Europäische Cloud-Anbieter und IoT-Plattformen für die Industrie
Europäische Plattformen sind Cloud- und IoT-Angebote von Anbietern mit Sitz und Rechenzentren in Europa. Sie verarbeiten Daten nach europäischem Recht und fallen ohne US-Konzernmutter in der Regel nicht unter den US CLOUD Act. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, etwa aus KRITIS, Automotive oder Pharma, wählen sie, wenn Datenhoheit und DSGVO-Konformität Voraussetzung sind.

CEO, LichtWART 
Geschäftsführer, medDV GmbH
2 Anwender aus dem Netzwerk haben das schon umgesetzt
Tausch dich mit Anwendern über die Umsetzung aus
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Wer es anbietet
Europäische Plattformen im Praxiseinsatz
2 Hersteller aus unserem Partnernetzwerk mit 17 Lösungsbeispielen. Zuerst die, deren Einsatz in dieser Kategorie am häufigsten belegt ist.
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A1 Digital
Europäische Plattformen9 Lösungsbeispiele


Betrugs- und SchadenspräventionAsset Tracking/ Track and TraceWenn Tracking nicht reicht: Wie IoT vor Diebstahl beim Versand schützt
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MitarbeitersicherheitNetzunabhängige Notfallhilfe: IoT-basierte Lösung für schnelle und präzise Versorgung
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FlottenmanagementAsset Tracking/ Track and TraceRhätische Bahn trackt Güterwagen mit Rail Insight von A1 Digital
14.09.2023Mehr lesen → 
Deutsche Telekom IoT GmbH
Europäische Plattformen8 Lösungsbeispiele



Betrugs- und SchadenspräventionIoT-Überwachung mit KI für weniger Sicherheitskosten auf Baustellen
12.01.2026Mehr lesen →





Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungEnergiemonitoringEchtzeitmonitoring für Trink- und Abwassernetze – ein Plug&Play-Retrofit
18.09.2025Mehr lesen →


EnergiemonitoringDigitale DokumentationSmart Metering: Embedded Connectivity für nachhaltige Messlösungen
07.08.2025Mehr lesen →
Wofür es eingesetzt wird
Wofür und womit sie eingesetzt werden
Ausgewertet aus den Lösungsbeispielen dieser Hersteller: die häufigsten Use Cases und die Technologien, die ihre Lösungen sprechen.
Worauf du achtest
Was europäische Plattformen auszeichnet
Europäische Plattformen bieten Rechenleistung, Speicher, Datenbanken und IoT-Dienste aus Rechenzentren in Europa an, betrieben von Unternehmen mit Sitz in der EU oder im europäischen Wirtschaftsraum. Damit unterliegen die gespeicherten Daten europäischem Recht. Einige Anbieter setzen auf offene Technologien wie OpenStack und Kubernetes, was einen späteren Wechsel erleichtert. Für IoT-Anwendungen stehen Messaging, Zeitreihendatenbanken und Container-Plattformen bereit, auf denen sich eigene oder zugekaufte Anwendungen betreiben lassen.
Beispiele aus dem Netzwerk sind die Deutsche Telekom mit der Open Telekom Cloud und A1 Digital, die Cloud- und IoT-Dienste aus europäischen Rechenzentren anbieten.
Der Kaufgrund: Datenhoheit
Europäische Plattformen positionieren sich ausdrücklich als DSGVO-konforme Alternative zu den großen US-Hyperscalern. Der Kaufgrund ist ein anderer als dort: Es geht weniger um die größte Auswahl an Diensten, sondern um rechtliche Sicherheit und Kontrolle über Produktions-, Qualitäts- und Entwicklungsdaten. Besonders gefragt ist das bei Betreibern kritischer Infrastrukturen, in der Automobilindustrie und in der Pharmabranche. Gegenüber herstellereigenen oder spezialisierten Plattformen liefern europäische Clouds vor allem die Infrastruktur, auf der Fachanwendungen laufen.
Worauf man bei der Auswahl achtet
Wichtige Nachweise sind ein BSI-C5-Testat, eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 und klare Angaben zu Standorten der Rechenzentren und zum Supportpersonal. Technisch zählt, welche IoT-Dienste fertig verfügbar sind, etwa ein MQTT-Broker oder verwaltete Datenbanken, und wie gut sich Edge-Geräte und bestehende Systeme anbinden lassen. Hilfreich ist außerdem ein Blick auf Gaia-X-Konformität und auf die Exportmöglichkeiten der Daten. In der Praxis läuft auf einer europäischen Cloud oft eine herstellerunabhängige IoT-Plattform, die die Geräte anbindet und die Daten aufbereitet.
Ein typisches Lösungsbeispiel ist ein Hersteller mit mehreren Werken, der Maschinen- und Qualitätsdaten zentral sammeln möchte, diese aber wegen Kundenvorgaben oder Geheimhaltung nicht bei einem US-Anbieter speichern darf. Er betreibt seine IoT-Anwendung auf einer europäischen Cloud, bindet die Werke über Edge-Gateways an und nutzt dieselben Daten anschließend für Dashboards, Rückverfolgbarkeit und Auswertungen mit KI.
Häufige Fragen zu europäischen Plattformen
Welche europäischen Cloud-Anbieter gibt es?
Europäische Cloud-Anbieter gibt es vor allem aus Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, darunter Telekommunikationskonzerne, Hosting-Unternehmen und Cloud-Töchter großer Handelsgruppen. Aus dem Netzwerk bieten die Deutsche Telekom mit der Open Telekom Cloud und A1 Digital Cloud-Dienste aus europäischen Rechenzentren an. Bei der Auswahl helfen Nachweise wie das BSI-C5-Testat und die Liste der verfügbaren IoT-Dienste.
Was ist eine souveräne Cloud?
Eine souveräne Cloud ist ein Cloud-Angebot, bei dem der Kunde die Kontrolle über seine Daten behält und nur das Recht seines eigenen Rechtsraums gilt. Dazu gehören Rechenzentren in Europa, ein Betrieb durch europäisches Personal, eigene Schlüsselverwaltung und Schutz vor Zugriffen ausländischer Behörden. Auch einige US-Anbieter bieten souveräne Varianten an, oft über europäische Partnergesellschaften.
Was ist ein C5-Testat?
Das C5-Testat bestätigt, dass ein Cloud-Anbieter die Anforderungen des Kriterienkatalogs Cloud Computing C5 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik erfüllt. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer prüft dafür Sicherheit, Betrieb und Transparenz des Angebots. Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen ist das Testat ein wichtiges Auswahlkriterium bei Cloud- und IoT-Plattformen.
Was bedeutet der CLOUD Act für Unternehmen in Europa?
Der CLOUD Act ist ein US-Gesetz aus dem Jahr 2018. Er erlaubt US-Behörden, von US-Cloud-Anbietern Daten anzufordern, auch wenn diese in Rechenzentren außerhalb der USA liegen. Für europäische Unternehmen kann das im Widerspruch zur DSGVO stehen. Wer dieses Risiko vermeiden will, wählt einen Anbieter ohne US-Konzernbindung oder ein souveränes Betriebsmodell mit eigener Schlüsselverwaltung.
Was ist Gaia-X?
Gaia-X ist eine europäische Initiative für eine vernetzte, sichere und souveräne Dateninfrastruktur. Sie legt gemeinsame Regeln und Standards fest, nach denen Cloud-Anbieter und Datenräume zusammenarbeiten, etwa zu Transparenz, Interoperabilität und Datenschutz. Industrielle Datenräume wie Catena-X bauen auf den Gaia-X-Prinzipien auf. Dort teilen Unternehmen Daten entlang der Lieferkette kontrolliert.
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