IoT Plattform finden: Plattformen, Datenspeicher und Fernzugriff

Die Speicherebene nimmt IoT-Daten auf, speichert sie und stellt sie Anwendungen bereit. Dazu gehören IoT Plattformen in fünf Ausprägungen (herstellereigen, herstellerunabhängig, europäisch, Hyperscaler und spezialisiert) sowie Data Lakes, Container-Management für das Deployment und Software für Gerätemanagement und Remote Access.

Kategorien der Speicherebene

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Plattformen

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Was zur Speicherebene gehört

Auf der Speicherebene laufen die Daten aus Quell- und Integrationsebene zusammen. Hier werden sie dauerhaft abgelegt, Geräten und Anlagen zugeordnet und für Auswertungen bereitgestellt. Den größten Teil machen IoT Plattformen aus. Daneben gehören Data Lakes für große Mengen an Rohdaten, Container-Management für den Betrieb von Software in Werk und Cloud sowie Software für Gerätemanagement und Remote Access dazu, mit der Servicetechniker Maschinen sicher aus der Ferne erreichen.

Fünf Arten von IoT Plattformen

Plattformen unterscheiden sich vor allem im Kaufgrund. Herstellereigene Plattformen kommen mit der Hardware aus einer Hand und binden die Produkte eines Herstellers ein, etwa bei ifm oder TURCK. Herstellerunabhängige Plattformen verbinden sich mit Geräten aller Hersteller und legen den Fokus auf Visualisierung, Gerätemanagement und Remote Access, Beispiele sind die Cumulocity GmbH und IXON. Europäische Plattformen positionieren sich als DSGVO-konforme Alternative zu den großen US-Hyperscalern, etwa A1 Digital oder die Deutsche Telekom, für Unternehmen, die Datenhoheit brauchen, etwa im KRITIS-Umfeld, in der Automobilindustrie oder in der Pharmaindustrie.

Hyperscaler wie Microsoft stellen neutrale Infrastruktur für Speicher, Messaging, Sicherheit und KI bereit, auf der jeder aufbauen kann. Spezialisierte Plattformen gehen sehr tief in ein Thema und sind genau auf dieses Einsatzgebiet zugeschnitten, etwa SYNAOS in der Intralogistik oder Schaeffler in der Zustandsüberwachung.

Worauf man bei der Auswahl achtet

Am Anfang steht die Frage, ob die Plattform ein bestimmtes Problem lösen oder eine Basis für viele Anwendungen sein soll. Danach zählen die Anbindung der vorhandenen Geräte, Datenmodell und Schnittstellen, das Betriebsmodell in der Cloud, On-Premises oder hybrid, der Standort des Rechenzentrums, das Kostenmodell bei wachsender Gerätezahl und die Möglichkeit, Daten später wieder herauszulösen. Die Lösungsbeispiele zeigen, welche Plattformen sich in welchen Branchen und Anwendungen bewährt haben. Für die übrigen Kategorien gelten eigene Kriterien: Bei Data Lakes zählen offene Formate und gute Abfragewerkzeuge, beim Container-Management die zentrale Verwaltung vieler Edge-Standorte und bei Remote Access eine saubere Rechte- und Protokollverwaltung.

Häufige Fragen zur IoT Plattform

Was ist eine IoT Cloud?

Eine IoT Cloud ist eine IoT Plattform, die in einem Rechenzentrum betrieben und als Dienst genutzt wird. Sie nimmt Daten vernetzter Geräte über das Internet oder Mobilfunk entgegen, speichert sie und stellt Gerätemanagement, Visualisierung, Regeln und Schnittstellen bereit. Angeboten wird sie von Hyperscalern, europäischen Cloud-Anbietern und unabhängigen Plattformanbietern, oft auch als Hybridbetrieb mit Komponenten im Werk.

Welche Arten von IoT Plattformen gibt es?

Im industriellen Umfeld lassen sich fünf Arten unterscheiden. Herstellereigene Plattformen gehören zur Hardware eines Herstellers, herstellerunabhängige verbinden Geräte aller Hersteller. Europäische Plattformen setzen auf Datenhoheit und DSGVO, Hyperscaler liefern neutrale Infrastruktur zum Selbstbauen. Spezialisierte Plattformen lösen ein bestimmtes Problem, etwa in der Intralogistik oder der Zustandsüberwachung. Entscheidend für die Wahl ist der Kaufgrund.

Wo werden IoT-Daten gespeichert?

IoT-Daten liegen meist in einer Zeitreihendatenbank, die Messwerte mit Zeitstempel ablegt und schnelle Abfragen über Zeiträume erlaubt. Die Datenbank ist oft Teil einer IoT Plattform und läuft in der Cloud, im eigenen Rechenzentrum oder auf einem Edge-Gerät im Werk. Große Mengen an Rohdaten für spätere Auswertungen und KI-Training landen zusätzlich in einem Data Lake.

Edge oder Cloud: Wo sollten IoT-Daten verarbeitet werden?

Beides hat seinen Platz. Am Edge, also nah an der Maschine, werden Daten verarbeitet, die schnelle Reaktionen brauchen oder das Werk nicht verlassen sollen, etwa Regelungen oder Vorfilterung. In der Cloud oder im zentralen Rechenzentrum liegen Langzeitspeicherung, standortübergreifende Auswertungen und KI-Training. Viele Architekturen kombinieren beides und übertragen nur verdichtete Daten nach oben.

Gibt es DSGVO-konforme IoT Plattformen?

Ja. Viele Plattformen lassen sich DSGVO-konform betreiben, entscheidend sind Vertragsgestaltung, Rechenzentrumsstandort und Zugriffsrechte. Europäische Plattformen und Cloud-Anbieter positionieren sich ausdrücklich mit Datenhoheit und Rechenzentren in Europa. Das ist für Unternehmen aus KRITIS, Automobil- oder Pharmaindustrie oft der Hauptgrund für die Wahl. Alternativ lassen sich viele Plattformen On-Premises im eigenen Rechenzentrum betreiben.