IoT Hardware für die Industrie: Sensoren und Geräte

Die Quellebene umfasst die IoT Hardware, mit der in Maschinen, Anlagen und Gebäuden Daten entstehen und ins Netzwerk gelangen. Dazu gehören IoT-fähige Sensoren für Druck, Temperatur, Füllstand oder Vibration sowie Geräte wie Router, Edge-Geräte, Security-Gateways, HMI und Adapter, angebunden per IO-Link, LoRaWAN, 5G, LTE oder WLAN.

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Sensoren

Geräte

Alle Lösungen im Überblick

Was zur Quellebene gehört

Die Quellebene ist die unterste Schicht im IoT-Stack. Hier entstehen die Daten, auf denen alle weiteren Ebenen aufbauen. Sie besteht aus zwei Gruppen. Sensoren messen physikalische Größen wie Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss, Position, Drehzahl, Kraft, Beschleunigung, Neigung, Vibration oder Methan und wandeln sie in ein elektrisches Signal um. Geräte sorgen dafür, dass diese Signale das Netzwerk erreichen und dort sicher ankommen: Komponenten und Adapter, Router, Edge-Geräte, Security-Gateways sowie HMI und Visualisierung direkt an der Maschine.

IoT-fähig heißt dabei: Ein Sensor lässt sich über IO-Link, LoRaWAN oder eine andere IoT-Übertragung anbinden, ein Gerät ist für 5G, LTE, WLAN oder vergleichbare Verbindungen ausgelegt. Klassische Sensoren mit 4-20-mA- oder 0-10-V-Ausgang lassen sich über Adapter nachrüsten, ohne die Maschine umzubauen. Ein solcher Adapter setzt zum Beispiel das Analogsignal eines Bestandssensors auf IO-Link um, sodass Messwert und Diagnose digital verfügbar werden.

Router, Edge-Gerät oder Security-Gateway?

Die Geräte unterscheiden sich nach ihrem Primärkaufgrund. Ein Router leitet Datenpakete zwischen Netzwerken weiter, etwa vom Maschinennetz ins 5G-Netz, und trifft keine Entscheidungen über die Daten. Ein Edge-Gerät verarbeitet Daten lokal: Es konvertiert Protokolle, filtert und verdichtet Messwerte und führt Regellogik oder Container aus. Ein Security-Gateway trennt OT und IT und stellt eine sichere Anbindung her. Viele Produkte beherrschen mehrere dieser Aufgaben. Für die Einordnung zählt, wofür man sie hauptsächlich kauft.

Worauf man bei der Auswahl achtet

Bei Sensoren zählen Messprinzip, Messbereich, Ausgangssignal und Schnittstelle, dazu Schutzart, Medienbeständigkeit und bei Bedarf Explosionsschutz. Bei Geräten kommt es auf unterstützte Protokolle, Funk- und Netzwerkschnittstellen, Rechenleistung, Fernwartbarkeit und Security-Funktionen an. Sinnvoll ist, die Hardware vom Ziel her zu wählen: Welche Daten braucht die Anwendung auf der Funktionsebene, und wie gelangen sie über Integrations- und Speicherebene dorthin? Beispiele aus dem Netzwerk sind WIKA und Endress+Hauser für Prozesssensorik, WAGO und in.hub für Edge-Geräte sowie Siemens für Router. Die Lösungsbeispiele zeigen, welche Kombinationen sich in der Praxis bewährt haben.

Häufige Fragen zur IoT Hardware

Was gehört zur IoT Hardware in der Industrie?

Zur IoT Hardware gehören alle Komponenten, die Daten erfassen und ins Netzwerk bringen. Das sind IoT-fähige Sensoren für Größen wie Druck, Temperatur oder Vibration und Geräte wie Router, Edge-Geräte, Security-Gateways, HMI und Adapter. Zusammen bilden sie die Quellebene, auf der Integrations-, Speicher- und Funktionsebene aufbauen.

Welche IoT Sensoren gibt es für die Industrie?

Industrielle IoT Sensoren gibt es für nahezu jede physikalische Größe: Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss, Position, Drehzahl, Kraft, Beschleunigung, Neigung, Vibration und Gase wie Methan. IoT-fähig sind sie, wenn sie sich per IO-Link, LoRaWAN, Mobilfunk oder WLAN anbinden lassen und neben dem Messwert oft auch Diagnosedaten liefern.

Wie rüstet man Maschinen für Industrie 4.0 nach?

Für die Nachrüstung braucht es drei Bausteine: Sensoren für die fehlenden Messwerte, eine Verbindung ins Netzwerk und ein Zielsystem. Vorhandene Analogsensoren lassen sich oft über Adapter anbinden, neue Sensoren kommen per IO-Link oder LoRaWAN hinzu. Ein Edge-Gerät oder Router leitet die Daten an eine Plattform weiter, ohne dass das Steuerungsprogramm der Maschine geändert werden muss.

Worauf sollte man beim Kauf von IoT Sensoren achten?

Zuerst auf das Messprinzip, das zum Medium und zur Aufgabe passt, dann auf Messbereich, Genauigkeit und Schutzart. Ebenso wichtig ist die Anbindung: IO-Link eignet sich für Maschinen mit Steuerung, LoRaWAN für verteilte Messstellen ohne Kabel. Hilfreich ist, vorab zu klären, welche Plattform die Daten aufnehmen soll und welche Protokolle sie unterstützt.

Wann eignen sich LoRa Sensoren?

LoRa Sensoren eignen sich für verteilte, schwer zugängliche Messstellen ohne Strom- und Datenkabel. Sie arbeiten batteriebetrieben, senden kleine Datenmengen über mehrere Kilometer und lassen sich ohne Eingriff in die Maschine nachrüsten. Typisch sind Füllstand in Tanks, Temperatur in Lagern oder Zählerstände auf weitläufigen Arealen. Für schnelle Messwerte mit hoher Datenrate sind kabelgebundene Lösungen besser geeignet.