es brauchen.
Ausfälle in der Erntezeit vermeiden
Steht eine Maschine mitten in der Ernte still, lässt sich die verlorene Zeit nicht nachholen. Condition Monitoring erkennt Verschleiß an Landtechnik und Anlagen, bevor es zum Stillstand kommt.
Rückverfolgbarkeit und Dokumentationspflichten
Handel, Behörden und Förderprogramme verlangen Nachweise über Herkunft, Bewässerung und Pflanzenschutz. Automatisch erfasste Daten ersetzen Papierprotokolle, QR-Codes am Produkt machen die Echtheit prüfbar.
Nachhaltigkeit und ESG-Nachweise
Abnehmer, Banken und die EU fragen nach belastbaren Zahlen zu Wasser, Energie und CO₂. Sensordaten machen Verbräuche messbar und Berichte überprüfbar.
Cybersicherheit vernetzter Landmaschinen
Landmaschinen senden Telemetrie ins Backend und erhalten Updates aus der Ferne. Digitale Identitäten und verschlüsselte Verbindungen sorgen dafür, dass nur autorisierte Geräte miteinander kommunizieren.
Fachkräftemangel und entlegene Standorte
Immer weniger Menschen betreuen immer mehr Fläche. Statt täglicher Kontrollfahrten zu Brunnen, Pumpen und Zählern melden batteriebetriebene Sensoren per Mobilfunk, wenn etwas nicht stimmt.
IoT in der Landwirtschaft ersetzt Kontrollfahrten durch Messwerte: Sensoren erfassen Bodenfeuchte, Wasserstände, Temperaturen und Maschinenzustände, und per Funk kommen die Daten aufs Smartphone, ins Büro oder direkt in die Steuerung. Dieses datengestützte Arbeiten nennt man Smart Farming.
Hier findest du Praxisbeispiele aus der Agrarwirtschaft, umgesetzt von Anwendern und Anbietern aus dem IoT Use Case Netzwerk. Sie reichen vom Gießwagen, der bis zu 60 % Wasser spart, über die Fernwartung von Stalltechnik bis zu sicheren digitalen Identitäten für Landmaschinen von CLAAS. Jedes Beispiel zeigt, welche Technik im Einsatz ist und was sie gebracht hat. Keine Zukunftsvision, sondern umgesetzte Projekte.
Was ist Smart Farming?
Smart Farming ist datengestützte Landwirtschaft: Vernetzte Sensoren erfassen, was auf dem Feld, im Stall oder an der Maschine passiert, und eine Software macht daraus Alarme, Steuerbefehle und Grundlagen für Entscheidungen. Die technische Basis ist das Internet der Dinge (IoT). Oft ist gleichbedeutend von Landwirtschaft 4.0 oder digitaler Landwirtschaft die Rede.
Typische Einsatzfelder sind Bewässerung, Stall- und Landtechnik, die Wasser- und Energieversorgung eines Hofs sowie die Dokumentation. Precision Farming, auf Deutsch Präzisionslandwirtschaft, ist ein Teilbereich von Smart Farming: Dünger, Pflanzenschutz und Wasser werden teilflächengenau ausgebracht, meist GPS-gestützt und mit Satelliten- oder Drohnendaten. IoT in der Landwirtschaft reicht weiter und umfasst alles, was sich messen und aus der Ferne überwachen lässt.
Der große Vorteil der Digitalisierung der Landwirtschaft: Ihr Nutzen ist oft direkt messbar, in Kubikmetern Wasser, gesparten Kontrollfahrten oder Stunden, in denen eine Maschine nicht stillsteht. Die folgenden Beispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk zeigen das mit echten Zahlen.
Smart-Farming-Beispiele: Wo IoT in der Landwirtschaft heute eingesetzt wird
Bewässerung: bis zu 60 % weniger Wasser
Der Exaktgießwagen von Dercks Gartenbau bringt das Wasser punktgenau in die Mitte jedes Topfes und spart so bis zu 60 % Wasser. Pro Hektar und Saison sind das bis zu 4.000 Kubikmeter Wasser und 1.400 Kilogramm Nährsalz. Energieketten von igus führen die Versorgungsleitungen auf den langen Verfahrwegen, Sensoren überwachen dabei laufend die Kräfte auf den Leitungen.
Ein Landkreis in Deutschland hat die landwirtschaftliche Beregnung digitalisiert. Batteriebetriebene Datenlogger von PSsystec lesen die Wasserzähler in den Feldschächten per NB-IoT und LTE-M aus. Die Mengen werden mit den geplanten Zeitfenstern abgeglichen, etwa 20 bis 22 Uhr. Das verringert die Verdunstung, macht Kontrollen vor Ort überflüssig und dokumentiert jede Beregnung automatisch, auch für die Abwicklung von Fördermitteln.
Brunnen und Wärmeleitungen per Mobilfunk überwachen
Auf dem Kögelhof in Mochenwangen, einem Hof mit Biogasanlage, misst ein IO-Link-Füllstandsensor den Wasserstand des Brunnens, der wenige hundert Meter vom Hof entfernt liegt. Das Mobilfunk-Gateway io-key von ifm sendet die Werte in die IIoT-Plattform moneo, ganz ohne Kabel und Netzwerk vor Ort. Strom liefert ein kleines Solarmodul mit Akku. Fällt der Pegel unter den Grenzwert, kommt automatisch eine Meldung.
Derselbe Hof liefert Wärme aus der Biogasanlage über eine 1,5 Kilometer lange Leitung an die Schule im Ort. Temperatursensoren an Vor- und Rücklauf überwachen die Fernwärmeleitung, und ein Mobilfunk-Gateway meldet, wenn an der Schule zu wenig Wärme ankommt.
Fernwartung von Stall- und Landtechnik
Rudolf Hörmann baut Stall-, Hallen- und Steuerungssysteme für landwirtschaftliche Betriebe. Für den Fernzugriff auf die Steuerungsanlagen setzt das Unternehmen statt eigener VPN-Server heute auf die Cloud-Plattform von IXON. Ein neuer Router ist per USB-Stick in fünf Minuten eingerichtet statt in rund 30 Minuten. Viele Servicefälle lassen sich jetzt aus der Ferne lösen, etwa wenn eine Breitschieberanlage stehen bleibt, weil ein Motorschutzschalter ausgelöst hat. Früher hieß das oft: stundenlange Anfahrt.
Wo ein Ausfall teuer wird, lohnt sich zusätzlich Condition Monitoring: Sensoren erfassen Kräfte, Temperaturen oder Vibrationen und melden Verschleiß, bevor eine Anlage stillsteht. Beim Gießwagen von Dercks Gartenbau kann die Sensorik sogar einen Notstopp auslösen, wenn ein Grenzwert überschritten wird.
Rückverfolgbarkeit und digitaler Produktpass
Bayer CropScience kennzeichnet Pflanzenschutzmittel und Saatgut seit rund zehn Jahren mit Sicherheitsetiketten und QR-Codes von KURZ Digital. Ein Scan zeigt, ob ein Produkt echt ist. Inzwischen liegen mehr als eine Milliarde Codes im System. Dieselbe Technik ist die Grundlage für den digitalen Produktpass, den die EU ab 2027 schrittweise für viele Produktgruppen vorschreibt. Mehr dazu unter Traceability (Rückverfolgbarkeit).
Sichere digitale Identitäten für Landmaschinen
Moderne Landmaschinen senden Telemetrie-, GPS- und Erntedaten ins Backend und bekommen Software-Updates over the air. CLAAS hat dafür gemeinsam mit secunet eine Public-Key-Infrastruktur (PKI) für vernetzte Landmaschinen aufgebaut. Jede Maschine erhält schon in der Produktion ein eigenes Zertifikat, das mit ihrer Seriennummer verknüpft ist. So kommunizieren nur autorisierte Maschinen mit dem Backend und mit Plattformen wie CLAAS connect. Wie beide Unternehmen dabei vorgegangen sind, erzählen sie in der Podcast-Folge Digitale Landwirtschaft mit sicheren Identitäten.
Windenergie auf dem Acker: Vogelschutz bei der Feldarbeit
Stehen Windräder auf Agrarflächen, müssen sie unter bestimmten Bedingungen bei und nach Mahd, Ernte oder Bodenbearbeitung tagsüber abschalten. Die Arbeiten locken Vogelarten wie den Rotmilan an. Das System SELA von ATEG Automation erkennt die Feldarbeit mit Infrarotkameras im Umkreis von bis zu 250 Metern. Über ein IIoT-Gateway von Red Lion schaltet es die Anlage automatisch in den ungefährlichen Trudelbetrieb. Die fehleranfällige Abstimmung zwischen Landwirt und Anlagenbetreiber ist damit nicht mehr nötig.
Aquakultur: Fischzucht im Container
Das österreichische Start-up Blue Planet Ecosystems züchtet Fische in einem geschlossenen Ökosystem in Containergröße, betrieben mit Sonnenlicht. Sensoren messen Temperatur, Licht und Sauerstoffgehalt, Kameras mit künstlicher Intelligenz beobachten den Fischschwarm. Über MQTT und die Cloud-Plattform von Cloudflight wird die Anlage aus der Ferne überwacht, gesteuert und laufend optimiert.
Die Technik hinter Smart Farming: Sensoren, Funk und Plattform
Eine IoT-Lösung in der Landwirtschaft besteht meist aus drei Teilen. Die Sensorik misst, worauf es ankommt: Bodenfeuchte, Füllstand, Durchfluss, Temperatur, Kräfte oder Maschinenzustände. Industrielle Sensoren werden oft über IO-Link angebunden, Wasserzähler mit Impulsausgang über einfache Datenlogger.
Die Datenübertragung muss zum Standort passen. Auf dem Acker und im Schacht gibt es selten Strom oder WLAN. Viele Projekte setzen deshalb auf sparsamen Funk: NB-IoT und LTE-M nutzen das Mobilfunknetz, LoRaWAN überbrückt mit eigenen Gateways mehrere Kilometer. Batteriebetriebene Geräte kommen damit oft jahrelang ohne Batteriewechsel aus, der Datenlogger im Landkreis-Projekt bis zu fünf Jahre.
Die IoT-Plattform schließlich sammelt die Daten, zeigt sie in Dashboards, verschickt Alarme per SMS, E-Mail oder App und gibt sie über Schnittstellen wie eine REST-API an bestehende Systeme weiter. Datensicherheit gehört von Anfang an dazu: verschlüsselte Verbindungen, getrennte Netze und eindeutige Geräte-Identitäten wie im Beispiel von CLAAS.
Feld statt Fabrik: Was IoT in der Agrarwirtschaft besonders macht
Auf dem Feld gelten andere Bedingungen als in der Fabrikhalle: Staub, Nässe, Frost und Hitze, Funklöcher im ländlichen Raum und Messstellen ohne Stromanschluss. Gefragt sind deshalb robuste, wasserdichte Geräte, eine Versorgung über Batterie oder Solarmodul und Funktechnik, die mit wenig Energie auskommt. Lösungen, die Daten vor Ort vorverarbeiten, bleiben auch bei schwacher Verbindung arbeitsfähig.
Dazu kommt die Betriebsgröße. Viele landwirtschaftliche Betriebe haben keine eigene IT-Abteilung. Lösungen müssen sich ohne Programmierkenntnisse in Betrieb nehmen lassen, wenig Wartung brauchen und mit einem einzigen Messpunkt starten können. Dercks Gartenbau hat Energiekette und Überwachung selbst installiert. Für den Brunnen auf dem Kögelhof reichten ein Füllstandsensor, ein Mobilfunk-Gateway und ein kleines Solarmodul.
In fünf Schritten zum eigenen Smart-Farming-Projekt
1. Mit einem messbaren Problem beginnen. Wähle einen Anwendungsfall, dessen Nutzen du in Euro, Kubikmetern oder Stunden beziffern kannst: Wasserverbrauch, Kontrollfahrten, Ausfallzeiten oder Dokumentationsaufwand.
2. Bestehende Anlagen nachrüsten. Zähler mit Impulsausgang, vorhandene Steuerungen und Sensoren lassen sich meist per Retrofit anbinden, ohne die Anlage umzubauen.
3. Funktechnik nach Standort wählen. Mobilfunkabdeckung prüfen, Stromversorgung klären, dann zwischen NB-IoT, LTE-M, LoRaWAN oder 4G entscheiden.
4. Klein starten, dann ausrollen. Ein Pilot mit wenigen Messpunkten zeigt nach einer Saison, ob sich die Lösung lohnt. Bei Dercks Gartenbau hat sich die Rechnung schon nach der ersten Saison bestätigt.
5. Daten nutzbar machen. Alarme, Dashboards und Schnittstellen entscheiden, ob die Daten im Alltag ankommen und ob sie sich für Förderanträge und ESG-Berichte weiterverwenden lassen.
Häufige Fragen zu IoT in der Landwirtschaft
Welche Sensoren werden in der Landwirtschaft eingesetzt?
Typischerweise messen Sensoren in der Landwirtschaft Bodenfeuchte, Füllstände in Brunnen und Tanks, Durchfluss an Wasserzählern sowie Temperaturen, etwa an Heiz- und Fernwärmeleitungen. Dazu kommen Wetterstationen, Sensoren für Kräfte und Vibrationen an Maschinen und Kameras, die Tiere oder Feldarbeiten erkennen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Problem ab, das gelöst werden soll.
Was bedeutet die 2G-Abschaltung für landwirtschaftliche Betriebe?
Wer Fernwirk- oder Alarmtechnik mit 2G-Modem betreibt, muss bis 2028 umrüsten. Die Telekom schaltet ihr 2G-Netz zum 30. Juni 2028 ab, Vodafone und O2 folgen im zweiten Halbjahr 2028. Betroffen sind etwa Pumpen, Beregnungsanlagen oder Brunnen, die Umstellung sollte jetzt geplant werden. Naheliegende Nachfolger sind LTE-M und NB-IoT, denn beide sind stromsparend und für den Batteriebetrieb ausgelegt.
Welche Hürden gibt es bei Smart Farming?
Typisch sind Funklöcher auf dem Land, die Investition vor dem ersten Nutzen und Systeme verschiedener Hersteller, die nicht miteinander reden. Dazu kommt die Frage, wem die erhobenen Daten gehören. Ein Pilot an einem Standort, Nachrüstung statt Neukauf und offene Schnittstellen wie eine REST-API senken diese Hürden.
Lohnt sich IoT auch für kleinere Betriebe?
Ja, wenn das Projekt bei einem konkreten Problem ansetzt. Auf dem Kögelhof reichten für die Überwachung des Brunnens ein Sensor, ein Mobilfunk-Gateway und ein Solarmodul. Bei Dercks Gartenbau amortisiert sich die Investition allein durch die gewonnene Stellfläche nach vier Jahren. Im Landkreis-Projekt hat sich die Umrüstung durch den geringeren Wasserverbrauch schon nach kurzer Zeit bezahlt gemacht.
Wie sicher sind vernetzte Landmaschinen und Sensoren?
So sicher, wie sie geplant werden. Bewährt haben sich eindeutige digitale Identitäten für jede Maschine, verschlüsselte Übertragungswege und eine saubere Netztrennung. CLAAS sichert seine Maschinen mit Zertifikaten aus einer eigenen PKI ab. Hörmann hat mit dem Wechsel auf die IXON Cloud das Versenden sensibler Zertifikate abgeschafft und trennt die Netze automatisch.
Wie finde ich den passenden Anbieter für ein Smart-Farming-Projekt?
Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Jedes Lösungsbeispiel auf dieser Seite nennt Anwender, Umsetzungspartner und eingesetzte Technik. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die ein vergleichbares Projekt in der Agrarwirtschaft bereits umgesetzt haben.
Smart Farming umsetzen – mit Anbietern, die es schon gemacht haben
Du planst ein IoT-Projekt in der Landwirtschaft? Wir kennen die Anbieter, die Bewässerung, Fernüberwachung und vernetzte Landtechnik bereits umgesetzt haben, und bringen dich mit ihnen zusammen. Du bietest selbst Lösungen für die Agrarwirtschaft an? Dann zeig deine Projekte als Lösungsbeispiel und erreiche Anwender, die genau danach suchen.
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