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Folge #42Folge #42Folge #42Pay-as-you-use-Prinzip in der Energiewirtschaft und intelligente Konnektivität

Die Digitalisierung des Energiesektors ist in vollem Gange. Das verdeutlicht die 42. Folge des IIoT Use Case Podcast. Zu Gast ist das Kommunikationsunternehmen Telefónica, vertreten durch den IoT-Experten Sven Koltermann, und stellt zwei innovative Lösungen aus dem Bereich der Energiewirtschaft vor.

Use Cases in diesem Podcast

Zusammenfassung der Podcastfolge

Der erste Use Case handelt von einer Prepaid-Lösung in der Stromversorgung, welche Telefónica gemeinsam mit der Firma Lackmann, einem führenden Systemanbieter des Energiezählerwesens, umgesetzt hat. Mit einer intelligenten IT-Infrastruktur des Messstellenbetriebs und Prepaid-Zahlung statt sonst üblicher Abschlagszahlungen müssen Energieversorger nicht mehr in Vorleistung gehen und können so ihr finanzielles Risiko enorm senken. Aufwendige und kostspielige Stromsperrungen vor Ort entfallen, da durch die Digitalisierung und Anbindung des Stromzählers via Mobilfunk und globaler IoT SIM-Karte, nicht nur ein Monitoring möglich wird, sondern auch ein Fernzugriff auf den Zähler. Das Ganze ist nicht nur vorteilhaft für den Energieversorger, sondern auch für den Endkunden: Säumige Stromzahler können so beispielsweise zunächst noch im Notmodus Strom beziehen. Zudem können sie ihren Stromverbrauch auf einer App einsehen und ihre Kosten kalkulieren. Wie die Zähler genau connectet werden und wie die Datenübertragung und Anbindung in die Cloud erfolgt, wird in dieser Podcastfolge von Sven Koltermann ausführlich erklärt.

 

Auch für den zweiten Use Case hat Telefónica einen Kunden aus dem Energiebereich mitgebracht: co.met ist einer der größten Messstellendienstleister Deutschlands und Partner vieler Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen. Das Unternehmen bietet flexible und digitale Lösungen zur Unterstützung von Messprozessen an. Schwerpunkt sind Daten-, System- und Prozessdienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Mess- und Zählerwesens. Stichwort: Smart Metering. Es geht um intelligente Zähler, die eingebunden in ein Kommunikationsnetz, durch das Empfangen und Senden von Daten Mehrwerte erzeugen.

 

Weitere Themen dieser Podcastfolge sind: E-Mobilität, Wallboxen und die Energiewende.

 

Podcast Interview

Hallo Sven, herzlich willkommen zum IIoT Use Case Podcast. Ich heiße dich herzlich willkommen. Schön, dass du dir Zeit genommen hast und heute mit dabei bist. Ich würde direkt mit einer Vorstellungsrunde starten. Magst du kurz ein paar Punkte zu dir als Person sagen und uns vielleicht schon mal kurz abholen, was ihr bei Telefónica vom Kerngeschäft her genau macht?

Sven

Ja, gern. Mein Name ist Sven Koltermann. Ich bin seit ziemlich genau acht Jahren bei der Telefónica im IoT-Bereich tätig. Davor war ich zwei Jahre in der E-Plus-KPN-Gruppe, ebenfalls im IoT-Bereich – insgesamt also 10 Jahre auf diesem Gebiet. Ich leite den IoT-Bereich – sowohl das Produktmanagement als auch Sales – bei der Telefónica. Unser Hauptaugenmerk im Bereich IoT ist das ganze Thema Connectivity. Wie verbinde ich IoT-Devices über unsere klassischen Mobilfunknetze und unsere Partnernetze? Dazu gehört das ganze Thema Integration: Wie integriere ich diese Kommunikation in meine Lösung, d. h. auch das ganze Management der SIM-Karten, die verschiedenen Technologien, die sichere Anbindung der Daten in das VPN, bis hin zu kundenindividuellen Lösungen, wie z. B. das Thema 5G, private Netze, wo wir auch bei Daimler in Sindelfingen beispielsweise die Automobilfabrik mit einem privaten Netz ausstatten.

 
Wer sind denn eure klassischen Kunden? Gibt’s überhaupt einen klassischen Kunden oder habt ihr Segmente? Ihr seid wahrscheinlich breit aufgestellt.
Sven
Ja, wir sind wirklich sehr, sehr breit aufgestellt. Es gibt Segmente, in denen wir sehr stark unterwegs sind, zum Beispiel im Bereich Logistik. Mittlerweile hat fast jeder zweite LKW  Mauterfassung, Track & Tracing und eine SIM-Karte von uns im Einsatz. Aber auch im Energiebereich bei den intelligenten Messsystemen, Smart Metering, im regulierten Bereich für Stromzähler, dort sind wir sehr stark, aber auch im unregulierten Bereich, d. h. Heizkostenzähler wie bei Minol Zenner zum Beispiel. Unsere Kundenperspektive ist relativ weit. Abseits von diesen klassischen Themen haben wir jetzt einen neuen, interessanten Kunden, der mit unseren SIM-Karten z.B. überwacht, dass keine Küken sterben. Es sind wirklich immer wieder neue Use Cases, die dazukommen. Und das macht es auch wirklich spannend, was man mit Connectivity alles für Lösungen enablen kann.
 
Jetzt haben wir uns für heute als Thema den Energiesektor im Detail vorgenommen, um mal konkret über das Thema IoT und die Mehrwerte zu sprechen. Jetzt hattest du gerade schon Smart Metering gesagt: Könntest du die Hörer, die jetzt nicht wirklich aus dem Bereich kommen, einmal abholen?
Sven
Das Thema Smart Meter, also intelligenter Zähler, ist ja generell kein neues Thema. Wenn man jetzt nach Skandinavien, Italien, Spanien schaut, sind die meisten Stromzähler dort schon seit Jahren vernetzt – sei es über Powerline, sei es über SIM-Karten. In Deutschland hatte man nie so wirklich den Bedarf bei den Energieversorgern, das Ganze zu vernetzen. Die meisten Zähler in Deutschland sind noch diese etwas älteren Ferraris-Drehstromzähler, also wirklich sehr analog. Das liegt auch daran, dass unsere Energienetze bis jetzt immer sehr, sehr gut und sehr krisensicher waren. Das ändert sich natürlich jetzt alles durch die Energiewende, durch die dezentrale Energieerzeugung. Auch hier gibt es eine EU-Direktive, die z. B. vorsieht, dass diese Stromzähler alle zukünftig mit Konnektivität versorgt werden sollen. Auch für den Verbraucher, dass er das visible hat. Ich kriege nicht nur einmal im Jahr eine Abschlagsrechnung etc., sondern ich kann wirklich gucken, wie ist mein Energieverbrauch. Wir machen es in Deutschland immer sehr genau. Andere Länder haben jetzt einfach schon mal Zähler mit SIM-Karten drinnen. In Deutschland gibt’s intelligente Messsysteme – das heißt, es ist ein intelligenter Zähler und davor wird quasi ein Gateway gehangen. Dieses Gateway ist durch BSI zertifiziert. Hier gibt’s auch aktuell wieder ein paar rechtliche Themen, aber die lass ich jetzt außen vor. Dieses Gateway ist zertifiziert, dass die Daten auch sicher übertragen werden. Dort können mehrere Stromzähler angehangen werden. Wir sehen jetzt, die Förderungen machen sich bemerkbar. Auch das Thema Wallboxen – die Stromnetze sind ja nicht dafür aufgebaut, dass quasi in jeder Straße ein E-Auto lädt. Dafür braucht man intelligente Stromnetze. Und mit diesen Smart Meter Gateways wird die Infrastruktur geschaffen, dass diese Netze intelligent steuerbar sind. Das hat in Deutschland ein bisschen länger gedauert. Ich glaube aber, dafür haben wir eine viel, viel umfänglichere Lösung, die nicht nur einfach Zählerdaten misst, sondern später wirklich auch steuern kann und auch viel mehr abdecken kann, gerade bei den kritischen Infrastrukturen.
 
Siehst du in dem Bereich auch neue Themenfelder oder neue Geschäftsmodelle, die sich durch diese datengetriebenen Themen auftun?
Sven
Klar, das fängt zum einen an im Smart Metering Bereich. Im klassisch regulierten Bereich ist man natürlich immer ein bisschen gebunden. Aber da gibt’s mittlerweile auch Kundenlösungen und Kundenportale. Wir haben z. B. einen Kunden, Discovergy, der macht auch das ganze Visualisierungsthema. Das heißt, die schauen anhand der Phasenausnutzung mit Artificial Intelligence, was könnten das für Geräte sein? Wir nutzen dasselbe auch in unserem Netz, um zu gucken, wie sind welche Steuerungen, welche Lasten haben wir auf unseren Basisstationen? Aber auch für Endkunden kann man am Beispiel des Kühlschranks oder Staubsaugers sehen, wann er angeht, welchen Stromverbrauch er hat – da gibt’s viele Ansätze. Und zum anderen sehen wir im Energiebereich natürlich auch andere Bereiche, die jetzt stark wachsen. Ein schönes Beispiel: Wir haben ein Projekt mit der Firma Lackmann. Da ist die Herausforderung eine ganz andere gewesen: Da geht’s um das ganze Thema Prepaid-Stromzähler. Die Leute wissen nicht, was sie an Strom verbrauchen und hinterher kommt die große Überraschung. Und hier gibt’s von der Firma Lackmann, auch für die Energieversorger, eine interessante Lösung, die sie gebaut haben, um eine Möglichkeit zu bieten, solche sogenannten Prepaid-Modelle anzubieten, um z. B. auch nicht diesen Inkasso-Druck bei Kunden aufzubauen. Also dass man den Kunden irgendwann sperren muss, weil er irgendwann mal die Kosten nicht mehr bezahlen kann. Das Ganze nimmt auch viel Druck bei den Energieversorgern raus. Das ganze Sperren ist auch sehr gefährlich. Stell dir vor, man stellt dir den Strom ab – Kühlschrank etc., nichts geht mehr. Die jungen Leute haben kleine Kinde teilweise. Aber der Energieversorger kann irgendwann auch nicht mehr anders. Und dann ist es wirklich schwierig und ein Riesenaufwand. Man muss dann gucken, wie kriege ich den wieder angeschaltet, dann muss er wieder Geld zahlen etc. Und mit solchen Prepaid-Stromzählern kann man wirklich gute Alternativen bieten, weil man sagen kann: Okay, du zahlst ab jetzt Prepaid und du kannst das Ganze weiternutzen. Du kannst eine Karte kaufen wie beim Mobiltelefon und man kann dann auch z. B. einstellen, dass eine gewisse Grundlast für den Kühlschrank vielleicht auch noch weiter funktioniert. Also man darf das nicht falsch verstehen, es geht nicht darum, alle abzusperren und es einfach Prepaid zu machen. Sondern darum, den Leuten auch die Möglichkeit zu geben, trotzdem weiter Strom zu beziehen und auch für die Energieversorger die Prozesskette zu vereinfachen. Und auch das Risiko von den Mitarbeitern wegzunehmen, wenn es an das Abstellen geht, dass es zu Gewalttaten kommt, was es leider auch schon gab.
 
Was ist denn das Kerngeschäft von Lackmann? Sind sie die Hardware-Hersteller von diesen Smart Metern oder wie muss man sich das vorstellen?
Sven
Also die Lackmann bietet quasi die komplette Lösung an. Das eine ist der Hardware-Teil, der Meter, den sie für die Energieversorger anbieten, der dann mit unserer Konnektivität ausgestattet ist. Und auf der anderen Seite ist es das Back-End-System, mit dem der Energieversorger das ganze Management machen kann, was angeschlossen wird, oder die Freischaltung machen kann. Das muss natürlich auch alles integriert werden. Diese Lösung läuft z. B. auch auf der Cloud, auf AWS (Amazon Web Services) etc. Das sehen wir auch immer mehr – nicht nur im Energiebereich, sondern auch in anderen Bereichen – dass Applikationen bei immer mehr Unternehmen in die Cloud wandern. Deswegen haben wir auch ein Produkt-Feature, das nennt sich Cloud Ready. Man muss sich einfach mal vorstellen, wenn die Kunden tausende, zehntausende, hunderttausende SIM-Karten haben, die müssen ja verwaltet werden. Wir haben dafür ein Management Tool, die Kite, die ist auch mehrfach ausgezeichnet. Aber noch interessanter wird es, wenn das Ganze dann in die Cloud integriert ist. Das heißt, wenn die Kunden schon AWS, Azure oder Google Cloud nutzen, dann können sie auch mit Cloud Connect ihre Daten direkt in die Cloud bekommen. Das heißt, sie brauchen kein eigenes APN oder VPN zu irgendeinem Router bauen, sondern können quasi direkt ein Feature buchen, dass die Daten direkt von den SIM-Karten in die Cloud gehen und können teilweise auch rudimentäre Funktionen für SIM-Karten-Management etc. nutzen. Und das macht jetzt Lackmann beispielsweise auch. Damit spart sich auch sehr viel Zeit – Stichwort Time to Market. Man hat nicht mehr viel mit IT-Integrationsprojekten zu tun, sondern die Kunden profitieren von Rechenzentrumskopplung, die wir im Hintergrund haben und können einfach das Feature bestellen und ihre Daten direkt von der SIM-Karte in die Cloud bringen.
 
Welche Daten sind für Lackmann und die Kunden da interessant und was sind dann die Mehrwerte dieser Daten?
Sven
Lackmann hat verschiedene Bereiche. Wenn wir jetzt bei der Lösung für das Thema Prepaid-Zähler bleiben, dann geht’s natürlich vor allem um den Stromverbrauch und dass der Stromzähler nahezu in Echtzeit Daten überträgt. Diese Daten werden dann in der Cloud ausgewertet. Demzufolge wird geschaut, von dem Stromverbrauch, ob das klappt. Und da sind dann auch weitere Features geplant, dass der Kunde auch immer per App schauen kann, wie ist mein Stromverbrauch? Der Kunde kann nachschauen, wie viel Guthaben er noch hat, wie viel er schon aufgebraucht hat. Und diese Korrelation macht Lackmann in der Cloud. Und wir sind zum einen für den Bereich Connectivity zuständig. Hier setzen wir auch in der Lösung auf eine globale SIM-Karte. Das bedeutet, gerade im IoT-Markt ist es mittlerweile auch üblich, SIM-Karten zu nutzen, die in möglichst allen Netzen funktionieren. Und das haben wir hier auch: Seit 2013 bieten wir das schon an, also dass die SIM-Karten für solche IoT Use Cases alle Netzen nutzen. Das heißt, sollte jetzt mal schlechter Empfang sein, gerade im Keller, setzen wir mit der Global SIM darauf, dass wir mehrere Netze zur Verfügung haben. Es besteht dann einfach die Möglichkeit, dass ein anderes Netz genutzt werden kann, wenn unseres mal nicht so gut sein sollte – oder umgekehrt.
 
Die Daten, über die wir sprechen, sind also primär Stromverbräuche. Die kommen ja irgendwo aus diesem Stromzähler. Wie genau sind diese Daten schon verfügbar? Ich mein, nicht alles ist ja heutzutage schon digital. Und wie genau gelangen die Daten dann in die Cloud?
Sven
In dem Fall muss der Zähler getauscht werden. Also diesen Ferraris-Zähler, den kriegt man nicht mehr intelligent. Die Firma Lackmann hat auch einen eigenen Zähler, da ist unsere SIM-Karte quasi schon vorkonfektioniert. Den kriegt der Energieversorger als Gesamtteil der Lösung, die whitelabled für ihn ist, und baut dann quasi dort einen neuen Zähler ein. Informiert den Kunden, dass der Vertrag auf Prepaid-Basis ist, und dann wird dieser Zähler getauscht und die Daten sind dementsprechend verfügbar. Die Zähler sind sozusagen vorkonfiguriert, dass sie sich genau mit der Konnektivität sofort anmelden und dass sie die Daten in die Cloud schicken.
 
Das heißt, ich habe irgendwo in diesem neuen Stromzähler, der dann ausgetauscht wird, eine SIM-Karte verbaut. Die kommt von euch, die dann mit entsprechender Konnektivität und einem Management in der Cloud verwaltet werden kann. Über welches Netz? Also wie muss man sich das vorstellen? Wie funkt diese SIM-Karte in die Cloud?
Sven
Man muss sich das so vorstellen: Die Karte nutzt erstmal die klassischen Mobilfunknetze, die es jetzt auch schon gibt. Also sprich 2G, 3G und LTE und kann ganz normal die Daten darüber übertragen. Dahinter in unserem Kernnetz haben wir für unsere IoT-Kunden, wie auch für Lackmann, eigene APNs gebaut, das heißt, eigene Access Points. Kunden kennen es vielleicht noch von früher, da musste man vielleicht E-Plus und Internet im Handy eingeben. Heutzutage muss man das nicht mehr. Auf Consumer-Karten ist so ein Redirect drauf. Deswegen ist es egal, was man eingibt, das funktioniert immer. Bei IoT ist es nicht so – könnten wir zwar auch machen, aber normalerweise haben wir bei IoT-Lösungen spezielle APNs für den Kunden, die eingerichtet werden. Und damit trennen wir den Verkehr auch nach der Basisstation auf, sodass der nicht in unserem normalen Endkundenverkehr zusammenkommt. Und von unseren Netzelementen übergeben wir den Verkehr dann z. B. über ein MPLS-Netzwerk, VPN zu dem Kunden ins Rechenzentrum oder bei Cloud Ready. Bei der Firma Lackmann übergeben wir die Daten, da terminiert dieser APN direkt bei AWS. Das hat den Vorteil, dass der Kunde sich nicht großartig um Netzwerk, Integration etc. kümmern muss. Und er hat seine Daten dann quasi direkt dort vor Ort. Von da aus kann dann die Firma Lackmann im Back-End in der Cloud. Die sieht dann den Zähler, kann den dann individuell adressieren, hat eine eigene IP-Adresse für den Zähler, wenn gewünscht, sodass sie z. B. später auch schalten kann. Gerade bei dieser Prepaid-Lösung ist das natürlich auch wichtig. Denn sollte der Kunde mal nicht zahlen, dann ist es ja nicht mehr dieses klassische Ablesen, sondern dann ist es auch das Schalten dieses Zähler z. B. in den Notmodus oder Abschaltmodus.
 
Noch mal eine kurze Zwischenfrage: Es gibt ja auch verschiedene andere Stakeholder in diesem Konglomerat neben Lackmann. Wie interessant sind denn Daten wie Abrechnungsdaten oder bestimmte andere bürokratische Themen, die nicht direkt vom Stromzähler kommen, sondern dann auch über die Cloud adressiert werden können, vielleicht auch von anderen in dieser Lieferkette? Gibt es da Ansätze, bei denen man sagt, Abrechnungsdaten können auch direkt jemandem Dritten zur Verfügung gestellt werden? Das ist dieses Cloud-to-Cloud-Thema, oder?
Sven
Bei der Lösung der Firma Lackmann handelt es sich um eine geschlossene Lösung. Da gibt es das Thema Prepaid-Stromzähler-Lösung für die Energieversorger und quasi auch für den Kunden, der da gegebenenfalls Zahlungsprobleme hat und dem man eine Lösung bietet, damit der Strom nicht abgeschaltet wird. Wenn man jetzt wieder zurückschaut in den regulierten Markt – das ist das Thema, was wir gerade hatten, intelligente Messsysteme, Aussteuerung der Energienetze – da gibt’s momentan die Regulierung, dass bei allen Haushalten über 6.000 Kilowattstunden pro Jahr zukünftig ein intelligentes Messsystem installiert werden muss. Das ist dann ein Gateway plus intelligenter Zähler. Damit beginnen die Energieversorger jetzt auch schon. Und da ist quasi auch unsere Connectivity bei vielen unserer Kunden nicht mehr im Stromzähler, sondern in dem Gateway. Im Prinzip funktioniert es da genauso wie jetzt gerade. Da ist aber dann häufig so, dass die Daten jetzt nicht in der Cloud sind, weil diese GWA-Systeme, also Gateway Administrationssysteme, die vom BSI zertifiziert sind, die sind zusätzlich noch in speziellen gesicherten und zertifizierten Rechenzentren. Wenn man sagt, die Daten werden über das Mobilfunknetz ins Transportnetz geleitet und gehen dann nicht in die Cloud, sondern gehen über eine MPLS, also über eine Direktverbindung, direkt in das Rechenzentrum der Gateway Administration. Beispielsweise haben wir die co.met aus Saarbrücken, das ist einer unserer Kunden, die haben quasi dort ein eigenes Rechenzentrum und holen sich die Daten über das MPLS ab. Gerade bei dem Gateway ist es so, dass es auch vorgesehen ist, weitaus mehr zu machen als den reinen Zähler abzulesen. Es geht auch um das Thema schaltbare Lasten, das Thema E-Mobility, aber auch zukünftig weitere Sachen wie Solaranlagen, steuerbare Einspeiser, das nimmt auch immer mehr zu. Die Stromnetze müssen stabil gehalten werden. Und wenn gerade zu viel eingespeist wird, kann es manchmal passieren, dass die Solaranlage nicht einspeisen darf, weil sonst irgendwo das Stromnetz nicht mehr stabil ist. Diese Aufgabe kann dann zukünftig auch ein intelligentes Messsystem, ein Gateway übernehmen. Zusätzlich ist dieses Gateway auch dafür vorgesehen, multi-sparten-mäßig zu arbeiten, das heißt, es soll dann z. B. in Gaszähler oder Heizkostenzähler darüber abgelesen werden können.
 
Das Beispiel von Lackmann ist jetzt ein sehr konkretes Beispiel aus dem Bereich Prepaid Metering. Jetzt würde ich noch mal gern konkret auf das Thema Smart Metering eingehen und in Richtung Use Case 2 kommen. Kannst du uns da mal abholen, mit welchem Kunden ihr im Bereich Smart Metering arbeitet und was da die Herausforderungen eures Kunden sind?
Sven
Wie gesagt, wir haben verschiedene – sei es eine AFR, Mainzer Netze oder die co.met. Vielleicht mal am Beispiel der co.met: Das ist ein Dienstleister für Stadtwerke, z. B. Stadtwerke Saarbrücken, der intelligente Messsysteme einführt. Es gibt eine EU-Direktive, die auch in Deutschland verpflichtend ist, dass Stromzähler intelligent werden müssen. Sprich, dass der Endkunde aktuelle Zählerwerte bekommt und nicht wie jetzt, eine Abschlagsrechnung bekommt und den Zählerstand einmal im Jahr selbst ablesen muss. In anderen Ländern ist das schon seit Jahren umgesetzt. Ich sagte das ja grad schon, zum Beispiel in Italien oder Skandinavien. In Deutschland hat man sich es da etwas schwerer gemacht, eine Kosten-Nutzen-Analyse gemacht, man hat ein BSI-Schutzprofil dafür aufgebaut. Man hat aber, wie ich finde, eine sehr gute, zukunftssichere Lösung dafür, gerade für das Thema Energiewende. Wenn man sich jetzt anschaut, in anderen Ländern werden Zählerstände schon seit Langem über SIM-Karten übertragen. In Deutschland vielleicht noch nicht so, außer vielleicht bei ein paar Gewerbekunden. Das intelligente Messsystem, von dem man da sehr häufig spricht, besteht aus zwei Geräten – das ist der klassische Stromzähler, der jetzt noch dieser Drehstrom-Ferraris-Zähler vielleicht ist, welcher dann getauscht werden müsste gegen einen intelligenten, digitalen Zähler. Damit ist es aber noch nicht vernetzt. Die Vernetzung läuft dann nicht über eine SIM-Karte, die wie bei Lackmann z. B. einfach eingebaut ist, die Vernetzung läuft über ein separates Gateway. Dieses Gateway wird zusätzlich im Zählerschrank montiert. In diesem Zählerschrank ist dann im Idealfall von uns eine SIM-Karte drinnen. Und der Stromzähler wird dann über Wired oder Wireless M-Bus angeschlossen an das Gateway und kann sich dann dementsprechend mit dem Gateway austauschen.
 
Ich würde noch mal ganz gern auf das Thema Connectivity eingehen. Jetzt hattest du gerade so einen Fachbegriff genannt. Wie genau funktioniert das jetzt? Ich habe den Stromzähler plus ein externes Gateway – wie gelangen die Daten hier an der Stelle genau in die Cloud?
Sven
Das ist in dem Fall nicht so einfach gewesen, weil erst mal sind diese Gateways vom BSI zertifiziert. Das heißt, die verschlüsseln die Daten auch ziemlich stark. Zusätzlich haben wir mit den Energieversorgern eine Lösung entwickelt, dass diese Daten, die jetzt gerade auch bei Lackmann über unser Mobilfunknetz ganz normal separiert übertragen werden, nicht in die Cloud gehen. Das BSI schreibt vor, dass diese Daten direkt in ein zertifiziertes Rechenzentrum zu gehen haben. Und da bieten wir dann die Möglichkeit an, dass dieser APN – ich hatte es ja gerade schon mal erklärt bei Lackman – von uns aus, von unserem Übergabepunkt per IPsec bzw. meistens per MPLS, sprich per eigener Standort-Direktverbindung, in das Rechenzentrum der co.met, in dem Fall nach Saarbrücken, die Daten übergibt. Und die co.met betreibt dann dort das sogenannte Gateway-Administrationssystem, das sowohl das Gateway steuert, das heißt den ganzen Zertifikataustausch, aber natürlich dann auch die Daten entpackt und zu den verschiedenen Marktteilnehmern übertragen kann. Im Strombereich gibt’s verschiedene Marktteilnehmer – das darf man auch nicht vergessen. Anders als bei einem geschlossenen System wie bei Lackmann hat man dann häufig den Messstellenbetreiber, das kann zum Beispiel das Stadtwerk sein. Will ich jetzt aber zu einer anderen Marke mit meinem Stromvertrag wechseln, ist der Vertrieb ein anderer und beide haben ein Anrecht, diese Daten zu bekommen. Das heißt, da ist dann die co.met dafür zuständig, dass dann diese Daten auch nur so wie es erlaubt ist, zwischen den Marktteilnehmern ausgetauscht werden. Und sehr häufig ist es ja in Deutschland mittlerweile auch so, dass es nicht immer alles das Stadtwerk ist. Häufig gibt’s da viele Kunden, die gewechselt sind. Und das macht es natürlich beliebig komplizierter mit circa 900 Marktteilnehmern. Und was für die Gateway-Hersteller, wie zum Beispiel co.met, auch dazukam, ist die Zertifizierung der Hardware. Da gibt’s eine Handvoll Anbieter auf dem Markt, von denen kann man sich bedienen und die brauchen dann ihre SIM-Karten da drin. Um diesen Zertifizierungsprozess zu haben, muss die SIM-Karte allerdings schon im Produktionsprozess bei den Herstellern mit eingebaut werden. Und da haben wir mit der Firma co.met und auch allen Gateway-Herstellern, die es da im Feld gibt, entsprechende Abkommen, d. h. die kriegen von uns in die Produktion direkt SIM-Chips geliefert, die dann im besten Fall direkt in die Gateways reingelötet werden. Wenn die in der Auslieferung sind, wird uns das mitgeteilt und wir übergeben dann die Aktivierungsdaten an die co.met, sodass sie diese in ihr System einpflegen können. Wenn der Gateway-Hersteller es möchte, können die dann quasi vor Ort auch noch mal die Hardwaretests etc. durchführen, sodass die Karten dann dementsprechend freigeschaltet sind. Da man verschiedene Player hat, war es für uns wichtig, die Prozesse so aufzusetzen, dass die für unsere Kunden, die Gateway-Administratoren, die das einbinden, und nicht den Endkunden, auch entsprechend nutzbar sind. Die co.met selbst verkauft meistens nicht die Zähler. Häufig ist es so, dass das Stadtwerk sich einen von diesen 5 Hardware-Herstellern aussucht und dort – je nachdem wie sie es wünschen – die Zähler und im Endeffekt diese Logistikkette dahinter bestellt. Am Ende muss eindeutig zuzuordnen sein, welche SIM-Karte in welchem Gateway für die co.met in welchem Zähler drin ist, und dass sie später auch den Messstellen zugeordnet werden können.
 
Ich rede ja hier im Podcast primär über die Mehrwerte des Themas IoT. Ich würde hier gern noch mal den Mehrwert für den Endnutzer verstehen. Kannst du mal zusammenfassen, was ist der Mehrwert für den Endkunden durch so eine digitale Lösung am Ende?
Sven
Es ist ein kleiner Vorteil. Ich habe mein Handy, ich gucke da jetzt rein und ich kann sehen, wie der Stromverbrauch ist. Was man auch ehrlicherweise festgestellt hat – ich kenne viele Energieversorger, die Piloten gemacht haben – dass die Kunden das anfangs machen, da ist es noch fancy. Da schaue ich mal rein und gucke, wie funktioniert das. Das heißt, da ist auch noch so eine Brücke zu schlagen: Wie animiere ich den Kunden, das auch zu nutzen? Das Schöne ist, man kann halt wirklich gucken, wie ist mein Energieverbrauch, wie verhält er sich. Ich habe vorhin in den Nachrichten gehört, dass der Energieverbrauch in Deutschland im Durchschnitt um etwa 5 % gestiegen ist durch Corona, weil die Leute mehr im Homeoffice sind. Solche Tendenzen könnte man relativ schnell dort auch ablesen. Oder wenn sich eine neue Gartenpumpe, eine Sauna oder ähnliches geholt hat, dann kann man schnell sehen, was das für eine Kostenfalle sein kann. Da müssen die Energieversorger natürlich auch gucken, wie binden sie den Kunden daran und wie aggregieren sie das. Nur einfach zu gucken, wie der Stromverbrauch ist, ist nicht fancy, das machen die Kunden nicht. Spannender wird es dann wirklich mit dem Thema Energiewende und Elektromobilität. Das heißt: Wie kann ich mein Auto laden? Vielleicht habe ich eine Solaranlage auf dem Dach. Bei dem Thema Autoladen ist es dann auch so eine Sache. Die Stromnetze sind ja nicht dafür ausgelegt. Wenn meine Ladestation mit 11 oder 22 KW dort in der Straße ist, dann können wahrscheinlich drei, vier Autos gleichzeitig laden, plus dem normalen Stromverbrauch, und dann geht die Ortsnetzstation zur Neige. Da ist es wichtig, dass diese Wallboxen auch gesteuert werden, und das ist ein wichtiges Feature. Diese Box ist zukunftsfähig. Zukünftig kann ich dann wirklich sagen, dass das Thema E-Mobilität intelligent gedacht wird. Vielleicht auch noch weitergedacht und die Autobatterie als Puffer für den normalen Strom genommen. Sprich dann auch zu sagen: Okay, ich speise jetzt aus der Autobatterie zurück und ich erkenne anhand des ganzen Lademanagements, meinem Fahrverhalten, diese Daten dann auch zwischen den Marktteilnehmern zu korrelieren, wann ich losfahren kann und wie viel Prozent der Batterie vom Auto ich jetzt nutzen kann. Das Ganze dann noch kombiniert mit Solaranlage und eigener Erzeugung – da wird’s dann glaube ich wirklich spannend.
 
Könntest du zum Abschluss noch mal zusammenfassen, welche Services ihr jetzt aus der Mobilfunkperspektive anbietet und mit welchem Endergebnis für eure Kunden?
Sven
Also unser Fokus liegt wirklich im Bereich Konnektivität – wie vernetze ich IoT Devices. Klar, es gibt auch lokale Technologien wie LoRa, Bluetooth, Low Energy etc. Unser Kern liegt natürlich hier im Bereich der zellulären Netze, also sprich 2G, 4G, NB IoT, LTE, 5G, um da die Lösung der Kunden bestmöglich zu vernetzen. Und wir betreiben klar eigene Mobilfunknetze, arbeiten hier aber auch mit Multi-Roaming-Lösungen zusammen. Wir haben für den Kunden eine Administration Plattform, Kite, ich hatte es vorhin schon mal genannt. Dort wird das ganze Management der Karten vollzogen. Ein ganz, ganz wichtiger Punkt, den viele außer Acht lassen, den wir vorhin auch schon beim Smart Metering hatten, ist die Integration der Kommunikation in die Lösung. Wie packe ich den Mobilfunk da vernünftig rein? Wie wird er ein Teil davon? Welche Herausforderungen habe ich da? Sei es jetzt z. B. im Keller wie jetzt gerade beim Smart Metering Thema, aber z. B. auch im Roaming. Wo muss ich drauf achten? Denn insbesondere bei LTM oder NB IoT sind die Netze in Deutschland ein bisschen anders und funktionieren anders als das in Großbritannien oder Spanien zum Beispiel. Und hier bringen wir dem Kunden wirklich sehr, sehr viel Expertise für seine Lösungsentwicklung mit – worauf er achten muss und dann natürlich, wie er seine Daten optimal in seine Applikation hineinkriegt. Sei es in die Cloud, wie bei Lackmann, oder per sicherer Festverbindung per MPLS direkt ins Rechenzentrum seiner Wahl. Und das klingt häufig sehr einfach, nichtsdestotrotz sind da viele Fallstricke und ich glaube, da sehen wir uns als Partner, als Enabler, den Kunden auf die Reise mitzunehmen.
 
Wenn du jetzt Management von SIM-Karten sagst, dann sind das wahrscheinlich im Fall von co.met tausende, abertausende SIM-Karten, die da irgendwo im Feld verbaut sind. Ich meine, theoretisch hat ja jeder Keller mit den einzelnen Schränken dort eine SIM-Karte verbaut, die irgendwo gemanaged werden muss mit den einzelnen Daten aus dem jeweiligen Stromzähler, richtig?
Sven
Genau, es kann zum Beispiel auch sein, dass ein Stadtwerk sagt, ich will jetzt einen eigenen Abschnitt. Ich will, dass die Daten nicht über das eine Rechenzentrum laufen, sondern ich will die in einem anderen Rechenzentrum haben und dann kann man über diese Plattform die ganzen Zugänge verwalten. Da kann man sagen: Okay, das ist der Mandant. Man kann also Mandanten anlegen und kann sagen, die Daten sollen bitte dort hineinfließen. Man kann auch Breakouts machen, man kann Alarme hinterlegen. Man kennt es früher von Prepaid Handys, dass man sagt, dieses Handy funktioniert nur mit der SIM-Karte. Umgekehrt können wir bei diesem Portal z. B. auch sagen: Die SIM-Karte funktioniert nur mit dem Device. Und man sagt: Wenn du die SIM-Karte aus meinem Device rausnimmst, wenn sie nicht schon verlötet ist, dann kannst du die nicht in dein Smartphone stecken, weil das Netz erkennt, dass das ein anderes Gerät ist. Das erlaube ich nicht. Oder wenn man sieht, dass irgendwelche Schwellwerte an einem Tag oder in einem Monat überschritten werden, da ist ein abnormales Verhalten, dann kann man Alarmmeldungen machen, die Karte sperren lassen, Automatismen einstellen, einen anderen Tarif schicken. Also ganz, ganz viele Möglichkeiten. Und je mehr Karten man hat, umso wichtiger wird sowas.
 
Vielleicht zum Abschluss: Wenn ich jetzt als Zuhörer im Bereich Smart Metering unterwegs bin oder auch vielleicht sogar Energieversorger bin, wie muss ich mir die Zusammenarbeit mit euch vorstellen? Wie komme ich am besten mit euch in Kontakt?
Sven
Einfach kontaktieren – gern mich auch persönlich über LinkedIn. Ansonsten über unsere Homepage iottelefonica.de. Wir bieten unseren Kunden sehr gern auch Teststellungen an, sprich sie können einfach mal mit einer Handvoll SIM-Karten starten, einfach mal unsere Applikationen kennenlernen. Wir bieten sehr, sehr viele Webinare zu den Themen an, die man sich jetzt im Nachgang auch noch mal anschauen kann. Gerade zu den Punkten, die ich jetzt auch gerade gesagt hatte – sei es Security, Anbindung, Optimierung von Hardware. Da können wir den Kunden auch mitnehmen. Aber auch Workshops, das heißt, wenn ein Kunde sagt, ich habe jetzt ein Projekt, ich habe hier eine Herausforderung, wie stellt ihr euch das denn vor? Gern einfach mal reinschauen, und zwar auch auf unserer Homepage unter Referenzen. Wir haben da wirklich viele Referenzen und viele Use Cases.
 
Letzte Frage für heute: Wie siehst du denn die Übertragbarkeit? Ich meine, wir haben jetzt über zwei Use Cases gesprochen. Wie ist die Übertragbarkeit auch auf andere Kunden zu sehen? Ihr seid ja wirklich breit unterwegs. Wie kann ich diese Lösungen – sowohl Lackmann als auch co.met – jetzt für mich nutzen, wenn ich vielleicht in einem ganz anderen Business unterwegs bin vom Kerngeschäft her?
Sven
Wir haben uns jetzt gerade sehr stark auf den Energiemarkt bezogen. Aber die zwei Lösungen zeigen im Kern schon die größten Herausforderungen auf. Zum einen das Thema Integration in die Cloud. Wie kriege ich die Daten da rein? Wie kriege ich ein Management der SIM-Karten über die Cloud automatisiert? Das Thema kommt immer mehr. Viele große Unternehmen gehen mittlerweile in ihrer Applikation auch in die Cloud – sei es AWS, Azure, Google Cloud etc. Ich glaube, da können wir wirklichen Mehrwert bieten mit der vollen Integration, die wir direkt mitliefern. Und auf der anderen Seite, wenn der Kunde anfängt, seine Lösung im Bereich Mobilfunk zu erweitern. Ich glaube, da können wir ihn von vielen bösen Fallstricken, die er nicht unbedingt selbst machen muss, fernhalten, wenn wir da in den Austausch gehen. Wie gesagt, wir haben viele Learnings im Bereich Smart Metering gehabt und ich glaube, das ist eines der toughesten Themen im Bereich Mobilfunk Connectivity im Keller mit BSI-Schutzprofil, Anbindung von Rechenzentren etc. Aber ich glaube, von der Erfahrung, die wir gesammelt haben, profitieren auch viele andere Kunden in komplett andere Branchen.
 
Super, vielen Dank für deine Ansichten heute und die zwei Use Cases, die du mitgebracht hast.

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