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Autosen GmbH – Philipp Uebachs | Fernüberwachung und Monitoring von Unwuchten, Füllständen, Stückzahlen, Zyklen oder Temperaturen – Innovation im eCommerce

#014 | Hardware | eCommerce

Hier mehr zu den Use Cases aus der Folge erfahren

Podcast Folge 14 | Fernüberwachung und Monitoring von Unwuchten, Füllständen, Stückzahlen, Zyklen oder Temperaturen - Innovation im eCommerce

In dieser Folge des Industrial IoT Use Case spricht Philipp Uebachs, dem Project Manager für IIoT der Autosen GmbH über die Fernüberwachung und Monitoring. Dabei handelt es sich um Zustände wie Unwuchten im Getriebe, Füllständen von Fluiden, Stückzahlen, Zyklen oder Temperaturen in Prozessen. Philipp gibt darüber hinaus spannende Insights über internen Abläufe und Prozesse – er erklärt wie von der Bestellung eines Sensors im Onlineshop, die Bezahlung, die Pickliste für die Logistik bis hin zur Auslieferung genau funktioniert. Die Seriennummer des bestellten Geräts und die Kundennummer im ERP System ist dann schon entsprechend verknüpft und so ist die Grundlage für das Anmelden dieses Sensors in der Cloud gelegt ist. Hut ab für diesen Innovativen und Digitalisierten Ansatz!

Sensor to cloud – diese Technik hat auf industrieller Ebene ein enormes Potenzial. Welche Möglichkeiten haben Systeme wie iokey oder IO-Link im IIoT und wie kommen diese in der Praxis zum Einsatz? Philipp von Autosen erklärt die Vorteile und die Funktionsweise.

Das Unternehmen Autosen besteht seit 2011. Es hat sich auf Automatisierungen im Bereich der Sensortechnik sowie Lösungen für das IoT spezialisiert. Besonders geht es darum, alle möglichen Formen von Sensordaten auf einem einfachen Wege und digital zentral bereitzustellen. Das Unternehmen nutzt hierfür die technischen Möglichkeiten der Cloud, um Daten zu sammeln und so für weitere IT-Systeme zugänglich zu machen.

Die Idee hinter dem System ist es, dass der gesamte Prozess automatisch abläuft. Die Anforderung ist also, Strukturen zu schaffen, die Plug & Play unterstützen. IO-Link und iokey liefern die notwendige Infrastruktur, die dazu in der Lage ist. Ausschließlich die eigentliche Installation des Sensors vor Ort muss noch manuell durchgeführt werden. Die komplette Konfiguration für die Übertragung der Daten in die Cloud ist bereits ab Werk vorhanden.

Die Technik hinter dem System basiert auf dem IO-Link-Kommunikationssystem sowie io-key als Gateway. Zunächst werden alle Sensordaten gesammelt und dann über das Funk-Gateway automatisch in die Cloud übertragen. Das System ist in der Lage, selbstständig ein passendes, zur Verfügung stehendes Netz auszuwählen. Es können Narrowband IoT (NB-IoT), GSM und CAT-M1 (LTE Technologie) genutzt werden.

Als erstes Beispiel nennt Philipp den Use Case eines Herstellers von Vakuumtoiletten, welche man aus dem Einsatz in Zügen kennt. Der Hersteller hat von seinem Kunden die Anforderung erhalten die Füllstände zu monitoren und dem Dienstleister direkte Handlungsempfehlungen zu den Leerungen an den Bahnhöfen zu geben. Die Herausforderung bestand hier in der Sonden Auswahl, welche die Chemikalien-Umgebung abkann. Wie die Daten aus dem Tank in die Cloud gelangen erklärt Philipp an dieser Stelle ausführlich.

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Ein Vorteil der Lösung von Autosen ist, dass das Portfolio ready for IoT ist. Die Sensoren sind Teil des Systems und werden ebenfalls vom Hersteller geliefert. So ist einerseits die Kompatibilität gewährleistet. Via Plug & Play werden die drei Komponenten des Systems vor Ort zusammengestellt und funktionieren dann Out of the Box. Andererseits kann der Hersteller ein breites Spektrum an Industrie Sensorik abdecken.

So gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Sensoren für das System. Diese sind an die Bedürfnisse von IIoT angepasst. Induktive Sensoren, Temperatursensoren, Strömungssensoren oder auch analoge Messwertgeber sind verfügbar. Durch den All-in-one Ansatz des Unternehmens sind die verschiedenen Sensortypen alle an das System angepasst und somit direkt einsatzbereit. Ein solcher IO-Link Temperatursensor oder andere Sensoren sind sofort nach dem Einbau betriebsbereit und übertragen aktuelle Messwerte.

Die Integration in bestehende IT-Systeme ist ein ebenso wichtiger Punkt. Hier spielen sowohl die Cloud als auch das IO-Link-System eine wichtige Rolle. Ohne die IO-Link-Schnittstelle sind die Sensoren nicht bereit für die Integration in die digitale IT-Welt, da die Daten in einem falschen Format vorliegen. Oftmals handelt es sich um analoge Informationen, beispielsweise von einer Stromschnittstelle. Diese Daten werden vom IO-Link-System in digitale Informationen gewandelt.

Gerade dank des Plug & Play sind die Lösungen in der Praxis beliebt. Einsatzbereiche ergeben sich vom Mittelstand über die Landwirtschaft bis zur Schwerindustrie. Vor Ort ist keine Netzwerk- oder IT-Infrastruktur notwendig. Dies erweitert die Nutzungsmöglichkeiten noch weiter. Das System bringt sein eigenes Funk-Gateway mit, sodass der IO-Link Temperatursensor oder andere Sensoren die Daten via NB-IoT, GSM oder LTE in die Cloud senden.

In der Praxis läuft die Bestellung bis zum Einsatz folgendermaßen ab. Ein Kunde wählt im Shop den oder die gewünschten Sensoren sowie die benötigte IO-Link-Infrastruktur. Die Seriennummer des Geräts wird im ERP-System mit der Kundennummer verbunden. Über diese Information werden die Sensordaten, die über das Gerät eingehen, dem spezifischen Kunden in seinem eigenen Cloud-Bereich automatisch zugeordnet. Der Kunde hat dann über jeden beliebigen Browser und seine Autosen-Kennung Zugang zu seiner sensor to cloud und den aktuellen Daten seiner Sensoren.

Als Beispiel aus der Praxis nennt Philipp den Einsatz eines Systems für die automatische Füllstandsessung von Tanks. Ein Entsorgungsunternehmen platziert Tanks für gefährliche Stoffe bei Kunden. Die Tanks werden immer dann abgeholt, wenn diese voll sind. Wann dies der Fall ist, lässt sich nicht vorhersagen. Die Kunden bemerken dies in der Regel erst dann, wenn der Tank bereits übervoll ist.

Dies sorgt für komplizierte Abläufe in der Organisation. Das Entsorgungsunternehmen kriegt immer eilige Aufträge und der Kunde sieht sich mit vollen Tanks konfrontiert. Der Tank wurde dann mit einem io-key-System ausgestattet und überwachte fortan den Füllstand vollautomatisch. Daraus ist eine „Entsorgung as a Service“ möglich, die weitestgehend automatisch läuft und Ressourcen spart.

Sowohl das Entsorgungsunternehmen als auch der Produzent werden laufend über den Füllstand informiert. Der Entsorger kann so planen und abschätzen, wann der Tank geleert werden muss. Kommen automatische Sensorsysteme im gesamten Netz zum Einsatz, ist eine effiziente Planung der Route möglich. Der Kunde muss sich nicht mehr mit nicht geleerten Tanks ärgern und auch selbst keine Meldung mehr absetzen, dass der Tank voll ist.

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In einem anderen Beispiel berichtet Philipp über den Einsatz in einem Unternehmen für industrielle Kupplungs- und Reibbeläge. Hier war die Anforderung, ein System für das Condition Monitoring bereitzustellen. Dieses musste besonders präzise arbeiten und die Daten über ein eigenes Gateway senden. Die Daten des Sensors stammten von einer SPS und mussten digitalisiert werden.

Als Ergebnis kam ein io-key-System zum Einsatz, das genaue Informationen über die Anzahl der verarbeiteten Werkstoffe sammelte. Aus diesen Daten ging hervor, welche Menge durch die Presse des Werks gelaufen sind, sowie welche Auslastung die Produktion aktuell hat. Dem Schichtleiter stehen diese Informationen permanent zur Verfügung und er kann diese mit seinem Smartphone abrufen. Ganz unabhängig davon, wo auf dem Werksgelände er sich befindet. Zusätzlich warnt das System vor drohenden Ausfällen und erfüllt somit die Anforderungen des Predictive Maintanance.

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In der Zukunft werden automatische Systeme nach diesen Vorbildern an Bedeutung zunehmen. Aktuell zögern viele Unternehmer noch mit dem Einsatz und wagen den Schritt in Richtung Internet der Dinge noch nicht. Jedoch bringt die Automatisierung bestimmter Prozesse so viel Arbeitserleichterung, dass die Akzeptanz wachsen wird. Auslösender Faktor sind die Effizienz sowie die Wettbewerbsfähigkeit.

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So zuverlässig wie ein Industriepartner, so einfach wie ein Online-Shop

Auf der Online-Beschaffungsplattform autosen.com kann jedes Unternehmen Automatisierungstechnik, Sensoren und IoT-Komponenten bestellen. Das Sortiment reicht vom induktiven Positionssensor bis zur Komplettlösung für Cloud-Anwendungen und wird permanent erweitert. Alle Geräte werden von führenden Herstellern nach einheitlichen, strengen Qualitätsanforderungen von autosen gefertigt und geprüft. Durch die dezentrale Produktion, eine effiziente Logistik und eine eigene Lagerhaltung – über 100.000 Artikel sind allein in Deutschland vorrätig – ist immer eine uneingeschränkte Lieferfähigkeit gewährleistet. autosen garantiert bei Bestellung bis 14:00 Uhr den Versand noch am selben Werktag. So ist das Produkt in der Regel innerhalb von 24 Stunden beim Kunden. Bei einem Defekt ist dadurch die Stillstandzeit auf ein Minimum reduziert.

Der gesamte Vorgang wird auf autosen.com bis zur Lieferung komplett kontaktlos abgewickelt und erfüllt damit höchste Sicherheitsstandards. Der technische und formale Aufwand ist nicht größer als bei einem Online-Shop, die Zahlung erfolgt einfach und unkompliziert auf Rechnung oder über PayPal & Co. „Wir wollen unseren Kunden die Möglichkeit geben, hochwertige, exakt zu ihrem Anforderungsprofil passende Industriekomponenten mit unserem Namen als Gütesiegel so mühelos zu beschaffen wie ein Buch auf Amazon,“ so Philipp Boehmert, verantwortlich für Marketing & eCommerce bei autosen. „Unnötige Formalitäten, Mindestbestellmengen oder IT-Arbeiten für das Aufsetzen der digitalen Beschaffung passen nicht in die heutige Zeit und die aktuelle Situation.“

Aufgrund der hohen Verfügbarkeit aller autosen Produkte kann eine Ersatzteilbestellung bedarfsgerecht erfolgen, nämlich erst dann, wenn es wirklich benötigt wird. Eine Mindestbestellmenge oder Preisstaffeln gibt es nicht. Den Kostenvorteil durch den Online-Handel gibt autosen unabhängig von der Bestellmenge weiter.

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Podcast Transkript Folge 14

Ing. Madeleine Mickeleit

Hallo Phillip und herzlich willkommen zum Industrial IoT Use Case Podcast. Ja. Ich freue mich sehr dich heute dabei zu haben. Wie geht es dir denn und eurem Team zur Zeit?

Philip Uebachs:

Ja, hallo Madeleine. Erstmal vielen Dank für die Einladung. Uns geht es allen soweit gut. So langsam normalisiert sich alles wieder, ich denke das ist bei den meisten, also ich hoffe, dass es bei den meisten so ist. Sieht alles soweit ganz gut aus. Wir kommen so langsam zurück zur Normalität, sagt man so schön.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, das freut mich doch das zu hören. Ich habe eben im Podcast Intro schon einige Punkte über dich und Autosen erläutert, aber ich denke es wäre gut, wenn du zum Start noch einmal ein oder zwei Punkte zu dir und deiner jetzigen Rolle bei Autosen sagen könntest.

Philipp:

Ja, klar gern. Mein Name ist Philip Uebachs und ich bin seit gut 1 Jahr im technischen Projektmanagement bei der Autosen GmbH in Essen und wenn man so will, ist mein Werdegang eigentlich so relativ klassisch, d.h. ich bin Automatisierungsingenieur, habe Automatisierungstechnik studiert und ich war während meines Studiums sowohl in der IT als auch in der OT unterwegs d.h. beruflich , ich habe in viele verschiedene Bereiche geblickt bzw. reinblicken können. Das war ganz cool und fand da schon immer relativ spannend diese beiden Bereiche miteinander zu verknüpfen. Und da muss man leider sagen, dass man in der Uni nicht so viel lernt über dies ganz das breite Feld des IoT bzw. Industrial IoT, d.h. man muss sich das irgendwie selbst aneignen und ja auch letztlich auch so praktische Geschichten wie das Programmieren oder den Überblick über die ganzen Cloud-Systeme. Also letztlich muss man sich das irgendwie selbst aneignen, aber wenn man da einmal einen Einblick gefunden hat, dann erübrigt sich das Ganze häufig von selbst, aber man lernt immer wieder etwas Neues und das ist ganz schön. Ich glaube Auslernen gibt es in dem Bereich nicht.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, da kann ich dir nur zustimmen. Ich habe ja auch eigentlich Maschinenbau studiert und viel mit IoT so ganz grundlegend ja, aber so in der Tiefe da war bei mir auch nichts. Ja, das kommt dann mit der Zeit und der Praxis, ne?

Philipp:

Ja, irgendwie, man hört immer da gibt es so etwas, das wird uns alle viel beschäftigen aber so richtig konkret wird es irgendwie nicht. Das wird erst was, wenn man das so wirklich so mal zum Anfassen hat.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Genau. Jetzt wäre für mich zu Beginn ganz interessant über Autosen zu sprechen. Ich denke, viele die jetzt aus dem IoT-Umfeld kommen kennen euch bereits und die bei euch schon mal bestellt haben, aber die, die euch noch nicht kennen, ihr seid ja ein Online-Shop, wo man sozusagen Automatisierungstechnik, Sensoren oder auch unterschiedliche Komponenten zum Thema IoT bestellen kann. Kannst du das mal genauer erklären und was vielleicht auch ein stückweit eure Vision hinter dem Ganzen ist?

Philipp:

Ja. Du hast das eigentlich schon perfekt zusammengefasst. Also primär sind wir ein Online-Shop, d.h. bei uns kann man Automatisierungstechnik, Sensorik und Zubehör online kaufen und seit neuestem natürlich auch Lösungen im Bereich IoT. Und unsere Geschichte ist eigentlich ja eine ganz interessante: wir sind 2011 gestartet als Start-up-Unternehmen, wirklich nur mit einer Handvoll Sensoren, die wir mit der Mission im Prinzip in den Markt bringen wollten, dass wir qualitativ hochwertige Industrie-Sensorik einfach online verkaufen wollten. Denn irgendwo so ein bisschen den digitalen Wandel mitzugehen und zu sagen, okay der Vertrieb von, ja vor allem im Konsumerbereich, der ist ja schon sehr stark online-lastig und auch jetzt auch im Businessbereich und in der Teile- und Automatisierungstechnik, da war noch nicht so viel zu dem Zeitpunkt und wir haben es uns quasi zur Aufgabe gemacht, diesen Vertriebsweg ins Leben zu rufen für Sensoren-Automatisierungstechnik. Mittlerweile haben wir ca. 9.000 Kunden und können eigentlich auf einen sehr großen und vielfältigen Kundenstamm zurückgreifen, was sehr sehr schön ist, weil man immer viele Geschichten mitbekommt, viele verschiedene Use Cases hat und da ist so ein bisschen jeder dabei, also da ist der kleine Mittelständler dabei, aber auch große Unternehmen, da ist ein Landwirt mit dabei und ein Großkonzern. Also, das ist so vielfältig, dass es eigentlich auch nicht langweilig wird.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, super spannend. Ich werde auch, was mir jetzt gerade, wo du das erzählst, einfällt, das Thema E-Commerce ist halt auch super spannend, weil es gibt ja wie viele Use Cases wo über SER-Integration gesprochen wird oder auch CAM-Integration. Vielleicht challenge ich dich später auch noch einmal in diese Richtung, weil ich es super spannend fände, wie ihr das vielleicht auch schon angegangen seid oder vielleicht auch schon umgesetzt habt bei euch intern. Das wäre vielleicht auch noch einmal spannend.

Philipp:

Ja. Das ist tatsächlich von uns auch ein großes Ziel, von uns aus dem Produkt-Management, ist das ein großes Ziel, zu sagen, ja wir wollen wirklich E-Commerce machen mit automatisierten Prozessen, um halt alle Mitarbeiter möglichst zu entlasten und die ganzen Vorzüge eigentlich der Automatisierungstechnik und auch der Digitalisierung selber auch zu leben und zu nutzen. Das ist schon irgendwo auch unsere Aufgabe.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Hmm. Okay. Kannst du vielleicht noch mal ganz zu Beginn sagen. Ihr hat da ja jetzt verschiedene Sensoren in petto. Sind die alle IoT-ready? Oder wie muss ich mir das vorstellen? Wie ist euer Portfolio da aufgestellt?

Philipp:

Ja, das ist tatsächlich so, wir haben ein sehr breites Spektrum an der Standard-Industrie-Sensorik, .d.h. es geht los vom einfachen Temperatursensor, also PT100, PT1000-Element, der dann eine kleine Auswertelektronik bekommt, aber auch die Elementarsensoren über den induktiven Sensor bis hin zum Multi-Value-Sensor, also z.B. ein Strömungssensor, der mir, glaube ich, 8 Datenpunkte liefert, haben wir im Prinzip alles dabei. Da gibt es verschiedene Schnittstellen, die quasi in der Industrie akzeptiert sind bzw. die sich so verbreitet haben und ganz weit vorn ist natürlich die analoge Messweise, also das analoge Ausgangssignal, z.B. 4 – 20 Milliampere, da haben wir natürlich viele Sensoren und jetzt kommt ja so langsam bzw. das gibt es eigentlich schon lange das sog. IO-Link-Protokoll für Sensordaten, das ist ein digitales Übertragungsprotokoll. Der Kevin Munzert von der ifm hat das eigentlich sehr ausführlich erläutert, deswegen will ich das jetzt nicht zu fein betrachten und diese Sensoren sind per se erstmal, ich sag mal einfach dumm, solange bis sie das IO-LINK-Protokoll sprechen und da haben wir im Prinzip jetzt die Möglichkeit gefunden diese Sensoren direkt, ohne dass man irgendetwas großartig programmieren muss oder sich eine Lösung zusammenstellen muss, in einer All-in-one-Lösung in die Cloud gestellt zu bekommen, d.h. wir haben im Prinzip für all unsere Sensoren, die wir in unserem Portfolio haben, ein Gateway, also eine All-in-one-Lösung mit Konnektivität und Cloud und mit allem was dazu gehört entwickelt, um eben diese Sensoren, wie du das ja schon sagtest, IoT-ready zu machen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Okay. Für die Hörer, die jetzt gerade neu dazugekommen sind und vielleicht die letzte Folge nicht gehört haben, kannst du mal ganz kurz vielleicht zusammenfassen, was genau  der io-key ist und was es mit dem IO-LINK, mit der Norm vielleicht auch auf sich hat, dass man einfach den Zusammenhang versteht, was das genau ist?

Philipp:

Ja, klar. Also grundsätzlich der io-key ist im Endeffekt eine Lösung, ich möchte gar nicht sagen, dass ist nur das Produkt z.B. nur die Hardware ist, sondern es ist letztendlich eine Lösung, bestehend aus der Hardware, also aus dem Gateway, das ist ein Pump-Gateway. Wir haben da die Möglichkeit 2 Sensoren anzuschließen oder mit dem entsprechenden Zubehör auch mehr, aber da sage ich im weiteren Verlauf vielleicht noch ein bisschen was dazu und diese Sensordaten die werden quasi von dem Sensor einfach gelesen, also der IO-Key schnüffelt quasi an den Datenpunkten und sendet die dann über eine Netzwerkantenne, also über eine Mobilfunkantenne ins Mobilfunknetz oder bzw. über das Mobilfunknetz in das Internet. Wir nutzen dabei für die Datenübertragung 3 verschiedene Netze, die sich der io-key als Gateway als Hardware also selber auswählt, das ist also für den Anwendungsbereich z.B. in Hallen oder in Kellern, das ist Narrowband-IOT-Netzwerk, dann haben wir als Fallback die 2G-Variante, also GSM, ganz normal ist ja sehr weit verbreitet auch in Deutschland und in Europa und jetzt neu haben wir mit dabei das KM1-Netzwerk, also LTE-Technologie. Das ist z.B. besonders dafür geeignet, wenn man mobile Maschinen hat, die sich bewegen, weil es im Prinzip einen guten Overlap hat bei den Funkzellen, d.h. man hat bei einem Funkzellenwechsel keinen Verbindungsabbruch, das ist einer der Vorteile, sage ich jetzt mal. Wenn man jetzt die Datenlinie weiter nach oben geht, dann kommen wir irgendwann in unsere Cloud und da muss man sagen, dass das dann quasi eine IoT-Cloud ist, die für den Einsatz mit Industriesensoren optimiert ist, d.h. wir haben uns da mit einem führenden Cloudanbieter zusammengetan und haben diese Standard-Cloud abgeändert bzw. erweitert um verschiedene Services, um verschiedene Funktionen, die im Prinzip den Anforderungen der Industrie und der Sensortechnik im allgemeinen dann gerecht werden. Das ist eigentlich im Großen und Ganzen diese Lösung des io-key, also Gateway, die Hardware, die Konnektivität und die Cloud zusammen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Und wie seid ihr da bei Autosen selber diesen Weg der Digitalisierung gegangen, also was braucht es, um das anzugehen? Und welche Relevanz hat für euch in dem Zusammenhang auch das Thema Ökosystem?

Philipp:

Genau. Also vor gut 2 Jahren hat unser damaliger Produktmanager, Rainer Schniedergers hier bei Autosen sich so ein bisschen selbst auch aus eigenem Interesse die Frage gestellt, wie schwer es denn sein kann, jetzt wirklich 1 Sensor, also z.B. die Temperatur in die Cloud zu bekommen bzw. sie zu digitalisieren, Und dann hat er ein bisschen recherchiert und festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist, weil im Prinzip viele verschiedene Kompetenzen von dir als Person benötigt werden, z.B. muss ich IT-affin sein, d.h. ich muss mich irgendwo im Bereich Clouds auskennen, muss vielleicht ein bisschen programmieren können, ich muss mich dann aber auch in der Hardwaretechnik auskennen, d.h. wie mache ich überhaupt die Datenübertragung und im Zweifel sogar dann noch mit der Sensortechnik, Automatisierungstechnik auskennen im allgemeinen. Also da kommen viele verschiedene Abteilungen zusammen und das macht aus so einer Aktion immer irgendwo ein Projekt. Und er hat sich dann im Prinzip überlegt, ja, das muss ja auch irgendwie einfacher gehen, d.h. wir müssen dem Kunden eine Lösung bieten, mit dem er das einfach machen kann und vor allem schnell und der Kunde soll sich im Prinzip praktisch gar keine Gedanken darüber mache, wie jetzt die Daten irgendwie übertragen werden oder was ich dann in der Cloud noch anlegen muss, um meine Geräte zu sehen usw. Also diese ganzen Prozesse bzw. diese ganzen Entwicklungen, die wollten wir dann dem Kunden vorwegnehmen. Ja, und dann haben wir uns im Prinzip mit Branchenexperten irgendwo auf die Reise gemacht und haben gesagt, okay, wir haben ja gar nicht das Know-how jetzt eine Cloud zu entwickeln, bei Autosen mit diesem Auto-Sensor-Hersteller, wenn wir da anfangen eine Cloud zu entwickeln, dann würde das wahrscheinlich a) Jahre brauchen und Unsummen an Geld verschlingen und wir müssen mit Kompetenzen hausieren, die wir gar nicht haben, d.h. wir sind dann hingegangen und haben so ein bisschen den Ökosystemgedanken versucht ja in die Industrie auch reinzubringen, haben dann eine gute Partnerschaft schließen können mit der Software AG und der Cumulocity Cloud. Das ist im Prinzip, wie soll ich sagen, die Cloud, die hinter der Autosen Cloud steht. Dann haben wir gesagt, okay, wir müssen es schaffen und haben uns einen Mobilfunkanbieter gesucht, der sich auf IoT-Devices spezialisiert hat, das ist die Firma 1nce und letztlich brauchten wir natürlich auch noch jemanden, der uns im Bereich Gateway-Technologie, also Funk-Gateways unterstützt, der mit uns zusammen das Ganze entwickelt und auch z.B. so etwas wie Firmware-Entwicklung macht und das ist ja auch ein sehr spezielles Thema und auch nicht trivial, wenn man ehrlich ist, und da sind wir auch zu einem Branchenexperten gegangen und haben die Firma Round Solutions in Frankfurt gefunden und mit diesen Partnern haben wir uns dann mit unseren Anforderungen mit unserem Know-how aus der Sensorik auf den Weg gemacht und haben den io-key als runde Gesamtlösung entwickelt, um dem Kunden halt komplett das ganze Onboarding, die ganze Projekt abzunehmen., d.h. letztlich muss der Kunde eigentlich nur noch die Stecker verbinden, also eine physische Verbindung herstellen und alles funktioniert. Das ist im Prinzip unser Entwicklungspartnernetzwerk. Das wird jetzt erweitert durch einen Vertriebspartner, weil wir gesagt haben, dieser Ökosystemgedanke ist super, wir haben eine win-win-win-Situation und konnten da die ifm-Elektronik gewinnen als Seller und die Telekom AG, die jetzt im Prinzip den io-key als Lösung auch mit anbieten an ihre, doch letztendlich etwas anderen Kunden als wir sie denn haben. Also das ist so ein bisschen unser Ökosystem und der io-key steht da als Lösung im Zentrum.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Okay. Spannend. Hast du vielleicht mal ein Beispiel aus der Praxis, was so ein bisschen näher bringt, wie so ein Kunde einen Sensor, vielleicht auch über das IO-LINK-Protokoll einsetzt? Hast du da mal ein Beispiel aus eurem Kundenbereich, vielleicht?

Philipp:

Genau. Eine ganz ganz witzige Anwendung eigentlich ist, das war tatsächlich ein Kunde, der ganz am Anfang stand, der sich mit dem Thema IoT so noch nicht wirklich beschäftigt hat, aber die Anforderung von einem Kunden entsprechend, Daten zu digitalisieren, die zentral zu verwalten und auch dann die Perspektive zu haben weiterverarbeiten zu können und das ist ein Hersteller von Vakuum-Toiletten für mobile Bordtoiletten letztlich, die kennt man aus Zügen, z.B. aus den ganzen Regionalexpressen, die kennt man von Schiffen, also das sind diese Vakuum-Toiletten, die das dann so absaugen, sag ich jetzt mal.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Bester Opener hier – haha.

Philipp:

Ja. Und ich sag mal das Problem, wenn diese Tanks überfüllt sind, ich glaube das liegt auch daran, dass muss ich auch nicht weiter erläutern, das war tatsächlich ein Problem und das Coole ist und das kam tatsächlich auch über ein Ökosystem ein Sensorhersteller, ein anderer Sensorhersteller, der hat für die jetzt eine spezielle Pegel-Sonde, also Füllstandssonde, die halt diese Chemikalien auch aushält, entwickelt mit IO-LINK, als Protokoll und die wussten um den IOP und haben dann gesagt, hey, guckt mal hier bei Autosen, die haben ein Gateway, mit dem du quasi eigentlich nur unseren Sensor anschließen musst, das funktioniert direkt und du kannst dann die Daten dir sofort in der Cloud anzeigen lassen, das Ganze monitoren und erstmal eine Datengrundlage schaffen. Ja, und wir haben dann mit dem Kunden eigentlich gar nicht mal so großartig viel zu tun gehabt, denn der hat quasi unseren Zweck, unsere Mission genau ausgenutzt und hat einfach online bestellt Geräte, d.h. wir haben das gar nicht mitbekommen und die sind dann bei ihm irgendwann in Betrieb gegangen und per Zufall habe ich mich dann mal mit dem Kunden wirklich ausgetauscht, was er denn damit vor hat usw. und dabei ging es tatsächlich dann nur noch darum, okay, jetzt habe ich die Daten und was kann ich damit machen. Also es ging dann schon weiter, aber er hatte schon seine Daten, seine Sensordaten von den Zügen, die wirklich durch die Gegend fuhren, konnte die einlesen konnte sie aufzeichnen und konnte sich halt entsprechend alarmieren lassen usw. also quasi diese Cloudfunktion, die man ja so kennt.

Ing. Madeleine Mickeleit:
Das heißt in diesem Fall ist es so, dass die Pegelsonde sozusagen bei euch bzw. einem Fremdhersteller kam und dann sozusagen über den io-key mit der Cloud connected wurde und er hat sich dann entsprechend, weil du jetzt sagtest im Zug, also ein mobiles Asset irgendwo dann wahrscheinlich mit einem Mobilfunknetz XY verbunden, um Daten dann in der Cloud zu haben oder wie sieht so eine Connectivity vom Sensor bis in die Cloud genau aus?

Philipp:

Genau. Also das war eigentlich schon perfekt zusammengefasst. Man muss sich das so vorstellen, diese Pegelsonde erfasst jetzt den Füllstand in Form des Drucks, d.h. auf Grundlage des Drucks, also die Pegelsonde liegt quasi unten am Boden, da wird ein Druck ermittelt und daraus kann man natürlich Rückschlüsse schließen auf die Füllhöhe dieses Tanks, letztlich über die Hydrostatik und diese Daten werden halt permanent über das IO-LINK-Protokoll, d.h. also über Bit-Ketten, also über digitale Bit-Ketten an den io-key gesendet, also der io-key, was heißt gesendet, die werden übertragen über eine wirkliche physische Kabelverbindung.. Der io-key ist ja in dem Sinne ein IO-LINK-Master, der jetzt diese ganzen Daten sammelt und der sendet die jetzt alle 10 Sekunden in die Cloud. Das Ganze passiert dann halt, wie gesagt, über das Mobilfunknetz, d.h. jetzt haben wir ja eine mobile Maschine und die bewegt sich ja auch viel, d.h. im Optimalfall nutzt das Gerät dann das KM1-Netzwerk, um halt wirklich dieses Überlappen von Funkzellen, also den Funkzellenwechsel irgendwo ausblenden zu können, hab ich ja schon ganz kurz gesagt und die Daten werden dann quasi über ein VPN, indem wir sind, mit unserem io-key dann letztlich an eine API in der Cloud gesendet und werden dort dann gemonitort. Und was jetzt ganz schön ist, ich hab das ja gerade schon gesagt, so Plug & Play, wir haben im Prinzip dann quasi auf der Cloud und auf dem Gerät verschiedene Services, verschiedene kleinere Programme Micro Services, die genau diese Funktionalität dann herstellen, d.h. jeder IO-LINK-Sensor hat ja auch eine sogenannte IOED, (18:42) also quasi die Treiberdatei des Sensors, wo definiert ist, welcher Datenpunkt ist in welcher Einheit von welchem Minimum bis Maximum Range misst das Ganze und diese IOED müsste man ja normaler Weise dem io-key als Master dann mitteilen, der erkennt dann aber auch selber, welches Gerät angeschlossen wurde und lädt sich diese IOED automatisch aus einem Webserver, wo grundsätzlich über dieses IO-LINK-Konsortium, also dieser Zusammenschluss der Hersteller alle IOEDs irgendwann mal hochgeladen werden, also wenn ich quasi einen neuen Sensor entwickle, dann lade ich die da hoch, die werden zentral abgelegt und installiert dann quasi diese IOED auf sich selbst, so dass er diese Sensorwerte interpretieren kann. Das ist quasi einer dieser Services, wo wir gesagt haben, okay das müsste sich der Kunde sonst selber irgendwie ja bauen und so interpretieren wir halt Plug & Play. Der Kunde muss eigentlich nur das Gerät ansetzen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Kannst du mal erklären, was genau passiert, wenn jetzt ein Kunde bei euch bestellt, jetzt meine ich die interne Sicht bei euch, da habt ihr ja wahrscheinlich auch eine Logistik dahinter, wo man die Daten von dem Kunden irgendwo hat und ihr wisst ganz genau, wo liegt das. Nutzt ihr den io-key dann auch intern für eure Use Cases zur Prozessoptimierung? Oder wie muss ich mir das bei euch intern vorstellen?

Philipp:

Wir spielen da eigentlich mit offenen Karten. Wir leben ja das ganze Thema Digitalisierung und Automatisierung natürlich als Hersteller. Als Anbieter müssen wir das meiner Meinung nach auch tun, d.h. wir haben halt auch den Wunsch alle Prozesse soweit zu automatisieren und genauso haben wir es mit dem io-key letztendlich auch gemacht, d.h. der hat ja jetzt ein bisschen andere Anforderungen an unser ERP-Shop-System, aber jetzt ist zwar der Output so, dass der Kunde bestellt ganz selbstständig bei uns im Shop, d.h. der stellt sich ganz selbstständig sein individuelles IO-Paket zusammen, der wählt z.B. das Übertragungsintervall, der wählt verschiedene Zusatzservices wie z.B. eine Schaltfunktion auf dem Edge, kann ich später auch noch einmal genauer ausführen, was es damit auf sich hat und diese Konfiguration bzw. diese Buchung wird dann über den Shop ganz normal abgeschlossen, kann man z.B. auch mit Pay Pal bezahlen und die geht dann in unser ERP-System als Bestellung ein, automatisiert, d.h. es muss eigentlich niemand mehr bearbeiten und unsere Logistik bekommt dann entsprechend auf der Grundlage eine ……. -Liste, nimmt sich die Geräte aus dem Lager, stellt die Lieferung zusammen und packt dann diese Lieferung und in diesem Kommissionierungsprozess wird jetzt quasi die Seriennummer des Gerätes, also jedes Mobilfunkgerät hat ja eine Seriennummer, mit dem es eindeutig zu identifizieren ist, wird quasi mit der Kundennummer verheiratet in unserem ERP-System und jetzt sind wir dann wieder im Bereich Cloud-to-Cloud-Connection, d.h. der Kunde bekommt jetzt sein Gerät und die Cloud weiß schon über einen entsprechenden Request, dass diese Kombination aus Kundennummer und Geräte-ID dann letztlich irgendwann sich melden wird und dass die auch legitimiert ist sich z.B. einen eigenen Cloud-Sub-Tenant anzulegen und der Kunde kann dann entsprechend auf eine Startseite gehen, da gibt es denn so eine Art ….. Guide, das sind dann nur 3 Schritte, die sind dann bei der Hardware mit dabei, da wird man dann z.B. aufgefordert ein paar Kundendaten einzugeben, z.B. sich eine eigene URL zu vergeben, über die man dann nachher über einen Cloud-Tenant erreichen möchte.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, nur mal für mich mal zum Verständnis. Was ist da der Anwendungsfall dahinter? D.h. der Kunde hat jetzt eine eigene Cloud-Applikation und will z.B. Sensoren für einen Use Case nachbestellen oder wie funktioniert das genau bzw. was ist der Use Case vom Kunden oder der Anwendungsbereich?

Philipp:

Der Use Case ist, er möchte jetzt irgendeinen Prozess in die Cloud bringen, digitalisieren und möchte sich im Prinzip auch seine Cloud auch selber einrichten oder kann sie sich selber einrichten, weil es eigentlich kinderleicht ist.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Das ist aber jetzt eure Cloud sozusagen …, okay.

Philipp:

Genau. Der kann sich über die Startseite einen eigenen Sub-Tenant, also im Prinzip einen eigenen Cloud-Space auf unserer Autosen-Cloud erzeugen mit seiner eigenen URL und bekommt dann einen eigenen Zugang, wo wir auch keinen Zugang haben und den erzeugt er sich z.B. einfach selbst, so dass er dann im Prinzip alle Verwaltungsoperationen bzw. das komplette Monitoring in dem eigenen Sub-Tenant betreiben kann. Das gehört bei uns mit zu der Lösung letztlich.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Okay. Verstanden. Ich war gerade davon ausgegangen, dass der Kunde sozusagen seine eigene Applikation laufen hat, z.B. eure Sensoren im Feld hat, aber in dem Fall ist es ja so, dass er die Cloud von euch nutzt und sozusagen sein eigenes keines ………23:41  mit dem entsprechenden Use Case,  wie z.B. was du gerade beschrieben hast mit den Vakuum-Toiletten, da habe ich dann wahrscheinlich für den Bediener dann das Ware…… um dann vielleicht irgendjemanden zu sagen, wann die geleert werden müssen und wo vielleicht und solche Themen.

Philipp:

Ja, genau. Das bezog sich jetzt auf einen Kunden, der ganz am Anfang steht und nicht in dem Bereich unterwegs ist. Er kann sich also alles ganz einfach selbst konfigurieren, weil es eigentlich kein Konfigurationsaufwand letztlich ist, sondern das ist, als wenn ich mir einen Social Media Account mache. Das ist fast schon schwieriger.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Hast du denn vielleicht mal ein Beispiel von einem Kunden, der vielleicht schon weiter ist, also wenn ich vielleicht mein Geschäftsmodell jetzt schon mal habe und bestimmte Use Cases, verschiedene vielleicht schon angehe, hast du vielleicht auch mal ein Beispiel von euren Kunden?

Philipp:

Ja, klar. Grundsätzlich sehen wir den io-key als Lösung auch immer so ein bisschen als Enabler für neue Businessmodelle, d.h. es gibt ja z.B. schon Unternehmen/Kunden, die weiter in dem Bereich IoT unterwegs sind, d.h. vielleicht haben die schon eine IoT-Cloud, mit denen sie die Maschinendaten erfassen oder die fangen jetzt im Prinzip an sich auf Grundlage dieser neuen Möglichkeiten, die der io-key und natürlich auch andere Lösungen irgendwo bieten, neue Businessmodelle zu entwickeln und dafür gibt es natürlich die Möglichkeit diese Daten, die ich jetzt erzeuge, in jegliche Kommunikationsebenen einzubetten, d.h. ich kann jetzt den Shopfloor mit dem ERP-System direkt im Prinzip verbinden, d.h. ich kann eine direkte Cloud-to-Cloud-Connection im Prinzip so, nur anders herum, wie ich das erklärt habe bei uns, letztlich eigentlich relativ einfach aufsetzen, wenn man so will, um z.B. so etwas zu machen, wie Entsorgung-as-a-Service, also das ist eigentlich ein ganz cooler Use Case, d.h. da haben wir mal ein bisschen gebrainstormt mit einem Entsorgungsunternehmen und auch zum Teil mit manchen Kommunen. Da ging es so ein bisschen darum, dass Gefahrenstoffe, also Chemikalienfluide, die vielleicht irgendwo ein bisschen ätzend sind, die werden ja entsorgt, da gibt es so spezielle Firmen, die das letztlich abtransportieren und dann unschädlich machen und da war im Prinzip so ein bisschen das Problem, dass diese Tanks häufig dann irgendwo hinten auf dem Hof draufstehen und man läuft da irgendwie vorbei und stellt dann fest, oh, mein Tank ist voll. Und dann wird man natürlich schnell hektisch, weil wo soll man jetzt hin mit dem was gerade produziert wird als Abfallstoff und hat dann häufig das Problem, dass man diese Geschichten irgendwo zwischenlagern muss, was natürlich ein bisschen unschön sein kann und diese Tanks werden zum Teil ja auch schon mit Sensoren überwacht. Da sind zum Teil Füllstandssensoren verbaut, die letztlich den Füllstand mit einer sogenannten geführten Mikrowelle messen, d.h. da reicht quasi so ein Edelstahlstab, der geht im Prinzip in das Fluid rein, je nachdem natürlich wie ätzend das z.B. ist, entsprechend dann wird eine Mikrowelle vom Sensor oben, der ist am Deckel angebracht, wird ausgesendet und die Laufzeit bis quasi diese Mikrowelle von der Oberfläche des Fluid reflektiert wird, wird dann entsprechend gemessen und dann kann man, wenn man weiß wie lang der Stab ist Rückschlüsse darüber führen, wie hoch der Füllstand ist. Das ist z.B. so eine Möglichkeit, so etwas zu messen und jetzt kann man quasi oder jetzt war so ein bisschen das Businessmodell, was wir mit dem Kunden diskutiert hatten, dass man jetzt im Prinzip den io-key nachrüstet, also Retrofitting durchführt an diesem Tank oder an mehreren Tanks, also das funktioniert auch, man kann ja auch mehrere Sensoren mit dem io-key in die Cloud bringen und dass diese Daten jetzt gar nicht bei dem Produzenten dieses Schadstoffes landen, sondern direkt beim Entsorger, so dass der Produzent quasi nur die Entsorgung als Service bucht bzw. bezahlt, aber sich auch nicht mehr darum kümmern muss im Prinzip, wann muss der Tank geleert werden, d.h. er muss gar nicht mehr den Disponenten anrufen und sagen, pass mal auf in 3 Tagen ist mein Tank voll und du musst jetzt mal ganz ganz schnell kommen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

D.h. das Entsorgungsunternehmen bekommt in dem Fall oder der Techniker oder wer auch immer da rausfährt, Servicemitarbeiter bekommt ein Dashboard, wo er eine Übersicht verschiedenster Kunden mit diesen Tanks hat und weiß dann vielleicht auch ganz genau wie er seine Route planen muss oder geht das so in die Richtung?

Philipp:

Ja, ganz genau. Ressourceneffizienz ist da ein ganz großes Thema, d.h. die versuchen natürlich auch die Routen optimal zu planen und nicht für einen Kunden eine ellenlange Reise zu unternehmen und am nächsten Tag noch einmal in die gleiche Richtung fahren zu müssen, aufgrund mangelnder Informationen z.B. Eine andere Möglichkeit ist natürlich auch, wenn ich jetzt und da sind wir auch schon wieder im Bereich Füllstände beispielsweise für Silos. Also grundsätzlich der io-key eignet sich ja grundsätzlich bzw. er fühlt sich sehr zu Hause in entlegenen abgeschirmten Applikationen, die vielleicht ja sehr weit weg sind, irgendwo im Feld stehen und deshalb bislang nicht digitalisiert werden konnten oder wo ich vielleicht auch bewusst oder Sicherheitsgründen oder weil ich vielleicht gar nicht in meine lokale IoT reingehen möchte, im Prinzip davon abgekapselt digitalisiert werden will, d.h. wenn ich irgendwo einen Füllstand habe oder ein Silo oder einen Tank oder so etwas und der wird auch leer, dann könnte ich natürlich auch über eine sogenannte Cloud-to-Cloud-Connection eine automatische Nachbestellung in meinem ERP-System auslösen oder diese Werte auch zum Beispiel in mein MES-System mit einfließen lassen, um Prozesse zu steuern oder Aufträge zu verwalten. Also grundsätzlich ist das alles denkbar. Ich sag immer so ein bisschen, wenn ich die Daten durch den io-key oder woher ich sie auch immer habe einmal im Prinzip im Internet hab, dann sind eigentlich meiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Jetzt hast du ja gerade einen Use Case beschrieben das Thema Entsorgung-as-a-Service. Da ging es ja um so einen lizenzierten Sensor aus einem Silo, den ich in die Cloud bringe, wie ist das denn, wenn ich jetzt ganze Maschinen oder Anlagen verbinden will? Gibt es da auch Lösungen oder wie mache ich das dann?

Philipp:

Ja, genau das ist jetzt natürlich ein bisschen, ich sag mal, entgegen der klassischen Lösung, aber wir haben natürlich die Möglichkeit beim io-key mit verschiedenen Zubehörartikeln zu arbeiten, d.h. was wir immer brauchen bzw. was wir immer direkt an den io-key anschließen müssen, ist ein sog. IO-LINK-Device, aber es gibt z.B. auch verschiedene Module, das sind dann so Eingangsmodule, die ein IO-LINK-Device sind, aber auch andere Daten aufnehmen können als jetzt reine Sensordaten. Und es gibt z.B. die Möglichkeit einen IO-LINK-Analog-Modul zu verwenden. Da kann ich dann bis zu 8 analoge Sensoren, also wirklich die alten oder die sehr verbreitetsten Sensoren, 4 – 7 Milliampere geben die aus als Signal einzufangen und mit 8 Sensoren habe ich natürlich schon die Möglichkeit auch größere Maschinen oder vielleicht einen Teilprozess zu digitalisieren, d.h. das gibt mir schon die Möglichkeit und dann habe ich ja auch noch 2 Ports, d.h. ich habe ja theoretisch oder rechnerisch die Möglichkeit 16 analoge Signale einzufangen, was durchaus schon sehr mächtig und dann auch ausreichend sein kann.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Da hattest du ja ganz am Anfang gesagt Schaltfunktionen über Edge, dass das auch eine Funktionalität ist. Gehört das auch damit rein oder ist das noch einmal was anderes?

Philipp:

Definitiv. Jetzt sind wir ja schon so ein bisschen im Bereich Anlagen und Anlagensteuerung und jetzt kann ich z.B. schon auf Grundlage eines Sensorwertes, der dann einen Schwellenwert überschreitet mir auch einen Alarm schicken lassen, aber ich habe auch die Möglichkeit mich noch lokal weiterhin alarmieren zu lassen. Also die meisten Sensoren haben ja einen Schaltausgang und darüber kann ich dann ja auch ein bisschen……… oder auch Aktorik schalten und der io-key kann das im Prinzip auch, d.h. wir haben zwei Pins, die in dem Power-Port drin sitzen, die ungenutzt sind aktuell, d.h. die brauchen wir für die Spannungsversorgung aktuell nicht und die können wir dann über so einfache Schaltregeln , die auch dann in so einem einfachen Wizzard auf der Cloud programmiert werden, das kennt man so aus der Sensortechnik, so mal einen Schaltwert eintragen, dann die Konvention, d.h. mal überschreiten oder auch unterschreiten, eine Hysterese kann ich da einstellen und und und und darüber kann ich dann lokal über die Maschine noch irgendwas schalten, z.B. eine Ablaufpumpe aktivieren, ein elektrisches Stellventil oder vielleicht eine Signalleuchte, um noch einmal lokal auch auf ein Problem aufmerksam zu machen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Okay. Hast du da mal ein Beispiel von einem Kunden von euch, wie er das genau umgesetzt hat, dass man mal versteht, wie genau das dann mit vielleicht einer größeren Maschine oder Anlage funktioniert?

Philipp:

Hmm. Genau, da haben wir tatsächlich einen ganz lustigen oder was heißt lustig, wir haben da einen ganz coolen Use Case und zwar ist das auch einer unserer ersten Kunden, die den io-key verwenden und die verwenden den tatsächlich als SPS-Gateway. D.h. ich habe ja zu Beginn meiner Geschichte über den io-key gesagt, dass wir bewusst den Umweg über das SPS-Gateway nicht gehen wollten, weil das sehr teuer ist, und das haben die bei der Firma Friemer halt erkannt und gesagt, okay wir haben noch keinerlei Vernetzung unserer Maschinenhalle und noch nicht mal WLAN und wir möchten jetzt quasi unabhängig von einer lokalen Netzwerkstruktur eine SPS digitalisieren und die haben ein sogenanntes binäres Eingangsmodul mit jeweils 8 Steckplätzen an den io-key angeschlossen, d.h. 16 Steckplätze haben die da zur Verfügung und die schleifen im Prinzip die Ausgangssignale aus der SPS auf dieses binäre Eingangsmodul durch und der io-key erkennt dann entsprechend den Zustand der Schaltausgänge der SPS und über eine kleine smarte Funktion kann dann im Prinzip ein Rückschluss über den Durchsatz bzw. den Zustand von so Heizpressen geschlossen werden.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, das wollte ich gerade fragen. Was war das für ein Kunde und was für Daten hat er aus der SPS genau in die Cloud bringen wollen?

Philipp:

Das ist eine Firma, die stellen industrielle Kupplungs- und Reibbeläge her und sind seit über 20 Jahren in der Branche auch mit federführend und die haben natürlich hohe Anforderungen an den Durchsatz. Die machen auch so eine richtige Massenproduktion, wenn man so will, aber bei hoher Qualität und für die war es immer wichtig zu wissen, wie der Zustand der einzelnen Pressen ist. Die haben mehr als 10 Pressen, die quasi im Akkord arbeiten und dabei den Überblick dabei zu behalten darüber, ob vielleicht mal eine Presse steht oder weniger Durchsatz hat bzw. ob es da vielleicht auf der Grundlage dann auch zu technischen Störungen kommt oder vielleicht so was auch im Vorfeld, so Thema Predictive Maintenance dann erfasst werden kann, das ist für die alles ein sehr interessanter Anwendungsfall und das haben die im Prinzip dann mit dem io-key umgesetzt.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Okay. Das ist dann so eine Art Stückzähler oder wie muss man sich das vorstellen, anhand dessen ich diese Spiele dann darstellen kann? Oder wie wurde das gemacht?

Philipp:

Genau. Also im Prinzip kommt da auch wieder das Thema auf, wie mache ich das dann mit den Daten, d.h. die haben sich dann im Prinzip ein Programm geschrieben, mit denen sie diese Signale in einen Zähler verarbeiten können und haben dann quasi auch am Ende des Tages oder auch der Schicht dann immer automatisiert Export erhalten, der denen dann genau gesagt hat, wieviel Stück sind heute durch die Pressen gelaufen und konnten darüber natürlich auch ganz genau bestimmen, wie hoch ist meine Produktion aktuell, auf wieviel Prozent fahren wir und das konnte sich quasi der Produktions- bzw. der Schichtleiter dann einfach auch aufs Smartphone senden lassen, was ganz cool ist, denn dann hatte er immer alles im Blick und wenn er gerade irgendwo auf dem Gelände quasi rumläuft.

Ing. Madeleine Mickeleit:
Okay. Jetzt hast du ja schon viele solcher Projekte gesehen. Hast du da vielleicht aus der Praxis ein Beispiel, ein paar Tipps oder Ansätze, um vielleicht Fehler zu vermeiden, um Kosten einzusparen, wenn ich solche IoT-Projekte mit unterschiedlichster Sensorik jetzt vielleicht angehe? Ihr seid da ja vom Fach. Hast du da irgendwas gesehen, wo du sagst, das würdest du den Hörern gerne mitgeben, um eben Fehler eben zu vermeiden ein stückweit auch?

Philipp:

Ja, ich sag mal so. Es gibt eigentlich und das ist immer mein Spruch, auch wenn ich mit Kunden spreche, es gibt eigentlich keine Lösung, jetzt wenn man mal die Rahmenbedingungen voraussetzt, dass wir irgendwo was messen wollen, da irgendetwas erfassen wollen und das dann digitalisieren, da gibt es eigentlich keine Applikation, die nicht zu lösen ist über den io-key und wenn sie nicht lösbar ist, dann finden wir auch über unser Ökosystem eine andere Lösung, das ist ganz wichtig. Was ich feststelle ist, dass viele Kunden noch eine gewisse Hemmschwelle haben mit so einem IoT-Projekt zu starten und diese Angst bzw. diese Bedenken wollen wir den Kunden gerne nehmen. Grundsätzlich glaube ich, dass überall da, wo man sich z.B. überschüssigen Weg sparen kann, wo man vielleicht rausfahren muss und physisch nachschauen muss wie ist der Zustand eines Prozesses, da ist es super einfach und auch sehr günstig, muss einfach auch mal dazu sagen, mit dem io-key eine solche Lösung zu digitalisieren. Denn ich sag mal Wegstrecke und Mitarbeiter kosten auch viel Geld und die könnte man vielleicht gewinnbringender einsetzen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Hmm. Jetzt hattest du gerade das Ökosystem angesprochen. Mit welchen Partnern arbeitet ihr da? Oder sind das auch die Partner, die du zu Beginn schon angesprochen hattest im IoT-Umfeld oder sind das noch andere?

Philipp:

Genau. Das sind die Partner, die ich vorhin schon genannt habe. Also unsere Entwicklungspartner mit Software AG, mit 1nce, Round Solutions unsere Vertriebspartner und natürlich auch immer, ich sag mal so, unser erweiterter Kanal, wenn wir eine Applikation nicht lösen können. Dann können wir da auch immer auf ein gutes Know-how in den verschiedenen Branchen zurückgreifen mit der ifm und der Telekom und wir haben natürlich auch noch weitere Partner, z.B. die Firma Codestryke aus Düsseldorf, das sind Entwickler, die sich auf IoT-Applikationen spezialisiert haben, d.h. immer dann, wenn unsere Lösung oder Standardlösung, die für alle Kunden eigentlich geeignet ist, aber vielleicht auch nicht mehr ausreicht, dann kommen die ins Spiel und können dann halt für den Kunden eine individuelle Lösung auf Basis der Daten, die der io-key dann erhebt, entwickeln und auch da stellen wir dann auch immer gern den Kontakt gerne her.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, die Firma Codestryke hören wir hier im Podcast auch noch. Die habe ich eingeladen mit der Firma Air…… Genau, da machen wir eine gemeinsame Session. Da freue ich mich auch schon drauf. Ja, man sieht sich immer wieder in der Branche, anscheinend.

Philipp:

Genau. Also das System ist klein. Das sag ich auch immer und ich denke, dass alle immer voneinander profitieren können und genau das ist auch der Hintergrund unseres Ökosystems, also wir wollen alle voneinander profitieren und uns auch die Kunden hin und her spielen. Und unsere Maxime ist es eigentlich, dem Kunden die bestmögliche Applikation zu liefern und der io-key steht im Zentrum als Lösung, aber es gibt so viele individuelle Anforderungen von Kunden und die kann man nicht alle mit einer Lösung abfangen, aber vielleicht mit den entsprechenden Erweiterungen oder mit dem entsprechenden Know-how in den spezifischen Bereichen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Was denkst du wird da in den nächsten 5 Jahren noch auf uns zukommen? Jetzt hast du das Thema Ökosystem und sag ich mal offene Partnerschaften auch schon angesprochen, was glaubst du jetzt gerade auch speziell in eurem Sensor-Umfeld, E-Commerce was wird da kommen, was siehst du beispielsweise in den nächsten 5 Jahren?

Philipp:

Ja, ich glaube, dass das Thema Digitalisierung und IoT immer größer wird, es wird wachsen, aber ich glaube, der Ansicht sind eigentlich die meisten, die in dem Umfeld arbeiten, ich glaube, dass viele, die jetzt noch ein bisschen Bedenken haben auch mit einer Lösung zu starten, in 1 -2 Jahren dann auch überzeugt genug sind, um mit einer Lösung zu starten, um erstmal für sich selbst einmal den Nutzen dieser Digitalisierung bzw. des IoT allgemein zu finden, denn der ist so individuell, den kann man auch nicht pauschalisieren. D.h. ich möchte jetzt ungern sagen, jeder Kunde hat einen bestimmten Nutzen davon seine Füllstände zu überwachen, aber ich sage ganz deutlich das Thema Ressourceneffizienz und auch jetzt in den aktuellen Zeiten natürlich Personaleffizienz bzw. das dezentrale Arbeiten, das ist natürlich ein großes Thema. Und da wird uns denke ich das IoT auch noch viele Probleme abnehmen oder erleichtern und ich denke da ist unsere Aufgabe als Lösungsanbieter bzw. als Entwicklerteam diese Hemmschwelle möglichst nach unten zu fahren, dass alle Kunden Spaß und Interesse daran haben bei sich in dem spezifischen Umfeld dann mit IoT zu starten. Und ich glaube, dass das Thema sehr stark wachsen wird und ich freue mich auf die Herausforderungen.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja. Schön. Ja, ich denke ihr habt da den perfekten Ansatz mit eurem Ökosystem, auch mit der Lösung des io-keys und ich glaube, da seid ihr sehr sehr gut aufgestellt. Auch wenn man mal auf eure Website schaut, man sieht ja ihr seid da sehr neu und innovativ unterwegs. Das wäre jetzt vielleicht eine ganz gute Möglichkeit, wie wäre da der Kontakt zu euch? Ist das dann direkt über die Website, wenn ich jetzt da mal Interesse habe mir mal so ein paar Sensoren oder auch zu meinem Use Case mich mal so ein bisschen informieren will?

Philipp:

Ja, also Ausgangspunkt ist eigentlich immer unser Shop, also unsere Webseite, das ist ja gleichzeitig unser Online-Shop. Da findet man eigentlich alle Informationen zu den Produkten, das ist autosen.com. Da haben wir wirklich alle Dokumentationen von CAD-Daten über technische Dokumentationen, Konformitätserklärungen, da ist also wirklich alles was man so braucht, um einen Sensor auch wirklich klar zu identifizieren, das ist der richtige für meine Applikation. Da findet man auch alles alles zum io-key und natürlich auch zu uns als Team und auch direkt den Einstiegspunkt, wenn man jetzt Kontakt sucht und wir sind natürlich auch offen für Beratung, also wir beraten super gerne, wir sprechen super gern mit Kunden und erfahren auch die individuellen Anforderungen und helfen auch dabei die Applikationen zu lösen. Also unser Vertrieb ist da sehr fit. Und immer, wenn es in Richtung IoT oder io-key geht, dann sind wir auch sehr gern bereit da mit verschiedenen Kompetenzen mit verschiedenen Abteilungen auch übergreifend zu beraten. Da sind wir sehr dynamisch.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Ja, ich denke da haben wir heute auch in dieser Folge Use Cases angeteasert. Vielleicht findet sich der ein oder andere Hörer sich da auch wieder und ich danke dir schon mal sehr für deine Zeit. Ich fand es wirklich super spannend von Pegelsonden, mit dem Thema Chemikalienfüllstände in Vakuum-Toiletten und aber auch ganz andere Themen, die wir jetzt heute hatten. Ich verlinke das alles entsprechend und auch den Kontakt zu dir, am besten vielleicht auch über LinkedIn. Ja, vielen Dank für deine Ansichten an dieser Stelle und es hat mich sehr gefreut, dass du dabei warst. Vielen Dank für deine Zeit nochmal und genieß die restliche Woche.

Philipp:

Ja, ich danke dir auch sehr herzlich für deine Arbeit. Ich finde den Podcast super und habe mit Spannung alle Folgen mir angehört. Und man muss ja auch sagen, man lernt ja auch immer was dazu. Also es gibt eigentlich keine Folge, wo man nichts dazu lernt, auch wenn man meint, schon alles zu wissen. Also ich kann nur jedem ans Herz legen, sich die anderen Folgen auch noch anzuhören. Wirklich, sehr sehr spannend.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Vielen, lieben Dank.

Philipp:

Danke dir.

Ing. Madeleine Mickeleit:

Danke bis dann. Eine schöne Woche. Schau.

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