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Vibe-Coding im Shopfloor: MES-Anwendungen selbst bauen ohne Systemintegrator
UMH positioniert sich als Open-Source-Plattform für industrielles Datenmanagement. Die Grundidee: Wer Vibe-Coding – also das KI-gestützte Generieren von Frontend-Applikationen – im Shopfloor nutzen will, braucht dafür eine saubere, strukturierte Datengrundlage. Diese stellt UMH über einen Unified Namespace bereit: eine eventbasierte Architektur, die Maschinendaten aus unterschiedlichsten Quellen normalisiert und über REST-APIs sowie Echtzeit-Streams verfügbar macht. Krüger erklärt, warum KI dieselbe Datensemantik braucht wie ein menschlicher Produktionsleiter – ohne klaren Kontext halluziniert sie genauso. Besonders konkret wird es beim Thema MES. Traditionelle Implementierungen kosten Hunderttausende Euro, erfordern Systemintegratoren und sind kaum änderbar. Mit einem sauberen Daten-Backend und Vibe-Coding lassen sich solche Anwendungen nach Angaben von Krüger heute intern in wenigen Wochen und für einen Bruchteil der früheren Kosten bauen. Eine Forrester-Studie mit UMH-Kunden zeigt: 5 % Energieeinsparung, 14 % weniger ungeplante Stillstände, ROI von über 400 %. Das nimmst du mit Vibe-Coding im Shopfloor funktioniert nur auf einer sauberen Datengrundlage – der Unified Namespace liefert die nötige Semantik und Struktur. KI braucht denselben Kontext wie ein Mensch: Ohne strukturierte Daten halluziniert sie genauso zuverlässig wie mit unklaren Arbeitsanweisungen. Infrastructure as Code macht das Anbinden von Maschinen drastisch schneller – aus Tagen werden Minuten, wenn die AI mit Konfigurationsdateien statt UI-Klicks arbeitet. Build vs. Buy verschiebt sich fundamental: MES-Anwendungen lassen sich heute intern für einen Bruchteil der früheren Kosten selbst bauen. UMH ist vollständig Open Source – einfach herunterladen, eigene Use Cases validieren, loslegen.
Investor Frank Thelen über Unified Namespace – Neuer Datenstandard für die Industrie mit UMH
Das Kölner Startup United Manufacturing Hub hat sich zum Ziel gesetzt, einen neuen Datenstandard in der Industrie zu etablieren. Unterstützt wird es dabei von Frank Thelens Venture-Capital-Fonds Freigeist und dem Bestandsinvestor DnA Ventures. Die von ihnen entwickelte Open-Source-Plattform ermöglicht es Ingenieuren, alle Datenquellen in der Fabrik nahtlos zu integrieren, um eine datengetriebene, effizientere und nachhaltigere Produktion zu fördern. Der Unified Namespace spielt eine zentrale Rolle im Konzept von United Manufacturing Hub. Er wird beschrieben als eine Art zentraler Datenkrake oder Message Broker, durch den alle Arbeitsaufträge, Datenpunkte und Temperaturen innerhalb einer Fabrik geleitet werden. Diese Architektur ermöglicht den einheitlichen Zugriff auf Daten aus verschiedenen Quellen, was die Basis für die standardisierte Datenkommunikation bildet. Der Unified Namespace ermöglicht die Trennung und das gezielte Routing von Daten, was ihn zu einem wichtigen Werkzeug für die Integration und Analyse von Produktionsdaten macht. United Manufacturing Hub nutzt diesen Ansatz, um eine effiziente und übergreifende Datennutzung in Produktionsumgebungen zu ermöglichen, wodurch die Basis für datengetriebene Entscheidungen und Prozessoptimierungen geschaffen wird United Manufacturing Hub wurde 2021 von Jeremy Theocharis, Alexander Krüger und Christian Proch gegründet. Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, die besten IT- und OT-Tools für Ingenieure zugänglich zu machen und eine Grundlage für den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu bieten. Bis heute hat das Unternehmen an über 50 Kundenstandorten gearbeitet und ist auf sechs Kontinenten aktiv. Mit der Seed-Finanzierung durch Freigeist und der Unterstützung von DnA Ventures plant das Unternehmen, sein Produkt- und Engineering-Team weiter auszubauen, um den wachsenden Anforderungen großer Unternehmen gerecht zu werden. Darüber hinaus wird in die schnell wachsende Community rund um das United Manufacturing Hub investiert, die bereits mehr als 2.000 Entwickler und Ingenieure umfasst.


