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seioTec GmbH – Frank Seifert | Die Stimme aus dem Mittelstand – Wie sieht eine erfolgreiche IoT Strategie von der OT in die IT Welt aus?

#013 | Automatisierung

Hier mehr zu den Use Cases aus der Folge erfahren

Podcast Folge 13 | Die Stimme aus dem Mittelstand – Industrial IoT Use Cases aus der Praxis und die Erfahrungen der eigenen erfolgreiche IoT Strategie von der OT in die IT Welt aus?

In dieser Folge des Industrial IoT Use Case Podcast spreche ich mit Frank Seiferth, dem Geschäftsführer der SEITEC und auch der SeioTec GmbH. Frank hat in Jena Elektrotechnik/Automatisierungstechnik studiert und direkt nach seinem Studium 1998 SEITEC gegründet. Über 20 Jahre hat er das Unternehmen von der „One-Man-Show“ zu einem etablierten und innovativen Unternehmen im Bereich der Industrieautomation aufgebaut. Er ist ein ausgeprägter Netzwerker und pflegt zahlreiche Kontakte zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Seit einigen Jahren treibt Frank Seiferth das Thema Digitalisierung und IoT/IIoT speziell für den Mittelstand voran. Um diese Themen noch stärker zu fokussieren hat er gemeinsam mit Kay Hölzemann Ende 2018 seioTec als IoT Spin-off aus SEITEC heraus gegründet.

Der direkte Blick aus dem Mittelstand hilft an dieser Stelle, um aus der Praxis zu verstehen welchen Weg die Firma SEITEC gegangen ist und welche Herausforderungen damit einhergehen. In diesem Zusammenhang sprechen wir über das Spin-off seiTec GmbH, welches die Themen Industrie 4.0, Digitalisierung und IoT Lösungen für die Kunden im Fokus hat. Die SEITEC hat in der Vergangenheit stetig neueste Technologien ausprobiert und war bereits 2017 Pilotanwender zur Anbindung einer Anlage an die Siemens MindSphere. Das neue Spin-Off profitiert von über 20 Jahren Industrie-, Automatisierungs-, und Elektrotechnik Know-how und verbindet die OT Welt mit der IT, bzw. der IoT Welt. Hier haben sich vor allem der Beratungsanteil und methodische Workshop Konzepte stark entwickelt.

Aus einer Automatisierungssicht stellt Frank seine Sichtweise auf das Industrielle Internet der Dinge dar und zeigt auf, welches skill-set für die App-Entwicklung notwendig ist. Als Beispiel stellt Frank das „UX-Design“, also das User Experience Design heraus, welches im Vergleich zur Backend-Entwicklung einer Applikation die Relevanz der späteren Bedienung durch den Nutzer in den Vordergrund rückt. Die Backend-Entwicklung in IoT Lösungen umfasst hauptsächlich die Aufgabenbereiche der Entwicklung und Sicherung eines IT-Systems im Backend. Das Backend ist dabei die Anwendung im Hintergrund, sprich die Datenverarbeitung. Diese besteht aus Datenbanken, Anbindungen und Integrationen von externen Systemen. Dem gegenüber steht das sog. Frontend, welches das sog. User-Interfaces darstellt und vom Nutzer direkt anwendbar sichtbar ist.

Die agile Projektentwicklung findet hier großen Anklang, da im Vergleich zu herkömmlichen Automatisierungsprojekten früher iterativ die Erfahrung von Nutzern zurückgespielt wird. Frank erläutert, dass mit den Interessenten die Use Cases und Ideen früh entwickelt und anhand methodischer Konzepte wie die Ideation, Co-Creation oder der Entwicklung von Prototypen ausgebaut werden. Im Anschluss erfolgt eine Validierung und eine technische Bewertung, die im Vergleich der herkömmlichen Automatisierungsprojekte nicht nach einem Lasten- oder Pflichtenheft durchgeführt wird. Dieses Konzept hat sich maßgeblich geändert, da bei einer klassischen Anlageninbetriebnahme anders vorgegangen wird. Die Erfahrung der Nutzer und das Wissen aller beteiligten Stakeholder ist hier entscheidend.

Hervorzugehen ist, dass Frank auch selbst Hörer des Podcast ist und in dem Zusammenhang das wachsende Industrial IoT Use Case Ökosystem anspricht und die entstehende Zusammenarbeit durch aktives Matchmaking der Mitglieder. Dieser Punkt ist Frank besonders wichtig, da ein IoT Konzept mit einem stabilen und vertrauensvollem Partner Ökosystem steht und fällt.

Im Fokus stehen im Mittelstand vor allem industrielle IoT Use Cases, die Transparenz über relevante Daten schaffen oder proaktive Servicekonzepte umfassen. Mit dem Schlagwort Predictive Maintenance ist dabei vorsichtig umzugehen, führt Frank aus. Viele Projekte haben zunächst einen kleineren Umfang, um Daten von Maschinen- und Anlagen zu visualisieren und den Betrieb von einfachem Condition Monitoring zu gewährleisten. Oftmals haben Maschinen- und Anlagenbauer keine Transparenz über den Betrieb der Maschinen im Feld beim Kunden. Interaktive Maintenance Konzepte in der Mensch-Maschinen-Schnittstelle sind ebenfalls erfolgreiche Themen, die Einzug in den Mittelstand finden. Wenn die Daten einmal verfügbar sind, wächst das Verständnis der Anwender und Stakeholder und einem Ausbau der Digitalstrategie steht nichts im Wege.

Der erste Use Case, den uns Frank aus der Praxis vorstellt ist von einer deutschen Firma, welche Glasrecycling betreibt. Das Glas, welches wir bspw. in die Glascontainer werfen, wird in komplexen Prozessen zu feinem Glasstaub verarbeitet. Im Prozess wird das Bruch-Glas durch Silos, Förderbänder und schlussendlich in den Walzen in einem Kreislauf so lange zerkleinert, bis feiner Staub als Endprodukt vorliegt. Die Auswirkungen von Rohmaterialien auf Umgebungsbedingungen, wie der Feuchtigkeit, sind nicht bekannt. Häufig kommt es zu Stillständen der Anlage durch Ausfälle im Getriebe oder unerwünschte Verklebungen des Glasstaubs. Um dies zu vermeiden und Transparenz für den Mitarbeiter zu schaffen, werden kritische Parameter im Prozess überwacht. Diese sind beispielsweise die Öltemperatur im Hydraulikaggregat, Zustand der Filter im Abluftsystem, der Überlast-Druck der Walzen und Vibrationen im Getriebe.

Der hohe hydraulische Druck im Getriebe wird beispielsweise über eine Steuerung (SPS) oder das Human-Interface (HMI) aufgenommen. Eine einfache Überwachung der Anlage ist hier durch das HMI schon möglich, jedoch gibt es keinerlei Wissen, über Korrelationen von Prozessparametern. Die technische Lösung beinhaltet einerseits eine SPS Anbindung und die Vorverarbeitung der Daten im Industrie PC (IPC). Im IPC werden Grenzwertbildungen durchgeführt, die informieren bevor das lokale HMI anschlägt. Hier werden ebenfalls die Wichtung von Schaltspielen berücksichtigt und welche Langzeitfolgen auch andere Parameter mitbringen. Für ein Predictive Maintenance Konzept ist in der Zukunft die Integration von mehr hochqualitativen Daten notwendig. Dieser Rahmen umfasst dann ebenfalls eine Integration von künstlicher Intelligenz (KI) Algorithmen.

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Ähnliche Anwendungen kennt Frank aus dem Schwermaschinen Umfeld und der Zementindustrie. Die Firma seioTec bietet hier dem Kunden ein „Rund um Sorglos“ Paket, welches vom Retro-Fit Konzept, über die Auswahl der Gateways bis hin zur App-Entwicklung reicht. Frank führt aus, dass seioTec hier auf etablierte Gateways setzt und stetig auf der Suche nach stabilen Partnerschaften ist. Je nach Kundenanforderung findet eine Integration in die gewünschte Cloud-Plattform statt (PaaS). Kooperationen bestehen hier mit großen Anbietern wie Microsoft Azure, Amazon Web Services (AWS), Google oder Siemens MindSphere.

Industrial IoT App-Stores bieten schon heute die Möglichkeit entwickelte Software-as-a-Service Lösungen für Kunden neben dem Kerngeschäft zu skalieren. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass neben der klassischen Software, welche man über das sog. DevOps (Developer-Operator) Verfahren, Konnektivität ins Feld benötigt wird. Durch die heterogen gewachsene Struktur aus industriellen Alt- und Neumaschinen, Sensoren und sonstigen Datenquellen, ist Beratung im Rahmen von Retro-Fit, Security und Konnektivitäts-Konzepten relevant. Frank führt an dieser Stelle aus, dass es mit jedem entwickeltem Use Case mehr und mehr sich wiederholende Teilfunktionen der Applikationen geben wird. Diese können mit der Zeit standardisiert und skaliert werden.

Über die prozessgetriebenen Optimierungen durch das EDGE-Computing geknüpft an die Industrial IoT Lösungen, kommen wir auf Apps für den produzierenden Mittelstand. Im folgenden Gesprächsverlauf erläutert Frank eine spezifische und skalierbare Lösung der seioTec näher. Kunden aus dem kleineren Mittelstand können über die sog. „mini MES“ App Transparenz über Maschinendaten, Effizienz ausgewählter Kennzahlen (OEE) und Ursachen für die stockende Produktion erhalten. Auf einem EDGE-Device, also On Premises (OnPrem) durch Nutzungs- und Lizenzmodell für serverbasierte Softwarelösungen, werden die Daten zu fehlenden Rohstoffen oder verzögerte Maschinenstarts durch den Mitarbeiter vorverarbeitet und dediziert in die Cloud transferiert. Häufig ist dieser Use Case für Kunden relevant, welche keine eigene IT-Abteilung haben, die IoT Themen ausführlich begleitet. Output für diese Kunden die „mini MES“ Lösung von seioTec, welche eine EDGE-to-Cloud kombinierten Ansatz verfolgt. So kann die Geschäftsleitung Daten aus der Produktion mehrerer Standorte vergleichen und ursachenbedingt optimieren.

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Auch für OEMs mit komplexen Zuliefererstrukturen gibt es eine Lösung, um Planungszeiten einzusparen. Der Use Case kommt regional aus dem Thüringer Kompetenzzentrum in Ilmenau und ist gemeinsam mit einem SAP-Integrator umgesetzt. Der Kunde ist ein Medizingerätehersteller (OEM), welcher mit mehreren Dienstleistern und Lieferanten standortübergreifend arbeitet. Problem des OEM ist der nicht direkt verfolgbare Auftrags- und Lieferzeitpunkt. Häufig erfolgt die Abstimmung über E-Mails, jedoch gibt es kein Gesamtbild darüber, wo sich welche Baugruppen des Medizingeräts befinden. Eine Transparenz über den Ort, also ob sich das Teil in der Endkontrolle oder noch in der Montage befindet, würde hier Planungszeiten optimieren. Frank erklärt, dass er zunächst der Annahme war, dass die Lieferanten diese Datentransparenz nicht wollen. Im Verlauf des Projekts ergab sich jedoch, dass der OEM eine stärkere Kundenbindung und Vertrauen durch eine fertigungsübergreifende Planung entwickelt. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Planungsprozesse können vom OEM nun dynamisch stattfinden und Zeiten dadurch optimiert werden. Eine Integration von ERP- und Personalressourcen der Lieferanten und Unterlieferanten, sowie eine Verfolgung der Teile über RFID führen zur Transparenz. Interessant wird dieser Use Case vor allem dann, wenn eine Rückmeldung von Live-Daten aus dem Shopfloor mit einfließen. Schlussendlich wird ein „digitaler Schatten“ als Abbild der Produktion geschaffen in Abhängigkeit der Zulieferer.

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Die technische Lösung zum Start eines Industrial IoT Projekts in den Fokus zu stellen führt häufig nicht zum Ziel. Frank erklärt, welche weiteren Fehler die seioTec GmbH aus den letzten 2 Jahren mitgenommen hat. Die Konnektivität und die detaillierten Funktionen sollten erst nach dem sog. User Experience Design ausformuliert werden. Der Bediener in seiner Costumer Journey schon zu Beginn anhand eines einfachen MVPs feststellen, welche Funktionen überhaupt brauchbar sind und welche nicht. In diesem Zusammenhang ist das MVP, das im Frontend der App entwickelte Dashboard, welches zwar schon bedienbar ist, jedoch auf keine echten Daten zugreift. Dieses soll zunächst vor allem schnell und einfach die erste minimal funktionsfähige Iteration der Software zeigen. Nachdem das Feedback der Teilnehmer eingeflossen ist, kann die App dann weiterentwickelt werden. Es soll den minimalen Funktionsbedarf decken und handlungsrelevantes Feedback aller relevanter Stakeholder gewährleisten.

Die Firma seioTec ist ebenfalls an einem Forschungsprojekt beteiligt, welches in einem Konsortium aus unterschiedlichen Firmen zusammengesetzt ist. Das Projekt trägt den Namen SPAICER und besteht aus einem breitgefächerten Netzwerk aus über 40 assoziierten Partnern. Das vom BMWi teil-geförderte Konsortium entwickelt ein datengetriebenes Ökosystem auf der Basis lebenslanger, kollaborativer und niederschwelliger Smarter Resilienz-Services durch Einsatz führender KI-Technologien und Industrie 4.0 Standards. Das Ziel ist Störungen vorherzusehen (Antizipation) und Produktionsplanungen jederzeit an aktive Störungen optimiert anzupassen (Reaktion). Beispielhaft führt Frank hier Werkzeuge, welche in der Produktion verwendet werden, an. Fragen wie: „Was passiert, wenn ich meine Werkzeuge nicht im Lager habe?“ oder „Kann ich Werkzeugbruch voraussagen und wie kann ich mich nächstes Mal besser vorbereiten?“ werden durchleuchtet. SeioTec übernimmt in diesem Konsortium die Software- und die Teilapplikationsentwicklung, um Resilienz-Management für Firmen auf mehreren Ebenen zur Verfügung stellen zu können. Ziel ist ein Teilökosystem entstehen zu lassen, wo auch andere Firmen, die wiederum KI-Methoden für Wetterprognosen, Schifffahrtswege etc. entwickelt haben, diese einspielen können.

Zum Ende gibt uns Frank seine Sichtweise auf die Zukunft und die Prognose zur IoT Technologie der nächsten 5 Jahre. Dem mittelständischen Maschinenbau ist bewusst geworden, dass Digitalisierung ein Riesen-Thema ist. Die reine Mechanik wird immer vergleichbarer. Durch softwaregetriebene Ansätze und künstlicher Intelligenz ergeben sich Möglichkeiten für Vorteile am Markt. Neue digitale Services werden entstehen und Frank sieht hier große Chancen auch im Mittelstand. Im Thema KI wird es immer wichtiger werden reproduzierbare Ansätze zu schaffen. Big Data wird zu Smart Data und diese Ansätze müssen verständlich in der Breite einfach und anwendbar kommuniziert werden. KI muss durch Fachexperten nachvollziehbar, interpretierbar und reproduzierbar sein. Hier werden sich in den nächsten Jahren auch Grenzen der Ethik und Einsatzgebiete herausstellen.

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seioTec GmbH ist das IoT spin-off der SEITEC GmbH. Die SEITEC GmbH liefert seit über 20 Jahren innovative Lösungen für die Fertigungs- und Prozessautomation, sowie industrienahe Softwareentwicklungen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei von der Konzeption über die komplette Projektabwicklung bis hin zur weltweiten Inbetriebnahme. Seit einigen Jahren entwickelt das interdisziplinäre Team auch weiterführende Lösungen im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0. Seit 2018 bündelt man im eigenen IoT spin-off seioTec GmbH 20 Jahre Erfahrung in der Industrieautomation mit dem langjährigen IT und WEB-Technologie Know-how des Co-Gründers und CTO Kay Hölzemann. seioTec entwickelt für seine Kunden maßgeschneiderte IoT basierte digitale Geschäftsmodelle und Services und begleitet die Kunden über alle Phasen der digitalen Transformation, vom Consulting über Ideation-Workshops bis zur App Entwicklung für etablierte IoT Plattformen, sowie deren Betrieb und Service.

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Podcast Transkript Folge 13

Ing. Madeleine Mickeleit |

Hallo Frank und herzlich willkommen zum IoT Use Case Podcast. Ja, ich freue mich sehr dich heute hier dabei zu haben. Wie geht es dir denn und dem Team zurzeit?

Frank Seifert |

Ja, hallo Madeleine. Vielen Dank für die Einladung. Uns geht es relativ gut, also auch dem gesamten Team. Wir sind, muss ich sagen, zum Glück auch recht verschont von diesem ganzen Thema Coronakrise. Ja, wir können aktuell noch ganz gut weiterarbeiten und sind auch mittlerweile wieder relativ in den normalen Bürobetrieb zurückgekehrt. Teilweise sind die Kollegen etwas noch im Homeoffice, aber wir können das dann auch durch die unterschiedlichen Standorte, die wir haben, ein bisschen auf die Büros verteilen und insofern sind wir gut arbeitsfähig und dem Team geht es gut.

Ing. Madeleine Mickeleit

Das freut mich. Sehr gut. Ich habe in unserem Podcast Intro vorweg schon einige Punkte über dich und SEITEC oder auch seioTec erläutert, aber ich denke es wäre ganz gut, wenn du persönlich ein zwei Punkte zu dir und deiner jetzigen Rolle bei SEITEC etwas sagenkönntest.

Frank Seifert |

Ja, mein Name ist Frank Seiferth. Ich bin 48 Jahre alt. Ich habe klassisch Elektrotechnik Automatisierungstechnik studiert und habe 1998 SEITEC gegründet, direkt nach dem Studium. Ich habe nebenbei schon gearbeitet und als ich mein Diplom in der Hand hatte, habe ich mich selbstständig gemacht und dann entsprechend SEITEC gegründet. Ich bin dort ein paar Jahre lang mit SPS-Programmierung klassisch als Freelancer in der SPS und SCADA System Programmierung durch die Welt gezogen, also wörtlich. Ich habe viele weltweite Inbetriebnahmen durchgeführt. Mittlerweile sind wir bei SEITEC in diesem Automatisierungsbereich, 18 Ingenieure und Informatiker an 2 wesentlichen Standorten, wir hier in Thüringen, ich sitze jetzt gerade hier im schönen Königssee, nicht am Königssee, sondern mitten in Thüringen und hier habe ich gegründet, hier ist auch unser Headquarter. Wir haben hier noch ein Büro in Erfurt in Thüringen und eine Niederlassung in Bietigheim-Bissingen im Großraum Stuttgart. Und mittlerweile mit diesem Team bieten wir komplette Lösungen im Bereich Industrieautomation und zusätzlich industrienahe IT- und Softwarelösungen an. Wir sehen uns auch im Wesentlichen als Partner im Maschinen- und Anlagenbau. Wir haben einige Stammkunden aus diesem Bereich und lösen deren Aufgaben im Bereich Automation. Haben aber auch schon immer eben einen Fokus auf IT, daher auch wo wir gleich darauf kommen, gingen immer über die klassische Automatisierung hinaus und hatten schon immer einen großen Fokus auch auf Forschung und Entwicklung, neue Technologien. Ja und so sind wir mittlerweile auch im Zeitalter Digitalisierung und Automatisierung angelangt.

Ing. Madeleine Mickeleit

Okay. Spannend. Für mich wäre zu Beginn auch spannend, du hast das ja zu Beginn schon angesprochen, ihr übernehmt Automatisierungsthemen, seit Partner für den Maschinen- und Anlagenbau mit einem IT-Fokus. Für mich wäre spannend diesen Unterschied zwischen SEITEC und seioTec GmbH mal darzustellen. Was sind denn so klassische Aufgaben, die ihr im Einzelnen bei SEITEC oder seioTec GmbH übernehmt? Und wie weit ist vielleicht ein stückweit auch eure Vision in Richtung IoT oder Industrial IoT in dem Kontext?

Frank Seifert |

Ja, das ist ganz spannend, weil wir eigentlich selbst einen eigenen digitalen Wandel auch durchgemacht haben. Die Story ist ja noch nicht ganz zu Ende. Also 20 Jahre nach Gründung von SEITEC habe ich gemeinsam mit Kay Hölzemann (CTO seioTec), der jetzige CTO von seioTec GmbH 2018 unser eigenes IoT-Spin-Of gegründet, die seioTec GmbH mit dem IOT schön in der Mitte des Namens und dort fokussieren wir jetzt auch diese ganzen Themen Digitalisierung und IoT. Das ist eben gekommen, dass wir schon immer versucht haben neueste Technologien einzusetzen und wir haben schon seit 2017 ungefähr Erfahrungen gesammelt mit IoT-Anwendungen. Wir hatten schon 2017 eine Anlage in den USA z.B. an Siemens MindSphere angebunden als einer der ersten Anlagen, glaube ich, externer Partner und haben es mal eine Zeit lang nebenbei betrieben und haben gemerkt, dass das wirklich ein Zukunftsthema ist. Und fokussieren eben jetzt diese IoT-Themen in unserem eigenen IoT-Spin-Of seioTec GmbH, wobei wir eben dort auch davon profitieren, dass wir über 20 Jahre Kenntnisse im Shop Floor, von verschiedenen Maschinenprozessen haben und verbinden hier wirklich auf eine super Art und Weise, glaube ich, diese Welten OT und IT.

 

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Ich wollte gerade sagen, diese beiden Welten verschmelzen ja da bei euch von der Automatisierungswelt in die jetzt IoT-Welt. Was sind so klassische Aufgaben, die euch gestellt werden von den Kunden jetzt mit seioTec? Wie seid ihr da unterwegs?

 

Frank Seifert |

Also, das ist ein sehr breites Feld, muss ich sagen. Das war auch ein Grund, weswegen wir seioTec GmbH gegründet haben, dass wir natürlich jetzt nicht mehr nur diese rein klassischen Indusriethemen fokussieren. Ein typischer Fall, auch einer der ersten Fälle und immer noch häufig mit den meisten Use Cases in diesem Bereich sind Maschinenbau, also z.B. eine deutsche Firma aus dem Maschinenbau Umfeld, die aber zu 70 – 80 % die Maschinen weltweit bei ihren Kunden stehen hat und das sind Themen wie Transparenz der Daten, wenn die Maschine wirklich beim Kunden steht, wie proaktive Servicekonzepte, ja bis hin zu natürlich auch Themen wie „was bedeutet maintenance für uns?“, die wir am Ende auch irgendwo auch mit adressieren, hochkommen. So kommen immer wieder viele Themen aus dem Maschinenbau, die sich auch etwas ähneln. Jeder Maschinenbauer hat da natürlich seinen eigenen Fokus, aber es gibt dort viele Überschneidungspunkte. Das sind im Moment die meisten Use Cases so aus diesem Bereich.

Ing. Madeleine Mickeleit

Okay. Jetzt hattest du gesagt, ihr seid ja quasi selber den digitalen Wandel bei euch intern durchlaufen. Was waren eure Herausforderungen, um mit diesem Thema, sag ich mal, umzugehen oder es überhaupt anzugehen? Also wie seid ihr diesen Weg gegangen?

Frank Seifert |

Also, es geht ja schon los, dass man das ganze Team und dass man andere Mitarbeiter hat. Wir sind bei SEITEC eher die klassischen Elektrotechniker-Automatisierer und jetzt treten wir eben über Webtechnologien auf, selbst wenn wir Informatiker bei SEITEC haben, geht es dort ja mehr um Windows Software und Datenbankthemen und jetzt stehen wesentlich mehr mobile Applikationen im Fokus. Auch das Thema UX Design (User Experience) rückt wesentlich mehr in den Fokus. D.h. schon da gibt es schon einen großen Unterschied im Team und auch in der Bearbeitung der Projekte. Das ist so auch schon ein Wandel bei uns oder auch ein Umdenken eher auch so aus Richtung Geschäftsleitung auch bei mir selbst, weil ich ja eher der klassische Ingenieur bin, dass man hier auch Projekte ganz anders angehen muss schon mit Beginn des ersten Kundengespräches.

Ing. Madeleine Mickeleit

Mmh. Wie macht ihr das so im klassischen Prozess? Weil im Endeffekt habt ihr ja auch eine bestimmte Logik, die sich etabliert hat in Prozessen, um Projekte anzugehen. Jetzt im IoT-Umfeld ist es ja eher das agile, man hat irgendwo neue Ökosysteme, die man braucht, Partner auf die man zugreift. Wie geht ihr da vor und wie schafft ihr das überhaupt so eine Agilität auch in euren Arbeitsalltag da reinzubringen?

Frank Seifert |

Das beginnt eigentlich schon wesentlich früher. Die Entwicklung ist gerade im Moment in der jetzigen Phase ja der zweite Schritt erst. Aktuell sind wir viel viel mehr in den Bereichen Consulting und Beratung im ersten Schritt unterwegs, weil die Kunden oder Interessenten in diesem Bereich oftmals gar nicht genau wissen, was sie wirklich wollen. Das ist sehr unterschiedlich, aber viele haben das Thema Digitalisierung und IoT irgendwo auf der Agenda. Die Technologien sind alle da. Wir haben hier ja auch mal ein ganz neues Zeitalter technologisch. Es sind jetzt alle Technologien da und man muss erstmal überlegen, was mache ich mit dieser schönen neuen Welt. Und deswegen beginnt das jetzt schon viel früher mit sehr intensiven Beratungsprozessen, Workshops, Ideation Workshops, Co-Creation. Und das ist eigentlich auch ein Thema was wir in der klassischen Automatisierung nie groß hatten. Beratung ja, aber nicht in dieser Intensität. Das ist schon mal der erste Unterschied. Und in der Softwareentwicklung, wenn man denn da reinkommt, ähnlich. Wir gehen dann wirklich a) hat man viele Dinge wie ein Proof-of-Concept, über einen MVP geht oder „Prototyping“ geht und dann sehr bald unsere Kunden versuchen, und das ist auch eine Erfolgsstrategie dann von den Kunden zumindest, Erfahrungen wieder von deren Nutzern zu bekommen. Und in der klassischen Automatisierungswelt hast du ja oftmals ein Lastenheft-/ Pflichtenheftphase. Da steht dann fest, man plant Wochen und monatelang, erstellt Software und dann geht man auf eine Anlage und nimmt diese in Betrieb. Und da sind eben jetzt auch ganz andere Entwicklungsprozesse.

 

Ing. Madeleine Mickeleit

Was siehst du da bei deinen Kunden für Ansätze und Ideen? Du sagtest jetzt gerade, häufig wissen die Kunden selber noch nicht, sage ich mal, 100 % nicht was sie wollen, was sie brauchen. Wenn ihr jetzt in so ein Beratungsprojekt reingeht, was siehst du da für Use Cases bei euren Kunden, die funktionieren im IoT-Umfeld oder zumindest ich sag mal, wo ihr schon mal Ideen habt wie im Rahmen von Proof-of-Concepts angegangen wurden im Mittelstand?

 

Frank Seifert |

Use Cases gibt es sehr viele über die wir reden, was momentan aus der Sicht Maschinenbau, das hatte ich eingangs erwähnt, ähnlich gelagert ist und sich bei vielen als erfolgreich zeigt, ist erstmal dieses Thema Transparenz über meine Maschinendaten zu bekommen und ein Thema was sich rund um Maintenance-Aktivitäten oder die Themen, die sich um Maintenance, interaktives Maintenance mit dem Betreiber am Ende der Anlage und den Maschinenbauer eben über Plattformen, IoT-Plattformen abspielt, das sind relativ erfolgreiche Themen bei den Kunden, weil man darauf aufbauend auch weitere, wenn ich erstmal weitere Daten habe, kann ich daraufhin auch weitere Themen aufbauen. Und oftmals haben wir im Moment gemerkt, das Thema Maintenance der erste Einstieg ist.

Ing. Madeleine Mickeleit

Mmh. Kannst du das mal, vielleicht einfach mal ein Beispiel nennen? Also Predictive Maintenance. Habt ihr da einen Kunden, der eine konkrete Problemstellung hatte, mit dem ihr da zusammenarbeitet oder was bedeutet für euren Kunden beispielhaft Predictive Maintenance in dem konkreten Fall?

Frank Seifert |

Also mit Predictive Maintenance gehe ich immer noch von der Wortbildung ein bisschen vorsichtig um, weil wir haben einige Erfahrungen und Kenntnis in der Anwendung mit KI-Methoden und Modellen. Wir sind mit diesen Produkten noch nicht wirklich in einer Predictive Maintenance, das muss ich dazu einschränkend sagen, aber dahin wird die Reise gehen. Im Moment bei einem konkreten Beispiel: wir haben bei einem Kunden, das sind wirklich Schwermaschinen im Bereich Mining, ursprünglich ein bisschen Zementindustrie, Mining oder Glas-Recycling, also so größere Mahlanlagen, relativ schwere Maschinen und auch verschleißbringende Prozesse und das ist der typische Fall, eine deutsche Firma und sogar 80 % der Projekte und Anlagen stehen irgendwo weltweit verteilt. Und der Kunde hatte bisher ja meist ein Einmalgeschäft, die Maschine wurde verkauft. Er hatte vielleicht ein Remote-Service-Vertrag und wusste auch nicht genau wie arbeitet die Maschine und dort sind wir wirklich über einen Workshop-Prozess über Ideation-Workshops hingegangen und haben erstmal die Herausforderungen gemeinsam ausgearbeitet. Was sind das denn für Herausforderungen des Kunden, also des Maschinenbauers in dem Moment und was würde er sich denn gern für Ziele setzen? Wir sagen manchmal, es kann mal so ein „Wünsch-dir-was-Prozess“ sein, man muss natürlich herausarbeiten, was ist realisierbar und technologisch passt alles, aber auch im Kostenrahmen. Und ich könnte dir ein paar Beispiele nennen, was man dort für Themen angesprochen hat. Und das ist ein typischer Prozess als Einstieg, nämlich wirklich 2-3 Workshops.

Ing. Madeleine Mickeleit

Okay. Wenn man jetzt über Glas-Recycling spricht. Wie ist so eine Anlage aufgebaut und was sind das so für Daten, sag ich mal, Daten, die ich in so einem Feld benötige oder bräuchte, um vielleicht auch meinen Service darauf auszurichten? Ja, vielleicht auch prädiktiv diesen Prozess auch zu überwachen und dem Kunden vielleicht Hinweise zu geben zum Betrieb usw. Oder was, wie sagt man so schön, die „Pains“ des Kunden?

Frank Seifert |

Ja. Also du musst dir vorstellen bei diesen Anlagen, es wird Bruchglas, was bei uns in Deutschland typischer Weise in diesen Glascontainern landet, wird kleingemahlen, eigentlich nahezu zu Glasstaub. Es ist eigentlich wie Zement am Ende, also zu ganz feinem Staub wird das Zermahlen. Und man kann sich vielleicht vorstellen, dass dieser Prozess, der dessen abrasive Stoffe sehr verschleißbringend ist. Man hat also Silo-Technik und diese Förderbänder, die Bruchglas in die Anlage fördern und dann wird es über einen Kreislauf so lang vermahlen mit Sichter-Technologie, das feine Material geht schon raus und was noch nicht fein genug ist wird in den Kreislauf zurückgespeist bis ich am Ende wirklich diesen feinen Glasstaub habe. Und ich habe dort also Hydraulikaggregate mit Ölüberwachung, mit Filtern drin, ich habe verschiedene Filtersysteme für die Abluft und ich hab natürlich diese Walzen, zwischen denen das Glas vermahlen wird, die werden mit hohen hydraulischen Drücken aneinandergepresst wird und ich habe große Belastungen auf Getrieben und auf Motoren. Das sind eigentlich viele Dinge, die wir dort überwachen, d.h. Vibrationen an den Motoren, Überwachung von Ölqualität, von Öl von Filtern und das sind eben eigentlich typische Messgrößen, die bei vielen dieser Anlagen immer wieder auch im Gespräch sind, die wir auch dort überwachen. Wir hatten natürlich eine Steuerung mit lokalem HMI-System, klar, wo ich auch benachrichtigt werde und eine gewisse Logik da schon drin habe, natürlich, aber man erhofft sich hier natürlich jetzt durch die Langzeitaufzeichnungen von Daten und auch erkennen von Zusammenhängen, wie wirkt sich mein Rohmaterial, das ist ein wesentlicher Punkt, das konnte ich vorher nicht so genau erfassen, wie wirkt sich das auf die Zusammensetzung meines Rohmaterials oder auch z.B. Umgebungsbedingungen im Sinne von Feuchtigkeit in der Umgebungsluft spielt hier eine große Rolle, weil es sonst zu Verklebungen kommt. Und wenn ich diese Daten jetzt erfasse und auswerte über wirklich mehr Langzeitdatenauswertung komme ich hoffentlich auch dahin echte Predictive Maintenance abwickeln kann. Im Moment sind diese Konzepte, dass wir wirklich erstmal auch Grenzwertbildungen vornehmen und rechtzeitig informieren, bevor das lokale HMI anspricht, aber auch schon gewisse Intelligenzen haben, um Hochrechnungen von Laufzeiten von Schaltspiegeln mit einer Wichtung durchzuführen, um erstmal diese Vorstufe sagen wir proaktive Serviceaspekte umzusetzen, denn für echte Predictive Maintenance brauchen wir auch ein stückweit Datenanalytics. Das ist gerade eine Phase,in der wir drin sind. Da kann ich im Moment noch keine Ergebnisse berichten, das wird die nächste Stufe sein.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Okay. Super spannend. Wie bringt ihr da euer Automatisierungswissen mit ein? Wie sieht so eine, sag ich mal, Konnektivitätslösung dann ein stückweit aus? Also ich habe dann wahrscheinlich den Maschinenbauer, der so ein EDGE-Device hat, auf dem solche KI-Algorithmen laufen. Wie sieht so ein Konzept von euch dann aus?

Frank Seifert |

Zum einen ist ja bei uns für einen Maschinenbauer von Vorteil, dass wir irgendwo mit dem Maschinenbauer auf Augenhöhe reden können, da wir viele verschiedene Prozesse in unserer 20-jährigen Automatisierungsgeschichte schon erlebt haben und reden nicht nur mit dieser IT-Brille oder  haben nicht nur die IoT-Brille auf. Das ist oftmals schon sehr wichtig, um die Prozesse zu verstehen. In Richtung, wenn du ansprichst Konnektivität, versuchen wir natürlich immer die optimale Lösung zu finden. Ein Beispiel wäre: ich habe an der Anlage in diesem genannten Beispiel natürlich schon eine SPS und wir haben da im Moment einen kleinen Industrie-PC an der Anlage noch installiert, machen dort eine gewisse Datenvorverarbeitung, Datensammlung und schicken dann konsolidierte Daten über eine Konnektivität, in dem Fall ist es Siemens MindSphere im ersten Beispiel gewesen und schicken dann diese konsolidierten Daten in die MindSphere.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Mit welchen, wenn du jetzt beispielsweise Siemens MindSphere ansprichst, mit welchen Partnern arbeitet ihr in solch einem Case und wer übernimmt da welchen Teil? Da gehört ja auch eine App dazu, Connectivity-Konzept usw. Welchen Bereich beim IoT-Schichtenmodell übernehmt ihr da bzw. bis wohin?

Frank Seifert |

Gegenüber dem Kunden, ohne jetzt übertreiben zu wollen, bieten wir ihm eigentlich das komplette Lösungspaket. Natürlich mit Partner, aber wir sehen uns als Lösungsanbieter. Wir versuchen dem Kunden eine ganzheitliche Lösung zu bieten mit diesem holistischen Ansatz, die wir eben in dieser OT-IT-Verbindung haben. Wenn wir also mehr über seioTec mehr reden über diese IoT-Themen, für uns eigentlich ist der größte Anteil am Ende die App zu entwickeln. Das ist so der größte Wertschöpfungsprozess für uns selbst, die App zu entwickeln und sogar für manche Kunden die App zu betreiben und ihm damit ein Rund-um-sorglos-Paket zu liefern. In dem Thema Konnektivität versuchen wir natürlich auf etablierte Gateways-Lösungen zu setzen. Da wollen wir ja das Rad nicht neu erfinden an dieser Stelle, also dort arbeiten wir mit Partnern, meistens in dem Sinne von Komponentenzulieferer, wir sind auch ständig auf der Suche nach neuen Partnern dort für z.B. EDGE-Devices, für Gateways. Wir setzen natürlich auf die etablierten Plattformanbieter. Wir hatten schon MindSphere genannt, wir sehen uns als neutraler Partner, wir realisieren auch Applikationen nativ auf Microsoft Azure oder auf Amazon Web Services. Das heißt, wir versuchen eigentlich die beste Kundenlösung herauszuarbeiten.

Ing. Madeleine Mickeleit

Nur kurze Zwischenfrage. Siehst du, weil du jetzt den applikativen Teil angesprochen hast, siehst du da für euch einen skalierbaren Ansatz im Sinne von, ihr habt da vielleicht eine Applikation für ein Glasrecyclingthema. Kann ich das auch oder wollt ihr diese App auch verkaufen, wie man das aus dem privaten Umfeld kennt oder ist das kundenindividuell oder welche Ansätze siehst du da in der Richtung?

Frank Seifert |

 

Ja, auf jeden Fall. Wir haben ja 3 Geschäftsmodelle im IoT-Umfeld. Das eine beginnt im Consulting und endet in einer kundenspezifischen Applikation. Das ist ein typisches Projektgeschäft eigentlich. Das zweite ist, dass wir natürlich auch gern generische Apps entwickeln wollen und den ersten Ansatz gibt es auch, nämlich genau aus diesem Maintenance-Umfeld. Wir sind gerade dabei diese Kernfunktionalitäten aus unserer Erfahrung Maintenance Applikation in eine generische Maintenance App zu gießen und die dann hoffentlich auch in Zukunft auf etablierten App-Stores in diesem industriellen Kontext wirklich als Produkt auch verkaufen zu können. Wo der Kunde eben sagt, ich lad mir die seioTec-Maintenance App und ich benutze diese einfach nur und das ist natürlich auch in unserem Fokus und ich bin davon überzeugt, dass umso mehr Applikationen bei den Kundenprojekten realisiert werden, werden auch zukünftig weitere Ideen kommen. Vielleicht immer mal für kleine Teilfunktionen im ersten Schritt, um generische Apps zu entwickeln und generische Lösungen. Das steht auch ganz klar im Fokus in der Zukunft, weil es ist halt ganz ehrlich, es gibt glaube ich insgesamt noch zu wenig Use Cases und damit ist es natürlich schwer, diese Funktionen die jeder nutzen kann, auszuarbeiten, aber das steht bei uns ganz klar im Fokus.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja, wenn ich jetzt so in Richtung Mittelstand blicke mit diesen Apps, geht das dann auch so in Richtung Mini MES-App oder Ähnliches? Weil man kennt das ja häufig, dass auch mittelständische Kunden, einige haben vielleicht ein MES-System, aber die Vielzahl vielleicht auch nicht, kann ich so etwas dann auch über eine IoT-App lösen? Geht das so in die Richtung oder ist das noch einmal was anderes?

Frank Seifert |

Ja, gutes Stichwort. Ja, ist ein zweiter Bereich neben diesem klassischen Maschinenbau, den wir gemerkt haben in den vielen Vertriebsgesprächen, auch Kundengesprächen des letzten Jahres, dass ein zweites Feld, genau wie du das gesagt hast, der Mittelstand oder kleinere Mittelstand, denn wir haben ja gerade Kunden so Fertigungsunternehmen, die haben mehrere CNC-Maschinen stehen und vielleicht noch ein paar andere Verarbeitungsmaschinen, ist aber keine größere Fertigung. Sie haben, wenn es gut geht ein EAP-System, aber selten ein MES-System, würden aber gern in ihrer lokalen Produktionsumgebung Transparenz über ihre Maschinendaten haben. Das sind natürlich andere Gründe. Dort geht es um OEE-Themen oftmals, also Effizienzkennzahlen, auch dort lokal natürlich Predictive Maintenance-Themen, kann ich Dinge schon vorhersagen, warum stockt mein Produktionsfluss, liegt es an fehlenden Rohstoffen, liegt es daran, dass mein Einrichter die Maschine nicht rechtzeitig wieder gestartet hat oder oder. Es gibt also viele Dinge und der Vorteil ist mit diesen Technologien, da reden wir wirklich über EDGE-Technologie in Kombination mit IoT, dass dieser kleinere Kunde, der sowieso schon keine IT-Abteilung hat, sich nicht um diese ganzen IT-Themen kümmern muss, weil das sind halt jetzt Technologien, es läuft ja irgendwo auf ein EDGE-Device, browserbasiert, er muss keine große IT-Installation durchführen und sich nicht um Windows Update kümmern. Aus diesem Grund ist für den diese Technologie sehr interessant. Und das ist gerade ein zweiter Kundenbereich auch, den wir weiter fokussieren.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Für viele kleinere Kunden ist das wahnsinnig spannend. Jetzt wollte ich gerade, du hast das gerade eben schon angesprochen, dass ist dann aber eine Lösung die ihr On Premises, also auf einem EDGE-Device laufen lasst. Das ist dann kein klassischer IoT-Case, wo man sagt, ich bau jetzt eine Mini-MES in der Cloud. Oder nutzt ihr da schon Cloudressourcen in dem Fall?

Frank Seifert |

Gemischt. Der erste Ansatz ist On Premises und da du vorhin auch das Thema Ökosystem angesprochen hast und das ist eigentlich ein gutes Stichwort an dieser Stelle, hier taktieren wir z.B. auch Firmen, die das Management von EDGE-Devices, zentrales Software-Roll-Out und ähnliche Themen adressieren. Dort gibt es im Moment eine beginnende Kooperation aus deinem IoT-Podcast heraus mit der Firma CTO Cybus GmbH mit der wir jetzt mal ein erstes Projekt starten wollen, da die diese Konnektivität im Shop Floor haben.

Ing. Madeleine Mickeleit

Oh, schön. Ja, stimmt der Peter hatte ja auch schon mal im Podcast eine Lösung zu MES Middleware gesprochen.

Frank Seifert |

Genau. Also, natürlich versuchen wir da auch in verschiedenen Ökosystembereichen gute Partner zu finden, die die besten Lösungen finden. Man kann das nicht alles selbst in diesem Umfeld. Ganz klar. Wir treten dann gegenüber dem Kunden als Gesamtlösungsanbieter auf, aber wir versuchen auch durch gute Kooperationen und Partnerschaften das zu lösen. Und ja, vieles im Moment auf dem EDGE-Device, wir haben gerade einen Fall, wo ein Kunde z.B. 2 Produktionsstandorte hat, und dort ist gerade die tolle Mischung, ja jeder Standort lokal wird auf dem EDGE-Device ausgewertet, aber wir haben eben durch unser Know-how auch die Möglichkeit konsolidierte Daten beider Standorte in der Cloud, also auf der IoT-Plattform für ihn abzubilden. Damit hat er aus der Geschäftsleitung eine Transparenz auch von gewissen Daten über beide Standorte.

Ing. Madeleine Mickeleit

Wir hatten jetzt so stark den Bereich Maschinen- und Anlagenbau in den Fokus geholt. Habt ihr auch Use Cases oder Projekte, die in einer ganz anderen Branche stattfinden, die ihr vielleicht vorher gar nicht auf dem Schirm hattet? Ich weiß nicht, wie seid ihr da unterwegs?

Frank Seifert |

Ja. Also es ist wirklich spannend überhaupt, über welche Use Case man teilweise spricht und ein ganz interessanter, den ich nie auf dem Schirm hatte, hat sich jetzt hier in Thüringen ergeben, auch durch eine Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Industrie 4.0 in Ilmenau und einen ERP-Systemintegrator, die IoT-Plattform-Technologie nutzen, um, wir haben wir das mal genannt, fertigungsübergreifende Planung zu realisieren, d.h. ein OEM mit mehreren Zulieferern kann seine ERP-Planung synchronisieren mit den Unteraufträgen, die er an seine Unterlieferanten gibt und erhält somit ein gesamtes Bild seiner Gesamtladung inklusive der Teilkomponenten,  das sind also ganze Baugruppen, die er sich zuliefern lässt und da verbinden wir also ganze Produktionsstandorte über die Plattform. Und das ist also ein ganz spannendes Thema, an das ich vorher nicht gedacht hätte, aber es hat sich aus solchen Gesprächen ergeben und ist wirklich ein ganz spannendes Thema.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Was ist das dann für ein Kunde, wenn du sagst OEM? Kann man den nennen? Oder ist das ein geheimes also „restricted project“?

Frank Seifert |

Ja. Das hat im Moment noch ein stückweit noch Forschungsprojektcharakter. Also man kann das ruhig sagen, das ist ein Medizingerätehersteller, der mehrere Lieferanten hier in Thüringen hat und das Problem eben bisher hatte, so etwas läuft heutzutage immer noch diese Unteraufträge über, ja es wird ein Auftrag erteilt und Lieferdatum festgelegt und dann erfolgen weitere Absprachen telefonisch oder per E-Mail ………. rechtzeitig ist das Teil da. Und jetzt entsteht praktisch folgende Transparenz, dass der OEM als Auftragsgeber kann wirklich sehen, ist bei meinem Unterlieferanten das Teil wirklich schon in der Endkontrolle oder noch in der Vormontage. Und ich habe immer gedacht, das will doch keiner, weil natürlich hat der Lieferant vielleicht auch Angst davor diese Transparenz zu zeigen und es zeigt sich jetzt aber, dass beide sagen wir haben einen Mehrwert, weil das Vertrauen größer wird und ich muss natürlich eine gewisse Transparenz an den Tag legen, die es vorher nicht gab. Aber für den OEM ist es auch ein Thema weiterhin mit dem Thüringer Unternehmen vielleicht zusammenzuarbeiten, weil die Vertrauensbasis untereinander wesentlich gestärkt wird dadurch und ganz spannend in dem Projekt ist noch, dass wir, am Anfang hat man nur über diese ERP-Daten geredet und mit den Technologien, die wir jetzt in dem IoT-Kontext haben und auch mit dem wiederum bei uns Automatisierungs- und Shop Floor Know-how und auch Konnektivitätslösungen irgendwo zu integrieren, können wir in diesem Projekt sogar Wähl-time-daten der Maschine finden, mit in diesen Datenpool der eigentlichen Planung integrieren. Somit geht man weg von einer stringenten reinen Planungsschiene, man kommt sogar die Rückmeldung aus dem Shop Floor. Und dann wird das Thema noch spannender.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja, d.h. ihr könnt, was du gerade sagtest, wo ist mein Teil, ist das noch in der Endmontage oder irgendwo in der Endkontrolle, d.h. ihr connected die Daten z.B. aus einer Montagestation, wo ihr über Stückzähler dann geht oder wie funktioniert das dann oder welche variablen Parameter braucht ihr da aus dem Feld?

Frank Seifert |

Also, im ersten Schritt geht es ja darum, wir müssen quasi noch mal einen Schritt zurück. Es gibt eine ERP-Planung, d.h. OEM hat irgendwo einen Ablauf geplant für eine Montage eines Gesamtanalysegerätes und ein Teil davon liegt bei einem Unterlieferanten und der hat seine eigene ERP-Planung, wann ist das Teil in meiner Produktion geplant. Und jetzt können wir, das sind sogar ganz wenige Daten nur, wir wissen wo sich diese Baugruppe gerade befindet über RFID, einfache RFID-Verfolgung in der Produktion und können somit erstmal nur zurückspielen und das ist schon ein großer Mehrwert, ist eben das Teil jetzt noch in meiner Vormontage oder ist das Teil in der Endkontrolle angekommen. Das reicht ja aus, um den Planungsablauf des übergeordneten OEM-Unternehmens wesentlich besser wieder zu adaptieren. Darum geht es ja hier. Wir haben ja einen sehr innovativen ERP-Integrator quasi mit im Boot in diesem Konsortium, das ist quasi hier die Universität in Ilmenau und ein ERP-Systemintegrator und wir, also wie gesagt, ich kann da nicht allzu viel zu sagen, weil es hat noch Forschungscharakter, es ist schon prototypisch, es ist schon realisiert hier in Thüringen, aber ich kann da im Moment noch keine Namen nennen.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Na klar. Können wir ja auch vielleicht nachreichen so in einem halben Jahr. Je nach dem.

Frank Seifert |

Richtig, was du da gerade sagst. Man prüft quasi auch gerade, welche Daten kann ich denn sinnvoll aus der Produktion noch mit einfließen lassen, weil das Know-how des ERP-Integrators ist quasi diese Planungsprozesse vollkommen dynamisch und automatisiert neu zu rechnen. Also Produktionsplanungsabläufe neu zu berechnen auf dem EDGE-Device. Man redet da von einem digitalen Schatten, also kein digitaler Zwilling, das wäre sonst ein unscharfes Bild als digitaler Schatten, also ein digitales Abbild der kompletten Produktionsplanung und das wird adaptiert in Abhängigkeit u.a. viele Parameter, Personalressourcen, was nicht so unser Thema ist, aber für uns das Interessante in Abhängigkeit der Zulieferer. Wo steht das Teil gerade beim Zulieferer. Und das ist wirklich eins der spannendsten Projekte mal, wenn ich in die Zukunft blicke, bei dem wir da gerade dran sind.

Ing. Madeleine Mickeleit

Jetzt hast du ja mehrere Projekte, IoT Use Cases usw. gesehen auch beim Mittelstand. Hast du vielleicht Tipps aus der Praxis, wo du sagst, hey, da sollte man im Vorfeld drauf achten oder da haben wir einen Fehler gemacht, da hätten wir ein bisschen Zeit gespart oder Ähnliches? Hast du das aus dem Projekt mal ein Beispiel, ohne jetzt irgendjemand zu nennen oder das Know-how an dieser Stelle mal mitgibt?

Frank Seifert |

Ja, ich würde das mal als allgemeines Beispiel formulieren. Aus der Projekterfahrung jetzt von mittlerweile fast 2 Jahren in der Umsetzung solcher Projekte. Wir haben uns am Anfang zu sehr auch auf die komplette technische Lösung auch am Ende ja frühzeitigen Projekt wie ist die Konnektivität oder was haben wir für Funktionen konzentriert und was sich herausgestellt hat auch aus Sicht des  späteren Anwenders oder unseres Kunden, wir starten jetzt immer ganz ganz früh rein erst mal UX-Design. Wir starten mit UX-Design.

Ing. Madeleine Mickeleit

Also User Experience im Sinne von, wie es am Ende für den Bediener aussieht sozusagen.

Frank Seifert |

Genau. Weil damit ist schon mal wirklich die komplette, ich sag mal, auch costumer journey soweit eigentlich abgebildet, auch wenn die Funktion dahinter noch gar nicht entwickelt ist und der Kunde kann damit frühzeitig mit seinem Vertrieb oder seine weiteren internen Stakeholder mit ins Boot nehmen oder kann eben schon vertrieblich sogar, das ist ja schon ein funktionales Abbild, man kann also wirklich bedienen, den Browser z.B., es kommen keine Ergebnisse zurück, aber ich kann mich schon mal navigieren. Und das sehr gut im Moment, dass wir es schon recht weit getrieben haben, manchmal für uns zum Nachteil, weil die Kunden denken dann schon, ach ihr seid doch schon fertig, es ist schon alles entwickelt, warum kostet das jetzt noch einen Preis X, weil es sieht schon so realitätsnah aus, aber bietet für diesen Maschinenbau, der sich z.B. auch sehr schwer tut mit solchen neuen Themen frühzeitig die Möglichkeit auch an seine Kunden zu gehen und eben auch, wie ich sagte, Stakeholder da mit ins Boot zu nehmen. Und dann entwickeln wir parallel mit kurzen Sprints Funktionalitäten weiter. Das ist also eine wirklich sehr wichtige Erfahrung, die wir auch selbst machen mussten, dass das so wesentlich besser geht.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Jetzt seid ihr ja auch noch in anderen Projekten unterwegs. Vielleicht können wir die ja noch ganz kurz ansprechen. Ihr habt ja, glaube ich, auch so ein Forschungsprojekt, was ihr am Rande macht, habe ich gesehen. Was hat es damit auf sich und wie seid ihr sonst noch unterwegs auch in anderen Branchen?

Frank Seifert |

Ja, wir sind auch in diesem Kontext IoT in einem sehr spannenden Forschungsprojekt involviert. Dieses Projekt nennt sich „Spacer“, findet man auch unter spaicer.com, glaube, ich, da muss ich jetzt passen, aber du wirst ja den Link bekanntgeben. Es gab Anfang letzten Jahres die KI-Initiative der Bundesregierung, also den KI-Innovationswettbewerb, wo sich mehrere Konsortien beworben haben, um KI-Technologien weiter zu entwickeln und wir haben das Glück, dass wir in einem Konsortium unter Federführung des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz, DFKI, hier bis in die letzte Runde und dann sogar Ende 2019 ausgewählt wurden aus anfänglich, glaube ich, 85 Anträgen oder gar 100 Anträgen und es sind jetzt, glaube ich, 13 Projekte gefördert und hier geht es um Resilienz-Management für die Industrie. D.h. wie kann man Firmen stärken und resilient machen gegenüber externen Einflüssen? Dort werden mehrere Themen betrachtet, also das einfachste vielleicht zum Erklären. Wenn ich im Shop Floor Resilienzen, wir sprechen hier in diesem Projekt über Micro-Resilienzen, wäre z.B. ein typischer Ansatz für Predictive Maintenance, was passiert, wenn ich meine Teile nicht im Lager habe. Oder kann ich Werkzeug wo…. voraussagen? Wie kann ich mich das nächste Mal darauf besser vorbereiten? Das wäre so eine Micro-Resilienz, aber das geht bis hin zu Themen wie z.B. im letzten Jahr Niedrigwasserstand an unseren Flüssen und Blei-Chain-Ketten sind unterbrochen, BASF konnte keine Rohstoffe mehr haben und hätte man das über Methoden der KI und natürlich deswegen auch auf Plattformen unter Einbeziehung von Wetterprognosen etc., hätte man das vorhersehen können in gewisser Weise und hätte man die Produktionsplanung oder die Planung von Lieferketten dadurch anders gestalten können. Das ist in wenigen Worten, also wen es interessiert, bei uns mal auf die Hompage schauen des Projektes, so grob beschrieben worum es geht und wir sind in diesem Kernkonsortium verantwortlich für dieses gesamte Thema Softwareentwicklung auf der Plattform. Es soll also am Ende wirklich, es sollen Applikationen, wahrscheinlich auch mehrere Teilmodule oder Teil-Applikationen entstehen, um dieses Resilienz-Management als Softwareapplikationen Firmen anbieten zu können, auf diesen unterschiedlichen Ebenen. Deswegen sicherlich auch mehrere Applikationen, die am Ende dort entstehen werden und Ziel ist dann wirklich ein Teil-Ökosystem entstehen zu lassen, wo dann eben auch andere die wiederum KI-Methoden für Wetterprognosen oder für Schifffahrtswege oder Ähnliches dort einspielen können, also Ziel ist es, ein Teil-Ökosystem in diesem Kontext zu schaffen. Und, ja das Projekt läuft jetzt über 3 Jahre mit einem ganz tollen Konsortium, wo ganz namhafte Industrieplayer mit uns gemeinsam arbeiten. Und da freuen wir uns natürlich bei solch einem Projekt mit dabei zu sein, auch neueste Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung, Hochschule, Landschaft, Forschungseinrichtungen, ja auch für uns ist das natürlich irgendwo ein unheimlicher Wissenszuwachs und Know-how-Zuwachs.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Wie du schon sagtest, ich werde diese ganzen Use Cases, die wir jetzt besprochen haben, entsprechend verlinken und auch das „Spacer-Projekt“, dass man die Website auch findet, wenn Interesse aufkommt, sonst gibt es ja sowieso den Connect zu dir. Jetzt mal in die Zukunft geblickt, noch bevor ich jetzt zum Ende komme, was wird, glaubst du, in den nächsten 5 Jahren immer wichtiger werden, was werden wir am IoT-Markt sehen, vielleicht auch im Mittelstand vor allem? Was glaubst du wird kommen in den nächsten 5 Jahren?

Frank Seifert |

Ich glaube, dass gerade jetzt natürlich, wir reden jetzt zwar in einem krisenbehafteten Kontext über das Thema Digitalisierung, aber ich hatte jetzt auch schon das Glück 1 – 2 Kundengespräche wieder zu haben und ich glaube, wirklich dem mittelständischen Maschinenbauer ist bewusst geworden, Digitalisierung ist eine Thema, das muss er sich auf die Fahne schreiben. Und man wird die reine Mechanik, solche Dinge werden im Maschinenbau z.B. vergleichbarer immer mehr. Man kann sich noch durch Software-Applikationen wahrscheinlich immer mehr mit einem Anteil KI hier vielleicht auch noch abheben, kann neue softwarebetriebene Themen seinen Kunden anbieten, wo man entsprechend natürlich Vorteile am Markt haben kann. Ich glaube auch, da es sich wirklich, man hat das gemerkt, die letzten 2 Jahre waren viele interessiert, aber es hat eben an den konkreteren Vorstellungen gefehlt und ich glaube, da wird sich die nächsten 5 Jahre extrem etwas tun, auch durch das Wachsen der Ökosysteme, du hattest viele sehr interessante Firmen ja auch in deinem Podcast, die von Konnektivität von den kleinsten Sensoren auch zu dann eben Preisen, die man dann auch entsprechend darstellen kann am Markt und damit werden viele digitale ……. Entstehen, über die wir uns jetzt überhaupt noch nicht bewusst sind und da sehe ich auch für uns große Chancen. Ich sehe dort wirklich eine Zukunft. Im Bereich KI wird es wichtig sein, erklärbare KI, auch eine Rückspiegelung die ich geben kann, die viele bestätigen. KI im Sinne von Big Data zu Smart Data und ich fange etwas mit deinen Daten an und es kommt am Ende ein tolles Ergebnis raus, wenn ich das richtig interpretieren kann, wird es nicht auf Akzeptanz stoßen. Wir denken ja in vielen Projekten über das Thema KI nach. Es muss aber in gewisser Weise trotzdem noch durch den Fachexperten nachvollziehbar sein. Er kann es nicht bis zum letzten Detail verstehen, aber es muss reproduzierbar sein, was hat die KI jetzt wirklich bewirkt. Und ich glaube, da wird man auch in den nächsten Jahren viel in dem Bereich KI diskutieren, wie setze ich KI ein, wo sind auch Grenzen, auch ethische Grenzen und ja, das wird uns, glaube ich, in diesem Bereich auch die nächsten 5 Jahre uns alle gemeinsam beschäftigen.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja. Vielen Dank für deinen Einblick hier. Ich finde es auch wahnsinnig spannend aus eurer Brille betrachtet. Ich meine, ihr kommt aus der Automatisierungswelt und seid natürlich auf diesem Fokus auf Augenhöhe mit vielen, sag ich mal, Hörern, die jetzt auch aus den verschiedensten Branchen kommen, die genau diese Themen vor der Brust haben und es ist wirklich super spannend was ihr da geschaffen habt, auch mit seioTec. Wir hatten ja jetzt verschiedene Use Cases von Schwermaschinen Mining, über das Thema des Medizingeräteherstellers aus der EAP-Integration von Daten von Zulieferern bis hin zu ERP, wie sagt man, Mini-MNS–Systeme. Ich werde das auch entsprechend auch verlinken. Und wenn Interesse besteht, wie erreicht man dich am besten? Ist das dann über seioTec über die Website oder LinkedIn oder wie kann man dich am besten erreichen?

Frank Seifert |

Ja, also über die seioTec-Hompage, auch über LinkedIn bin ich aktiv, erreicht man mich. Du wirst die Kontaktdaten ja auch noch hinterlegen. Also über SEITEC oder seiOTec Hompage oder LinkedIn sind die besten Methoden, dort sind alle Kontaktdaten hinterlegt. Da bin ich erreichbar.

Ing. Madeleine Mickeleit

Okay. Super. Ja, Frank, dann danke ich dir ganz herzlich für deine Zeit und für deine ganzen spannenden Einblicke hier. Ich denke mal, aus eurer Sichtweise ist das Ganze auch noch mal ein bisschen verständlich geworden und man kann das Ganze in der Praxis auch greifbar gestalten anhand der Use Cases, die verlinke ich ja entsprechend, die werden wir ja auch veröffentlichen. Ja, vielen Dank nochmal. Ich habe mich sehr gefreut, dass du dabei warst. Vielen Dank für deine Zeit und genieß die restliche Woche.

Frank Seifert |

Ja, auch vielen Dank für die Einladung. Es war sehr spannend und ich freue mich auch auf deine zukünftigen Gäste. Es ist wirklich ein toller IoT-Podcast. Prima, dass du den Mut hattest, auch diesen IoT-Podcast zu starten. Ja, vielen Dank.

Ing. Madeleine Mickeleit

Ja, sehr gerne. Ich danke dir. Bis dann. Schau.

"einfache und effektive Kommunikation auf dem Shopfloor"

Dr. Marco Link |

Darüber hinaus natürlich klassische Fälle, die jetzt beispielsweise auch auf der IoT-Plattform umgesetzt worden sind. In Kooperationsprojekt ist beispielsweise das Thema, was die Firma Dürr für das Automotive Segment gemacht hat, die nennen das Textur Analytics ist im Prinzip  eine Streaming Applikation, die direkt auf dem Shop Floor an den verschiedenen Lackierrobotern, das sind immer solche Stationen, also Dürr baut ja immer Lackierroboter, die den Automobilen entsprechend lackiert werden. Das sind oft so sechs oder acht Roboter, die an einer Station stehen und diesen Lackiervorgang durchführen. Und hier ist es so, dass diese Edge Komponente dieser IoT-Plattform, diese Daten der Roboter, in Echtzeit aufnimmt und auf Basis verschiedenster Patterns dem Werker vor Ort entsprechende Hinweise gibt, ob es irgendwo zu Drucklufthemen kommt oder zu Fehlerfälle kommt, die dann letztlich auch dazu führen können, dass auch der Lack dann entsprechend nicht so ist, wie er sein soll. Das ist auch ein Thema was Dürr im Kontext Adamos zusammen mit Software AG entsprechend aufgebaut hat und was dann auch und das ist das Schöne an der Community, was dann auch wieder aufgegriffen wird jetzt von anderen Partnern, wo sie sagen wir haben zwar nicht den Fall, aber bei uns ist der Fall ganz ähnlich, so dass dann ein Großteil der Entwicklung an der Stelle dort auch entsprechend wiederverwendet werden kann.

💡Use Case 2 | Dürr (u.a. Lackierroboter) „DXQ Equipment Analytics“ | Störungen beseitigen, #Wartungsarbeiten unterstützen, Produktqualität sicherstellen

"Qualitätseinbußen im Lackierprozess durch live Monitoring vermeiden"
Jetzt Expertenbeitrag zur "DXQ Equipment Analytics" lesen

Ing. Madeleine Mickeleit |

Gut, okay. Super spannend. Wie kamt ihr da genau in das Projekt mit herein, also Dürr als Mitglied als Mitglied, Shareholder, also wie sieht so ein Prozess mit dem Kunden aus? Also, wenn jetzt z.B. jemand anfragt der ein ähnliches oder vielleicht ein anderes Problem hat oder die Logik die gleiche ist. Wie geht ihr da genau mit dem Kunden vor?

Dr. Marco Link |

Gut. Wir als Adamos, nehmen an der Stelle natürlich eine vermittelnde Rolle ein und zwar eine Informationsverteilerrolle an der Stelle. Wir sehen natürlich Anforderungen, die existieren und können Applikationen oder Lösungen, die wir irgendwo anders gesehen haben, dann entsprechend matchen und die Personen zusammenbringen. Und man muss dazu sagen, die Partner arbeiten hier auch sehr, sehr eng zusammen. Die Shareholder arbeiten auch sehr eng zusammen. Die Partner arbeiten auch sehr eng zusammen, also das ist also schon ein sehr enges Miteinander. Wir sagen manchmal auch sehr vertraut miteinander. Großes Vertrauen, was auch gerade, ich meine es ist auch nicht selbstverständlich, dass diese Firmen in dieser Community auch die Türen aufmachen und sagen guck mal, das wollen wir die nächsten drei Jahre machen. Das sind unsere Strategien und so weiter. Und das zeichnet uns glaube ich hier an dieser Stelle aus und darüber finden sich dann letztlich auch die Projektpartner. Also vielleicht auch noch ein Beispiel. Wir haben als Adamos selbst eine generische OEE Applikation aufgebaut und das in Zusammenarbeit mit 4, 5 unserer Partnerfirmen getan, indem wir dann gemeinsame Sprint Reviews gemacht haben, die Anforderungen am Anfang gemeinsam aufgenommen haben und so zu einem Produkt kommen, was dann auch von mehreren für ihre Endkunden entsprechend genutzt werden können. Also letztlich alles im Sinne von Time-to-market für den Maschinenbauer an der Stelle und dadurch Mehrwert für den Endkunden.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ja, spannend. Und mit dieser OEE-App, d.h. die ist auch übertragbar auf mehrere, sag ich mal, Unternehmen, da sie ja auch komplex ist oder ein komplexeres Thema, Infrastruktur vor Ort oder je Prozess vielleicht auch. Also da haben dann so 4,5 Partner ihre Cases mit eingebracht und ihr habt z.B. daraus könnte man sagen Produkt entwickelt, was man auch skalierbar auf andere ähnliche Unternehmen anwenden kann? Habe ich das richtig verstanden?

Dr. Marco Link |

Genau, genau genau das Ziel ist es auch am Ende, ich habe ja vorhin von diesem Hub berichtet, am Ende natürlich auch immer mehr Anwendungsfälle zu generieren, die auch einen horizontalen Charakter haben. Denn auch der Endkunde interessiert sich in der Regel nicht für die Einzel OEE einer einzelnen Maschine, sondern für seine Produktionslinie haben. Und da kommen wir schon an den Punkt, du hast es vorhin schon mal angesprochen Geschäftsmodelle. Wie macht man das? Und das ist sicherlich nicht ganz einfach, weil man hier auch verschiedene, ja, wie soll ich sagen, Interessen der Einzelgruppen hat. Und das ist etwas, wo wir uns langsam vorarbeiten, wo wir Konzepte entwickeln. Wie kann man es trotzdem schaffen, dass auch eine skalierbare Zusammenarbeit zwischen diesen Partnern, zum Beispiel im Rahmen von so einer Applikation, auch später beim Rollout stattfindet? Vielleicht auch nochmal ein Beispiel aus diesem Übergreifenden raus. Eine große Herausforderung für spezielle Komponentenhersteller ist es ja, dass sie in der Regel zu ihren Kunden oder zu denjenigen, die ihre Komponenten in den Maschinen verbaut nutzen, oftmals gar keinen Kontakt haben, weil es dann immer über die Maschinenhersteller läuft, die diese Komponenten verbauen. Jetzt haben wir aber natürlich die Komponente Hersteller, die auch Applikationen bauen und Mehrwerte generieren, die dann teilweise für übergeordnete Applikationen der Maschinenhersteller interessant sind, aber teilweise auch für die Endkunden direkt interessant sind. Und mit diesem Hub, ich meine, das ist jetzt schon noch etwas Zukunft, weil das ist jetzt nicht der erste Schritt, den wir da dort angehen, aber mit diesem Hub werden wir eine zentrale Stelle schaffen, um diesen Datenaustausch dann auch zwischen Komponentenhersteller, Maschinenhersteller in Richtung der Endkunden auch stattfindet letztlich.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Hm, hm. Jetzt habe ich zwei Fragen einmal zu eurem Hub und zum anderen das Thema Multi-Cloud und der Komplexität und was du gerade gesagt hast, das ist ja genau der Fall, ich habe jetzt einen Komponentenhersteller, ich habe jemanden der die Maschine oder Anlage selber baut und verschiedene andere Bedarfsträger. Gibt es da schon einen Lösungsansatz oder habt ihr in dieser Beta-Version einen Ansatz gefunden wie man diese Multi-Cloud-Problematik und vielleicht auch Datenschnittstellen, das ist ja ein wahnsinnig komplexes Thema irgendwie lösen bzw. angehen kann?

Dr. Marco Link |

Also zu dem Thema Multi-Cloud ist unser Ansatz so wie schon eben gesagt, dass sämtliche digitale Lösungen Applikationen letztlich von demjenigen, der sie anbietet, auch komplett in der Verantwortung gehalten werden. Was wir nicht tun, ist, dass wir irgendwelche jetzt in diesem Hub Kontext auf der IoT-Plattform da machen wir auch Betrieb und so weiter, aber in dem Hub Kontext ist es so, ab hier ist der gesamte Betrieb für diese Applikation in der Verantwortung des Applikationsherstellers. Und wenn er sich für eine Plattform A, B oder C entscheidet, dann ist er auch verantwortlich dafür, dass es auf diesen Plattformen die entsprechende Applikation in den vertraglich auch vereinbarten SLA (Servicelevel) auch läuft. Man muss im Prinzip dann gewisse Agreements schließen. Wenn ich zum Beispiel für einen Prozess drei Applikationen habe, die laufen auf drei verschiedenen Technologien ein, dann müssen diese Anbieter natürlich auch nicht nur das technisch anwenden, sondern müssen auch gewährleisten, dass gewisse Verfügbarkeiten gegeben sind, ein gewisser Support auch gegeben ist. Das sind solche Voraussetzungen, die wir auch geben, um dann letztlich auch diese Applikationen in dieses Ökosystem einzubringen, die wir auch vorschreiben. Und dann ist es so, dass diese Applikationen verschiedene Kompatibilitätslevel haben können. Und das, was du sagst, es wird sehr schnell sehr komplex. Wir haben aber gesagt, wir wollen da die Komplexität im ersten Schritt mal gering halten und nicht direkt, so wie es oft passiert, mit dem Schwersten anfangen, sondern wir haben uns jetzt entschieden, wie eben schon angedeutet Log-in mit Adamos, Single-sign-on-Kompatibilität zu Applikationen im zweiten Level, das ganze Thema zentral abgelegt in Maschinenstammdaten, sprich der Kunde definiert am Ende seinen Maschinenpark, also der Maschinenbetreiber definiert, welche hundert Maschinen stehen in meinen Hallen, in welcher Zeit, in welchen Linien und so weiter. Und diese Daten können dann entsprechend von den verschiedenen Applikationen genutzt werden, wenn der Kunde es zulässt, da ist auch ein entsprechendes Rechtemanagement hinterlegt, so dass auch der Kunde gewissen Applikationen gewisse Daten zur Verfügung stellen kann. Der nächste Level ist dann zum Beispiel das ganze Thema Condition Monitoring, wo ich einfach eine Information darüber bekomme, in welchem Status ist die Maschine und alles, was über diese Levels hinausgeht, da sind wir gerade noch dabei, auch auf bestehende Standards aufzusetzen. Aber wir wollen es auch ein bisschen dynamisch gestalten. Wir wollen jetzt nicht sagen wir nehmen uns einfach einen Standard her und implementieren und hoffen, dass es dann funktioniert. Wir wollen das sehr dynamisch aufbauen, dass der Datenaustausch zwischen Applikationen mit einem geschickten Modell einhergeht. Aber das ist, wie gesagt, noch ein bisschen Zukunft nach vorne. Die anderen Themen glauben wir aber, dass wir damit auch schon enorme Mehrwerte generieren.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Hm. Noch mal eine kurze Zwischenfrage für die, die das Thema noch nicht so in der Tiefe kennen. Könntest du den Begriff Single-sign-on noch einmal erklären?

Dr. Marco Link |

Gut, das Single-sign-on ist ja letztlich wie aus Office Welt, kennen das glaube ich alle. Wir haben da gar kein Problem damit, wenn ich von Excel ins Outlook springe. Dann bin ich immer angemeldet als Marco Link. Die Applikationen, die momentan auf den Shop Floors dieser Welt unterwegs sind, haben teilweise nicht mal einen Log-in-Mechanismus und die Applikationen die aktuell von verschiedenen Herstellern auf ihren eigenen Plattformen angeboten werden, liefern entsprechend immer wieder die Möglichkeit mit, dass man die User, die diese Applikationen nutzen, immer entsprechend anlegen muss. Also man hat z.B. eine Instandhaltungsapplikation und ich muss jetzt sagen in meiner Firma arbeiten die 15 Leute damit. Die muss ich anlegen, einladen und dann können sie mit dieser Applikation arbeiten. Wenn ich jetzt aber davon ausgehe und das ist unsere Hypothese, die Welt entwickelt sich mehr und mehr in Richtung Cloud und die Applikationen werden mehr und mehr Datenapplikationen, dann möchte ich ja von der einen Applikation in die andere springen und möchte dann auch sofort dort angemeldet sein. Und wie gesagt für uns ist an vielen Stellen selbstverständlich für die Maschinenbetreiber, die verschiedene Hersteller hinter sich haben und es sind ja nicht nur die Hersteller sondern auch andere Softwareanbieter, die verschiedene Elemente hier mit aufbringen oder Software hier mit reinbringen ist das natürlich eine Herausforderung.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Okay. Eine Frage, die ich vorhin noch hatte zum Adamos Hub. Habt ihr da schon eine Art Logik oder irgendwie Filterkriterien wie auch immer wie man diese einzelnen, sag ich mal Themen auch clustert. Weil es gibt ja im Internet und überall so viele verschiedene Anwendungsfälle, verschiedene Stores, die sich an der einen oder anderen Stelle auftun. Habt ihr da für euch schon eine Art Logik entwickelt oder vielleicht auch schon einen Ansatz?

Dr. Marco Link |

Gut, wir sehen uns hier klassisch als Enabler. Wir sagen jetzt nicht, wir wollen jetzt den Shop oder das ist der einzige denn überhaupt aufbauen, sondern wir wollen ja unsere Maschinenbauer „enabeln“ ihre Applikationen zu verkaufen. Und in diesen neuen Subskriptionsmodellen und so weiter ist das Verkaufen ja gar nicht so wie sie das kennen, sondern da habe ich ja untermonatlich vielleicht dynamisch irgendwelche Veränderungen, da sind mal ein paar Maschinen mehr oder weniger oder ich habe zwei User weniger und und und. Und das abzubilden ist etwas was wir ja mit dem Store tun. Das ist der Aspekt wo der Maschinenbauer, sage ich mal, auch einen großen Vorteil durch hat, wir das entsprechend anbieten für ihn, wir ihm aber auch die Möglichkeit geben das ganze zu clustern. Und das ist jetzt meine Antwort auf deine Frage. Der Maschinenbauer A wird ein Portfolio zusammenstellen, was für seine Kunden interessant ist und wird dieses Portfolio auch in Richtung seiner Kunden entsprechend vermarkten. Da kann es natürlich sein, dass er auch nochmal Unterkategorien aufbaut, dass er sagt, das hier sind die werkzeugmaschinennahen Themen, das andere sind eher so die Planungsthemen, dass man das auch nach Wertschöpfungskette strukturiert. Da sehen wir jetzt öfter, dass das auch so passiert. Das überlassen wir aber sozusagen dem Maschinenhersteller, der sein eigenes Portfolio managen kann. Das Zweite, das habe ich auch vorhin schon kurz angesprochen, dass man das auch in verschiedenen Segmenten, in industriespezifischen Marktplätzen sieht, wo man sagt na ja, da kommen verschiedene Player, die rund um die Maschine sowieso unterwegs sind zusammen, da macht es mehr Sinn wenn man auch die gesamten Stakeholder dort auch mit einbezieht und das ganze branchenspezifisch aufsetzt. Das sind so die Ansätze, worüber dezentral auch die Portfolios gemanagt werden können und die Strukturierung, die von dir angesprochen wurde, auch entsprechend stattfindet.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ja, genau. Ich frag mich jetzt z.B., wenn ich ein Maschinenbauer bin, der gerade vielleicht eine sehr sonderspezifische Anlage hat und die wiederum seinem Kunden verkaufen will mit einem digitalen Service oder einer App sogar, dann muss die ja auch irgendwo eingeordnet werden und wieder auffindbar sein für seine Kunden wiederum. Das stelle ich mir gerade schon komplex vor, aber es gibt da sicher standardisierte Ansätze und deswegen finde ich diese Hub-Idee oder Store-Idee sehr passend.

Dr. Marco Link |

Das Schöne, wenn man jetzt mal 2 Schritte weiter geht. Der Kunde hat schon seinen Maschinenpark gepflegt und hat auch schon ein paar Applikationen. Wenn er auch im Store unterwegs ist dann wird er natürlich zukünftig bzw. weiß der Store ja wie der Maschinenpark aussieht. Da kann man dann natürlich auch Kompatibilitätsabgleiche und so weiter sich vorstellen zukünftig, um das Thema nach vorne zu treiben. Da will ich aber mal ein bisschen, wenn jetzt die Zuhörer dann denken, okay, jetzt heben wir gleich alle ab, einfach auch noch mal auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Viele der Applikationen sind momentan ja tatsächlich noch nicht SaaS-Applikationen,wir fangen ja schon sehr früh an mit dem Thema, wir glauben aber dass es wichtig ist auch für Applikationsentwicklungen, die jetzt gerade starten sozusagen die Rahmenbedingungen einmal vorgeben zu können, und wir laden hier auch wirklich jeden ein dieses Konzept zu unterstützen. Also wir versuchen auch maximal offen zu sein, um wie gesagt am Ende die Vorteile bei den Maschinenbetreibern auch entsprechend nach vorne zu bringen.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Habt ihr im Rahmen des Netzwerkes konkrete Mehrwerte identifiziert, wie z.B. so ein Maschinenbauer beispielsweise aus dem Sondermaschinenbau seinem Endkunden einen konkreten Mehrwert bieten kann, also im Sinne von ich verkaufe die Anlage mit einem digitalen Service und gebe ihm Prozess-Knowhow als Anlagenbauer irgendwo mit spezifischen, ja vielleicht auch Prozessschritten innerhalb dieser Maschine oder innerhalb der Maschinenlinie. Habt ihr da in eurer Community schon Ansätze entwickelt, was so konkrete Mehrwerte dann für diesen Endkunden sind?

Dr. Marco Link |

Gut. Wir haben beispielsweise Mayer & Cie., die machen Rundstrickmaschinen, also im Textilbereich, die letztlich auf der IoT-Plattform, also jetzt sind wir nicht mehr bei Hub, sondern bei der Plattform aber in dem Kontext so eine Art Kundenportal aufgebaut haben, um ihren Kunden auch immer den aktuellen Stand der Maschinen zu geben und hier auf Basis relativ einfach und das haben sie auch relativ schnell gebaut. Das ist glaube ich auch ganz gut von der ganzen Projektunterstützung gewesen, wo sie ihren Kunden auch relativ schnell aufzeigen können, da gibt es verschiedene Probleme und das ist jetzt nicht so sophisticated prediction oder sonst was, sondern da gibt es Probleme wo man einfach einen Absprung in den Spare-part-Shop und so weiter hat. Die Prozesse auf Kundenseite werden stark vereinfacht in dem Fall. Ähnliches hat die SCHENCK RoTec GmbH gemacht. Die machen so Auswuchtmaschinen, das sind dann solche Themen, wo man die Daten, die so eine Maschine erzeugt, quasi gestern noch per USB-Stick an der Maschine holen gehen musste. Das sind jetzt mal so kleine erste Themen, wo man sagt, wenn man jetzt anfängt das zu vernetzen, dann kann man natürlich auch die Prozesse und auch die Durchläufe hier besser gestalten oder das Beispiel von Karl Mayer, die jetzt Anfang des Jahres eine Maschine gelauncht haben, die machen ja diese Wirkmaschinen, das ist ja dieser spezielle Stoff der in der Funktionswäsche verarbeitet ist, wo die Muster aus einer Cloud-Applikation direkt auf die Maschine gebracht werden und die Maschine funktioniert eigentlich nur noch per Cloudanbindung. Das sind jetzt natürlich die ersten Schritte an der Stelle.

💡Use Case 3 | Schenck RoTec GmbH (Auswuchtmaschinen) „SmartCockpit“ | Produktions- und Qualitäts-KPIs sowie die Verfügbarkeit und Fehler/Maschine

💡Use Case 4 | KM.ON by KARL MAYER „k.innovation“ | Bestücken d. Textilmaschine mit Mustern aus der Cloud zur Prozessoptimierung

Jetzt Expertenbeitrag zu "k.innovativ" lesen

Ing. Madeleine Mickeleit |

Was sind das für Themen, die darüber hinaus noch aufkommen im Prozess der Lösungsfindung? Also mit welchen inhaltlichen Themen beschäftigen sich diese Unternehmen dann? Hast du da vielleicht mal ein Beispiel?

Dr. Marco Link |

Gut, das ist dann natürlich ein enger Austausch mit Kunden, wo können Prozesse verbessert werden und das Ganze dann ergänzt mit der Arbeit in der Community. Die kann dann das ganze Thema Device Management, was dann ja eine Rolle spielt, wenn ich sage, okay ich kann diese Maschine nur noch mit Cloudzugriff entsprechend bekommen, dann muss ich auch diese Maschine aus der Cloud heraus irgendwie managen und das ganze verwalten, also da kommt natürlich die Kundenanforderung in Richtung der Technik und da haben wir entsprechend unsere Puzzleteile mit zur Verfügung gestellt.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Und der Ansatz bei euch im Hub ist dann sozusagen auch das aufzunehmen und vielleicht auch zu überlegen, das kann man jetzt auch als Lösung für andere Kunden nutzen, die vielleicht ein ähnliches Problem haben, vielleicht verkaufen oder zumindest den Ansatz, die Idee, teilen in dem Netzwerk oder an anderer Stelle Input zurückzubekommen?

Dr. Marco Link |

Also an der Stelle ist das glaube ich schon recht spezifisch, da würde man jetzt glaube ich lügen, wenn man sagt, das kann man irgendwie 1:1 woanders hinschieben, sicherlich das Konzept ist sicherlich interessant. Ich glaube da sind es eher die generischen Themen, dass man sagt, man hat z.B. so was wie OEE, was ich eben genannt habe oder Produktionsplanungssysteme, ja bei solchen generischen Teilen, also da geht es schon drum, dass man so schneller in das Thema Wiederverwendbarkeit reinkommt.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Jetzt hatten wir vorhin schon zum Thema Standards kurz gesprochen. Welche sind in dem Umfeld noch relevant? Ich meine du hattest das Thema Rechtemanagement angesprochen und auch das Single-sign-on-Thema. Sind das so Themen, die die Maschinenbauer umtreiben oder sind das noch andere Themen oder Standards in dem Zusammenhang, die da aufkommen?

Dr. Marco Link |

Gut, natürlich haben wir, wenn es darum geht auch Maschinen anzubinden und diese Daten dann generisch für verschiedene Applikationen zu nutzen, haben wir ja immer das Standardisierungsproblem. In deinem letzten Podcast hattest du ja die Cybus-Leute hier entsprechend an Bord gehabt, die haben ja auch schon zu diesem Thema berichtet und machen ja auch die IoT Gremien, wie die Open Industry 4.0 Alliance teilweise mit. Diese Herausforderungen haben wir natürlich auch und wir versuchen ja auch auf verschiedenen Standards aufzusetzen, also wir haben das z.B. für die Stammdaten entsprechend gesehen, dass wir dort bestehende Standards versucht haben wieder zu verwenden. Meistens ist es ja so, dass ein Standard so ein Theorieelement darstellt, muss man dann irgendwie umsetzen und dann ist ja noch die Frage, setzt das jeder gleich um oder nicht und wir haben jetzt versucht in unserer Community unseren Weg zu gehen und auch erstmal auf einen Nenner zu kommen. Das war schon mal sehr gut. Da haben wir dann so eine Symantec Workgroup aufgemacht zum Thema Maschinen-Stammdaten, da haben wir letztendlich auch die Applikation fertig. Das Maschinenbuch ist letztendlich so eine Art Kontaktbuch, kann von allen verwendet werden und die Daten, die dann dort rauskommen, können dann auch in den Applikationen standardisiert weiterverwendet werden. Und das was dann drunter liegt können verschiedene Euromap oder verschiedenste Standards sein, wo man sagt, da hat man sich dann die Themen oder die verwandten Felder herausgegriffen.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Okay. Spannend. Wenn ich jetzt noch einmal mehr in näher in das geschäftliche Doing als Maschinen- und Anlagenbauer gehe. Hast du Tipps aus der Praxis, die du aus eurer Community siehst und wo du sagst, da sollte man vielleicht drauf achten, wenn ich jetzt meine Industrial IoT-Lösung aufbaue? Vielleicht auch schon eine App habe oder vielleicht auch gerade starte, je nach dem welchen Status ich gerade habe? Hast du da Tipps aus der Praxis?

Dr. Marco Link |

Ja, also der größte Tipp ist nicht zögern. Ich glaube viele Erfahrungen müssen gemacht werden und mein Eindruck ist teilweise, dass man sehr lange Zeit aufgehalten wird mit den Plattformentscheidungen, Evaluation und so weiter durchzuführen, also nicht zögern und versuchen neue Geschäftsmodelle oder zu überlegen, wo steht mein Geschäft in 5 Jahren, wie kann Digitalisierung das ganze Thema unterstützen. Das ist glaube ich jetzt das eine erstmal zu starten, um Erfahrungen zu sammeln oder sich solchen Communities wie wir es sind anzuschließen, um auch von Erfahrungen anderer entsprechend zu profitieren.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Siehst du denn Ansätze in eurem Netzwerk bei den Maschinenbauern für, ja sag ich mal wie ich im Alltagsgeschäft überhaupt dahin komme so agile Ideen überhaupt zu produzieren? Das ist ja sozusagen fernab vom Kerngeschäft, was ich sonst immer tue. Siehst du da Ideen bei eurem Netzwerk, die gut funktioniert haben?

Dr. Marco Link |

Also die größte Herausforderung die ich sehe ist neben dem was ich eben gesagt habe Plattformthemen, Evaluation, lange warten bis man startet, das ist glaube ich das eine, aber die größte Herausforderung, die ich sehe ist, dass viel Initiativen aus digitalen Bereichen oder stark technologisch betriebenen Bereichen kommen. Und die Challenge ist es wirklich die Leute, die den Kunden gut kennen, die auch in Geschäftsmodellen oder auch die Möglichkeiten der Digitalisierung sehen, die ins Boot zu bekommen. Also so etwas wie, vielleicht eigene Produktionsleiter oder Serviceleiter, die sehen ja eine digitale Lösung nicht nur als zusätzlichen Revenue Stream, sondern der ist vielleicht die Spitze des Eisbergs eines Geschäftsmodells was wir umsetzen, um vielleicht unsere Serviceprozesse dadurch zu optimieren. Also diesen Weitblick, der ist glaube ich wichtig und dies ist eventuell auch eine kulturelle Frage, wie schaffe ich es die Leute, die eigentlich seit 20 oder seit 30 Jahren Erfahrungen haben in diesen Bereichen, wie schaffe ich es deren Wissen mit diesen neuen Möglichkeiten zusammenzubringen, um daraus dann die richtigen Lösungen zu generieren. Weil diese Themen, werden ja überall mit diesen digitalen Start-ups und insbesondere bei größeren Unternehmen aufgesetzt. Ich finde das durchaus gut, dass so etwas gemacht wird. Allerdings muss man ein bisschen aufpassen, inwiefern haben sie auch die DNA des Unternehmens in sich. Weil, wenn sie dann vielleicht, in das Unternehmen kommen und verstehen wollen wie die Prozesse laufen nicht viel zu extern, um sich in die Prozesse reindenken zu können.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Vielleicht haben wir ja in Zukunft auch noch neue Berufsfelder, einerseits die die Prozesse intern kennen, andererseits vielleicht auch das Produkt um mit den entsprechenden Experten da zusammen zu arbeiten oder Ähnliches. Ich meine so Brainstorming, vielleicht geht es ja auch in die Richtung, dass man vielleicht gar nicht eine eigene GmbH oder Ähnliches, gerade für kleinere Firmen gründen muss, um solche digitalen Themen voranzutreiben. Vielleicht reicht ja auch jemand, der sich den Themen annimmt und da den entsprechenden Support von intern bekommt.

Dr. Marco Link |

Genau. Das sind ja auch immer Schnittstellenthemen: klassisch wie Wirtschaftsinformatik oder auch heute geht es immer noch um die Vermittlerrolle zwischen den Welten und hier ist es genauso. Die einen haben das Fach-Knowhow, das Prozesswissen, die wissen wie die Kunden arbeiten und was die Kunden vorhaben und auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit diese Brücke optimal zu spannen. Da liegt letztendlich auch der Erfolgsfaktor drin.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ist ja fast schon so eine Art Matrix-Organisation oder wie man das so im Ansatz nennt, wie die verschiedenen Initiativen und Ideen zusammenzubringen aus den einzelnen Abteilungen. Spannend.

Ja, zum Thema Zukunft was denkst du wird da kommen, wenn man so die nächsten 5 Jahre betrachtet?

Was glaubst du, wo wird es hingehen?

Dr. Marco Link |

Gut, ich glaube von der technologischen Komponente her wird das Thema Cloud noch stärker werden. Wir sehen ja immer mehr hybride Strukturen aufkommen, also ich glaube das Hybride wird es auch noch lange geben, auch enorm sinnvoll im Sinne der Kosten, aber mit 5G und der Skalierbarkeit, die eine Cloud liefert, sehe ich da einen ganz klaren Weg in diese Richtung. Da hat man jetzt auch während Corona gesehen, dass man mal eben ein Microsoft Teams Unternehmen aufsetzen will, gar kein Problem, skalierbar ohne Ende. Und ich glaube diese Flexibilität wird zukünftig auch noch mehr notwendig sein und auch der gesamte Maschinenbau wird glaube ich auch wesentlich flexibler werden, wo man vielleicht auch Mechanismen, die heutzutage in der IT-Welt bekannt sind, dass man irgendwo sagt, okay ich werf jetzt irgendwo mal so einen Auftrag in so ein Werk rein, die produzieren dir das und ich setz mir noch einen Logistikbaustein dahinter, quasi so in dynamischen Netzwerken, das ist glaube ich was wo es wirklich hingehen wird, wo wir aber noch viel Vorarbeit leisten müssen, damit das auch wirklich flächendeckend so auch funktioniert und da sehe ich eine relativ große Herausforderung drin, das eine sehr große Veränderung ist und auch verschiedene Player reinkommen. Es werden sich Machtverhältnisse potenziell verändern und so weiter. Und da habe ich so ein bisschen eine leichte Angst, sag ich mal, das der Kooperationswille, der jetzt sagen wir mal in unserer Community durchaus gegeben ist, dass der aber auch über unsere Community hinaus verbessert werden könnte und irgendwo haben wir da ja auch volkswirtschaftlich einen Blick drauf zu sehen, dass Amerika und China sehr weit nach vorne laufen und auch neue Standards setzen und da habe ich ein bisschen Angst, dass wir uns zu sehr im Klein-Klein, weil jeder vielleicht für sich so ein bisschen sein will und die Offenheit an mancher Stelle noch ausbaufähig ist, ja dass wir uns da auch etwas verbauen für die Zukunft. Ich hoffe es nicht, aber wir sind ja auch eine Allianz, die versucht dem entgegen zu wirken im Großen und Ganzen.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ich wollte gerade sagen, dass ist ja genau der Ansatz um Netzwerke wie das Eure zu nutzen. Gerade beim Maschinen- und Anlagenbau, dass man auf das Knowhow zugreifen kann und da auch entsprechend von Fehlern lernen kann und aber auch das Ganze skalierbar in der Zukunft auch ausbauen kann. Ja. Spannend.

Dr. Marco Link |

Ja.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ja zum Ende. Kontakt zu Euch. Über Adamos.com oder wie findet man zu Euch am besten?

Dr. Marco Link |

Adamos.com, LinkedIn, nach Adamos oder Marco Link googeln. Das geht relativ einfach.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Ja, ich werde das auch noch einmal entsprechend verlinken. Wir haben jetzt auch einige Use Cases angerissen. Ich denke mal, wenn es da noch Fragen gibt, dann kann man sich da auch direkt an Dich wenden. Ich verlinke Dein LinkedIn-Profil und die Website und die ganzen Anwendungsfälle dazu. Das ist sicherlich für einige Hörer sehr spannend. Ich danke Dir schon mal für Deine Zeit und auch dass unsere Hörer jetzt verstehen, was der Adamos Hub ist und wie Ihr im Netzwerk arbeitet, wie auch der Weg zu Euch ist, an welchen Standards und Themen Ihr arbeitet. Genau. Ich habe mich sehr gefreut, dass Du heute dabei warst. Vielen Dank auch für Deine Zeit und genieße die restliche Woche.

Dr. Marco Link |

Madeleine, herzlichen Dank. Ich habe mich über die Einladung sehr gefreut und würde mich freuen aus der Community auch gerne Kontaktanfragen zu bekommen. Wir sind ein offenes Netzwerk und freuen uns auf diese ganzen Themen weiterzutreiben.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Sehr schön. Alles klar. Vielen Dank. Bis dann.

Ing. Madeleine Mickeleit |

Hallo zurück. Ich hoffe, diese Folge hat Euch gefallen und Ihr konntet entsprechend mehrwertbringende Inhalte für Euch mitnehmen und wenn ja, werdet gern Follower des Podcasts oder folgt mir direkt auf LinkedIn dann seid Ihr auch gleich up to date für neue Folgen. News und Trends rund um das Thema Industrial IoT. Alle Infos zum Podcast sind unter iotusecase.com zu finden. Recht einfach zu schreiben mit Ansprechpartnern der einzelnen Experten und den unterschiedlichen Bedarfsträgern der einzelnen Use Cases, aber auch der entsprechenden Umsetzungspartnern dazu und das zugeordnet zu einzelnen IoT-Kategorien. Bei Fragen zu konkreten IoT-Projekten oder Feedback schreibt mir gern direkt auf LinkedIn oder nutzt das Kontaktformular auf iotusecase.com. Eine Sache möchte ich noch kurz anmerken. Wenn Ihr für die nächsten Folgen einen Experten kennt oder ein bestimmtes Thema hören wollt, schreibt mir gern auf LinkedIn oder über das Kontaktformular auf der Website und wir tun alles, dass dieser Interviewpartner oder dieses Thema in den nächsten Folgen auch mit dabei ist. Vielen Dank und wie gewohnt bis zur nächsten Folge am kommenden Mittwoch. Eure Gastgeberin Madeleine Mickeleit.

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