Herstellerunabhängige IIoT-Plattform für Maschinen und Anlagen

Herstellerunabhängige Plattformen sind IIoT-Plattformen ohne eigene Hardware. Sie binden Sensoren, Steuerungen und Maschinen beliebiger Hersteller an und bieten Gerätemanagement, Visualisierung, Alarmierung und Remote Access. Im IoT-Stack sind sie die Schicht, in der Daten aus einem gemischten Maschinenpark zusammenlaufen.

  • Project Manager Digital Engineering, Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG
  • Werkleiter, Storopack Hans Reichenecker GmbH
  • Leiter Entwicklung, SPALECK GmbH & Co. KG

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Wer es anbietet

Unabhängige Plattformen im Praxiseinsatz

6 Hersteller aus unserem Partnernetzwerk mit 46 Lösungsbeispielen. Zuerst die, deren Einsatz in dieser Kategorie am häufigsten belegt ist.

Wofür es eingesetzt wird

Wofür und womit sie eingesetzt werden

Ausgewertet aus den Lösungsbeispielen dieser Hersteller: die häufigsten Use Cases und die Technologien, die ihre Lösungen sprechen.

Worauf du achtest

Was herstellerunabhängige Plattformen leisten

Eine herstellerunabhängige IIoT-Plattform verbindet sich mit allem, was Daten liefert: Steuerungen über OPC UA, Modbus oder Siemens S7, Sensoren über IO-Link oder LoRaWAN, Gateways über MQTT. Sie verwaltet Geräte und Nutzer, speichert Zeitreihen, stellt Dashboards bereit und löst Alarme aus. Viele Plattformen bringen Remote Access für Servicetechniker mit, andere legen den Fokus auf Datenanalyse oder offene Schnittstellen zu ERP und MES. Betrieben werden sie als Software-as-a-Service, in einer Cloud nach Wahl oder im eigenen Rechenzentrum.

Beispiele aus dem Netzwerk sind IXON mit Schwerpunkt Remote Access und Maschinenportal für Maschinenbauer, die Cumulocity GmbH mit einer offenen IoT-Plattform für Gerätemanagement und Anwendungen sowie die Akenza AG für die schnelle Anbindung von Sensoren unterschiedlicher Funktechniken.

Abgrenzung zu anderen Plattformtypen

Herstellereigene Plattformen gehen tief in die Geräte eines Anbieters, decken aber nur dessen Portfolio ab. Hyperscaler liefern Infrastruktur, aus der man selbst eine Lösung baut. Spezialisierte Plattformen lösen ein einzelnes Fachproblem. Die herstellerunabhängige Plattform liegt dazwischen: fertige Funktionen, aber offen für jeden Hersteller. Der wichtigste Grund für die Wahl: einen gemischten Maschinenpark über eine einzige Oberfläche überwachen und verwalten.

Worauf man bei der Auswahl achtet

Zuerst zählt die Liste der Treiber und Protokolle: Lassen sich die vorhandenen Steuerungen und Sensoren ohne Zusatzentwicklung anbinden? Dann folgen Gerätemanagement mit Software-Updates aus der Ferne, Rollen- und Mandantenverwaltung, Security-Nachweise sowie der Betriebsort. Wichtig sind auch das Lizenzmodell und offene APIs, damit Daten nicht in der Plattform gefangen bleiben. Ein kurzer Pilot mit zwei oder drei typischen Maschinen zeigt schnell, ob eine Plattform passt.

Ein typisches Lösungsbeispiel ist ein Maschinenbauer, der Anlagen mit Steuerungen verschiedener Hersteller ausliefert und sie weltweit betreut. Über eine herstellerunabhängige Plattform sieht der Service alle Maschinen in einem Portal, greift bei Störungen per Remote Access zu und erkennt wiederkehrende Fehler über Auswertungen. Ein Betreiber mit gemischtem Maschinenpark nutzt dieselbe Art Plattform, um Kennzahlen aller Linien auf einem Dashboard zu vergleichen.

Häufige Fragen zu herstellerunabhängigen Plattformen

Was ist IIoT?

IIoT steht für Industrial Internet of Things, also die Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Sensoren und Steuerungen in der Industrie. Ihre Daten werden erfasst, über Netzwerke übertragen und in Plattformen ausgewertet, etwa für Zustandsüberwachung, Qualitätssicherung oder Energieeffizienz. Eine herstellerunabhängige IIoT-Plattform ist dabei die Stelle, an der Daten aus Geräten unterschiedlicher Hersteller zusammenlaufen.

Was unterscheidet IIoT von IoT?

IIoT ist der industrielle Teil des Internet of Things. Während IoT jede Art vernetzter Geräte umfasst, geht es im IIoT um Maschinen, Anlagen und Infrastruktur mit höheren Anforderungen an Verfügbarkeit, Echtzeit, Lebensdauer und Sicherheit. Dazu kommen industrielle Protokolle wie OPC UA, Modbus oder IO-Link und die Anbindung an Systeme wie MES und ERP.

Was kostet eine IoT-Plattform?

Die meisten Anbieter rechnen nach Anzahl angebundener Geräte, Nutzer oder Datenvolumen ab, meist als monatliches Abonnement. Dazu kommen einmalige Kosten für Einrichtung, Anbindung der Maschinen und Schulung. Für Pilotprojekte mit wenigen Geräten bieten viele Anbieter Testzugänge oder kleine Einstiegspakete an. Mit wachsender Geräteanzahl sinkt in der Regel der Preis pro Gerät.

Gibt es Open-Source-IoT-Plattformen?

Ja. Es gibt mehrere Open-Source-Plattformen für Gerätemanagement, Datenspeicherung und Visualisierung, die sich im eigenen Rechenzentrum oder in einer Cloud nach Wahl betreiben lassen. Sie sparen Lizenzkosten und vermeiden Abhängigkeit von einem Anbieter. Dafür liegen Betrieb, Updates und Sicherheit beim eigenen Team. Viele Unternehmen nutzen deshalb kommerzielle Supportangebote rund um die Open-Source-Software.

Was ist ein Maschinenportal?

Ein Maschinenportal ist eine Weboberfläche, über die ein Maschinenbauer und seine Kunden alle ausgelieferten Maschinen an einem Ort sehen. Es zeigt Status, Alarme und Kennzahlen, bündelt Dokumentation und Servicehistorie und bietet oft Remote Access für den Service. Herstellerunabhängige Plattformen stellen solche Portale als fertige Funktion bereit, auch wenn die Maschinen Steuerungen verschiedener Hersteller nutzen.

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