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Use Case | Aboservice für automatische Nachbestellung | Elunic AG

Die automatisierte Nachbestellung von Verbrauchsmaterial ist eine gute Möglichkeit für Hersteller, die Kundenbindung zu stärken und gegen Billiganbieter zu bestehen. Das Industrial IoT erlaubt solche Services durch die Ermittlung von Daten aus dem Feld.

Das Problem: Billiganbieter dringen in das Servicegeschäft

Filtrationsanlagen sind wichtige Komponenten in Industriebetrieben wie Chemiefabriken oder Kraftwerke. Sie helfen dabei, Stoffe zuverlässig zu trennen oder Abwasser und Luft zu reinigen. Im Laufe der Zeit setzen sich die Filter zu, ihr Beladungszustand mit Partikeln nähert sich dem zulässigen Maximalwert. Dadurch sinkt die Filterwirkung stark ab, so dass etwa bei Raumluftfiltern die Luftqualität nicht mehr garantiert werden kann.

Die Konsequenz: Die Filter müssen regelmäßig überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Das ist häufig ein manueller Prozess, bei dem ein Mitarbeiter die Filter kontrolliert und für Ersatz sorgt. Nur in einigen Bereichen gibt es automatische Meldungen des Beladungszustands, zum Beispiel bei Rußpartikelfiltern in Dieselfahrzeugen. Ob eine bestimmte Filtrationsanlage solche Meldungen absetzt, hängt unter anderem vom Alter ab – bis vor einigen Jahren waren diese Systeme technisch zu aufwendig.

Ein Hersteller von Filtrationsanlagen wollte seinen Kunden Alternativen zu den manuellen Prozessen anbieten. Zudem wollte er dadurch eine bessere Kundenbeziehung aufbauen, sodass für den Austausch seine hochwertigen Filter nachbestellt werden. Bedingt durch die manuellen Prozesse greifen viele Nutzer zu Billigprodukten, die aber häufig nur geringe Qualität haben.

Durch das Angebot zur Prüfung des Beladungszustands und einer automatischen Nachbestellung erhalten die Kunden einen Zusatznutzen: Neue Filter treffen punktgenau zum Erreichen des Maximalwerts ein, die Anwender müssen weniger Filter lagern. Hierdurch kann vor allem bei Großabnehmern die Kapitalbindung kleiner werden. Darüber hinaus sinkt der Aufwand bei der Kontrolle der Filter.

Die Lösung: Moderne Sensorik und Retrofit mit QR-Codes

Die elunic AG aus München entwickelt passgenaue Applikationen, um das gesamte IoT-Potenzial von Maschinen und Anlagen der Industrie auszuschöpfen. Der Spezialist für digitale Transformation, Industrie 4.0 und das Industrial IoT (Internet of Things, Internet der Dinge) empfiehlt für Hersteller, die unterschiedliche Gerätegenerationen im Feld haben, ein zweigleisiges Vorgehen.

Neuere Maschinen besitzen häufig bereits integrierte Sensoren und sind mit einer SPS oder einem Industrie-PC angebunden. Zusätzliche Sensoren sind außerdem leicht nachzurüsten. In diesem Fall werden alle notwendigen Messwerte an den vorhandenen Schnittstellen ausgelesen und über ein Edge-Device in eine Cloud-Anwendung zur Analyse gesendet.

Etwas aufwendiger ist die Lösung bei Maschinen früherer Generationen, die keinerlei Sensorik bieten. Hier ist ein Retrofit häufig kostenaufwändig, sodass Elunic eine andere Vorgehensweise empfiehlt: Die Maschinen werden mit QR-Codes gekennzeichnet, die sie jeweils identifizieren. Wenn ein Mitarbeiter die Anlage oder den Filter überprüft, scannt er diesen QR-Code mit einem Handheld oder Smartphone. In einer App erfasst er nun die gewünschten Daten, etwa den Beladungszustand.

Diese Vorgehensweise ist ein guter Kompromiss zwischen Kostenersparnis durch lange Laufzeiten und den Möglichkeiten der Digitalisierung. Ob durch Sensoren oder QR-Codes – der Hersteller kennt nun alle notwendigen Daten, um den optimalen Lieferzeitpunkt für Ersatzfilter zu berechnen und die Bestellung automatisch auszulösen.

Das Ergebnis: Ein Rundum-Sorglos-Service für die Anwender

Für die Nutzer der Filtrationsanlagen sinkt neben der Kapitalbindung auch der Aufwand für die Bewirtschaftung des Nachschubs, da sie Bestand und Bedarf nicht mehr im Blick haben müssen. Zudem verschwinden manuelle Prozesse entweder ganz (Sensorik) oder werden stark vereinfacht und beschleunigt (QR-Codes).

Dieser Rundum-Sorglos-Service (Abo bzw. Subskription) für die Nutzer der Filtrationsanlagen stärkt die Bindung zwischen Hersteller und Kunde. Ihm werden im Abo nur hochwertige Originalprodukte angeboten, ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Kundenbeziehung. Der gestiegene Komfort und die weiteren Vorteile auf Nutzerseite rechtfertigen darüber hinaus einen höheren Preispunkt gegenüber anderen Anbietern.

Der Anbieter und Umsetzungspartner

Ansprechpartner
Jonas Schaub
Vorstand

elunic ist auf die Konzeption und Entwicklung von Industrial IoT Lösungen (IIoT) im Produktionsumfeld spezialisiert. elunic unterstützt Maschinenhersteller dabei, Mehrwerte durch digitale Applikationen rund um Maschinen und die Vernetzung zu identifizieren und diese entsprechend zu realisieren. Mit dem IIoT-Applikationsframework shopfloor.io kann die Entwicklung auf Basis bestehender, offener Programmmodule bedarfsgerecht und effizient erfolgen. Als Bausteine können so u. a. eine Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), ein Maschinenportal als zentralen Zugang für Kunden sowie das Digitale Serviceheft als Grundlage zur Etablierung eines Lieferplan-Geschäftsmodells (Abonnement für Verschleiß- und Verbrauchsmaterialen).

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