Technik und Telekommunikation
In der Telekommunikation überwacht IoT vor allem Rechenzentren, Mobilfunkstandorte und Schaltschränke und liefert die Daten, um den PUE-Wert zu senken. Netzbetreiber stellen zugleich NB-IoT, LTE-M und 5G für andere Branchen bereit. NTT DATA erwartet mit WAGO 35 bis 40 % weniger Kühlenergie.
Verifizierte IoT-Projekte aus der Branche Technik und Telekommunikation
47 Projekte aus unserem Netzwerk, die neuesten zuerst.








Dezentrale Systeme sicher betreiben: mit Software-Containern und Edge-Plattform




Schaltschranküberwachung – Komponenten schützen und überwachen








Resiliente Notfallkommunikation für Südtirol mit mioty




Shopfloor-Visualisierung von SAP- und Non-SAP-Daten für transparente Logistik






5G: Sicherer Fernzugriff über öffentliche Netze




Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit bei einem Hersteller und Betreiber von Smart Grid Edge Devices




Echtzeitüberwachung im Wassermanagement – in Wochen statt Monaten skaliert




Autonomer Druckroboter automatisiert Layout-Markierungen – auf Baustellen, im Messebau und mehr




Skalierbares HSE (Health Safety Environment) – durch zentrales IoT-Monitoring statt personellem Mehraufwand





Mit KI & Automatisierung den Energieverbrauch im Rechenzentrum senken




Eigene Gerätedaten integrieren – standardisiert, skalierbar, anschlussfähig






IIoT Kubernetes Plattform – Echtzeit-Maschinendaten mit MQTT verwalten
- Bottleneck LED-Anzeigetafeln: Wie Echtzeit-Dashboards die Produktionssteuerung optimieren
- PKI im Einsatz bei der R. STAHL AG
- E-Paper-Displays: Smarte Lösungen für jede Umgebung
- IoT-System digitalisiert Standorte von analogen Werbeflächen
- Cloudbasierte Lichtsteuerung: Herausforderungen moderner Gebäudeautomation meistern
- Smart Supply Chain: Entwicklung der Losgröße-1-Fertigungslinie
- Effiziente IoT-Datenübertragung: MQTT und Containerlösungen für reibungslose IT/OT-Integration
- Wie Signify und EMQX die intelligente Beleuchtung neu definieren
- Cybersicherheit der Gebäudeautomation im Datacenter Leipzig
- Electrolux verwandelt vernetzte Daten in transformative Erkenntnisse
- Tefal senkt Energiekosten und Umweltauswirkungen mit der GENESIS64-Plattform
- Monitoring von Differenzströmen vereinfachen
- Kontinuierliche Produktionsoptimierung mit KIS.ME
- Aufbruch in neue Galaxien: Wie die DATEV eG Confluent nutzt, um Innovation zu beschleunigen
- inray und Portainer: Revolution des Deployments in Industrie 4.0 auf Edge-Geräten
- Mehr Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität mit Echtzeit-Daten in der Produktion
- Zuverlässige GPS-Ortung durch Connectivity-IoT-Plattform
- Bosch Power Tools streamt IoT-Daten mit Confluent Cloud
- Miele digitalisiert Waschmaschinenproduktion mit OPC UA
- Vernetzung von Maschinen über Modbus RTU
- Smarte Logistikprozesse mit IoT-Transportbehälter
- Retrofit geht auch easy: Datenanbindung ohne Eingriff in die Steuerung mit io-key & apollo
- Umwelt- und Energieeffizienz im Aufzugsschacht dank IoT
- Automatische Erkennung von Pneumatik-Leckagen senkt Energieverbrauch
- Transporttanks für Flüssigstoffe weltweit per IoT verfolgen
- Smarte IoT-Funktionen für Gerätepark
- Neue Sicherheitsstandards für den Transport von kritischen Gütern
- Smart-Meter-Gateways: Konnektivität und Steuerung via Mobilfunk
- Höhere Bierqualität durch Brauprozess mit Ultraschallsensoren, KI- und Cloud-Lösung
- Smart Kitchen: Automatisierte Garprogramme aus der Cloud
- Scharfer Roboter-Blick verringert Fehlerrate beim Kommissionieren
- Flexible Ladelösungen mit Datenaustausch über das Industrial IoT
- Potential vernetzter Signalleuchten und Schalter nutzen
- Lichtwerbung mit Cloud-Anschluss
- Automatisierte Anlieferung mit SAP
Podcastfolgen aus der Branche Technik und Telekommunikation
3 Folgen des IoT Use Case Podcasts zu dieser Branche, die neuesten zuerst.
IoT Use Cases in der Branche Technik und Telekommunikation
44 Use Cases, die in dieser Branche bereits umgesetzt wurden. Sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
Produktionsdaten, Wartungsprotokolle und Betriebsanleitungen werden zentral in digitalen Archiven gespeichert. Dies erleichtert den Zugriff und die Verwaltung für Mitarbeiter in der Produktion und im Management.
Umsetzungen ansehenErfüllen Sie Audit-Anforderungen mühelos Nachweispflicht & Zertifizierung In regulierten Branchen wie Pharma, Lebensmittel oder Chemie sind Konformitäts- und Zertifizierungsanforderungen besonders anspruchsvoll. Mit Traceability-Lösungen können Sie alle relevanten Daten – von der Herkunft der Rohstoffe über die Produktionsprozesse bis hin zum Endverbraucher – lückenlos dokumentieren. Die Integration von QR-Codes auf Produkten erlaubt es, direkt auf diese Daten zuzugreifen. Dies fördert Transparenz in der Lieferkette, stärkt das Vertrauen Ihrer Kunden und erleichtert die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden.
Umsetzungen ansehenDigitale Temperaturüberwachung auch für extreme Bedingungen. In unserem Netzwerk werden IoT-gestützte Temperaturmessungen zum Beispiel für Dampfleitungen umgesetzt – mit LoRaWAN- oder mioty®-Sensoren, die über 10 Jahre wartungsfrei arbeiten. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance zeigen die Daten Trends und Anomalien frühzeitig, in der korrektiven Instandhaltung helfen sie, Hotspots zu orten und defekte Komponenten gezielt instand zu setzen.
Umsetzungen ansehenAutomatisierte Erstellung von Berichten und Protokollen für Audits und Compliance-Anforderungen. Digitale Systeme ermöglichen eine lückenlose Nachverfolgung und sorgen für Effizienz in Prüfprozessen
Umsetzungen ansehenKeine Excel-Tabellen, keine isolierten Datenquellen – moderne IoT-Plattformen verbinden und analysieren Daten aus verschiedenen Systemen in Echtzeit. Diese kontextbezogenen Informationen ermöglichen eine präzise Risikobewertung und proaktives Handeln, anstatt auf Probleme zu reagieren. Das stärkt nicht nur die betriebliche Sicherheit, sondern minimiert auch Ausfallzeiten.
Umsetzungen ansehenMit moderner Sensortechnologie und smarter Datenauswertung lassen sich Schäden erkennen, bevor sie eskalieren. Ob Lecks in Wasserleitungen, Überhitzungen in elektrischen Anlagen oder mechanische Abnutzung – kontinuierliche Überwachung macht Probleme früh sichtbar. Im Condition Monitoring und in der Predictive Maintenance bleibt Zeit für gezielte Wartung, in der korrektiven Instandhaltung sind betroffene Komponenten schnell lokalisiert, und in der Schadensprävention schützt sie Anlagen und Infrastruktur langfristig.
Umsetzungen ansehen- Smart Lighting – Lichtmanagement
- Verbrauchsdaten-Erfassung und -Visualisierung
- Digitale Produktionsprotokolle und Fertigungspapiere
- Feuchtigkeitsmessung
- Füllstands- und Distanzmessung
- Lagerbestandsverwaltung
- Objektlokalisierung im industriellen IoT
- Schadensprävention in Echtzeit
- Zykluszeiten, Auslastung und Durchsatz erfassen
- Digitale Rückverfolgung von Produkten und Prozessen
- Emissionsmanagement
- Fernauslesung
- Korrelation von Produktionsparametern
- Präzise Bestandsüberwachung in Echtzeit
- Routenoptimierung und Tourenplanung
- Schicht- oder Standortvergleich
- Schutz vor Fälschungen und Betrug
- Abrechnungsautomatisierung
- Ausschussreduktion
- Behältermanagement – Logistik IoT
- Bestandsmanagement und Nachbestellungen
- Digitalisiertes Auftragsmanagement
- Einblicke in die gesamte Lieferkette / Digitale Nachverfolgung
- Energieeffizienz-Analyse
- Erfassung, Visualisierung und Auswertung von Energieverbrauchen pro Einheit
- Gefahrenquellen erkennen
- Identifikation von Ladungsträgern mit IoT-Technologien
- Intelligente Zeitsteuerung
- IoT-gestütztes Energiemanagementsystem
- Leckage-Erkennung
- Lieferkette optimieren (Charge- oder Batch-Traceability)
- Lückenlose Kontrolle in der Produktion
- Objekterkennung im Materialfluss
- Objektverfolgung entlang der Liefer- und Fertigungskette
- Ressourceneffizienz (Wassermanagement)
- Smart Metering im Energiemonitoring
- Sofortige Notfallkommunikation
- Wasserqualität und Reinheitsgrade
In welchen Funktionsbereichen IoT in der Branche Technik und Telekommunikation eingesetzt wird
Zahl der Projekte je Eintrag. Die Zahl führt direkt zu genau diesen Projekten.
Welche Assets in der Branche Technik und Telekommunikation vernetzt werden
42 Assets aus den Projekten in dieser Branche, sortiert nach Zahl der Umsetzungen.
- Beleuchtung, 4 Projekte
- Abwasser, 2 Projekte
- Gargerät, 2 Projekte
- Kompressor, 2 Projekte
- Pumpe, 2 Projekte
- Schaltschrank, 2 Projekte
- Transportbehälter, 2 Projekte
- Baustellenroboter, 1 Projekt
- Bier, 1 Projekt
- Druckluft, 1 Projekt
- Elektrowerkzeug, 1 Projekt
- Fertigungslinie, 1 Projekt
- Flüssigstoff im IBC, 1 Projekt
- Gleisanlage, 1 Projekt
- Haustier, 1 Projekt
- Heizungsanlage, 1 Projekt
- Hochregallager, 1 Projekt
- IBC, 1 Projekt
Diese Herausforderungen treiben IoT-Projekte in Technik und Telekommunikation
Netzinfrastruktur-Monitoring und Ausfallprävention
Mobilfunkmasten, Glasfaserknoten, Verteilereinheiten und passive Infrastruktur müssen rund um die Uhr verfügbar sein. Sensorbasiertes Monitoring erkennt Ausfallrisiken frühzeitig – bevor Kunden betroffen sind und SLA-Strafen greifen.
Rechenzentrum-Monitoring und Infrastrukturüberwachung
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftströmung, Stromversorgung und Kühlsysteme müssen in Rechenzentren lückenlos überwacht werden. Ein einziger Hotspot kann Server-Ausfälle verursachen. IoT-Monitoring ermöglicht proaktives Eingreifen, bevor kritische Schwellwerte erreicht werden.
Energieeffizienz und PUE-Optimierung in Rechenzentren
Rechenzentren gehören zu den energieintensivsten Infrastrukturen überhaupt. Granulares Energiemonitoring auf Rack-, Zeilen- und Gebäudeebene ermöglicht PUE-Optimierung, reduziert Stromkosten und liefert die Datenbasis für CO₂-Berichte und Nachhaltigkeitszertifizierungen.
Skalierbare Konnektivität für IoT-Plattformen und 5G-Deployments
Telekommunikationsunternehmen sind selbst Enabler des IoT – und müssen Millionen von Endgeräten sicher, skalierbar und latenzarm anbinden. NB-IoT, LTE-M, 5G und Private Networks müssen je nach Anwendungsfall richtig ausgewählt und konfiguriert werden.
Predictive Maintenance für Netz- und Feldgeräte
Outdoor-Infrastruktur wie Mobilfunkantennen, Verstärker, Basisstationen und Freileitungskomponenten ist extremen Umweltbedingungen ausgesetzt. Sensorbasiertes Condition Monitoring erkennt Verschleiß und Fehler, bevor teure Vor-Ort-Einsätze nötig werden.
Cybersecurity für vernetzte Infrastruktur und IoT-Endpunkte
Mit wachsender Zahl vernetzter Geräte und kritischer Infrastrukturen steigt die Angriffsoberfläche dramatisch. Sichere Geräteidentitäten, verschlüsselte Kommunikation und Zero-Trust-Architekturen sind keine Optionen mehr, sondern Pflichtbestandteile jeder IoT-Deployment-Strategie.
IoT in der Telekommunikation heißt zweierlei: Netzbetreiber liefern mit NB-IoT, LTE-M und 5G die Konnektivität für das Internet der Dinge, und sie brauchen IoT selbst, um Mobilfunkstandorte, Glasfaserknoten und Rechenzentren zu überwachen. Beides ist bei Netzbetreibern, Rechenzentrumsbetreibern und Technologieunternehmen längst Praxis.
Der Druck kommt von drei Seiten: Netzinfrastruktur muss rund um die Uhr verfügbar sein, Rechenzentren müssen ihren PUE-Wert nach dem Energieeffizienzgesetz senken und nachweisen, und Millionen Endgeräte brauchen sichere, skalierbare Anbindung.
Auf dieser Seite findest du umgesetzte Lösungsbeispiele aus dem IoT Use Case Netzwerk, von der Kühlungsoptimierung im Rechenzentrum über Schaltschranküberwachung bis zu Smart-Meter-Gateways und 5G-Fernwartung, mit den Anwendern, Anbietern und Technologien dahinter.
IoT in der Telekommunikation: Anwender und Enabler zugleich
Die Technologie- und Telekommunikationsbranche steht beim Internet of Things auf beiden Seiten. Netzbetreiber liefern mit Mobilfunk, NB-IoT, LTE-M und 5G die Konnektivität, über die IoT-Lösungen in allen anderen Branchen laufen. Gleichzeitig betreiben sie selbst Tausende verteilte Standorte, Schaltschränke und Rechenzentren, die überwacht, gewartet und energieeffizient betrieben werden müssen.
Den Unterschied zu anderen Branchen macht die Größenordnung. Ein Netzbetreiber verwaltet Millionen SIM-Karten, ein Rechenzentrumsbetreiber Tausende Controller, und viele dieser Anlagen gehören zur kritischen Infrastruktur. IoT-Lösungen müssen hier deshalb skalieren, redundant laufen und hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Typische IoT-Anwendungen in Technik und Telekommunikation
Rechenzentrum und Serverraum überwachen
Temperatur- und Feuchtesensoren an Racks, Stromzähler auf PDU-Ebene, Differenzdrucksensoren an der Kühlung und Leckagesensoren unter dem Doppelboden bilden das Rückgrat der physischen Rechenzentrumsüberwachung. Die Messwerte laufen in einem DCIM-System (Data Center Infrastructure Management) oder einer IIoT-Plattform zusammen. Überschreitet ein Wert seine Grenze, geht automatisch eine Meldung raus, bevor ein Hotspot Server abschaltet.
Dasselbe Prinzip funktioniert im kleinen Serverraum und im Schaltschrank. Im Lösungsbeispiel von ifm messen IO-Link-Sensoren Temperatur und Feuchte innerhalb und außerhalb des Schranks, ein Anlegefühler überwacht den Transformator als Hotspot und elektronische Sicherungen melden jeden der bis zu 16 Stromkreise der 24-V-Versorgung einzeln.
Kühlung im Rechenzentrum optimieren und den PUE-Wert senken
Der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) setzt den gesamten Energieverbrauch eines Rechenzentrums ins Verhältnis zum Verbrauch der IT-Hardware. Ein PUE von 1,5 heißt: Auf jede Kilowattstunde für Server kommen 0,5 kWh für Kühlung, Stromverteilung und Beleuchtung. Den größten Hebel hat fast immer die Kühlung.
Wie viel sich dort holen lässt, zeigt NTT DATA mit WAGO: Global Data Centers betreibt 45 Rechenzentren im EMEA-Raum und rüstet 35 davon auf eine KI-gestützte Optimierung um. Rund 2.000 WAGO-Controller liefern dafür per Modbus Echtzeitdaten aus Kälteerzeugung, Pumpen und Stromverteilung. Erwartet werden 35 bis 40 Prozent weniger Energie für die Kälte, die Investition soll sich in weniger als einem Jahr Betrieb rechnen.
Seit dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ist der PUE in Deutschland keine freiwillige Kennzahl mehr. Bestehende Rechenzentren müssen ab Juli 2027 einen PUE von höchstens 1,5 und ab Juli 2030 von 1,3 erreichen, neue Rechenzentren ab Juli 2026 einen Wert von 1,2. Ohne lückenloses Energiemonitoring auf Rack-, Zeilen- und Gebäudeebene lässt sich das weder steuern noch nachweisen.
Netzinfrastruktur und Mobilfunkstandorte fernüberwachen
Sensoren an Basisstationen, Glasfaserverteilern und Outdoor-Schaltschränken melden Temperatur, Spannung, Feuchte und Türöffnungen. Abweichungen werden erkannt, bevor Komponenten ausfallen und SLA-Strafen greifen. Das spart ungeplante Servicefahrten, die bei weit verteilten Standorten schnell den größten Kostenblock im Betrieb ausmachen.
Wie aus einer Vor-Ort-Messung eine Fernüberwachung wird, zeigt die Lösung von Deutsche Telekom IoT und D+H: Eine Messbox mit LTE-Modem verbindet sich je nach Standort über 2G, 4G oder 5G mit der Cloud of Things und berechnet Energieverluste und CO₂-Ausstoß in Echtzeit. Die Box wird per Post verschickt statt von einem Techniker installiert.
IoT-Konnektivität: NB-IoT, LTE-M, 5G oder LPWAN
Welche Funktechnik passt, hängt von Datenmenge, Energiebudget und Standort ab:
- NB-IoT für kleine Datenmengen, lange Batterielaufzeit und gute Gebäudedurchdringung, etwa bei Zählern und Sensoren im Keller.
- LTE-M für mobile Geräte und etwas größere Datenmengen, mit Handover zwischen Funkzellen.
- 5G für hohe Datenraten und geringe Latenz, etwa für Fernwartung mit Video oder große Software-Updates.
- mioty und andere LPWAN-Netze für sehr viele batteriebetriebene Sensoren und Anwendungen, die unabhängig vom öffentlichen Netz laufen müssen.
Bei großen Flotten entscheidet oft das SIM-Management mehr als die Funktechnik. co.met und Telefónica binden Smart-Meter-Gateways für rund vier Millionen Zählpunkte über eine Global SIM an, die automatisch ins jeweils verfügbare Netz wechselt, und verwalten die Karten mandantenfähig über eine Plattform mit API.
Private 5G, Campusnetze und sicherer Fernzugriff
Für Werke, Häfen, Flughäfen und Logistikzentren bauen Netzbetreiber und Systemhäuser eigene 5G-Campusnetze auf. Nicht jeder Anwendungsfall braucht aber ein privates Netz: Siemens zeigt, wie Maschinen an entfernten Standorten über das öffentliche 5G-Netz mit einem Industrie-Router, VPN und Rollenkonzept sicher fernwartbar werden. Die Netzabdeckung liegt in vielen europäischen Ländern schon bei über 90 Prozent.
Resiliente Kommunikation für kritische Infrastruktur
Was passiert, wenn Mobilfunk und Strom ausfallen? Die Provinz Südtirol hat dafür mit Swissphone ein eigenes mioty-Netz aufgebaut: 50 Basisstationen decken 7.400 km² Gebirge ab, 333 öffentliche Nottaster erreichen meist mehrere Stationen gleichzeitig und überbrücken mit Pufferbatterie bis zu 48 Stunden Stromausfall. Das Backend läuft bewusst lokal und redundant statt in der Cloud.
Sichere Geräteidentitäten mit PKI
Je mehr Geräte im Netz, desto wichtiger wird die Frage, welches davon zugreifen darf. R. STAHL vergibt mit einer zentralen PKI-Appliance rund 8.000 Zertifikate an Telefone, Access Points, Server, mobile Geräte und Maschinen und validiert sie mit einer hohen fünfstelligen Zahl an Prüfungen pro Stunde. Zertifikate statt Passwörter sind die Grundlage jeder Zero-Trust-Architektur.
Was IoT in der Telekommunikation von anderen Branchen unterscheidet
In kaum einer anderen Branche ist Skalierung so dominant. Eine Lösung, die im Pilot mit 50 Sensoren funktioniert, muss später Hunderttausende Endpunkte tragen, mit Geräte-Management, Firmware-Updates über die Luft und automatischem Zertifikatstausch.
Dazu kommt die Regulierung. Telekommunikationsnetze und Rechenzentren zählen zur kritischen Infrastruktur, für viele Betreiber gelten die Pflichten aus NIS2 und dem EnEfG. IoT-Komponenten müssen deshalb sicheres Bootstrapping, verschlüsselte Kommunikation und nachvollziehbare Zugriffsrechte mitbringen, und ihre Messdaten müssen als Nachweis gegenüber Behörden und Kunden taugen.
So startest du ein IoT-Projekt im Rechenzentrum oder am Netzstandort
- Mit einer Kennzahl beginnen: PUE, Ausfallminuten, Servicefahrten pro Standort oder Energiekosten der Kühlung. Sie entscheidet, welche Daten du brauchst.
- Bestand aufnehmen: Welche Daten liefern Gebäudeleittechnik, USV und Kühlung schon über Modbus, SNMP oder BACnet? Oft reicht Nachrüsten statt Neubau, wie bei NTT DATA, wo Ein- und Ausgangskarten weiterverwendet wurden.
- Konnektivität pro Standort wählen: kabelgebunden im Rechenzentrum, NB-IoT, LTE-M oder LPWAN in der Fläche, 5G, wo Bandbreite zählt.
- Klein anfangen und skalierbar planen: ein Rechenzentrum, ein Standortcluster, eine Kennzahl. Geräte-Management und Sicherheit von Beginn an so auslegen, dass sie auch für den Rollout reichen.
Praxisbeispiele und Anbieter aus dem IoT Use Case Netzwerk
Unten auf dieser Seite findest du alle Lösungsbeispiele, die dieser Branche zugeordnet sind, mit Anwendern, Technologieanbietern und den eingesetzten Technologien, von Rechenzentrumskühlung über Schaltschranküberwachung bis zu Smart-Meter-Gateways und 5G-Fernwartung. Jedes Beispiel zeigt, welches Problem gelöst wurde und was am Ende herauskam.
Du suchst einen passenden Partner für dein Projekt oder willst als Anbieter mit einer Referenz sichtbar werden? Sprich uns an.
Kein Marketing-Blabla. Nur Praxis.
Häufige Fragen: IoT in Technik und Telekommunikation umsetzen
Wo lohnt sich IoT in Rechenzentrum und Netzbetrieb zuerst?
Meist bei Kühlung und Stromverteilung, denn dort entsteht neben der IT selbst der größte Teil des Energieverbrauchs. Echtzeitdaten aus Kälteerzeugung, Pumpen und Unterverteilungen zeigen, wo Anlagen unnötig laufen. An verteilten Standorten wie Mobilfunkmasten, Glasfaserverteilern und Outdoor-Schaltschränken sparen Sensoren für Temperatur, Feuchte, Strom und Türöffnung Anfahrten, weil du Störungen aus der Ferne erkennst und Einsätze bündelst.
Wie senke ich den PUE-Wert meines Rechenzentrums?
Zuerst, indem du ihn genau misst. Der PUE-Wert teilt den gesamten Energieverbrauch durch den der IT-Hardware, 1,5 heißt also 0,5 kWh Zusatzverbrauch je kWh IT-Last. Zähler an Einspeisung, Kälte, USV und PDUs zeigen, wo dieser Zusatz entsteht. Hebel sind höhere Zulufttemperaturen, Einhausung von Kalt- und Warmgängen, bedarfsgerecht geregelte Pumpen und Ventilatoren sowie freie Kühlung. Der European Code of Conduct empfiehlt unter 1,5 für neue Rechenzentren.
Wie erfülle ich die PUE-Vorgaben des Energieeffizienzgesetzes?
Mit lückenloser Messung und einem Energiemanagementsystem. Das Energieeffizienzgesetz verlangt von bestehenden Rechenzentren ab 1. Juli 2027 einen PUE von höchstens 1,5 und ab 1. Juli 2030 von 1,3, für Rechenzentren mit Inbetriebnahme ab 1. Juli 2026 gilt 1,2. Ab 2027 muss der Strom bilanziell vollständig aus erneuerbaren Energien stammen. Sensorik an Kälte, Pumpen und Stromverteilung liefert die Nachweise und zeigt dir, wo du nachsteuern musst.
Wie überwacht man einen Serverraum oder ein Rechenzentrum?
Mit Sensoren für Temperatur und Luftfeuchte an den Racks, Leckagesensoren am Boden, Stromzählern an PDUs und USV sowie Differenzdruck an der Kühlung. Die Werte laufen in ein DCIM-System oder eine IIoT-Plattform, die bei Grenzwertüberschreitung automatisch alarmiert. Im Schaltschrank überwachen IO-Link-Sensoren zusätzlich Hotspots und einzelne Stromkreise.
Brauche ich ein DCIM-System oder reicht eine IoT-Plattform?
Das hängt davon ab, was du steuern willst. Ein DCIM-System verwaltet zusätzlich Racks, Kapazitäten, Stellplätze und Verkabelung und lohnt sich vor allem für Colocation und große Rechenzentren. Geht es um Temperatur, Feuchte, Leckage, Strom und Alarmierung, etwa im Serverraum oder an verteilten Standorten, reicht oft eine IoT-Plattform mit Sensoren. Achte auf offene Schnittstellen, damit du die Daten später in ein DCIM übernehmen kannst.
Welche IoT-SIM-Karte und welches Netz brauche ich für mein Projekt?
Das entscheiden Datenmenge, Energieversorgung und Einbauort. Für kleine Datenmengen, lange Batterielaufzeit und schwierige Orte wie Keller passt NB-IoT, für mobile Geräte LTE-M, für Video oder große Updates 4G oder 5G. Für Geräte an vielen Standorten lohnt eine IoT-SIM, die sich in mehrere Netze einbuchen kann und zentral verwaltet wird. Ein eigenes Campusnetz brauchst du nur, wenn Latenz oder Abdeckung auf dem Gelände garantiert sein müssen.
Wie sichere ich vernetzte Geräte in Rechenzentrum und Netz ab?
Mit einer eindeutigen Identität je Gerät, am besten über Zertifikate aus einer PKI statt über Passwörter, mit verschlüsselter Kommunikation und einem Rollenkonzept nach Zero-Trust-Prinzip. Ein Hersteller von Explosionsschutztechnik verwaltet so rund 8.000 Zertifikate zentral. Überwache zusätzlich die Kommunikation der Gebäudeleittechnik: Ein Rechenzentrumsbetreiber erkennt Anomalien rund um die Uhr und hat im ersten Jahr unverschlüsselte Verbindungen und veraltete Firmware aufgespürt und beseitigt.
Wie schnell rechnet sich IoT im Rechenzentrum?
Bei der Kühlung oft innerhalb eines Jahres. Ein Betreiber von rund 45 Rechenzentren erwartet durch KI-gestützte Optimierung auf Basis von Echtzeitdaten 35 bis 40 Prozent weniger Energie für die Kälte und eine Amortisation in weniger als einem Jahr Betrieb. Die nötigen Daten aus Kälteerzeugung, Pumpen und Stromverteilung lassen sich häufig durch Nachrüsten statt Neubau gewinnen, vorhandene Ein- und Ausgangskarten bleiben dabei im Einsatz.
Wie finde ich einen Anbieter für IoT im Rechenzentrum und in der Telekommunikation?
Am schnellsten über Projekte, die schon laufen. Die Lösungsbeispiele auf dieser Seite nennen Umsetzungspartner, eingesetzte Technik und meist auch den Anwender, du siehst also, wer ein vergleichbares Vorhaben im Rechenzentrum oder an Netzstandorten bereits umgesetzt hat. Wenn du dein Vorhaben über das Kontaktformular kurz beschreibst, stellen wir den Kontakt zu Anbietern her, die in Rechenzentrum und Telekommunikation Erfahrung mit genau deinem Anwendungsfall haben.
IoT in Technik und Telekommunikation umsetzen – wir helfen dir dabei
Du planst ein IoT-Projekt in der Technologie- oder Telekommunikationsbranche oder willst als Lösungsanbieter in diesem Bereich sichtbar werden? Wir helfen dir, die richtigen Partner zu finden, Lösungen praxisnah zu präsentieren und echte Anwender zu erreichen.
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