Methansensoren für Gaswarnung und Prozessüberwachung
Methansensorik erfasst die Konzentration von Methan (CH4) in Luft oder Prozessgas, meist in Prozent der unteren Explosionsgrenze. Verbreitet sind katalytische, Infrarot-, Halbleiter- und Lasersensoren. Eingesetzt wird sie in Gaswarnanlagen, zur Prozessführung etwa in Biogasanlagen und zum Nachweis von Emissionen. Über 4–20 mA, Modbus oder Funk werden die Messwerte IoT-fähig.
Tausch dich mit Anwendern über die Umsetzung aus
Im Anwenderkreis besprechen 300+ Anwender jeden Monat, was in ihren Projekten funktioniert hat und was sie heute anders machen würden. Kein Anbieter im Raum, ehrlicher Austausch unter NDA.
Wer es anbietet
Methansensorik im Praxiseinsatz
1 Hersteller aus unserem Partnernetzwerk mit 3 Lösungsbeispielen. Zuerst die, deren Einsatz in dieser Kategorie am häufigsten belegt ist.
- Kontakt aufnehmen mit Honeywell

Honeywell
Methansensorik3 Lösungsbeispiele




Digitale DokumentationCondition MonitoringKorrektive InstandhaltungGaslecks entdecken durch kontinuierliche Methanmessung mit IoT-Sensoren
10.06.2026Mehr lesen →



Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungPredictive MaintenanceFrüherkennung von Pumpenstörungen in Aquakulturanlagen
11.09.2025Mehr lesen →



Condition MonitoringKorrektive InstandhaltungPredictive MaintenanceZustandsüberwachung von Lüftern in der Stahlfertigung
12.08.2025Mehr lesen →
Wofür es eingesetzt wird
Wofür und womit sie eingesetzt werden
Ausgewertet aus den Lösungsbeispielen dieser Hersteller: die häufigsten Use Cases und die Technologien, die ihre Lösungen sprechen.
Worauf du achtest
Wie Methansensoren arbeiten
Methansensoren erfassen die Konzentration von Methan (CH4) in der Umgebungsluft oder in Prozessgasen. Methan ist brennbar und bildet mit Luft ab rund 4,4 Volumenprozent ein explosionsfähiges Gemisch, das ist die untere Explosionsgrenze (UEG). Sensoren für den Explosionsschutz geben die Konzentration deshalb meist in Prozent der UEG an, für Prozessmessungen auch in Volumenprozent oder ppm.
Vier Messprinzipien sind verbreitet. Katalytische Sensoren nach dem Prinzip der Wärmetönung oxidieren das Gas an einem beheizten Element und messen die entstehende Wärme. Sie sind bewährt, brauchen Sauerstoff und reagieren empfindlich auf Silikone und Schwefelverbindungen. Infrarotsensoren (NDIR) messen, wie stark Methan Infrarotlicht absorbiert. Sie arbeiten ohne Sauerstoff und gelten als langzeitstabil. Halbleitersensoren sind günstig und empfindlich, aber weniger selektiv. Laserbasierte Verfahren erkennen Methan berührungslos über Distanz, etwa bei der Leckagesuche an Leitungen.
Einsatz und Abgrenzung
Methansensorik wird überall gebraucht, wo Methan entsteht, gelagert oder transportiert wird: in Biogasanlagen, Kläranlagen, Deponien, Gasnetzen und Verdichterstationen, im Bergbau sowie in Heizzentralen und Industrieöfen. Stationäre Gaswarnanlagen schützen Personen und Anlagen und lösen bei Überschreiten festgelegter Schwellen Lüftung, Abschaltung oder Alarm aus. Daneben dient die Messung der Prozessführung, etwa der Bestimmung des Methangehalts im Biogas, und zunehmend dem Nachweis von Methanemissionen. Tragbare Gaswarngeräte für den Personenschutz messen meist mehrere Gase gleichzeitig und ergänzen die stationäre Überwachung.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Wichtig sind Messprinzip, Messbereich, Ansprechzeit sowie Wartungs- und Kalibrierintervall. Für Gaswarngeräte gilt die Normenreihe EN 60079-29, in explosionsgefährdeten Bereichen braucht es ATEX-zugelassene Geräte. Als IoT-Datenquelle zählen die Ausgänge: 4–20 mA und Modbus sind Standard, Funkvarianten etwa mit LoRaWAN ermöglichen die Überwachung verteilter Messstellen ohne Verkabelung. In verteilten Anlagen wie Gasnetzen oder Kläranlagen laufen die Messwerte vieler Standorte so in einer zentralen Plattform zusammen, die Alarme weiterleitet und Kalibrier- und Wartungstermine im Blick behält. Honeywell gehört zu den Herstellern stationärer und tragbarer Gasdetektoren.
Häufige Fragen zu Methansensorik
Wie kann man Methan messen?
Methan misst man mit einem Gassensor, der auf einem von vier Prinzipien beruht: katalytische Wärmetönung, Infrarotabsorption (NDIR), Halbleiter oder Laser. Für die stationäre Gaswarnung in Anlagen werden vor allem katalytische und Infrarotsensoren eingesetzt. Laserverfahren eignen sich für die berührungslose Leckagesuche über Distanz. Die Messwerte werden meist in Prozent der unteren Explosionsgrenze angezeigt.
Was ist besser beim CH4-Sensor: Wärmetönung oder Infrarot?
Infrarotsensoren sind meist die bessere Wahl für den Dauerbetrieb, weil sie ohne Sauerstoff arbeiten, nicht durch Silikone oder Schwefelverbindungen beeinträchtigt werden und längere Kalibrierintervalle erlauben. Katalytische Sensoren nach dem Wärmetönungsprinzip sind bewährt, günstiger und erfassen viele brennbare Gase gleichzeitig. Welches Prinzip passt, hängt von Umgebung, Gaszusammensetzung und Wartungskonzept ab.
Ab welcher Konzentration warnt ein Gaswarngerät für Methan?
Gaswarngeräte für Methan arbeiten meist mit zwei oder mehr Alarmschwellen, die in Prozent der unteren Explosionsgrenze festgelegt werden. Häufig liegen die Schwellen deutlich unterhalb der UEG, etwa bei 10 und 20 Prozent, also weit vor einem explosionsfähigen Gemisch. Die genauen Werte und die ausgelösten Maßnahmen wie Lüftung oder Abschaltung legt die Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Anlage fest.
Stationäres Gaswarngerät oder tragbares CH4-Messgerät?
Ein stationäres Gaswarngerät überwacht dauerhaft einen festen Bereich, etwa einen Verdichterraum oder eine Biogasanlage, und kann automatisch Lüftung oder Abschaltung auslösen. Ein tragbares CH4-Messgerät schützt die Person, die es trägt, zum Beispiel bei Wartungsarbeiten oder beim Einstieg in Schächte. In vielen Anlagen ergänzen sich beide. Für IoT-Anwendungen sind vor allem stationäre Geräte mit Datenausgang relevant.
Wie funktioniert ein Methan-Detektor mit Laser?
Ein Methan-Detektor mit Laser sendet Licht einer Wellenlänge aus, die Methan gezielt absorbiert, und misst das zurückgestreute Signal. Aus der Abschwächung ergibt sich die Methanmenge entlang des Messstrahls. So lassen sich Leckagen berührungslos aus mehreren Metern Entfernung finden, etwa an Rohrleitungen, Dächern von Fermentern oder schwer zugänglichen Anlagenteilen. Das Verfahren ist sehr selektiv für Methan.
Im Podcast
Folgen mit diesen Herstellern und ihren Kunden.
Verwandte Kategorien
Weitere Kategorien derselben Ebene und die Technologien, über die Lösungen dieser Kategorie angebunden werden.
